Jedentag trage ich dich in mir mit,wieso lässt du mich nicht einfach inruhe?
Da wo du noch nicht da warst,ging es mir so gut.Ich vermisse das gefüh,
denn seit dem du da bist weiss ich nicht mehr wie sich das gefühl anfühlt
(vom gut gehen/ein normales leben führen).Erst warst du nur 10-20 min da
und hast mich besucht.Nun bleibst du 2 Std in mir.Geht es dir so gut in meinem
Körper?Ich will dich nicht,besuch mich nicht.Merkst du nicht das du mir schadest?
Oder gefällt es dir?Hast du garkein mitleid mit mir?Oder bist du der Teufel,der eh
immer nur das Schlechte will?Siehst du,ich habe so viele fragen an dich.Aber
du antwortest mir nicht.Bist einfach immer schweigent da.Warum ich?
Ich habe noch so viel vor,aber du hinderst mich an alles.Lass mich doch meine
Ziele und Träume verwirklichen.Ich habe dich schon zu oft ausgehalten und bin
nicht weggerannt bist du weg warst.Aber du kommst am nächsten Tag einfach wieder.
Ich weiss du kannst mir nicht schaden und bist eigentlich harmlos.Aber du tust mir
trotzdem weh.Aber ich will dich besiegen,denn dass muss ich tun.Dich anflehn
zu gehn nützt eh nichts.Denn du hörst ja eh nicht auf mich.Also müssen wir
die Waffen tauschen.Du willst Krieg-dann bekommst du es auch.Soll ich dir
mal Angst machen?Dann weiss du auch wie es ist und kannst mich verstehen.
Vllt verschwindest du ja dann.Nur wie soll ich das anstellen?Dich aushalten tu ich ja schon.
Mit dir reden und dich Beleidigen auch.Geh aus mir raus.Ich brauche und will dich nicht.
Gib mir mein altes Leben wieder zurück.Erst dann bin ich wieder glücklich.


Sevcan

Wem gehts genau so,redet ihr auch mit eurer Angst?

27.05.2013 08:49 • 06.06.2013 #1


16 Antworten ↓


Also ich muss sagen, dass mir diese Art von Therapie gar nicht hilft. Diese Angst ist für mich kein greifbarer Gegenstand oder irgendeine Person. Die Angst habe schließlich ICH selbst in mir ran gezüchtet. Ohne, dass ich was dafür kannte.
Die beste Erklärung hatte mein Hypnosetherapeut für mich. Er hat mir erläutert, dass diese ganzen Symptome kommen, wenn das Nervensystem überlastet ist. Und sie werden erst wieder verschwinden, wenn man seine Lage verbessert und das Nervensystem beruhigt hat.
Unter welcher Angst leidest du denn genau?

27.05.2013 08:53 • #2


Ich rede auch nicht mit meiner Angst. Ich kann sie einfach nicht annehmen, wie es so oft verlangt wird. Sie ist da und muß weg, fertig - aus.

Stimme da wieder mal pumuckl zu, diese Angst habe ich mir angezüchtet, durch was auch immer, und ich kann sie mir nur alleine auch wieder wegzüchten. Wenn sie eine Person wäre, wäre ich die grausamste Mörderin, die je auf diesem Erdball gelebt hätte. So etwas zerstörerisches wie diese Angst kann man nur mit Stumpf und Stil vernichten, ausrotten, auslöschen, bevor sie einen so nach und nach selber auslöscht, nachdem sie das ganze Leben zerstört hat, den (die) Menschen genommen hat, den man liebt.

27.05.2013 10:52 • #3


Zwar bisher nicht mit meiner Angst aber mit meinem Leben Kommt aber aufs gleiche raus. Ich schließe sogar deals mit meinem Leben ab, meistens Tauschgeschäfte. Komischerweiße sind sie bisher aufgegangen.... an die Deals hält sich mein Leben zumindest, wenn man es mal dazu bekommt einen zu machen. Sonst hab ich auch immer eher den Eindruck, dass es der Teufel und der Schalk ist
Man muss das natürlich im übertragenden Sinne sehen. Aber bisher hat mir das schon in so mancher Situation was gebracht.

27.05.2013 11:05 • #4


Hi Seni Sevdim, ich bin deine Angst.
Und es macht mir selber Angst, wie du mich siehst, wo du mich hinstellst, als etwas unabhängiges, böses, gruseliges von dir. Du tust so, als würde ich die Macht haben über dein Leben zu bestimmen, aber das ist nicht wahr und es erdrückt mich regelrecht. Du sorgst dafür, dass ich immer auf Trab bin, dein Adrenalinspiegel ankurbele, dabei hab ich überhaupt keine Lust darauf. Ich bin dafür geschaffen um dich vor Notfällen zu schützen. Egal was du auch anstellst, wie oft du mich auch provozierst, ich werde dich NUR Schützen. Mehr nicht. Du lässt weder dein Herz in Ruhe, noch hörst du auf mein Gegenteil Namens MUT. Die Hoffnung, die auch ihre Daseinsberechtigung hat, lässt du nie zu Wort kommen. Mensch Senisevdim. Bitte, bitte, bitte lass mich in Ruhe und meinen Job erst dann verrichten, wenn es nötig ist.

DANKE

würde die Angst höchstwahrscheinlich antworten.

27.05.2013 11:11 • #5


Also ich rede manchmal mir ihr, aber mehr so um mich selbst ein bisschen zu veralbern.
Wenn wieder mal eine Situation eintritt, wo ich vollkommen überzogen reagiere.

Mir hilft es manchmal, es fühlt sich für mich besser an, greifbarer - als dieses schwammige Gefühl...

LG

27.05.2013 11:38 • #6


WOW!

