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Soeben habe ich Deinen Text gelesen und kann mich sehr gut in Dich hineinversetzen. Wenn man unter Panikattacken leidet, "hört" man mit der Zeit immer genauer auf seinen Körper. Selbst der normale Herzschlag kann dann einem nachts im Bett den Schlaf rauben. Bei Dir scheint die Angst ja wirklich sehr stark ausgeprägt zu sein. Mein Rat: Psychologische Hilfe. Lass die Angst nicht die Kontrolle über Dein ganzes Leben gewinnen, sondern bekämpfe sie. Den ersten Schritt tust Du, wenn Du Dich körperlich durchchecken lässt (was Du wahrscheinlich sowieso schon gemacht hast). Wenn es keinen organischen Befund gibt und Du topfit und gesund bist, dann würde ich mich an Deiner Stelle einem Psychologen anvertrauen und eine Verhaltenstherapie machen. Glaub mir, es hilft. Bei mir hat es auch lang gedauert bis ich diesen Schritt gegangen bin. Aber ich bin ihn gegangen und bereue es keine Sekunde. Hast Du schon die anderen Beiträge zu diesem Thema gelesen? Grüße, muenchner78

26.12.2007 00:33 • #21


hey muenchner78

ja ich habe mich ja schon durchchecken lassen... das volle programm bei mir wurde ja sogar ein ct gemacht..

psychologische betreuung schön und gut, nur ich habe hemmungen davor zu jemand wildfremden zu gehen der vermutlich überhaupt nicht nachvollziehen kann wie es mir geht bzw. was ich durchmache und das alles nur objektiv behandelt..

wie war das denn bei dir? oder wie sieht eine solche behandlung aus?
wäre nett wenn du mir ein wenig darüber berichten würdest, ich habe nämlich keine ahnung wie sowas abläuft etc.
danke schonmal

lieben gruß, babsi

26.12.2007 22:29 • #22



Panische Angst vor dem Sterben / Tod

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Naja ich kann Dir nur grob umschreiben wie es bei mir war. Ich habe ja selbst drei Anläufe gebraucht, um den richtigen Psychologen zu finden.
Gesucht habe ich über das Internet und dann auch nur im Umkreis meines Wohnortes. Eines vorweg: Ich bin Privatpatient, dass heißt, ich weiß nicht ob es im Detail bei Dir auch so abläuft wie bei mir.

Nun gut... Also man hat die Möglichkeit verschiedene Psychologen zu testen. Bei jedem Psychologen hast Du 5 probatorische Sitzungen, die so oder so komplett von der Kasse erstattet werden. In diesen 5 Sitzungen wird eine Anamnese Deines Lebens durchgeführt und über das "was gerade unter den Nägeln brennt" gesprochen. Während dieser 5 Sitzungen solltest Du schon merken, ob Dir der Psychologe zusagt oder nicht. Vorher solltest Du Dich erkundigen ob dieser Psychologe auch Verhaltenstherapie macht (ist die Therapie, die bei Panikattacken am häufigsten angewandt wird). Hast Du vor, bei einem Psychologen zu bleiben, wird er mit Dir das weitere Vorgehen besprechen (Gutachten, Therapieverlauf und und und).
Und Du brauchst keine Angst, dieser "wildfremde" Mensch will Dir helfen. Vorausgesetzt Du willst Dir helfen lassen. Das ist der größte Schritt den Du bewältigen musst - Du musst WOLLEN...

27.12.2007 20:22 • #23


hallo leute,

ich muss es auch los werden. Mir geht es zu 100% wie dem Münchener!
Ich habe sogar geweint als ich Deinen ersten Beitrag gelesen habe, weil Du mir einfach aus der Seele sprichst.
Das einzige, was mir manchmal hilft nicht über den Tod nachzudenken, ist einfach das Thema zu umgehen oder mich mit schönen Dingen zu beschäftigen, die mich positiver und glücklicher stimmen. Wenn ich so überlege, möchte ich natürlich auch nicht für die Ewigkeit existieren, denn das bringt ja auch nichts. Immer dieselben Sorgen, Leiden und Kummer...
Aber es macht mir schrecklich Angst aufeinmal nie mehr da zu sein!! Und keiner weiss, dass es Dich jemals gab!! Und die Menschen, die Du liebst oder geliebt hast, kannst Du nie wieder sehen oder denen Deine Gefühle sagen!! Du bist einfach WEG!
Und dann frage ich mich wofür tue ich das Alles?? Arbeiten, nach Luxus streben, zum Fitness gehen, Urlaub machen, mich um einen Platz in der Schlage zu streiten oder mich mit meiner Mutter oder einer Freundin zu streiten und lebenslang diese Menschen nicht verzeihen?!!?! Wo ist da der Sinn? Und während dieser Zeit verlierst Du auch jede Menge Menschen in Deinem Umfeld, die Du geliebt hast und wird Dir umso mehr bewusst, dass Deine Zeit auch bald ablaufen wird!!

