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Hallo erstmal...!
Den Gedanken mich in einem Forum anzumelden, trage ich schon länger mit mir herum. Warum ich es bis jetzt noch nicht gemacht habe, obwohl ich schon seit 14 Jahren unter Panikattacken leide, kann ich nicht genau sagen. Wahrscheinlich ist es die Angst, dass ich mich hier zu sehr mit meinen Problemen beschäftige. Ähnlich geht es mir, wenn ich einen Termin bei meinem Therapeuten habe.
Aber ich erhoffe mir hier einige nette Kontakte, die sich wie ich, trotz der
Panik, nicht die Lust am Leben nehmen lassen.

Kurz ein paar Eckpunkte zu mir:
weiblich
31 Jahre
1 Tochter
1 Freund
2 Hunde
1 Katze
selbstst.

LG, botterbloms


P.S. Ich bin zum ersten Mal überhaupt in einem Forum. Also bitte gesteht mir eine gewisse Unwissenheit im Umgang mit dem Forum zu.
[/b]

16.11.2008 12:41 • 17.11.2008 #1


11 Antworten ↓


Hallo botterbloms
und herzlich willkommen hier bei uns im Forum.
Lies dich durch, du wirst vieles finden, was dich auch bewegt.

Liebe Grüße
engelchen106

16.11.2008 12:51 • #2



Nervt euch dieses permanente Angstgefühl genauso wie mich?

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Hallo, Botterbloms,

willkommen hier bei uns!

noch jemand aus Norddeutschland, das freut mich aber. Und noch jemand mit Tieren. Noch besser

Ich bin auch noch nicht lange hier angemeldet, obwohl ich ein Langzeitangsthase bin. Besser spät als nie

Magst Du noch ein bißchen über Dich erzählen? Wie alt ist Deine Tochter? Wie kommt sie mit Deinen Panikattacken zurecht? Ich habe keine Kinder, stelle es mir aber doppelt schwer vor, mit der Angst zu leben, wenn man auch noch einem Kind gerecht werden muß.

Ach so, jetzt hätte ich die Frage in Deiner Überschrift beinahe vergessen: JAAAHAAA, es nervt! Ich gehe mir selber manchmal derartig auf den Keks, daß ich glaube, der Allgemeinheit kann ich mich echt nicht zumuten

LG Solitudo

16.11.2008 16:28 • #3


Vielen Dank für die nette Begrüßung!

@engelchen 106
Danke für den Hinweis. Ich habe mich schon ein wenig hier umgesehen,
glaube auch, dass ich hier noch eine Menge erfahren kann.

@ Solitudo
Meine Tochter wird nächsten Monat 9 Jahre alt. Als ich ungeplant schwanger wurde habe ich mir überlegt, dass es nur zwei Möglichkeiten
gibt.
1.Der Abbruch (damit hätte ich wahrscheinlich nicht leben können)
2.Ich bündele meine Energie, die ich in die Grübeleien und Attacken
gesteckt habe und fange wieder ganz von vorne an..mit meinem Kind.

Es klingt doof aber, meine Tochter ist so etwas wie ein Schutzengel. Bevor ich Mama wurde ging es mir wesentlich schlechter. Dieser Druck
sich um ein Kind zu kümmern hat mir einfach gutgetan, auch wenn ich mich immer wieder bis an meine Angstgrenzen zwingen musste.

Sie weiß was mit mir los ist und kommt damit gut zurecht. Wenn es mir mal nicht gutgeht unternehmen wir etwas oder ich bitte sie mich einen Augenblick in Ruhe zu lassen.
Wichtig ist, dass man sein Kind nicht zu sehr darin involviert. Kinder dürfen sich keinesfalls verantwortlich fühlen. Schließlich sind es Kinder
und nicht der Partner.

Magst du mal ein wenig von dir erzählen?

LG, botterbloms

16.11.2008 17:42 • #4


Das ist ja toll, daß Deine Tochter für Dich eine Hilfe ist und in ihrem zarten Alter schon damit umgehen kann. Ich hätte Angst, daß mir die Verantwortung für ein Kind über den Kopf wachsen könnte.

Ich soll also was über mich erzählen. Na, dann mal los:
Ich leide unter einer sozialen Phobie, die ich eigentlich schon seit meiner Jugend mit mir rumschleppe. Aber so richtig brach sie erst über mich herein, als ich anfing zu studieren. Etliche Jahre und eine Therapie später wurden neben der Angst auch die Depressionen so schlimm, daß ich mein Studium abgebrochen habe.

Zum Glück habe ich einen Freund, der mich sehr unterstützt und für den es in Ordnung ist, daß ich nicht arbeite. Verhungern tun wir auch so nicht. Aber daß ich hier rumsitze und mich aushalten lasse, steigert mein Selbstwertgefühl natürlich nicht gerade.

Ich bin viel allein und habe ein bißchen das Gefühl, daß das Leben ohne mich stattfindet.

Ach ja, Zahlen und Fakten: Ich bin 32, habe zwei Hunde, aber keine Katze (obwohl ich gern wieder eine hätte, aber meine Wuffs hätten die vermutlich zum Fressen gern)

LG Solitudo

16.11.2008 18:49 • #5


Eine soziale Phobie...ich war mal 8 Wochen zur Kur in Bad Bramstedt. Dort hatte ich eine Mitpatientin die auch darunter litt. Ich habe mit ihr geübt morgens in einem Cafe`zu frühstücken, das war für uns beide nicht leicht. Obwohl wir viel zusammen gelacht haben weil wir uns so dumm vorkamen.
Ich habe auch einen Partner der mich sehr unterstützt. Nach der Trennung von meinem Mann war ich drei Jahre allein mit meiner Tochter.
Ich hatte große Angst davor, aber ich habe es gewuppt. Das hat mir einen großen Schub Selbstvertrauen verpasst- zumindest was die Betreuung meiner Tochter angeht.
Ich arbeite freiberuflich- ich könnte mir auch nicht vorstellen in einem Büro mit mehreren Kollegen zu arbeiten. So, wie es jetzt ist, ist es sehr gut für mich.

