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Hallo Ihr lieben,

hoffe es geht Euch alle einigermaßen gut, ich leide seit einem Jahr unter eine Angststörung, seit 5 Monate bin ich arbeitslos, weil ich einfach starke Symptome bekomme durch die Angst wie Atemnot, das Gefühl ich bekomme bald keine Luft und muß sterben.
Meine Frau hat kein Boc mehr, weil sie und die Kinder dadurch auch leiden, ich hasse es draussen weg von zu Hause zu sein, wenn ich Enge in der Brust bekomme wegen der Angst, deswegen bleibe ich lieber heim.

mache eine Verhaltenstherapie, 7 mal war ich bis jetzt, habe 5 Bücher über angststörung gelesen, es hilft aber nicht so wirklich, 4 Antidepressiver habe ich probiert kann die Nebenwirkungen nicht ertragen, deswegen nehme auch nichts, öfter habe ich auch zu Hause diese Enge in der Brust, aber draussen mit der Angst bekomme ich Luftnot.

Wie geht Ihr damit um? könnt Ihr mal von eueren Erfahrungen erählen, sollte ich trozdem raus gehen? auch wenn die Symptome anhalten und sehr belastend sind!

Ich freue mich auf jeden Eintrag!

Schöne Grüße


Hayyan

01.05.2008 12:28 • 29.02.2020 #1


17 Antworten ↓


Hallo

schön dass du hierhin gefunden hast. wie ich lese hast du ja auch schon alles erdenklich mögliche ausprobiert. dass du eine therapie angefangen hast, ist schonmal gut. aber auf deine frage ob du trotzdem rausgehen sollst kann ich nur mit JA antworten. irgendwann hast du das erfolgserlebnis dass es dir gut dabei ging. und wenn du dich jetzt verschliesst und das haus irgendwann gar nicht mehr verlässt hat dich die angst besiegt. und ehrlich, so ein leben willst du doch nicht wirklich führen. zieh mit deinen kindern mit. ich kenne das, hätt ich meine kids nicht, wär ich schon öfters gar nicht vor die tür gegangen und hätt mich immer mehr verschlossen. aber man kommt nunmal nur aus der angst raus indem man sich ihr stellt. sieh es so: du warst schon oft draussen mit atemnot. aber ist mal was passiert? du lebst noch, hast aber unnötig stunden mit der angst verbracht. kämpf weiter!
das mit den medikamenten ist so eine sache. man muss das passende für sich finden. bei mir ist es auch so, dass ich so gut wie nix mehr nehme. bin auch relativ streng mit mir. sag mir, dass es mir noch nicht zu schlecht geht um sie zu nehmen um dann nicht wieder davon los zu kommen. das musst du für dich entscheiden. ich werde es erstmal mit homöopathie versuchen. johanniskraut. und glaube versetzt ja auch bekanntlich berge.

01.05.2008 14:06 • #2



Meinungsautausch! Atemnot bei Angst

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Hallo Phobie76,

danke für Deine Antwort, schön, daß Du Dich ablenken kannst wenn die Angst und Luftnot kommt, würde mich auch gerne ablenken, zu Hause finde ich das nicht schlimm, draussen ist es aber schlimm, am schlimmsten ist es wenn ich Auto fahre, der Auslöser war bei mir eine lange Autofahrt von 2 Tage, da bekam ich Atemnot im Ausland, war in der Meinung, daß ich den Tot entgangen bin, es fühlte sich wie ein Herzinfakt, mein Herz schlug unregelmäßig, es fühlte sich wie ein 100 Kilo man auf meine Brust, der Krankenwagen kam, ich bekam ein Beruhigungsmittel unter der Zunge, das Leben ging weiter, 5 Monate später kam die Angststörung, heute gehe ich sehr ungerne draußen, vorallem, wenn es heißt eine Fahrt länger als 10 Km steigt die Angst.
Ich muss mich echt schämen vor meiner Frau, weil ich gerade vor einem Jahr ganz normal gelebt habe, sind überall verreist, jetzt bekomme ich für eine 30 Km Fahrt eine heftige Panikattacke, jedes mal denke dieses mal überlebe ich das nicht, am schlimmsten ist es wenn ich mich so verkrampfe, dann habe ich große Schwierigkeiten Luft zu schnappen.
Der Witz ist, am 2 Juli muß ich genau die selbe Strecke mit dem Auto machen das sind dieses mal 1000 Km mit dem Auto, Rest mit der Fähre, weiss gar nicht wie ich das schaffen soll, wenn die Angst kommt fühle ich mich so gelehmt, kann mich nicht mal bewegen, deswegen muß ich jetzt diese 2 Monate vor der Reise viel üben, es klappt aber nicht so gut!
Ich wünsche Euch alle viel Gesundheit und Mut!