04.01.2008 20:54 • #24


Auch ich kann hierzu meinen Teil beitragen. Seit ich 12 bin hab ich eine latente Angst vor dem Sterben. Diese verschlimmerte sich in all den Jahren ziemlich stark.
Mit Hilfe meiner Therapeutin konnte ich gut rausfinden, woher diese Angst kommt, leider konnte ich sie nie ganz ablegen.
Ganz bsonders am Abend, wenn es dunkel wird beherrscht mich diese Panik. Ich bekomme dann auch ein ganz seltsames unbeschreibliches Körpergefühl. Oft ist es schon passiert,dass ich dann völlig hysterisch reagier und alles in einem Weinkrampf endet.Auch ich kann durch die Gedanken an den Tod eine Panikattacke auslösen.
Es ist auch so,dass ich in einer Sekunde noch völlig abgelenkt bin, dann aber plötzlich dieser Gedanke, dass ich ja irgendwann mal sterbe in meinen Kopf "schießt" und nichts geht mehr.
Ich kann mir nicht vorstellen,dass ich eines Tages nicht mehr da bin, ich einfach weg bin, aus alles vorbei.

05.01.2008 14:49 • #25


Hi KathiK! Ersteinmal willkommen im Kreise der Leidensgenossen
Ich weiß genau wovon Du redest. Dieses unbeschreibliche Körpergefühl bekomme ich auch und ich habe dann so ein ganz unangenehmes (ähnlich dem Gefühl des Lampenfiebers oder der Aufregung) Gefühl in der Magengegend. Auch ich habe schon paar mal hysterisch darauf reagiert. Bin dann aus dem Bett aufgesprungen und wie wild durch die Wohnung gelaufen - immer mit dem Gedanken "Das kann bzw. darf doch nicht sein. Ich möchte nicht irgendwann sterben und nicht mehr existent sein!" Man kann nicht flüchten - das ist ein großes Problem. Dieses "Ausgeliefertsein"! Schwierig zu beschreiben, was man genau in diesem Moment fühlt. Außenstehende können es nur schwer oder gar nicht verstehen.
Die Gedanken ans Sterben kommen bei mir auch sehr oft aus heiterem Himmel. Bin grad beschäftigt und dann PENG! Hab mich mal beobachtet, allerdings kann ich keine objektiven Auslöser für diese Gedanken erkennen. Was mich interessiert: Was hast Du denn herausgefunden, woher diese Angst kommt? Vielleicht gibt das mir einen "Denkanstoss"!

06.01.2008 00:45 • #26


Hallo Münchener,
genau wie du es auch schreibst, dies komische Gefühl in der Magengegend hab ich dann auch. Es ist als würde sich der Magen umkrempeln,eine Rolle schlagen....schwer zu beschreiben.
Meist hab ich das ja so extrem,wenn ich abends im Bett lieg und zur Ruhe kommen will, dann schnelle ich wie angestochen hoch und renne wie irre im Haus auf und ab. Die Hände tief in den Haaren vergraben, weil ich diese Gedanken aus meine Kopf raus bekommen will/muss.
Diese Zustände häufen sich in den letzten Wochen immer mehr. Ich frag mich immer öfter, wieviel Zeit mir noch bleibt, ob ich wohl schon die Hälfte meines Lebens rum habe, oder gar mehr?? Alles so Fragen die mich und meinen Kopf mürbe machen.
Der eigentliche Auslöser bei mir ist, dass ich als ich 9 war ziemlich hart mit dem Tod konfrontiert wurde. Ich war in der Schule, als plötzlich Kinder aus meiner Straße angerannt kamen und mir sagten "Komm schnell nach Haus,dein Papa hat sich umgebracht"!!
Ich hielt das in meiner kindlichen Naivität für einen dummen Scherz, wurde aber beim Ankommen zu Haus eines besseren belehrt.Er war tot!
Eine ziemliches Aufegebot an Staatsawaltschaft und Polizei machten es mir unmöglich ihn noch ein letztes mal zu sehen. Meine Mutter ließ nicht zu,dass ich bei der Beerdigung dabei sein konnte. Ich wünschte sie hätte es getan. Ich wollte nur Abschied nehmen, von dem Menschen,der mir am nächsten stand und der nun einfach nicht mehr da war.
In meinem weiteren Leben hatte ich das ganze dann erst mal ganz ganz hinten in meinem Hirn abgelegt.
Irgendwann dann mit 13/14 brach es dann aber in Form von Angstanfällen und Attacken aus mir heraus.
Der Perfektionismus, den Zwang immer über alles und ganz besonders über mich die Kontrolle haben zu müssen, haben dann ihr übriges mit mir und meiner Angst getan.
Ich habe immer die Horrorvision, dass ich die Kontrolle über meinen Körper verlier, abhängig werde von anderen. Und auch sterben ist ja eine Sache des Kontrollverlustes, hier kann ich nicht allein entscheiden,ob ich das möchte oder nicht. Ich will aber entscheiden
Dir einen angstfreien Sonntag
LG Kathi

