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Seit mehreren Jahren leide ich unter der ständigen Angst, dass ich mich übergeben muss aber es nicht rechtzeitig zur Toilette schaffe. Deshalb gehe ich total selten aus dem Haus. Wenn ich dann doch mal raus gehen z.B. zum Essen, werde ich total hibbelig, mir wird schwindelig, ich bekomm ganz schlecht Luft,hab dann so ein komisches Beklemmungsgefühl, mir wird dann total schlecht...was die ganze Sache dann noch verschlimmert, und ich hab das dringede Bedürfnis raus zu gehen...

Ich bin zwar schon bei einem Psychologen, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass es einfach nicht besser wird. Ich bin am Ende mit meinen Nerven...jedenden Tag, den ich nicht zu Hause verbringen kann ist eine Qual für mich. Ich bin doch noch so jung, sollte mich eigentlich über Einladung zu einer Party freuen...doch das löst bei mir totale Panik aus.

Ich versuche alles, dass ich nicht aus dem Haus muss... was mir selber total arg ist, da ich ja eigentlich gerne mit Menschen zusammen bin und auch gern was erlebe. Aber diese Angst hindert mich daran.

Ich habe auch ziemliche Probleme meine Angst in der Öffentlichkeit zu zeigen, nur wenige gute Freunde wissen, über sie bescheid...

Mich würde es freuen, wenn ihr mir über eure Erfahrungen schreibt und mir vielleicht ein paar Tipps geben könnt, wie ich lerne damit umzugehen, bzw. was ich machen kann um die Angst zu lindern...

Danke schon mal im Vorraus

09.02.2009 12:11 • 14.02.2009 #1


6 Antworten ↓


liebe sarah,
der grund, warum die panik immer schlimmer wird ist, dass du dich darauf einläßt und das haus nicht mehr verläßt. du musst raus gehen und dein leben leben. nicht die angst hällt dich zu hause, sondern nur du selber. versuche dir klar zu machen, das es nichts schlimmer ist, wenn man brechen muss, auch nicht wenn kein klo da ist. versuche herauszufinden, warum du diese ängste hast und versuche die ursachen zu verarbeiten

09.02.2009 17:54 • #2



Panik vor Erbrechen

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Hey du,
ja da hast du wahrscheinlich recht...aber mir fehlt einfach die kraft dazu. das ganze geht jetzt schon seit 2 jahren und ich kann nicht mehr.
aber ja, das wird wohl der einzige weg sein...danke.
ja, das mit den ursachen ist so eine sache, niemand weiß woher es kommt.
mein psychologe tippt drauf, dass mir in der öffentlichkeit einfach mal schlecht geworden ist... mir des aber nich so bewusst war...und mein unterbewustsein einfach zusammenhänge geschlossen hat...
aber eins muss ich schon sagen, beruhigt mich echt, dass es noch mehr leute gibt, die mit ihrem problemchen leben müssen

09.02.2009 20:52 • #3


Frozen Angel
Hallo,

das kommt mir alles so bekannt vor, was du erzählst. Ich hab mir mal durchgelesen was Emetophobie ist. Man hat auch Angst, dass andere Leute erbrechen könnten. Das ist aber bei mir nicht der Fall. Ich hab nur Angst davor, selbst zu erbrechen. Das letzte mal als ich brechen musste, da war ich 10 oder so, ist schon so lang her und seitdem hab ich nicht mehr gebrochen oder besser gesagt ich habe es nie so weit kommen lassen. Vor 3 Jahren war mir in der Öffentlichkeit schlecht, wegen zu viel Alk., und ich musste (nur) würgen, das war mir so peinlich. Ich glaube das kam davon, dass ich jetzt daran leide.

Wenn ich draußen unter Leuten bin, dann wird mir manchmal so schlecht und ich habe ein flaues Gefühl im Magen und so einen Druck. Dann halte ich Ausschau nach einer Toillette und wenn ich keine finde, dann gehts mir noch schlechter. Die Situation ist im wahrsten Sinne des Wortes "zum kotzen". Hinzu kommen bei mir noch Angst- und Panikstörungen, Sozialphobie und und und... Und das schon seit 4 Jahren, ich weiß auch nicht mehr was ich noch machen soll.

Zuhause ist mir nie schlecht. Aber leider kann ich nicht Zuhause bleiben...

