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.....auch ohne erkennbaren Grund?
Ich kenne Panikattacken v.a. vom Gang zum Supermarkt, Kassenschlange, Menschenmengen, Terminenn, etc.....
Es gibt aber auch Tage, da bekomme ich ohne erkennbaren Grund Panikattacken! Kennt das jemand? Dieses Unberechenbare ist für mich mittlerweile sehr schlimm, da ich den Auslöser ja nicht meiden kann, da ich diesen ja nicht kenne.

Wie lange Dauern denn eure Panikattackken? Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine Attacke auch mehrere Stunden dauert - ist das möglich oder ist das dann etwas anderes?

23.06.2017 19:35 • 29.11.2017 x 1 #1


19 Antworten ↓


In meiner schlimmsten Phase habe ich es auch öfters täglich gehabt und auch oft ohne erkennbaren grund.
Auch das gefühl das es stunden geht, nicht mit maximaler intensität die dauert ca 1 stunde. Aber man fühlt sich noch schlapp und hat gefühl es braucht nicht viel bis es wieder kommt.

Bekommst du das auch in ruhigen momenten? Liest sich alles so als ob du da etwas in hektik bist

23.06.2017 20:20 • #2



Panikattacken mehrmals täglich

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Minkalinchen
Also ich kenne das auch zur Genüge.
Habe mehrere am Tag oder auch welche, die gar nicht mehr aufhören wollen, vor allem aus heiterem Himmel und ohne Grund.

Ja, das ist alles möglich, leider.

23.06.2017 20:26 • #3


Zitat von Prodigy:


Bekommst du das auch in ruhigen momenten? Liest sich alles so als ob du da etwas in hektik bist


Durch die ständige Angst habe ich fast keine ruhigen Momente, ehrlich gesagt. Ich stehe eigentlich ständig unter Strom. Entspannen kann ich gar nicht
Zitat von Minkalinchen:
Also ich kenne das auch zur Genüge.
Habe mehrere am Tag oder auch welche, die gar nicht mehr aufhören wollen, vor allem aus heiterem Himmel und ohne Grund.

Ja, das ist alles möglich, leider.


Wie schaffst du denn damit deinen Alltag? Mir ist bei den PAs meist immer schwindelig und ich bin so schwach....

23.06.2017 21:29 • #4


Minkalinchen
@ enana,

das ist eine gute Frage.
Zur Zeit zwinge ich mich alles so zu tun, wie immer, ob es Hausarbeit ist etc, Termine einhalten....ich arbeite ja nicht mehr.
War schon soweit, das ich mich vor lauter Angst nicht mehr raus getraut habe, kenne ich so gar nicht .
Heute nachmittag z.B. war ich mit meinem Mann zum Großeinkauf (jeden Freitag)...wollte erst gar nicht los,
bekam richtig Angst, aber ich bin doch mitgefahren....war dann auch nicht so schlimm.
Also, es macht nur das Gehirn...ich dachte mir..was soll unterwegs schon passieren...also klappte es.
Was morgen ist, weiß ich natürlich nicht....

Wie läuft es bei dir so ab?

23.06.2017 21:36 • #5


Zitat von Minkalinchen:

Wie läuft es bei dir so ab?


Zur Zeit bin ich AU. Arbeiten gehen habe ich nicht mehr auf die Reihe bekommen. Den Rest versuche ich so gut es geht hin zu biegen. Es weiß auch niemand. Also meine Rolle spiele ich ganz gut. Die Gefühle sind natürlich trotzdem in mir und das macht alles so schwer.

23.06.2017 21:43 • #6


Minkalinchen
Ja das ist schwer.
Bei mir wußte am Anfang auch keiner, was ich für Probleme/Beschwerden hab, hängt man ja auch nicht an die große Glocke.
Nach und nach habe ich es aber einigen meiner Leutchens doch erzählt, und mußte feststellen, sie nahmen es gut auf.
Und ich fühlte mich etwas erleichtert.

Es fragen ja oft viele meinen Mann, warum ich denn nicht mitkomme, zu Feiern oder Veranstaltungen, und immer eine Ausrede finden, auch doof.
Am besten ist man da direkt.
Klar, es gibt immer Menschen, die sowas gar nicht verstehen können, dann sind es wohl nicht die 'Richtigen'...

Machst du Therapie?

23.06.2017 21:49 • #7


Ja, ich habe aber erst angefangen. Ich hoffe so sehr, dass es besser wird.