06.01.2008 14:02 • #27


Hallo KathiK!

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, es fühlt sich an, als ob sich der Magen "umkrempeln" würde.

Es ist Wahnsinn, ich kann mich richtig in die Situation hinversetzen, wenn Du zur Ruhe kommen willst, im Bett liegst und dann auf einmal wie ange-
stochen hochschnellst. Kommt mir sehr bekannt vor. Allerdings kommt
diese Art der Panik bei mir nicht allzu oft, aber dennoch ein paar mal im Jahr vor. Wie reagiert Deine Familie (Mann/Kinder/Verwandte) auf dieses Thema und Deine Ängste?

Der Tod Deines Vaters ist natürlich eine Erklärung und Du weißt dass er anscheinend auch der Auslöser Deiner Angst vorm Sterben ist. Anders ist es bei mir, ich konnte noch keinen Auslöser lokalisieren. Allerdings arbeite ich mit meiner Psychotherapeutin und meiner Psychiaterin daran.
Ich weiß nur dass diese Angst in meiner Jugendzeit angefangen und sich seitdem stark gesteigert hat. Und ansonsten habe ich auch nicht viele Erinnerungen aus meiner Jugendzeit. Muss alles aufgearbeitet werden.

Du machst Dir auch Gedanken darüber, wie viel Zeit Dir wohl noch bleibt.
Diese Sorge habe ich, Gott sei Dank, nicht. Aber ich stelle es mir belastend vor. Weil wenn ich darüber nachdenken würde, würde ich auch noch eine Angst entwickeln, die mich davon abhält dass Haus zu verlassen. Denn passieren kann immer und überall etwas.

Die Angst davor Kontrolle abgeben zu müssen, besteht bei mir auch. Aber erst seit ein paar Jahren. Genauso wie die Angst vorm Dunkeln und Einschlafen. Aber beim Einschlafen gebe ich sie nur für ein paar Stunden ab. Nach dem Tod für immer. Ich kann mich einfach nicht mit dieser NICHTEXISTENZ abfinden. Es ist zum ***** !

Befindest Du Dich noch in einer Psychotherapie? Welche Art machst Du oder hast Du gemacht? (Verhaltenstherapie/Tiefenpsychologie etc.)

Schönen Sonntag noch (und steiger Dich nicht zu sehr rein )

06.01.2008 15:53 • #28


Guten Tag Muenchener,
ich bin im Moment nicht mehr in Therapie. ich hab noch ein paar Stunden gut, die ich mir lassen will, wenn es mir evtl. mal wieder extrem mies geht.
Meine Therapie war ein Teil Verhaltens- und Gesprächstherapie.Mir persönlich hat die Gesprächstherapie am weitesten gebracht. Ich hab viele neue Dinge über mich erfahren, die mich einiges klarer erkennen lassen konnten und halfen zu verstehen.
Mein Mann geht mit dem Thema sehr offen um. Er ist ein guter Zuhörer,wenn es mir mies geht, er kann mich gut wieder runterholen,ist der Einzige,der mir ansieht wenn ich in Angst bin oder es mir schlecht geht. Was er nicht macht,ist mir aus Mitleid oder Hilfe alles abnehmen. Er meint,wenn er das tut,habe ich ja keinen Druck mehr, was allein machen zu müssen. Diesen Rat hat ihm meine Therapeutin gegeben, er war mal zu einer Stunde mit.

