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Guten Abend,

leider sind die Feiertage bei mir anders verlaufen, als ich es mir erhofft hatte.

Angefangen hat alles am 23. Nach der Hunderunde habe ich mich aufs Sofa gesetzt und hatte plötzlich das Gefühl, ich sei nicht richtig da. Dann überkam mich eine Hitze, die den Körper hochwanderte und Herzrasen. Ich kenne Panikattacken, aber lediglich, wenn ich in engen Räumen mit vielen Menschen bin.

Na ja jedenfalls konnte ich mich nicht wie sonst daraus befreien, sondern es war echt gefühlt unaufhörlich. Das Herzrasen ist verschwunden und ich beruhigte mich wieder, aber dieses Benommenheitsgefühl begleitet mich seit dem 24/7 und macht bei mir ein dauerndes Angstgefühl mit ungefähr allen 20 Min. einer Panikattacke, weil ich denke, das wars jetzt.

Am 23. und gestern war ich in der Notaufnahme, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Die gaben mixh angeschlossen, Ekg gemacht und Blut abgenommen. Alles so wie es sein soll. Die sahen keinen Grund, mich da zu lassen.

Aber dieses Gefühl ist unerträglich, als würde ich jeden Moment sterben Ich kann nicht mal mehr meinen Hund kuscheln, weil ich denke, ich muss ihn bald alleine lassen

Nochmal: Dieses Gefühl ist rund um die Uhr da und es entsteht alle Nas lang daraus eine Panikattacke. Kann das überhaupt von der Psyche sein? Denn dann müsste das doch mal für einen Moment besser sein.

Ich bin echt am verzweifeln und habe solche Angst.

26.12.2020 19:23 • 29.12.2020 #1


21 Antworten ↓


Hallo2020
Nein warum sollte es besser werden wenn du schon in der Erwartung bist das es wieder kommt bzw. Nicht aufhört. Ich kenne dieses Gefühl, mir hilft da wirklich nur radikale Ablenkung und dann verschwindet es wieder.. Dauert bei mir aber auch manchmal tagelang. Versuche dieses Gefühl zu akzeptieren so schwer es ist, du wurdest gründlich durchgecheckt.

26.12.2020 19:25 • x 2 #2



Nach Attacke permanentes Benommenheitsgefühl

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Zitat von Hallo2020:
Nein warum sollte es besser werden wenn du schon in der Erwartung bist das es wieder kommt bzw. Nicht aufhört. Ich kenne dieses Gefühl, mir hilft da wirklich nur radikale Ablenkung und dann verschwindet es wieder.. Dauert bei mir aber auch manchmal tagelang. Versuche dieses Gefühl zu akzeptieren so schwer es ist, du wurdest gründlich durchgecheckt.


Danke für deine Antwort. Ich weiß gar nicht, ob ich unbedingt in Erwartung bin. Kann aber natürlich sein. Es ist halt 24/7 dieses Unwirklichkeitsgefühl, was auf meinen Körper bzw. mich ja irgendwie bedrohlich wirkt und daraus dann diese Panik entsteht :-/

26.12.2020 20:16 • #3


Jelena, wie wäre es denn, wenn du mit dem Escitslopram wieder etwa hoch gehst? Das ist doch so kein Zustand...

26.12.2020 21:57 • #4


@Pauline333

Ne, ist es auch nicht. Meine Sorge ist halt, dass es nicht von der Psyche kommt, da dieses Gefühl ja echt den ganzen Tag da ist..
Ich habe heute wieder mit 10 mg angefangen, aber das muss sich ja auch erst wieder einpendeln
Danke dir!

26.12.2020 22:13 • #5


Das ist aber doch sehr wahrscheinlich. Was soll es sonst sein? Das klingt wie Panikattacken aus dem Lehrbuch und zusammen mit der Info, dass du vor quasi Kurzem sehr schnell reduziert hast, wird ein Schuh draus. Ich wünsche dir, dass es dir ganz bald besser geht!