16.11.2008 19:11 • #6


Wenn Du das nächste Mal in Bad Bramstedt bist, sag Bescheid. Dann back ich schon mal einen Kuchen

In ein Café gehen, öffentliche Verkehrsmittel benutzen, einkaufen und solche Dinge sind für mich kein Problem. Aber an der Uni bin ich total abgesoffen, weil ich keinen Anschluß gefunden habe. Außerdem ist es mir furchtbar schwergefallen, das Studium zu organisieren. Zu Beratungen und in Sprechstunden zu gehen, mich zu Veranstaltungen anzumelden und sowas. Diese unpersönlichen Flure, die vielen Türen, und nie weißt Du, was Dich dahinter erwartet. Hört sich ziemlich blöd an, wenn man es so in Worte faßt, aber ich war einfach starr vor Angst.

Ich finde das toll, daß Du das mit Deiner Tochter so gut hinbekommst. Schön, daß so eine Herausforderung auch helfen kann, die Angst zu überwinden. Ich habe immer ein bißchen Angst davor, mal "aus Versehen" schwanger zu werden, weil ich befürchte, daß der Schuß bei mir nach hinten losginge und das Kind dann der Leidtragende wäre.

Uups, à propos Kind , mein Hund hat sich gerade übergeben, muß mich leider zum Putzen abmelden...

LG Solitudo

16.11.2008 21:09 • #7


Wie heißt es so schön? " Man wächst an seinen Aufgaben"
Aber schön, dass du das anerkennst.

Wie geht es dir denn jetzt so in deinem Alltag?

Bad Bramstedt? Dann wohnst du ja direkt an der Quelle. Als ich damals dort war habe ich kurzfristig überlegt dorthin zu ziehen.

Mein Hund ( 6Monate) hat am Donnerstag einen Kugelschreiber gegessen. Gebrochen hat er nicht..im Gegenteil, er frisst noch immer
wie ein Scheunendrescher.

16.11.2008 21:27 • #8


TheSaint
hi botterbloms,

jaaaa, es nervt - jeden tag wieder aufs neue

in BB war ich im übrigen auch schon 2x

dir alles gute und ne schöne zeit im forum,
lg TheSaint

16.11.2008 23:09 • #9


Guten Morgen,

@TheSaint
Es tut wirklich gut zu lesen, dass ich mit meinem Problem nicht allein bin.
Ich habe zwar einen lieben, verständnisvollen Partner, der für mich da ist und gute Freunde, die mich unterstützen-aber nachvollziehen kann es niemand.
Ich war schon vor 14 Jahren in Bad Bramstedt. Wann warst du dort?

LG, botterbloms

17.11.2008 09:39 • #10


Na ja, um ehrlich zu sein, wohne ich schon noch ein Stück von BB entfernt, aber immerhin wärst Du dann schon mal im richtigen Bundesland, um mal auf ein Käffchen reinzuschneien

Mein Alltag ist im Moment absolut frei von Angstauslösern, deshalb habe ich nicht so ein großes Angstproblem. Aber er ist ebenso frei von Leben, und deshalb kultiviere ich ein kleineres Depressiönchen. Ich wäre ganz gern auch zu was gut, falls Du verstehst, was ich meine. Mein Freund sagt zwar, ohne mich wäre er aufgeschmissen, weil er es neben der Arbeit kaum mehr schaffen würde, das Haus in Ordnung zu halten, und es unmöglich für ihn wäre, Hunde zu haben. Aber ein bißchen nutzlos fühle ich mich trotzdem.

Dein Hund ist ja noch fast ein Baby, und ein kugelschreiberfressendes noch dazu! Darf ich fragen, ob das Ding den Hund auf natürlichem Wege wieder verlassen hat?
Wir waren gestern mit unseren Kötern am Deich, wo unsere kleine einen Möwenknochen verspeist hat, bevor ich auch nur einen Ton rausbrachte. Die atmet einfach alles ein, was ihr vor die Schnute kommt...

Das Putzen war übrigens sehr fröhlich Ich bin nur froh, daß wir fast überall Fliesen haben, da ist ja alles halb so schlimm. Früher hatten wir überall Teppichboden und eine Zeitlang einen alten kotinkontinenten Rüden. DAS war erstmal fröhlich...

Ich wünsche Dir einen schönen Tag,
Solitudo

17.11.2008 10:01 • #11


Ich kann das Gefühl des "zu nichts gut seins" verstehen. Mir ging es ganz lange so. Und auch heute, wenn ich mal wieder einen Tag mit vielen Ängsten oder Unwohlsein habe, geht es mir so.
Ich denke aber, das ist wirklich nur unsere subjektive Sicht. Auch mein Freund beteuert mir immer wieder, wie sehr ich ihn unterstütze und wie toll ich meine Tochter großziehe.

Ich habe vor einigen Jahren ein Fernstudium begonnen. Seit dem habe ich als freie Redakteurin gearbeitet und verdiene nun mein Geld als freie Werbetexterin. Und da sehe ich schon, dass ich zu etwas zu "gebrauchen" bin. Vielleicht hast du ja auch etwas in dir, das du auch in deiner jetztigen Situation umsetzen kannst.

Ja, der Kugelschreiber kam in Einzelteilen wieder heraus.

LG, botterbloms

17.11.2008 10:16 • #12



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