07.01.2008 17:25 • #29


Aha, ich mache momentan auch eine Verhaltenstherapie. Und es hat mir schon ein bisschen geholfen. Aber ich hatte erst 7 Sitzungen. Meine Frau war auch einmal mit und Du hast Recht, es ist sehr aufschlussreich was man während der Therapie über sich selbst erfährt.

Übrigens: Gestern Nacht war es mal wieder so weit. Anscheinend ausgelöst durch unseren Schriftverkehr über das Thema Tod, habe ich im Bett eine Panikattacke bekommen. Plötzlich schoss es mir in den Kopf, dass ich mal nicht mehr sein werde und die Dunkelheit nahm mich in Besitz. Mein Herz begann zu rasen, ich sprang auf, mir wurde heiß und kalt und ich musste das Licht anmachen. Nach 5 Minuten hatte ich mich wieder runtergebracht. Das war mal wieder heftig. Und heute kreisen meine Gedanken wieder um diese Nichtexistenz. Ich hoffe, dass ich das wirklich irgendwann unterdrücken kann.

Grüße muenchner78

07.01.2008 17:39 • #30


! Habe den letzten Beitrag versehentlich als Gast geschrieben !

Sorry

07.01.2008 21:06 • #31


Wisst Ihr, was noch sehr schlimm finde? Den Moment des Überganges vom Leben in den Tod! Da bleibt mir auch der Atem weg.

07.01.2008 21:55 • #32


hi sunny! Kurioser Weise, macht mir der Moment des Überganges weniger Sorgen. Weiß auch nicht warum. Hätte eher Angst davor plötzlich aus dem Leben zu scheiden, ohne die Chance gehabt zu haben mich von geliebten Menschen verabschieden zu können.

08.01.2008 16:29 • #33


hab auch panische angst zu sterben, habe einen angeborenen herzfehler und vor 3 jahren einen schlaganfall gehabt (mit 16) seit dem leide ich an panikattacken und werd sie nicht mehr los (was ich nicht hoffe).. ständig ist mir schwindelig und ich hab angst umzukippen oder gar nochmals einen schlaganfall zu erleiden.. war schon mal bei einem psychologen nur der konnte mir auch nicht helfen..nächste woche hab ich schon einen termin bei einer neuen..mal sehn .. kurzzeitig hatte ich absolut keine panikattacken mehr als ich meinen freund kennengelernt hab.. doch jetzt ist sie seit längerem wieder da..

ich sitze auch oft irgendwo und hab das gefühl als säß ich gar nicht hier.. als würden alle rundherum leben und ich wäre gar nicht hier.. dann muss ich immer schnell raus (aber nicht allein).. komm auch nie aus dem haus allein..nur in begleitung.. ich hoffe ich hab das bald überstanden

08.01.2008 22:00 • #34


Hallo KleinDani! Oh mei, Du bist für Dein Alter schon ganz schön leidgeprüft. Kann dieser Herzfehler nicht operativ behoben werden?
Kann mir vorstellen, dass Du seit dem Schlaganfall Angst hast. Da ist die Frage, ob eine Psychotherapie das Richtige Instrument ist um Deine Angst und die Panikattacken, hinter denen eine reelle Gefahr steht (Schlaganfall, Herzfehler), zu behandeln. Vielleicht solltest Du erstmal irgendwie lernen, Deine Krankheit zu akzeptieren und mit ihr umzugehen. Aber ich will jetzt nicht schlau daherreden, bin ja kein Arzt oder Psychologe.

Bin gespannt, ob Dir Dein neuer Psychologe helfen kann. Um die Zeit zu überbrücken und Dich ein bisschen über das Thema Panikattacken zu informieren, kannst Du doch ein Buch lesen. Könnte Dir "Das Angst-Schema - Wege zur Befreiung von Angst und Panikattacken" empfehlen. Hat mir vor meiner Psychotherapie gut helfen können.


Übrigens: Das Gefühl "neben sich zu stehen" oder "man nimmt alles wie ausserhalb von sich" wahr, ist typisch für Panikattacken. Bei mir tritt es auch regelmässig auf. Ist richtig unangenehm, ich kenn dass.