13.02.2009 22:45 • #4


ich meinte nicht den grund, warum du gerade angst vor dem erbrechen hast, das finde ich nicht ganz so entscheident. wichtig finde ich raus zu finden, warum du überhaupt ängste entwickelt hast. die ursachen sind ja oft frühkindlich zu finden. wenn man das verarbeitet hören ja die ängste von alleine auf.
ja, leider gibt es keinen anderen weg, als sich den ängsten zu stellen und vor allem ihnen nicht aus dem weg gehen. wenn man damit anfängt, dannwerden sie immer schlimmer und das ist der anfang vom ende. du musst dich davon befreien, dass du, wenn du die situationen vermeidest wo du denkst die ängste können auftreten,dss es dir dann besser geht. genau das gegenteil ist leider der fall.

14.02.2009 16:57 • #5


Liebe sarah,
das kenne ich nur zu gut. Bei mir fing alles auf der Arbeit an. Zuviel Stress und druck von oben. Plötzlich wurde mir auf der Arbeit kotzeschlecht und ich bin nach Hause. War dann eine Woche krank geschrieben mit Verdacht auf Magenschleimhaut entzündung. Nach zwei tagen auf der Arbeit fing es wieder an. Diesmal aber richtig verschärft. Ich habe drei tage fest gelegen und nur von Vomex gelegt. Ich habe in dieser Zeit alles an Nahrung verweigert weil ich immer dachte ich muß brechen. Mußte dann zu einer Magenspiegelung, dort war aber alles ok. Bekam dann drei Tage lang bei meiner damaligen Ärztin Infusionen weil ich so kurz sechs Kilo verloren habe. Ich mußte dann langsam wieder lernen Kleinigkeiten zu essen. Meine Ärztin schrieb mich immer wieder krank konnte mir aber nicht wirklich helfen und sie nahm mich auch nicht ernst. Ich wechselte sechs Wochen später den Arzt und der stellt gleich fest das ich eine richtige Phobie habe. Ich habe mich auch kaum noch aus dem Haus getraut und war sehr Aufmerksam anderen Menschen gegenüber das diese auch ja nicht brechen müssen denn das könnte ja einen Brechreiz bei mir bewirken. So gingen einige Woche ins Land, immer noch krank geschrieben. Mein Arzt behandelte mich auch richtig gut. Er gab mir zu Beginn Spritzen zur Beruhigung, das half ganz gut. Nun ging ich auch zu einem Neurologen der mir dann das Antideprssiva Mirtazapin gab. Super Mittel nehme es heute noch. Eine Therapie hatte ich auch beantragt doch ich bekam erst drei Monate später einen Termin. Also mußte ich mir solange selbst helfen und achte auf eigene Kosten eine Hypnosetherapie. Ich wollte infach wieder am Leben teilnehmen. Ich wollte wieder Dinge tun wie Essen gehen oder ins Kino. Und tasächlich nach acht Sitzungen konnte ich all das wieder tun. Ich verschwendete auch jeden Tag immer weniger Gedanken an das Thema Erbrechen. Zur Zeit mache ich ganz erfolgreich eine Therpie. Ich muß Dinge tun wie z.B. falsche Kotze ansehen, Dinge essen vor denen ich Angst habe das ich erbrechen muß. In Zukunft muß ich mir auch Bilder ansehen von Menschen die Erbrechen.
Meine Therpeutin weiß das die Übelkeit bei mir kommt wenn mir etwas gegen den Strich geht. Es ist eine Schutzvorichtung vom Körper der mich vor etwas warnen will. Bin seit April letzten Jahres Krankgeschrieben und werde demnächst Kündigen damit das Kapitel abgeschnitten ist. Ich kann mein leben im Moment ganz gut meistern. Hoffe das hat dir ein wenig weiter geholfen

14.02.2009 18:57 • #6


Mir geht es genauso wie Sarah:
Seit 4 Jahren habe ich mit Panikattacken und dauernder Übelkeit zu kämpfen.
Ich war über 2Jahre in einer tiefenpsychologischen Therapie, dann kam ich in eine Klinik, die einfach furchtbar war und nun versuch ich eine Verhaltenstherapie.
Es will einfach keine Besserung eintreten!!
Ich bin erst 21 und will doch so viel erleben und auf Partys gehen, so wie andere in meinem Alter...
Jeder Tag ist so verdammt schwer!! Um mich in der Uni ruhig zu halten, schlucke ich Diazepam (und ich weiß, dass die Dinger abhängig machen)- Es ist ein Teufelskreis und so langsam verliere ich die Hoffnung, dass es jemals wieder besser wird.
Ich versuche mich jeden Tag zu etwas zu zwingen, aber langsam hab ich keine Kraft mehr dafür...
Alles war früher Spaß gemacht hat ist zur Qual geworden..

Woher nehm ich jetzt nur die nötige Kraft her?

LG
Conny

14.02.2009 20:53 • #7




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