23.06.2017 21:52 • #8


Minkalinchen
Stimmt du hast alle 2 Wochen Therapie richtig?

Es wird bestimmt besser, geht eben nicht so schnell, braucht Zeit.

23.06.2017 21:55 • #9


Angor
Zitat von enana:
.....auch ohne erkennbaren Grund?
Ich kenne Panikattacken v.a. vom Gang zum Supermarkt, Kassenschlange, Menschenmengen, Terminenn, etc.....
Es gibt aber auch Tage, da bekomme ich ohne erkennbaren Grund Panikattacken! Kennt das jemand? Dieses Unberechenbare ist für mich mittlerweile sehr schlimm, da ich den Auslöser ja nicht meiden kann, da ich diesen ja nicht kenne.

Wie lange Dauern denn eure Panikattackken? Manchmal habe ich das Gefühl, dass eine Attacke auch mehrere Stunden dauert - ist das möglich oder ist das dann etwas anderes?


Hallo

PA können auch ohne erkennbaren Grund auftreten, normalerweise dauern sie nicht lange.Alles was länger dauert sind Angstepisoden
Hier ist allles gut erklärt:

http://www.panikattacken.at/panikstoeru ... oerung.htm

Ich finde dies unter Dauerstrom stehen genauso belastend wie diese plötzlichen PA Attacken, mit Escitalopram habe ich im Moment alles gut im Griff.

Es ist gut dass Du eine Therapie machst, ich würde aber nach einem unterstützendem Medi fragen, damit Du von diesem Dauerstress wegkommst, Dein Körper ist ja praktisch die ganze Zeit in "Alarmbereitschaft", da haben die PA leichtes Spiel. Das ist dann wie ein Teufelskreislauf.

LG Angor

23.06.2017 22:05 • x 1 #10


Schlaflose
Das war bei mir damals immer so, dass mich die PAs ohne konkreten Auslöser einfach so mehrmals am Tag aus heiterem Himmel überkamen.

Bei mir war das Hauptsymptom das Gefühl in Ohnmacht zu fallen. Herzrasen und Schweißausbrüche kamen auch dazu, aber das hat mir keine Angst gemacht. Direkt beim ersten Mal ist auch in beiden Ohren ein Tinnitus aufgetreten, der mir bis jetzt erhalten blieb. Die ersten zwei Wochen (es waren gerade Weihnchtsferien) bin ich nicht aus dem Haus, aber während der Zeit merkte ich, dass ich kein einziges Mal in Ohnmacht fiel und so dachte ich mir, dass es auch draußen auch nicht passieren wird und bin nach den Weihnachtsferien wieder ganz normal an die Uni gefahren und habe die Attacken über mich ergehen lassen, egal wo ich gerade war. Müde war ich aber davon nie. Die ersten 4 Wochen haben mir die Symptome natürlich auch große Angst gemacht, bin dann zum Hausarzt, der organisch nichts fand und mich dann noch wegen dem Tinnitus zum zur Mass., zum Orthopäden und schließlich zum HNO überwies. Nachdem alles gecheckt war und feststand, dass es von der Psyche kam (damals nannte man es vegetative Dystonie, Panikattacken waren noch nicht bekannt), habe ich mir auch keine Sorgen mehr gemacht, außer dass es nie aufhören würde. Aber nach ein paar Monaten wurden die Attacken seltener und schwächer und hörten nach 6 Monaten ganz auf.

24.06.2017 07:14 • #11


Zitat von Minkalinchen:
Stimmt du hast alle 2 Wochen Therapie richtig?

Es wird bestimmt besser, geht eben nicht so schnell, braucht Zeit.


Mich stresst halt innerlich jetzt schon, dass er beim Thema Arbeit nicht locker lässt. Ich will ja schon, aber im jetzigen Zustand bekomme ich allein beim Gedanken Herzrasen und Atemnot.


Zitat von Angor:

Hallo

Ich finde dies unter Dauerstrom stehen genauso belastend wie diese plötzlichen PA Attacken, mit Escitalopram habe ich im Moment alles gut im Griff.

Es ist gut dass Du eine Therapie machst, ich würde aber nach einem unterstützendem Medi fragen, damit Du von diesem Dauerstress wegkommst, Dein Körper ist ja praktisch die ganze Zeit in "Alarmbereitschaft", da haben die PA leichtes Spiel. Das ist dann wie ein Teufelskreislauf.