26.12.2020 22:19 • #6


Schlaflose
Zitat von Jelena1801:
Danke für deine Antwort. Ich weiß gar nicht, ob ich unbedingt in Erwartung bin. Kann aber natürlich sein. Es ist halt 24/7 dieses Unwirklichkeitsgefühl, was auf meinen Körper bzw. mich ja irgendwie bedrohlich wirkt und daraus dann diese Panik entsteht :-/

Das nennt sich Derealisation/Depersonalisation und ist oft eine Begleiterscheinung bei Angststörungen. Du findest hier dazu haufenweise Erfahrungen.

27.12.2020 08:18 • x 1 #7


fita24
Habe es auch manchmal, als würde man für ein paar Sekunden wegdriften und dann kommt ein Adrenalinschub, äußerst unangenehm!

Bei mir vor allem wenn ich zur Ruhe komme.

27.12.2020 09:28 • #8


Zitat von fita24:
Habe es auch manchmal, als würde man für ein paar Sekunden wegdriften und dann kommt ein Adrenalinschub, äußerst unangenehm!Bei mir vor allem wenn ich zur Ruhe komme.

Richtig, so kann man es glaube ich ganz gut beschreiben. Wie als würde man abdriften oder der Kreislauf wegsacken, obwohl der ja scheinbar okay ist und dann dieser Adrenalinschub.

27.12.2020 12:11 • x 1 #9


Und das halt irgendwie den ganzen Tag bei mir

27.12.2020 12:11 • #10


Zitat von Schlaflose:
Das nennt sich Derealisation/Depersonalisation und ist oft eine Begleiterscheinung bei Angststörungen. Du findest hier dazu haufenweise Erfahrungen.


Davon habe ich auch gelesen. Aber kann daraus dann auch immer diese Panik entstehen?

27.12.2020 12:12 • #11


Schlaflose
Zitat von Jelena1801:
Aber kann daraus dann auch immer diese Panik entstehen?


Wenn dir der Zustand Angst macht, klar.

27.12.2020 12:54 • x 1 #12


fita24
Habe da auch jedes mal kurz Panik, aber ich weiß immer besser damit umzugehen. Ablenken, irgendwas banales tun (Bett ausschütten, Email checken, irgendwas spielen.

27.12.2020 13:01 • #13


Zitat von fita24:
Habe da auch jedes mal kurz Panik, aber ich weiß immer besser damit umzugehen. Ablenken, irgendwas banales tun (Bett ausschütten, Email checken, irgendwas spielen.

Danke. Ja, ich versuche auch immer weiterzumachen mit dem, was ich gerade tu. Nicht immer einfach. Würde am liebsten den Krankenwagen rufen. Aber die sagten ja, bei den Untersuchungsergebnissen brauche ich nicht da bleiben und würden mich dann sicher wieder nach Hause schicken.
Kann ich dadurch beruhigt sein? Mit EKG und Blutuntersuchung? Für mich fühlt es sich nicht so an.

27.12.2020 13:26 • #14


fita24
EKG und Blutuntersuchung sagt schon sehr viel aus und wenn es nichts auffälliges gibt, ist es psychisch bedingt. Das Blutbild kann sehr viel über die Gesundheit, Mangelzustände usw. aufzeigen. Wenn es ok ist, dann freu dich.

Das ist einfach gesagt , ich weiß, aber das sollte man sich immer bewusst machen.

27.12.2020 13:32 • #15


Zitat von fita24:
EKG und Blutuntersuchung sagt schon sehr viel aus und wenn es nichts auffälliges gibt, ist es psychisch bedingt. Das Blutbild kann sehr viel über die Gesundheit, Mangelzustände usw. aufzeigen. Wenn es ok ist, dann freu dich.Das ist einfach gesagt , ich weiß, aber das sollte man sich immer bewusst machen.

