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Hallo, ich bin 25 Jahre alt und leide seit 6 Wochen unter Angstzuständen und Panikattacken. Ich hatte ein sehr stressiges Jahr auf der Arbeit jeden Tag 10-12 Stunden mit einem narzisstischen Arbeitgeber. Das Jahr war die Hölle auf Erden. Geendet hat das ganze das wir vor 1 Monat morgens auf dem weg zur Arbeit waren und ich nach dem Kaffee die Panikattacke meines Lebens hatte - folglich kam der Krankenwagen und man sagte es sei kein Herzinfarkt sondern eine panikattacke aus dem Bilderbuch. Danach besuchte ich meinen Hausarzt und er sagte ich soll Promethazin nehmen über den Tag je 5 Tropfen. Leider kam es dann wieder Zuhause zu einer panikattacke mit Bewusstlosigkeit ebenfalls kam der Krankenwagen und ich wurde im Krankenhaus komplett gecheckt = organisch bin ich kerngesund. Mein Hausarzt hat mir sertralin verschrieben welches ich nun a 50mg den 11 Tag nehme. Die Nebenwirkungen waren soweit vorhanden aber erträglich- die letzten 3 Tage merke ich starke derealisation ein Gefühl das alles unecht ist und in den Momenten hinterfrage ich die ganze Welt. Kann das vom sertralin kommen? Gerade eben hab ich wieder eine leichte panikattacke durchlebt die aber schnell abgeklungen ist. Wie ist das möglich trotz sertralin? Ich hoffe auf eure Meinung/ Erfahrungen- Ich bin gerade echt ratlos und verzweifelt über diesen Rückschlag.

02.05.2020 20:33 • 09.05.2020 x 1 #1


39 Antworten ↓


Lisi1986
Hallo ...ich nehme escitalopram...und bei mir hat es 3 Wochen gedauert bis eine Besserung eingetroffen ist. ..das ist alles ganz normal...und glaub mir es wird von Tag zu Tag besser

02.05.2020 20:37 • x 2 #2



Panikattacke trotz 11 Tagen Sertralin 50 mg

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Ich hoffe es so sehr. Ich war selber so überrascht, da die letzten Tage absolut ohne Angst/Panik waren. Danke für deine Antwort und deine unterstützenden Worte.

02.05.2020 20:43 • x 1 #3


Lisi1986
Ich weiss wie du dich fühlst...ich würde dir eine Therapie dazu empfehlen...bin seit Oktober in Therapie und nehme Medikamente...und ich sag dir, ich hätte es schon weit früher machen sollen..

02.05.2020 20:46 • x 2 #4


Orangia
Zitat: Gerade eben hab ich wieder eine leichte panikattacke durchlebt die aber schnell abgeklungen ist.

Siehst du ? Das Sertralin greift schon ein bißchen...ohne dies wäre die PA vermutlich viel schlimmer gewesen.

02.05.2020 20:50 • x 2 #5


Lisi1986
Das glaub ich auch.....es wird sicher von Tag zu Tag besser

02.05.2020 20:53 • x 2 #6


Ich warte nur auf einen Termin beim Psychologen um eine Therapie anzufangen, ich war 25 Jahre lang sorgenfrei und wie ihr wisst kann das einen echt umhauen, wenn sich von jetzt auf gleich das ganze Leben ändert. Die ganze Ansicht. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass die Psyche eines Menschen einen so runterziehen kann.. das einzige was ich beim Arzt erfragen muss am Montag ist ob die derealisation durch das sertralin kommen oder sich nicht was anderes schlimmes anbahnt.

02.05.2020 21:02 • x 2 #7


Lisi1986
Das kommt sicher von dem Medikament, war bei mir auch so

02.05.2020 21:06 • x 1 #8


Okay danke euch. Es tut gut in solchen Momenten Erfahrung anderer zu erfahren

02.05.2020 21:07 • x 2 #9


Kann ich auch nur bestätigen unter Sertralin wirst keine PA mehr erleben, zumindest was körperl. Symptome angeht. Bei mir war schon deutlicher Effekt ab 25 mg.

02.05.2020 21:42 • x 2 #10


Obstkorb
Hi Sertralinum,

Zitat:
die letzten 3 Tage merke ich starke derealisation ein Gefühl das alles unecht ist und in den Momenten hinterfrage ich die ganze Welt. Kann das vom sertralin kommen?

Hört sich für mich alles sehr bekannt an. Bei mir selbst hat Sertralin erst nach drei Wochen gewirkt. Bleib stark, lass dir noch etwas Zeit und bespreche deine Bedenken gerne mit deinem Hausarzt.

Wann tritt dieses Derealisationsgefühl auf?
Es kann gut sein, dass durch die Panikattacken deine Wahrnehmung stark auf deinen Körper gerichtet ist.
Versuche das Gefühl zu beobachten, es kann dir nichts anhaben. Denke immer daran, du wurdest durchgecheckt.

03.05.2020 01:25 • x 4 #11


Emef1989
Zitat von Sertralinum:
Hallo, ich bin 25 Jahre alt und leide seit 6 Wochen unter Angstzuständen und Panikattacken. Ich hatte ein sehr stressiges Jahr auf der Arbeit jeden Tag 10-12 Stunden mit einem narzisstischen Arbeitgeber. Das Jahr war die Hölle auf Erden. Geendet hat das ganze das wir vor 1 Monat morgens auf dem weg zur Arbeit waren und ich nach dem Kaffee die Panikattacke meines Lebens hatte - folglich kam der Krankenwagen und man sagte es sei kein Herzinfarkt sondern eine panikattacke aus dem Bilderbuch. Danach besuchte ich meinen Hausarzt und er sagte ich soll Promethazin nehmen über den Tag je 5 Tropfen. ...