Liebe Grüsse von

Hayyan

01.05.2008 20:58 • #3


Mal ganz ehrlich, ich finde du setzt dich da ganz schön unter druck. du "musst" diese reise machen lese ich da. man kann nicht einfach sagen dass man jetzt übt und dann ist es weg. es kann 1000 mal gut gehen und dann ist die angst wieder da. warum machst du dir diesen druck? oder wirst du unter druck gesetzt? ist denn dein partner auf deiner seite und unterstützt dich? find ich ganz wichtig, denn bei mir ist das nicht so grossartig mit unterstützung obwohl es dadurch oft einfacher gehen würde. ihr fahrt bestimmt in urlaub stimmts? lässt euch von italien mit der fähre überführen? mir schiesst das grad so in den kopf weil ich mal so eine reise gemacht hab mit dem auto in die türkei. die hölle. auch mitunter auslöser meiner angst. darum hab ichs nie wieder gemacht. ja gut wenn du es "musst" dann lässt sich da ja nichts ändern und du musst dadurch. wie ist das denn während einer attacke? lässt die schnell nach oder dauert sie relativ lang? bei mir ist es ja so dass sie einige minuten andauern, ich aber weiss sie gehen weg und darum stell ich mich der angst inzwischen auch wenn es enorm körperliche anstrengung ist. kann du nicht mit dem gewissen, dass die attacke kommt, aber auch wieder weggeht und du noch kein einziges mal gestorben bist, fahren? fährst du alleine? wenn nicht, sag doch dem beifahrer bescheid und wenn die besagte attacke kommen würde, könntet ihr euch abwechseln? medikamente sind ja für autofahrten auch nicht ratsam.
so, das musste ich mir jetzt einfach mal aus dem bauch heraus antworten.

01.05.2008 23:18 • #4


Hallo Phobie 76,


nochmal vielen Dank für Deine Antwort, Du hast Recht ich setze mich unter Druck, die Reise vor einem Jahr, wo ich den ersten Afall bekam war nach Marokko, d.h ich bin 2500 Km gefahren, bis Südspanien Aljezeeras, dann eine Stunde mit der Fähre, da habe ich aber nur Urlaub verbringen müssen.

