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Zitat von GastB:
Siehste , so können auch die homöopathischen Mittel funktionieren. Es wird von den Homöopathen selbst nicht behauptet, dass die darin enthaltene Materie al solche wirkt. Sondern dass es sich - mangels anderem derzeitigen Wissen, wahrscheinlich - um einen Informationsprozess handelt.

Was mir durchaus einleuchtend erscheint. Jedenfalls funktioniert es bei mir in beiden Richtungen, negativ und positiv. Darüber kann ich einfach nicht hinwegsehen.



Weil es Dir einleuchtend erscheint und bei Dir funktioniert, heißt das also, daß es wirkt ?
Wenn ich heute Kopfweh habe, Orangensaft trinke und dann das Kopfweh aufhört, heißt das also, daß Orangensaft gegen Kopweh hilft ?

Es handelt sich WAHRSCHEINLICH um einen Informationsprozeß.
Blöderweise zeigen aber alle Studien, daß es NULL Wirkung hat.

Und zudem erneuere ich meine Frage:
Wie fändest Du es, wenn man Arzneimittel auf die Leute losläßt, nur auf der Basis, weil es Dir einleuchtet, daß sie wirken oder sie wirken, weil sie wahrscheinlich einem Informationsprozeß unterliegen ?

03.06.2010 21:45 • #61


Das fände ich ganz schlimm, da diese Arzneimittel praktisch alle sowohl starke materielle erwünschte als auch viele unerwünschte Wirkungen haben.

Was man ja von den anderen Mitteln gerade nicht behaupten kann. Du sagst ja sogar, sie hätten gar keine Wirkungen.

03.06.2010 22:25 • #62



Panik-Attacke innert 5-10 Sekunden stoppen

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könnt ihr vielleicht etwas präziser sein ? grenzwischenschaft ? betriebswissenschaft ?geisteswissenschaft? naturwissenschaft ?
für mich zählte bis zum start der panikkarriere nur mathe, physik, chemie, alles andere war nicht "satisfaktionsfähig", inzwischen bin ich eines besseren belehrt. wenn ich das richtig erinnere hat b ihre unerversitätskarriere den naturwissenschaften gewidmet - korrigier mich bitte - und hat früh erkannt, dass die zunahme an erkenntnis mit einer zunahme des zweifels einhergeht.
zu beginn meiner panik wusste ich nicht, was ich mit psychologen pp. anfangen sollte, ich dachte, die kann ich alle mit der hand fangen, erst nach und nach habe ich mich eingelassen, im wesentlichen, weil der leidensdruck so hoch war. evidenzbasiert hin und her : geholfen hat mir am deutlichsten emdr und hypnosetherapie, wobei ich hypnose heute entgegen meiner damaligen überzeugung jederzeit weiterempfehle. ich kenne die wirksamkeitsstudien, muss aber feststellen: erfahrung ist eben in diesem fall durch nichts zu ersetzen

#winston
panik lässt sich auf knopdruck (pharmakologisch ) einschalten, warum soll das nicht umgekehrt gehen ? deine sicherheit, was das angeht, verblüfft mich

05.06.2010 15:51 • #63


Zitat von no fear:
panik lässt sich auf knopdruck (pharmakologisch ) einschalten, warum soll das nicht umgekehrt gehen ? deine sicherheit, was das angeht, verblüfft mich


Wenn Du ein Symptom der Angst meinst, dann mag das stimmen (Herzklopfen, Schwitzen, Zittern oder was auch immer).
Eine ausgewachsene Angststörung, ein Burn-Out Syndrom o.ä. kann man aber sicher nicht auf Knopfdruck einschalten oder wieder ausschalten.

05.06.2010 20:37 • #64


http://www.google.de/search?client=fire ... ogle-Suche

thema des threads ist panik-attacke innerhalb kurzer zeit zu stoppen. das geht verallgemeinbar höchstwahrscheinlich nicht mit diesem druck-hokuspokus.
da es möglich scheint, panik-attacken kurzfristig auch bei "gesunden"auszulösen, halte ich es nicht für unmöglich, panik-attacken innerhalb kurzer zeit - "auf knopfdruck" - zu stoppen. wir sollten uns vielleicht in 10 jahren da nochmal austauschen....

