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Yvi23
Hallo, ich habe akute Panik weil ich heute den ganzen Tag alleine bin. Mein Mann, meine Eltern und sämtliche Bekannte, Freunde, Nachbarn sind heute den ganzen Tag unterwegs. Ihr Bus ist vor 10 Minuten abgefahren. War drauf und dran meine Mutter zu bitten hier zu bleiben. Hab mich aber nicht getraut. Außerdem will ich auch mal eine Situation alleine durchstehen. Hab gerade wieder mit einem blöden brennen auf dem Brustkorb, übelkeit und durchfall zu tun. Hab Angst das mir hier alleine etwas passiert und mir keiner helfen kann. Ich weiß, dass dieser Zustand vorüber geht und ich nicht daran sterben werde. Trotzdem steigere ich mich wieder rein. Ich bin sonst auch tagsüber alleine und es macht mir nichts aus. Aber heute wo ich weiß, es ist wirklich niemand da, ist es anders und viel viel schlimmer. Hab auch eben schon eine Diazepam genommen. Hat jemand einen Rat für mich wie ich die nächsten 12 Stunden überstehe? LG

11.06.2016 07:41 • 11.06.2016 #1


15 Antworten ↓


My Secret
Guten Morgen, liebe Yvi
Ganz viel ablenken. Haushalt. Lesen. TV.
Spazierengehen.

Kenne das Gefühl/ und auch die Angst; dass etwas passieren könnte, wenn man alleine ist und keiner da ist zum helfen.
Ansonsten schreib hier deine derzeitigen Gedanken auf.
Und wenn du 15 mal hier rein schreibst, ich denke nicht, dass jemand böse wäre. Im Gegenteil. Besser du machst das so, als wenn du zu Hause verrückt wirst weil du keine klaren Gedanken fassen kannst.

Ganz liebe Grüße

11.06.2016 07:58 • #2


A


Panik weil ich alleine bin

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nayeri
Hallo Du,
ich kenne das gut, was Du im Moment fühlst. Diazepam nehmen ist schon mal eine gute Idee. Wirkt es schon? wieviel hast Du genommen?
Klar sind Tabletten nicht die Lösung für immer, aber wenn es schlimm ist, dann nehme ich auch immer was. Mal mehr mal weniger.
Und hier zu schreiben ist auch ne gute Idee - es lenkt ab.
liebe Grüße
nayeri

11.06.2016 07:59 • #3


Yvi23
Ich versuche immer mich etwas abzulenken, meist mit Handydspielen, lesen oder ich schreibe auch manchmal ne lange Mail an meine Therapeutin wie ich mich gerade fühle. Hab das Gefühl es hilft mir für einen kurzen Moment. Hab 10 mg Diazepam genommen. Nehme das aber auch nur einmal im Monat. Ich gab halt immer die meiste Angst vor diesen blöden körperlichen Symtomen. Man sollte meinen, mit Mitte 30 könnte man alleine damit klar kommen. Aber Fehlanzeige! Habe diese blöde Krankheit schon über 10 Jahre und mich noch immer nicht damit arrangiert.

11.06.2016 08:07 • #4


Mondkatze
Hallo
Ich kenne das auch, kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht.
Das hat mit dem Alter nichts zu tun, ich bin
Ü 50 und habe das immer noch.
Auch ich kenne da nur ablenken.
Ich Google dann viel über alles, was ich immer schon mal wissen wollte.
Über andere Länder, Tiere, Universum usw.

Mach dir keine Sorgen, du schaffst das.
zudem ist es lange hell, das ist schon mal ein gutes Gefühl.

Wünsche dir alles liebe
Mondkatze

11.06.2016 08:21 • #5


Evelin67
Hallo Yvi
Ja, ich kenn das nur zu gut, wie viele Andere hier auch und was My Secret hat Recht...schreib dir die Angst weg,beteilige dich an den anderen Threads...hilft mir auch wenn ich in der Situation bin.
Hab den Mist auch schon 25 Jahre

11.06.2016 08:27 • #6


nayeri
Mich macht Diazepam müde und ruhig. Welche blöden Symptome meinst Du? 10 mg ist schon recht viel. Wirkt es denn jetzt im Moment?
Du nimmst es nur einmal im Monat, dass ist doch richtig wenig. Für den Notfall - und so einer ist scheinbar heute morgen - ist das in meinen Augen völlig ok.
Ich bin auch seit 10 Jahren dabei. Manchmal gibt es Monate, da ist alles richtig gut. Und dann, ohne das ich sagen könnte warum, richtig mies. Ich hab drei Therapien in den 10 Jahren gemacht, aber die endgültige Lösung haben sie mir leider nicht gebracht. Heute morgen zum Beispiel, geht es mir eher so wie Dir - nicht gut. Ich überlege noch, was ich mache. Raus gehen auf die straße ist in solchen Zuständen nichts für mich.
Drehen sich in solche Situationen bei dir immer wieder die gleichen Gedanken? Welche körperlichen Symptone hast Du?

