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Hallo ihr Lieben!

Ich habe seit vorgestern einen (für mich) schlimmen Rückfall. Ich bin nonstop nervös und diese Nervosität bricht jedes Mal fast in eine Panikattacke aus. Nur so richtig kommt sie nicht. Jedenfalls begehe ich mich gerade auf Spurensuche, weswegen ich nach langer, beschwerdefreier Zeit wieder so am Rad drehe. Es hat vorgestern kurz vor dem Einschlafen angefangen, ein komisches Gefühl in den Beinen und in der Brust. Habe mich dann irgendwie reingesteigert, weswegen ich dann eine kurze Panikattacke hatte. Konnte die ganze Nacht aufgrund von konstanten Angstzuständen nicht schlafen. Meine Panikattacken waren so gut wie immer hypochondrischen Urspungs. Momentan habe ich ganz doll Angst vor diesen Panikattacken, habe Angst, nie wieder "gesund" zu werden (zumindest angstfrei) und habe Angst, meine Beziehung damit aufs Spiel zu setzen. Also meine Hauptfrage ist eigentlich, ob ich einfach so Panikattacken bekomme oder ob ich mich gerade herbe da hineinsteigere und erst recht die Angst und die Panik auftreten (Hypochondrie -> Angst vor psychischen Krankheiten?). Ich hatte so gut wie immer eine Remission nachdem es mir schlecht ging, aber jedes Mal habe ich Angst dass die Angst nie wieder weg geht. Habe leider schon Horrorgeschichten gelesen, dass manche Leute Jahre oder Jahrzehnte diese Angst haben, das schürt meine Angst natürlich noch mehr. Komischerweise ist meine Angst schlimmer wenn ich zu Hause bin, ich versuche jedes Mal rauszugehen (gesten war ich 8 km wanden) um Ablenkung zu bekommen.
So richtig auf den Punkt kommen tu ich ja nicht, aber ich habe das Bedürfnis mich einfach mal auszusprechen. Dienstag habe ich einen Termin bei meiner Psychiaterin/Psychologin, ich hoffe sie kann mich beruhigen, bekomme nämlich zudem keinen Bissen Essen runter.
Ich wünsche euch einen schönen Abend,
Mel

30.10.2015 19:35 • 30.10.2015 #1


4 Antworten ↓


engineer_91
Ich glaube ein großer Anteil kommt durch das hineinsteigern durch die Hypochondrie. Ist bei mir genauso. Auch diese Nervosität ohne Panikattacke habe ich öfters mal und das is so blöd.
Allerdings lässt das bei mir echt schnell nach sobald man sich mal ablenkt und irgendwann mal wieder andere Sachen mehr beachtet und nicht mehr so oft über die Angst nachdenkt.
Du musst hald jetzt erstmal wieder aus dieser "Phase" der Nervosität und des Grübelns herauskommen.
Lenke dich ab mit egal was. Wo es nur geht.
Und mach dir klar, dass das alles unbegründet ist und du das doch alles schon kennst. Ich denk mir manchmal so "Du hast das doch so oft, jetzt schei** doch einfach mal drauf. Mir fehlt organisch nichts, also kann mir das egal sein, dann kommt hald Nervosität auf, na und? Ich kenn das doch mittlerweile zu gut" Ich hab mir mittlerweile so ne Egal-Einstellung gegenüber der Angst angeignet. Allerdings is das nich gaaaaanz so einfach wenn man mal wieder nervös is, ich weiß.

Hast du schonmal an eine Verhaltenstherapie gedacht?
Ich beginne demnächst eine.
Was ich gut finde ist, dass du draussen sowas nicht bekommst und wandern tust und so

Liebe Grüße
engineer

30.10.2015 19:45 • #2



Nonstop nervös - Panik Auslöser

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Icefalki
Natürlich wird dieses Problem immer dein Begleiter sein, und darum sollte man ja wissen, was die Auslöser dazu sind.

Eben darum macht man Therapie, damit man den Umgang erlernen kann, das zugrundeliegende Muster, die Akzeptanz für die Krankheit, das kennen der Auslöser.

Man möchte es ja weg haben, aber ohne Erkenntnis der Ursachen, und wenn es nur Stress ist, wirst du immer wieder damit zu kämpfen haben. Man kann leicht längere Zeit Ruhe haben, aber wenn auslösende Momente vorliegen, und du die nicht erkennst, dann fängt der Käse wieder an, dich zu plagen.

Ist dein Leben vielleicht gerade recht stressig, dann kann es zu Verspannungen kommen, und du wechselt gleich in Angst.

Bei Stress z.b. Befindet sich schon mal mehr Adrenalin im Körper und der Ausbruch kommt schneller, als wenn du ausgeglichen wärst. Da gibt es nach oben mehr Puffer.

30.10.2015 19:49 • #3


engineer_91
Und wie lässt man den Puffer möglichst groß werden?
Gerade die Angst vor der Angst ist ja so diffus und nicht greifbar oftmals.
Naja, ich hoffe so, dass die VT hilft

Gruß
engineer

30.10.2015 19:54 • #4


Icefalki
War nur die Erklärung, wenn's überschwappt. Also die grundanspannung, die ja auch bei der Angst vor der Angst vorherrscht, ist schon zu hoch.

Ist mir auch nicht gelungen, bzw. ich konnte nur existieren, wenn alles schön normal abgelaufen ist. Nur keine Änderung im Tagesablauf..

30.10.2015 20:01 • #5




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