Also melde Dich einfach mal wieder, wenn Du was Neues zu berichten weißt.

muenchner78

09.01.2008 21:07 • #35

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo muenchner78!

Danke für deine antwort.
Der herzfehler wurde schon 2 mal operiert im alter von 3 jahren
Das herz also ist schon "gesund" muss trotzdem jedes halbe jahr zur kontrolle..
heuer sogar erst in einem jahr war noch nie der fall., aber beim letzten mal hat alles gepasst.
Das müsste für mich eigentlich schon bestätigung genug sein das ich gesund bin, sonst müsste ich in 6 monaten wieder hin, aber sag das mal den panikattacken *gg*

Das denke ich ist auch eins meiner probleme und das kann ich nur mit psychologen lösen, ich bin gesund nur mein gehirn denkt immer etwas anders wenn ich grad panik hab, und das hab ich schon versucht 3 jahre loszuwerden,ohne hilfe gehts bestimmt nicht, ich trau mich ohne begleitung gar nicht hinaus, mache nun den hauptschulabschluss nach, aber lerne von zuhause obwohl ich jeden tag dort sitzen müsste, zum glück haben die verständniss..
Nur bei den prüfungen ist es noch etwas schlimm, hatte heute erst eine, und da glaub ich immer umzufallen, soviele leute.. der stress..der druck..schwindel..und dann denk ich noch ich kipp um und so..naja
hab schon schlimmeres durchgemacht, das werd ich auch noch schaffen.

Vielen dank für den tipp aber mein problem ist, wenn ich so etwas lese denk ich erst recht nach *gg* hatte schon mal eines über panikattacken.. und irgendwie wird mir da anders..weiss auch nicht


Oh ja, das ist unangenehm..


liebe grüße kleindani

11.01.2008 18:23 • #36


hallo kann mir einer helfen ich bin25 Jahre alt und bin verheiratet und habe 2 Kinder 3 und 6 Jahre alt alles ist toll nur meine Angst ich habe Panikattacken(täglich) außerdem habe ich den ganzen Tag die Angst vorm sterben nicht nur um mich selber sondern auch meiner familie wenn das telefon auf der firma klingelt denke ich sofort da ist was passiert wenn mein Herz schneller schlägt oder sonst irgenwas ungewöhnliches denke ich sofort an einen Herzinfakt,Schlaganfall usw was soll ich tun ?Mich nimmt schon total mit wenn irgenwo einer stirbt denn man mal gesehen hat was ist wenn mal im engeren kreis was passiert !Ich weiß einfach nicht mehr weiter habe ende März ein termin beim Arzt nur kann der mir überhaupt noch helfen?Weil ich habe Angst zu viel von meiner Angst zu erzählen sonst weißt der mich noch ein!!Bitte um erfahrende hilfe!!MFG

Dieter

14.01.2008 19:06 • #37


Freakazoid
Hallo Dieter888,

erstmal möchte ich ich dir ein wenig Angst nehmen wenn ich dir sage das niemand ein "hoffnungsloser" Fall ist. Ich hatte auch große Angst davor meinem Arzt davon zu erzählen. Heute hatte ich einen Termin bei ihm und dafür habe ich mir fest vorgenommen ihm von meiner Angst zu erzählen. Als ich dort war fing ich an darüber nach zu grübeln und umso länger ich warten musste umso mehr Angst bekam ich ihm von meiner Angst zu erzählen. Letztendlich habe ich die Zähne zusammengebissen und mir gesagt wenn nicht jetzt wann dann? Ich führte mit ihm ein kurzes aber sehr aufschlussreiches Gespräch. Das Ende vom Lied ist das ich eine Überweisung zum Neurologen bekommen habe. Und das wichtigste für mich - mein Hausarzt unterstützt mich bei diesem Weg!

Lass den Kopf nicht hängen auch dir kann geholfen werden! Aber keiner kann dir helfen wenn du ihm nicht den Weg zu dir frei machst. Der erste Schritt ist nunmal wohl das Gespräch beim Hausarzt. Keine Angst es ist einfacher als man denkt... Wenn du erstmal dabei bist redest du dir alles von der Seele und danach fühlst du dich bestimmt auch schon etwas besser genau wie ich!

LG Jan

14.01.2008 19:53 • #38


Hallo ihr,

Meine Güte, was freut es mich über google dieses Forum gefunden zu haben. Ihr schreibt mir aus der Seele..........