11.06.2016 08:30 • #7


Yvi23
Alles unter 10 mg Diazepam merke ich gar nicht. Aktuell bin ich vielleicht ganz leicht müde. Es wurde bei mir auch mal per Bluttest festgestellt, dass bei mir nicht das ankommt was soll. Deshalb nehme ich auch täglich 40 mg Escitalopram. Bei mir fängt eine panikattacke meist mit brennen auf dem Brustkorb an. Gefolgt von kribbeln, also wahrscheinlich hyperventiliere auch, übelkeit, durchfall, schwitzen, frieren, zittern, heulen, ich bin dann auch irgendwie nicht mehr ich selbst und kann wie schon gesagt nicht alleine dabei sein. Und nach so einer heftigen panikattacke bin ich total müde und erschöpft. Wenn alles überstanden ist, kommt es mir auch immer so unwirklich vor, was da passiert ist.

11.06.2016 08:46 • #8


nayeri
Müde nach einer PA kennen glaube ich die meisten. Da wird ne Menge Energie für gebraucht, um eine PA zu durchleben.der Körper ist da auf Höchstleistung....
Escitalopram ist ein Antidrepressiva, oder? Davon hatte ich auch ne Reihe, aber ich habe nie das für mich richtig erwischt. Nur blöde Nebenwirkungen wie Schwindel.
Deine körperlichen Symptome sind ja ganz schön heftig. Ich komme mit der Hälfte aus . Reicht aber, um hin und wieder bis zu Todesangst zu kommen....
Würde es Dir helfen, wenn wir telefonieren würden? Dann würde ich Dir meine Telefonnummer schicken. Als PN.

11.06.2016 09:13 • #9


Yvi23
Ihr seid alle ganz lieb. Danke. Telefonieren möchte ich lieber nicht. Das ist nicht so mein Ding. Schreiben ist einfacher für mich.

11.06.2016 10:19 • #10


Icefalki
Bist ja nicht alleine. Hier ist immer jemand, mit dem du schreiben kannst. Und zusammen mit deinem medi, wirst du das heute auch gut überstehen.

Sei mal stolz auf dich, dass du alle hast ziehen lassen. Das ist eine große Leistung.

Weißt du, ich hab mich früher des Öfteren einfach sterben lassen, quasi es hingenommen. Wie du siehst, leb ich immer noch. Manchmal ist das auch eine Alternative.

Mal leidet, aber stirbt nicht. Das ist wichtig. Und auch dieser Tag geht vorbei. Wirst schon sehen.

Also, Versuch dich abzulenken, putzen bringt das Adrenalin auch weg und macht auch noch Sinn.

Ansonsten schreib einfach. Nur Mut.

11.06.2016 10:45 • #11


nayeri
Wie gehts denn jetzt? Sind ja schon einigen Stunden um.....

11.06.2016 10:58 • #12


Yvi23
In klaren Momenten weiß ich natürlich auch, dass mir nichts schlimmes zustoßen wird. Aber in einer Panikattacke ist mir das leider nicht mehr bewusst.

Im Moment liege ich auf dem Sofa, gucke TV und spiele Handyspiele. Bin sehr angespannt und das blöde Kopfkino läuft.

11.06.2016 11:04 • #13


L
Ist alles ok bei dir? Vielleicht nimmst du dir das nächste Mal auch was vor. Vom zu Hause herumliegen wird es ja meistens nicht besser.

11.06.2016 14:57 • #14


nayeri
Hallo Yvi,
die 12 Stunden sind bald um. HURRA.

Lotti schrieb eben, man können sich ja was vornehmen. Bei mir ist das so, dass ich ausserhalb meiner 4 Wände noch mehr Panik bekomme. So sind wir alle verschieden. Man muß halt gucken, was man in einer stressigen Situation hinbekommt.

Ich hab oft versucht, alles auszuhalten und dann noch ne Schüppe draufgelegt. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich mich damit selbst in die falsche Richtung konditioniert habe. Es wird bestimmt schlimm und siehe da, es wurde noch schlimmer. Nach Rücksprache mit meinem Psychiater nehme ich seit ein paar Monaten den Druck raus. Das heißt, ich kann meiner Angst auch nachgeben und z.B. die Verabredung absagen. Oder eine Tablette nehmen. Ich meine, insgesamt ist es mit dieser Herangehensweise besser geworden. Nicht gut, aber besser. Jedenfalls mache ich jetzt mehr als vorher. Und die PA sind seltener geworden und nicht mehr so extrem.

11.06.2016 15:45 • #15


Yvi23
Ich konnte mich heute nicht aufraffen raus zu gehen. HaB ich heute verkrochen. Das das nicht unbedingt sinnvoll ist glaube ich.

Ja, in 2-3 Stunden sind alle wieder da. Wenn ich meinem Mann das dann erzähle, wird er meine Angst wahrscheinlich nicht wirklich verstehen. Wahrscheinlich wird er sagen, ich hätte ja mitfahren können...

Ich danke euch auf jeden Fall für den netten Zuspruch. Werde mich wohl noch öfter an dieses Forum wenden.

11.06.2016 17:03 • #16


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Dr. Christina Wiesemann