LG Angor


Ja, es ist auch ein extremer Teufelskreis, da hast du recht. Ich habe nur das Gefühl, dass mich niemand wirklich ernst nimmt Das Problem ist, dass ich das Gefühl habe mich (aus privaten Gründen) schützen zu müssen ... und meine Fassade ist halt echt gut . Andere erleben mich als selbstbewusst und stark. Als mir das mal jemand sagte wusste ich nicht ob ich jetzt weinen oder lachen soll.

Zitat von Schlaflose:
Das war bei mir damals immer so, dass mich die PAs ohne konkreten Auslöser einfach so mehrmals am Tag aus heiterem Himmel überkamen.

Wie hast du denn damit den Alltag so gemeistert? War ein "normaler" Alltag denn für dich noch möglich? Ich bin durch die PAs ständig so müde.....

24.06.2017 09:36 • #12


@enana
Um was kreisen deine Gedanken denn immer so?

24.06.2017 10:57 • #13


Zitat von Rena410:
Um was kreisen deine Gedanken denn immer so?


Meistens sind es Krankeiten

24.06.2017 11:04 • #14


Zitat von enana:

Meistens sind es Krankeiten


Wärst du froh wenn sie irgendwas finden würden, damit du sagen kannst "ja das und das ist es".
Du musst wirklich mit dem Gedanken leben froh zu sein das du nix schlimmes hast, ich kenne so viele Leute die wirklich eine schlimme Krankheit haben, ihr ganzes Leben nicht mehr Gesund werden und sie können nichts dagegen tun! Wir hingegen können etwas tun, gegen die Gedanken im Kopf!

24.06.2017 11:09 • #15


Cathy79
Mehrmals täglich und ohne erkennbaren Grund kenne ich auch. Der Grund liegt dann meist tiefer. Das habe ich in meiner Therapie gelernt.

24.06.2017 12:58 • #16


Zitat von Rena410:

Wärst du froh wenn sie irgendwas finden würden, damit du sagen kannst "ja das und das ist es".
Du musst wirklich mit dem Gedanken leben froh zu sein das du nix schlimmes hast, ich kenne so viele Leute die wirklich eine schlimme Krankheit haben, ihr ganzes Leben nicht mehr Gesund werden und sie können nichts dagegen tun! Wir hingegen können etwas tun, gegen die Gedanken im Kopf!



Das Problem ist nur, dass ich das seit über 15 Jahre habe. Körperliche Symptome als wäre ich krank. Irgendwann hört die Energie auf zu denken " Ist ja Gott sei Dank nichts schlimmes" - irgendwann ist man psychisch so kaputt, dass man eben psychisch schwer krank wird, oder sich zumindest so fühlt. Denn hilflos und einsam macht beides, egal ob psychisch oder physisch.

Zitat von Cathy79:
Mehrmals täglich und ohne erkennbaren Grund kenne ich auch. Der Grund liegt dann meist tiefer. Das habe ich in meiner Therapie gelernt.

Konntest du deine Gründe finden und daran arbeiten?

24.06.2017 15:13 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Cathy79
Finden ja, arbeiten... es ist halt hauptsächlich familiär. Da lässt sich nicht wirklich dran arbeiten. Ich sag mal so die Therapie hilft mir dabei es besser zu akzeptieren.

24.06.2017 15:24 • #18


Guten Abend!
Ich bin fast 18, habe BPS und eine esstörung. Am Freitag auf Samstag hatte ich die dumme Idee Drog. zu konsumieren (gab eine Zeit wo ich jede Woche komsumiert habe, ca 2 Monate).
Nun bin ich KOMPLETT verzweifelt, da ich seitdem durchgehend Panikattacken habe.
Herzrasen, Herzklopfen, Engegefühl im Hals die mit starker Übelkeit vergleichbar ist, zittrig am ganzen Körper, heulanfälle und vieles mehr. Ich bin so fertig und habe Angst, dass nun gar nichts mehr geht. Ich werde nie wieder Dro. konsumieren.
Hat jemand irgendeine Idee was es ist, ob es weg geht? Bitte um Hilfe

29.11.2017 19:09 • #19


Das war wohl ein bisschen zuviel für Dein Gehirn...
Ich würd zum Psychiater gehen und mir ein beruhigendes Antidepressivum (z.B. Amitriptylin) und für den Notfall Tavor verschreiben lassen.

29.11.2017 19:16 • x 1 #20



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