Ich komme immer weniger mit dieser Horror-Angst vor dem Sterben und dem Tod klar.........

Permanent beobachte ich mich und meinen Körper - alles, was irgendwie aus der Norm fällt, erschreckt mich zutiefst und ist wie ein Angstbeschleuniger. Genauso verhalte ich mich meiner Familie gegenüber - da erschreckt es mich auch, wenn ich bei meinen zwei Söhnen oder meinem Mann irgendein undeutliches Symptom entdecke.

Panikattacken kenne ich auch nur zu gut und lebe schon so lange mit ihnen, dass ich anfange, sie als einen Teil meiner Seele zu betrachten.

Ich kann mich erinnern, dass meine Eltern mich im zarten Alter von etwa 12 Jahren zum Jugendpsychiater geschleift haben, weil ich ganze Sonntage zu Hause rumgeheult habe und kaum zu beruhigen war und immer stand das Thema Sterben und Tod im traurigen Mittelpunkt.
Er diagnostizierte mir eine ausgeprägte Phantasie und das war es dann auch schon.

Als ich 15 Jahre alt war, nahm sich mein älterer Bruder das Leben, als ich 20 war, starb mein Papa durch einen Autounfall und als ich 32 war, verblutete meine Mama nach einer Operation.

Ich klammere mich an meine Familie (mein lieber Mann und meine zwei lieben Söhne von 11 und 19 Jahren). Die Angst, dass einem von ihnen etwas zustoßen könnte, lässt mich oft nicht einschlafen. Wenn einer von ihnen nicht sofort erreichbar ist oder sich verspätet gibt es mir ein Gefühl, als ob mein Blut stehenbleibt bis dann endlich Alles wieder im Lot ist.

Ich mag nichts mehr richtig planen, ich hoffe einfach immer nur drauf, dass die Tage gut vergehen und wir alle unbeschädigt sind und bleiben.
Jetzt liegen die Drei sicher in ihren Betten und ich sitze am Computer -
aber ich werde noch mehrmals ihren Atem kontrollieren und nachschauen, ob sie zufrieden schlafen.
Das ist natürlich schon ein Zwang, Alles unter Kontrolle zu haben.

Der Gedanke, irgendwann (wann?) einfach mal nicht mehr zu existieren, schnürt mir die Luft ab.
Diese eiskalte Endlichkeit, dieses Unaufhaltbare, diese absolute Machtlosigkeit macht mir eine ANGST, die ich nicht beschreiben kann.
Ich bin mir so darüber im Klaren, dass es einfach SICHER ist, dass das kommen wird, dass ich da auch keinen Gedanken-Ausweg mehr finden kann.

Und was sollte mir denn bitte ein Therapeut dabei helfen können?
Die Realitäten kann er auch nicht verändern. Nein, er steckt doch genauso mit drinnen in dem Ganzen und ist doch genauso verurteilt, zu sterben und zu vergehen wie ich, wie wir Alle.
Die Frage ist für mich einfach nur, wie ich lerne, das zu akzeptieren und das werde ich so wohl nicht können.

Meine Güte, was habe ich schon immer die Menschen beneidet, die religiös sind und voller Gottvertrauen an ihr Seelenheil glauben können.
Für mich wäre es das wichtigste, dass ich für immer mit meiner Familie und meiner Familie, die schon gestorben sind, vereint sein könnte.
Ganz arg habe ich schon immer versucht, an so etwas glauben zu können - aber das geht halt nicht so einfach.
Und selbst, wenn ich das glauben kann, dann stellt sich mir wieder die Frage, was denn mit unserem universum passiert, wenn seine Zeit abgelaufen ist.
in der neueren Physik geht man doch - zumindest wie ich es verstanden habe- doch von einer Unendlichkeit des Universums aus.
Also hilft das selbst mit Glauben doch auch nicht wirklich weiter. Oder täusche ich mich da hoffentlich?

Ich habe jetzt beim Schreiben grade das Gefühl, dass es meine Seele zerreist. Weinen kann ich schon lange kaum noch, nur Grübeln und Paniken.

Ich glaube, dass ich für heute aufhören muss und versuche jetzt, mich doch ein wenig abzulenken.........

Liebe nächtliche Grüße an euch von Tinchen

15.01.2008 02:51 • #39


Zitat von Anonymous:
Hallo ihr,

Meine Güte, was freut es mich über google dieses Forum gefunden zu haben. Ihr schreibt mir aus der Seele..........