APPLAUSE an gesund.

So habe ich es noch nie gesehen und ich werde mir Deinen Post herauskopieren und an meine Pinnwand hängen.

Genial!

27.05.2013 11:40 • #7


@Worrie

danke danke danke
Mit dieser Sichtweise hatte ich früher den ersten und entscheidenden Schritt aus der Angstspirale rausgeschafft, freue mich sehr, dass es dir gefallen hat.

Und mit Raus aus der Angst mein ich es auch so: War z.B eben bei einer Psychiaterin übersetzen, für einen Patienten der an Angststörungen leidet. Nach der Sitzung war ich so froh und dankbar, die Hoffnung niemals aufgegeben zu haben.

Wünsche diese bedingungslose Freiheit jedem hier vom Herzen.

alles gute!

27.05.2013 12:15 • #8


Hallo,

das ist eine interessante Frage, ob man mit seiner Angst reden soll und ist finde die Frage nicht abwegig.

Doch die nächste Frage, die sich dort entscheidend aufdrängt ist: "Wer redet da mit wem"?

Redest Du da als Kind mit Dir als Erwachsener oder umgehehrt? Redest Du da als eine Person, die Du bist mit einer Person, die Du gern wärst?

Zwiegespräche mit sich selbst sind normal, jeder kennt sie. In der Psychologie ist der entscheidenede Punkt: Wer redet da gerade mit wem?

Finde es heraus, es könnte Dir helfen.

28.05.2013 21:41 • #9


@MMaximus: Weder noch. Es heißt doch mit seiner Angst reden und nicht mit-der-Person-die-ich-gerne-wäre, oder? Es geht darum die Angst selber zu personifizieren. Zumindest laut der Fragestellung hier.

28.05.2013 21:54 • #10


@where.there.is.light: Ja, genau darum geht es! Du sagtest es ja selbst: Man redet da ja nicht mit einem Schrank oder einer Tür... Man redet mit einer Person! Diese Person (nenne sie Angst oder wie auch immer) ist ein zweites ICH von Dir selbst. Dies ist bei Zwiegesprächen mit sich selbst immer so.

28.05.2013 22:06 • #11


Ja man kann es als Gespräch mit sich selber sehen aber ich würde es nicht als ein zweites ich bezeichnen. Glaube das stimmt nicht immer. Bei vielen dürfte es eher eine Art "Aufspaltung der eigenen Person" gleichen.

Bitte die Anführungszeichen beachten. Es ist nur im übertragenden Sinne gemeint. Wenn das tatsächlich vorliegt, handelt es sich eher wirklich um eine Persönlichkeitsstörung. Ebenso wenn man ein zweites Ich hätte.

28.05.2013 22:29 • #12


Hallo MMaximus,

kann man die geführten Selbstgespräche (die jeder täglich vollzieht) überhaupt aufteilen in Kind, Teenie, Erwachsener etc? Wenn ja, mit welcher Methodik lässt sich dieses Gespräch 100% zuordnen?

Ist der Mensch mit all seinen Gesprächen nicht eher die Summe seiner ganzen Erfahrungen, dieses oder jenes Reden in eine bestimmte Zeit Dingfest machen zu wollen, daher ein unmögliches Unterfangen?

29.05.2013 08:10 • #13


Chihuahua Love
Zitat von MMaximus:
Doch die nächste Frage, die sich dort entscheidend aufdrängt ist: "Wer redet da mit wem"?.


Ganz einfach....Der Verstand redet mit dem Unterbewußtsein. Jeder weiß doch vom Verstand her, was richtig oder gefährlich ist. Nur der Körper suggestiert "Angst"....dieser wird vom Unterbewußtsein gesteuert, was eine "harmlose" Situation gefährlich macht.
Wir sind ja nicht geistig krank, sondern psychisch ( Psyche bezogen, das Gemüt/die Seele betreffend, emotional, gefühlsmäßig,)

29.05.2013 15:17 • #14


Ich find's wie gesagt je nach Situation ganz angebracht.
Fühle mich aber nicht, als würde ich mit einem Abbild von mir sprechen -das mit dem Unterbewusstsein trifft es eher.

Chihuahua Love hat das schon schön formuliert.

So lange wir uns noch bewusst sind, das wir ein Selbstgespräch führen und nicht wirklich mit wem sprechen, mache ich mir da keine allzu großen Sorgen

06.06.2013 12:15 • #15


Chihuahua Love
Mein Thera erklärte mir das so:
Unser Unterbewußtsein ist doof! Stellt man sich selbst täglich vor dem Spiegel und sagt laut: Ich bin Schön! Weiß der Verstand natürlich das man es selbst sagt....nur das Unterbewußtsein eben nicht, es hört nur die Worte! Deshalb können manche Menschen durch dieses "Chaka, Chaka, ich kann alles" z.B. motiviert werden, so bescheuert es sich anhört.
Umgekehrt kann der Verstand eben auch nicht dem Unterbewußtsein etwas erklären (Kampf Verstand/ Gefühl). Wie man denn genau an dieses "doofe Unterbewußtsein" rankommt, da bin ich auch noch auf der Spur. Gut Klopftherapie ist ja auch zum Teil Selbstsuggestion....Viele lehnen es ab, da sie sich komisch/dumm dabei vorkommen.

06.06.2013 13:03 • #16


Dem Unterbewßtsein kann man ausschließlich mit Hilfe der Hypnose auf die Spur kommen. Bei manchen klappt Selbsthypnose, aber das dient dann nur der Entspannung.

Richtig am UB arbeiten kann man nur mit Hilfe eines guten Therapeuten, der dem UB die richtigen Fragen stellt.

06.06.2013 13:20 • #17





Dr. Reinhard Pichler