Stimmt, das ist wirklich einfacher gesagt als getan. Ich versuche mir auch immer einzureden, du hattest jetzt 2 ekgs und dein Blutdruck und Sauerstoff ist immer gut und die Blutwerte auch. Warum solltest du umfallen. Aber es fühlt sich trotzdem so an. :-/

27.12.2020 15:14 • #16


Lass Dir einen Termin beim Psychiater geben und schildere dort Deine Beschwerden.
Bis zum Termin versuche,Dich möglichst viel zu bewegen.
Bewegung baut Adrenalin im Körper ab und das wirkt beruhigend.

Bei Rossmann gibt es Baldrian hochdosiert,das ist ein pflanzliches Mittel,dass ein wenig Ruhe reinbringt.
Zum Schlafen gibt es "Vivinox stark" in der Apotheke frei verkäuflich.
Kann man auch tagsüber nehmen,wenn die Angst/Anspannung sehr hoch ist.

Also am besten tagsüber Baldrian und zum Schlafen das Vivinox.
Bei maximaler Anspannung auch tagsüber Vivinox,eine Tablette reicht.

Der Psychiater wird Dir dann noch wirksamere Mittel verschreiben und später,wenn es Dir dann ein wenig besser geht,kannst Du Therapie machen.

29.12.2020 01:11 • #17

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Angor
Zitat von Jelena1801:
Davon habe ich auch gelesen. Aber kann daraus dann auch immer diese Panik entstehen?

Ich sehe das eher als eine Schutzfunktion des Körpers. Im Gegensatz zu PA macht mir dieser Zustand keine Angst.
Ich habe mal hier was dazu geschrieben, wie ich es empfinde, der TE hatte auch Angst wegen diesem Zustand.
agoraphobie-panikattacken-f4/erst-kommt-die-derealisation-dann-die-panikattacke-t102504.html#p1897859

LG Angor

29.12.2020 08:32 • #18


-IchBins-
Irgendwann wird es auch wieder besser. Ich habe das jahrelang durch, bei mir war es umgekehrt. Erst kam die Panikattacke, dann die Derealisation, die stundenlang anhielt. Nach vielen Recherchen und Selbsthilfe konnte ich es endlich schaffen, mich von diesem Zustand zu verabschieden. Hin und wieder kommt zwar die Panik noch hoch, allerdings nicht mehr so stark und sie verschwindet auch wieder schneller. Den Ärztemarathon habe ich auch hinter mir und immer wieder gedacht, dass sie irgendwas übersehen haben wie bei vielen mit einer Panik/Angststörung. Als ich zum Notarzt musste, weil ich es nicht mehr deuten konnte, ob Herzinfarkt (linker Arm wurde taub, Atemnot usw.) wurde ich untersucht und komplett durch gecheckt. Der Arzt meinte, dass ich zu schnell atmete (hyperventilierte), was mir nicht bewusst war. Ich hatte mich so hineingesteigert, dass ich mich selbst nicht mehr beruhigen konnte. Ich weiß jetzt, dass es "nur" eine Attacke war, ich gesund bin. Seither geht es mir besser.

29.12.2020 10:42 • #19


Zitat von Angor:
Ich sehe das eher als eine Schutzfunktion des Körpers. Im Gegensatz zu PA macht mir dieser Zustand keine Angst.Ich habe mal hier was dazu geschrieben, wie ich es empfinde, der TE hatte auch Angst wegen diesem Zustand. LG Angor


Lieben Dank, Angor. Ich habe mir deinen Text mal durchgelesen. Beruhigt ja doch sehr.

Ich war bis eben eine Nacht in der Klinik, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe vor Panik und Angst. Es wurde sogar mein Herz geschallt und nichts gefunden.

Meine Frage ist.. Kann so eine depersonalisation auch den ganzen Tag ohne Unterbrechung sein?

Liebe Grüße

29.12.2020 18:17 • x 1 #20



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