Ich komme immer weniger mit dieser Horror-Angst vor dem Sterben und dem Tod klar.........

Permanent beobachte ich mich und meinen Körper - alles, was irgendwie aus der Norm fällt, erschreckt mich zutiefst und ist wie ein Angstbeschleuniger. Genauso verhalte ich mich meiner Familie gegenüber - da erschreckt es mich auch, wenn ich bei meinen zwei Söhnen oder meinem Mann irgendein undeutliches Symptom entdecke.

Panikattacken kenne ich auch nur zu gut und lebe schon so lange mit ihnen, dass ich anfange, sie als einen Teil meiner Seele zu betrachten.

Ich kann mich erinnern, dass meine Eltern mich im zarten Alter von etwa 12 Jahren zum Jugendpsychiater geschleift haben, weil ich ganze Sonntage zu Hause rumgeheult habe und kaum zu beruhigen war und immer stand das Thema Sterben und Tod im traurigen Mittelpunkt.
Er diagnostizierte mir eine ausgeprägte Phantasie und das war es dann auch schon.

Als ich 15 Jahre alt war, nahm sich mein älterer Bruder das Leben, als ich 20 war, starb mein Papa durch einen Autounfall und als ich 32 war, verblutete meine Mama nach einer Operation.

Ich klammere mich an meine Familie (mein lieber Mann und meine zwei lieben Söhne von 11 und 19 Jahren). Die Angst, dass einem von ihnen etwas zustoßen könnte, lässt mich oft nicht einschlafen. Wenn einer von ihnen nicht sofort erreichbar ist oder sich verspätet gibt es mir ein Gefühl, als ob mein Blut stehenbleibt bis dann endlich Alles wieder im Lot ist.

Ich mag nichts mehr richtig planen, ich hoffe einfach immer nur drauf, dass die Tage gut vergehen und wir alle unbeschädigt sind und bleiben.
Jetzt liegen die Drei sicher in ihren Betten und ich sitze am Computer -
aber ich werde noch mehrmals ihren Atem kontrollieren und nachschauen, ob sie zufrieden schlafen.
Das ist natürlich schon ein Zwang, Alles unter Kontrolle zu haben.

Der Gedanke, irgendwann (wann?) einfach mal nicht mehr zu existieren, schnürt mir die Luft ab.
Diese eiskalte Endlichkeit, dieses Unaufhaltbare, diese absolute Machtlosigkeit macht mir eine ANGST, die ich nicht beschreiben kann.
Ich bin mir so darüber im Klaren, dass es einfach SICHER ist, dass das kommen wird, dass ich da auch keinen Gedanken-Ausweg mehr finden kann.

Und was sollte mir denn bitte ein Therapeut dabei helfen können?
Die Realitäten kann er auch nicht verändern. Nein, er steckt doch genauso mit drinnen in dem Ganzen und ist doch genauso verurteilt, zu sterben und zu vergehen wie ich, wie wir Alle.
Die Frage ist für mich einfach nur, wie ich lerne, das zu akzeptieren und das werde ich so wohl nicht können.

Meine Güte, was habe ich schon immer die Menschen beneidet, die religiös sind und voller Gottvertrauen an ihr Seelenheil glauben können.
Für mich wäre es das wichtigste, dass ich für immer mit meiner Familie und meiner Familie, die schon gestorben sind, vereint sein könnte.
Ganz arg habe ich schon immer versucht, an so etwas glauben zu können - aber das geht halt nicht so einfach.
Und selbst, wenn ich das glauben kann, dann stellt sich mir wieder die Frage, was denn mit unserem universum passiert, wenn seine Zeit abgelaufen ist.
in der neueren Physik geht man doch - zumindest wie ich es verstanden habe- doch von einer Endlichkeit des Universums aus.
Also hilft das selbst mit Glauben doch auch nicht wirklich weiter. Oder täusche ich mich da hoffentlich?

Ich habe jetzt beim Schreiben grade das Gefühl, dass es meine Seele zerreist. Weinen kann ich schon lange kaum noch, nur Grübeln und Paniken.

Ich glaube, dass ich für heute aufhören muss und versuche jetzt, mich doch ein wenig abzulenken.........

Liebe nächtliche Grüße an euch von Tinchen

15.01.2008 02:55 • #40



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