05.06.2010 23:06 • #65


Den Ansatz Angstsymptome zu unterdrücken bzw. zu beseitigen halte ich für kontraproduktiv. Das können die meisten hier schon von ganz allein in Perfektion.
Man kann Streßsymptome natürlich sein Leben lang ignorieren, aber irgendwann wird man nicht darum herumkommen, sich näher damit auseinanderzusetzen, woher dieser Streß eigentlich kommt. Panikattacken sind ja kein zufälliges Einzelereignis. Und damit meine ich bei Gott keine Psychoanalyse, sondern eine Analyse der ganz simplen Dinge, die falsch gemacht werden (Schlaf, Essen, soziales Umfeld etc. etc.), aber zugunsten solcher "Methoden" nicht mal im Ansatz berührt werden. Die kann man nicht mit Handauflegung, Tropfen, Klopfen oder sonst einem Unfug ändern, sondern nur mit dem eigenen Willen.
Sämtliche andere Ansätze kann man in die Tonne kippen, weil sie das Problem nicht an der Wurzel packen.
Bevor Leute 10 Jahre mit so einem Unsinn herumdoktern, sollten sie vielleicht lieber mal ehrlich zu sich selbst sein. Das hat noch niemand geschadet.

06.06.2010 13:31 • #66


Zitat von GastB:
Das ist m.E. im Prinzip dasselbe Argument, mit dem Ärzte eine Patientenverfügung nicht anerkennen woll(t)en. Dass der Patient nicht wirklich im vollen Bewusstsein seiner geistigen Kräfte über seinen Körper entscheiden kann - und darf.

Zum Glück wurde zumindest das letztes Jahr gesetzlich festgelegt, dass Patientenverfügungen durch die Ärzte in jedem Krankheitsstadium zu beachten sind.


Der Arzt darf bei vorliegender Patientenverfügung nicht machen was er will, es sei denn es ist ein Notfall! Da darf er rechtlich gesehen vorgehen ohne in der PV nachzusehen.

12.10.2010 14:45 • #67


Um mal auf das Thema zurückzukommen:

Sicherlich ist es bei jedem anders. Ich denke jeder hat sich Methoden zurechtgelegt, die er anwendet, wenn die Panik wieder zuschlägt.

Was bei mir meißtens sehr gut hilft ist klopfen. Ich klopfe mit dem Zeigefinger gegen mein Bein (auf Handhöhe). Das kann man sehr gut auch draussen machen, ohne das es jemand merkt, ähnlich wie schnipsen. Der Vorteil ist, dass man ein Ventil hat und sich ablenkt. Man muss sich halt nur 100%ig darauf konzentrieren und die schlimmen Gedanken und körperlichen Symptome verschwinden recht schnell. Ich für alle Fälle komme so meißtens sehr schnell runter und der Puls beruhigt sich auch wieder.

Und das hat nix mit Hokuspokus zu tun, sondern einfach mit ablenken. Habe das mal im Fernsehen gesehen. Da gings um jemanden mit extremer Flugangst, der seinen Personal-Psychotherapeuten dabei hatte. Der sollte sich dann immer auf den Hals vorne klopfen. Allerdings hat er nachher sich so auf das Klopfen und die Angst konzentriert, dass er wieder aus dem Flugzeug gelaufen ist. Aber danach hab ichs ausprobiert und gemerkt, dass wenn man sich eher "nebenbei aufs Klopfen konzentriert", dass das bei mir funktioniert. Und dabei ist eigentlich egal wo man klopft, hauptsache man schafft sich ein Ventil!

( Das einzige wo ich mich nicht überwinden kann ist fliegen, wer einen Tip oder Erfahrungsbericht hat, gerne in meinem anderen Tread "will endlich wieder fliegen" etwas dazu schreiben! )

21.10.2010 13:46 • #68




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