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Hallo

Ich wollte mal eine kleine, formlose Umfrage starten und Euch frage, ob ihr, wenn ihr unterwegs seid (Einkaufen, Unternehmungen etc), lieber alleine loszieht oder doch lieber eine Begleitung dabei habt, um Euch sicher zu fühlen.

Ich lese oft, dass viele Menschen mit Angststörungen sich sicherer fühlen, wenn sie eine vertraute Person dabei haben.

Bei mir ist komischerweise das Gegenteil der Fall. Mich setzt es ziemlich unter Druck, wenn ich in Begleitung irgendwo hin gehe und dieser Druck begünstigt natürlich dann das Auftreten von Ängsten.
Wenn ich Angst bekomme, muss ich die Option haben, einfach sofort weg gehen zu können und wenn ich meiner Begleitung dann noch erklären müsste, warum und weshalb ich jetzt sofort weg muss (was ja zwangsläufig der Fall ist, selbst bei eingeweihten Begeleitern), dann würde das die Angst nur noch mehr schüren bzw. noch mehr Druck erzeugen.

Mein Psychiater bei dem ich eine Psychoanalyse mache meint, dass das mit fehlendem Vertrauen in meine Umwelt und meine Mitmenschen zu tun hat. Ich glaube nicht daran, dass mir ein anderer Mensch in diesem Augenblick der Angst irgendwie helfen kann.
Da hat er absolut Recht. Und das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum mich diese Ängste heimsuchen... fehlendes Vertrauen in andere Menschen.

So, dann bin ich mal gespannt, wie das bei Euch so ist.

Liebe Grüße

18.07.2010 18:25 • 19.07.2010 #1


6 Antworten ↓


Also mir gibt es tatsächlich Sicherheit, wenn ich nicht alleine bin und eine vertraute Person um mich herum habe...Kann auch nicht mehr alleine schlafen, war gestern Nacht ausnahmsweise alleine und bin mitten in der Nacht aufgewacht und hatte ne heftige Attacke. Mir hat mal eine Therapeutin gesagt, dass ich so denke und fühle weil ich mir selbst nicht vertraue, keine Ahnung ob das so ist...
Viele Grüße

18.07.2010 19:01 • #2



Paniker unterwegs - lieber alleine oder mit Begleitung?

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MentaleDispersion
Zitat:
Bei mir ist komischerweise das Gegenteil der Fall. Mich setzt es ziemlich unter Druck, wenn ich in Begleitung irgendwo hin gehe und dieser Druck begünstigt natürlich dann das Auftreten von Ängsten.
Wenn ich Angst bekomme, muss ich die Option haben, einfach sofort weg gehen zu können und wenn ich meiner Begleitung dann noch erklären müsste, warum und weshalb ich jetzt sofort weg muss (was ja zwangsläufig der Fall ist, selbst bei eingeweihten Begeleitern), dann würde das die Angst nur noch mehr schüren bzw. noch mehr Druck erzeugen.


Bei mir ist das auch so

18.07.2010 19:43 • #3


Bei mir ist das unterschiedlich. Bei Einkaufen zum Beispiel muss ich allein sein. Mit meinen Kindern werde ich sehr schnell gestresst und dann panisch, ich brauche beim einkaufen Ruhe damit ich alles finde und nichts vergesse, sonst mach ich mir gleich Sorgen, wie ich dann wieder vergessenes bekommen soll.
Wenn es um Behördengänge geht, dann hab ich lieber jemanden dabei, weil ich einfach tierisch unsicher bin. Das hängt mir noch aus der Zeit nach, als ich sehr unselbstständig erzogen wurde, mir alle alles gemacht haben, ich mich um nichts kümmern musste. Heute, mit zwei Kindern und Mann ist das anders, aber total schwer umzusetzen.

Liebe Grüße Bero

18.07.2010 19:47 • #4


Mir ist es egal, ob jemand dabei ist oder nicht. PAs bekomme ich im blödesten Fall trotzdem.

18.07.2010 20:17 • #5


Echt interessant, wie unterschiedlich das ist.

Bei mir ist es auch so, dass es auch ein wenig darauf ankommt, wie "peinlich" mir das dann vor meiner Begleitung ist. Zum Beispiel vor meiner Mutter wäre es mir nicht peinlich, darum kann ich problemlos Dinge mit ihr unternehmen, sie macht da kein großes Ding draus, wenn ich flüchten will. Bei meinem Vater ist es so, dass er ZU verständnisvoll ist und das würde alles irgendwie nur schlimmer machen, weil er wahrscheinlich total auf meine Angst einsteigen würde.

Vor meinem Freund ist es mir auch peinlich, er ist zwar ein bisschen verständnisvoll, aber wenn ich dann sage, sorry, aber ich kann da jetzt nicht mit dir rein und essen, dann merke ich, wie enttäuscht er ist und dass er meine Angst auch nicht versteht. Er interpretiert das dann als Zickerei. Das finde ich aber nicht wirklich schlimm. Schlimmer ist es, wie gesagt, wenn man mich dann fragt, oh Gott, was hast du denn, was ist denn los? Gehts dir nicht gut. Das macht dann alles wirklich schlimmer und ich steiger mich nur noch weiter rein,


Na ja... aber wie man es auch dreht und wendet. Es ist und bleibt einfach ein riesen Scheixx

Nacht

19.07.2010 02:21 • #6


Celtica
Sicherer fühle mich auch wenn jemand bei mir ist, allerdings nutzt es mir auch nichts wenn das irgendjemand ist. Jede Person geht da nicht! Am sichersten und am ruhigsten bin ich wenn mein Mann bei mir ist, das ist auch der einzige bei dem ich nichts mehr versuche zu uunterdrücken weils mir zB peinlich wäre. Da reicht meist ein Blick eine Geste und mein Mann weiss, oha jetzt gehts los und weiss wie er mich sicher aus der Situation leiten kann. Meine Tochter geht auch noch aber auch nur bedingt, sie ist erst 14 und ich will ihr da auch nicht zuviel aufbürden für sie ist es eher was schlimmes wenn es mir während einer Attacke so schlecht geht und das beunruhigt mich nur noch mehr dies zu wissen. Ich finde es allerdings scho lästig das es mir so schwer fällt etwas allein zu unternehmen, es ist ja nicht so das man schon genug mit den Ängsten und Panikattacken zu tun hat, so bekomm ich auch noch Gewissensbisse. Ich fühle mich als Lästig und das finde ich schlimm. Allerdings gibt mir nur mein Mann die Gewissheit schnell zu handeln, zu wissen was los ist im Falle es doch mal einen Arzt braucht, mich zu beruhigen

19.07.2010 09:40 • #7




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