50mg ist auch noch nicht sehr viel Panikattacken und Ängsten, du befindest dich noch in der einschleichphase, da sind solche Ausschweifungen normal.
Mit freundlichen Grüßen

03.05.2020 03:35 • x 1 #12


Zitat von Obstkorb:
Hi Sertralinum,Hört sich für mich alles sehr bekannt an. Bei mir selbst hat Sertralin erst nach drei Wochen gewirkt. Bleib stark, lass dir noch etwas Zeit und bespreche deine Bedenken gerne mit deinem Hausarzt. Wann tritt dieses Derealisationsgefühl auf?Es kann gut sein, dass durch die Panikattacken deine Wahrnehmung stark auf deinen Körper gerichtet ist.Versuche das Gefühl zu beobachten, es kann dir nichts anhaben. Denke immer daran, du wurdest durchgecheckt.



Das passiert wenn ich viel nachdenke und mir einfach vorstelle das was ich sehe nicht ewig ist & eines Tages der Tod kommt und was dann wohl ist -.- total dämlich mit 25 aber Naja

03.05.2020 11:27 • #13


Zitat von Sertralinum:
Das passiert wenn ich viel nachdenke und mir einfach vorstelle das was ich sehe nicht ewig ist & eines Tages der Tod kommt und was dann wohl ist -.- total dämlich mit 25 aber Naja

Ich denke viele setzten sich irgendwann mit dieser Frage auseinander, du machst es halt früher, bei mir war es als ich ü 35 war, ich denke das ist normal.

03.05.2020 16:06 • x 1 #14


Zitat von Sertralinum:
Das passiert wenn ich viel nachdenke und mir einfach vorstelle das was ich sehe nicht ewig ist & eines Tages der Tod kommt und was dann wohl ist -.- total dämlich mit 25 aber Naja


So fing meine Hypochondrie an. Allerdings schon mit 8 Jahren. Ich denke sowieso dass das Problem eines Hypochonders die Angst vorm Tod ist und nicht per se die Angst vor Krankheiten. So äussert es sich halt. Krankheiten die uns Poten. den Tod bringen könnten fürchten wir. Kenne keinen Hypochonder der Angst hat vor einer Gastritis oder so...

03.05.2020 16:10 • x 1 #15


Gaulin
Da bin ich anderer Meinung. Ich persönlich habe nicht die Diagnose Hypochondrie, dennoch habe ich Ängste vor allem möglichen. Ja auch Krankheiten. Angst vorm Tod habe ich allerdings nicht (da bin ich eh tod und merke/weiß nix mehr), aber vor Schmerzen und Leiden habe ich panische Ängste! Egal ob physisch oder psychisch! Demnach kann mich auch ein harmloses Symptom sehr belasten, wenn es schwer ertragbar ist. Wer möchte sich denn auch auf Dauer schlecht fühlen? Und genau das ist es bei mir...
Liebe Grüße
Gaulin

03.05.2020 19:07 • #16


Obstkorb
Zitat von Sertralinum:
Das passiert wenn ich viel nachdenke und mir einfach vorstelle das was ich sehe nicht ewig ist & eines Tages der Tod kommt und was dann wohl ist -.- total dämlich mit 25 aber Naja


Dämlich sind deine Sorgen und Ängste nicht. Sie nicht anzusprechen wäre vielleicht dämlich.
Hast du Angst etwas davor nicht zu erreichen oder zu erleben?

04.05.2020 08:02 • #17


Venum
Die Frage von Obstkorb ist sehr gut. Ich denke nämlich auch, dass die Angst vorm Tod eher die Angst vorm Leben ist. Denn warum sollte man Angst vor dem Tod haben? Danach ist ja nichts mehr, man ist einfach weg. Aber es kann einem unglaublich Angst machen, wenn man sein Leben nicht so lebt, wie man gerne möchte. Falscher Job, falsche Liebe, falsche Wohnung, vielleicht sogar falsche Frisur Also, was ich damit sagen will: Ich denke, wenn man sein Leben glücklich lebt, und zwar so, wie es sich richtig anfühlt, wird man keine Angst vor dem Tod haben. Aber wenn man gerne anderes leben möchte, es aber bisher noch - aus welchen Gründen auch immer - noch nicht tun konnte, dann kann das Angst machen. Das denke ich auch, dann hätte ich auch Angst.

Angststörungen sind eine wunderbare Möglichkeit, mal genauer hinzusehen. Wie lebe ich? Wie fühlt sich das an? Was möchte ich eigentlich wirklich tun, was würde sich richtig anfühlen?

Sertralin ist kein Heilmittel für innere Konflikte. Zudem macht es in den ersten 2-3 Wochen viele noch etwas nervöser, was aber vergehen wird. Daher mach' dir deshalb erstmal keine Sorgen. Aber trotzdem: Die Lösung ist das Sertralin nicht.

04.05.2020 10:51 • x 1 #18


Zitat von Obstkorb:
Dämlich sind deine Sorgen und Ängste nicht. Sie nicht anzusprechen wäre vielleicht dämlich.Hast du Angst etwas davor nicht zu erreichen oder zu erleben?


Hm.. berechtigte Frage, auf die ich keine Antwort finde. Gestern erneut leichte PA die direkt aufgehört hat. Vielleicht sollte ich das Sertralin etwas höher dosieren als konstant die 50mg?

04.05.2020 11:30 • #19


Obstkorb
Bespreche die Dosierung mit deinem Arzt. Generell bei diesen Medikamenten bitte keine Selbstversuche.

04.05.2020 11:43 • #20



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