Am 2 Juli muß ich leider durch, denn meine Wohnung ist hier schon gekündigt, würde gerne dort für einige Zeit bleiben, d.h ich werde auswandern und gucken wie das Leben mir dort gefällt, falls nicht könnte ich mit der Familie jede Zeit zurückkommen, ich bin geborener Marokkaner, bin aber eingebürgert worden, lebe in Deutschland seit 14 Jahren, was ich dieses Mal anders mache ist, daß ich nur bis Marseille fahre in Frankreich, das wären 1000 Km, die Fähre fährt am 2 Juli um 21h nach Tanger (Marokko direkt), die Fähre fährt 1,5 Tage, werde mit meinem Vater fahren zum Glück, er kann fahren falls es mir schlecht ist, die heftige Attacke dauert um die halbe Stunde, aber öfter habe ich den ganzen Tag Enge in der Brust, stundenlang, und wenn ich draussen bin, kommt die Attacke immer wieder, und könnte mich so hineinsteigern bis ich das Gefühl habe ich kippe gleich um.
Bis jetzt habe ich mich nicht weit von zu Hause gehalten, als es so schlimm wurde bin ich immer direkt nach Hause gefahren, oder meine Frau fuhr mich, jetzt weiss nicht wie es wird, 9 Stunden Fahrt mit dem Auto, dann 1,5 Tage mit der Fähre, habe sehr viel Angst davor, denn vor einem Jahr war das der Auslöser ausgerechnet diese Reise, bin in der Meinung, daß ich den Tot beinah entgangen bin, denn als der Krankenwagen kam bekam ich was unter der Zunge, wenn ich wusste was das war würde ich das kaufen und nur zum Not nehmen, dan kann mein Vater weiter fahren, Krankenwagen kann ich dieses mal nicht anrufen, denn ich muß um 21h mit der Fähre fahren! dieses Mal habe ich nicht die Wahl, ich denke wenn ich einmal in Marokko bin habe ich dort alle guten Voraussetzungen um diese Angststörung zu bekämpfen, denn ich eine ganz grosse Familie habe, dort werde ich unterstützt, hier bin ich fast immer einsam! zumindest seitdem ich aus Hannover umgezogen bin (4 Jahre). drück mir die Daumen, daß es klappt mit dieser Fahrt.

Mach es gut!


Hayyan

02.05.2008 10:10 • #5


hallo
hmmm ich kann deine angst gut verstehen, auch deine situation. ich wohn auch in einem land wo ich nicht aufgewachsen bin und bin nach wie vor der meinung, würde ich in meine heimat zurück, würde es mir besser gehen, da ich dort meine familie habe. allerdings musste ich auch schon feststellen, dass es mir selbst bei meiner familie schlecht ging und ich diese attacken hatte. das hat mir gezeigt, dass es nicht wichtig ist, wo ich lebe, sondern dass die attacken zu mir dazu gehören und ich die bekämpfen kann wo immer ich bin. du gehst aber nicht wegen den attacken jetzt ausschliesslich ins ausland oder?
was hatte denn damals der arzt gesagt als ihr den krankenwagen gerufen hattet? der muss dir doch gesagt haben was du hast, als du das zeugs unter die zunge bekommen hast, ich hab solche medikamente hier, die schnell entspannend wirken. allerdings ist es bei mir so, dass ich sie gar nicht traue zu nehmen aus lauter angst vor nebenwirkungen.aber sonst geh doch mal zu deinem hausarzt und lass dich beraten, ob du was bekommen könntest zur not. allerdings ist da ja meist autofahren nicht erlaubt, aber ich würd mich auf jedenfall informieren.
viel glück!
PS: schau mal im notfallkoffer-thread nach, da sind einige sachen dabei wie man sich ablenken kann in einer attacke! vielleicht hilft dir ja das eine oder andere.

02.05.2008 17:17 • #6


hallo Phobie 76,
Die Entscheidung in meiner Heimatland zurückzukehren hatte ich bereits entschieden bevor an diese Angststörung gelitten habe, denn ich meine Eltern sehr lieb habe, möchte mit denen mehr Zeit verbringen!
Beruflich wäre das für mich auch das Richtige, denn ich bin Bauingenieur vom Beruf, Job wartet da auf mich ohne Ende!
Als mir das passiert ist in Spanien war das eine Blöde Situation, weil ich in Südspanien war, kann leider kein Spanisch, die Leute von der Rettungsdienst gaben mir dieses Mittel, hat 10 Minuten gedauert bis sie ungefähr verstanden haben, daß ich Herzbeschwerden hatte, die verstanden leider kein Englich oder Französisch, im Krankenhaus war es auch nicht anders, ich wurde geröntgt, hatte ein EKG, die Ärztin sagte mir Nothing, it es OK! sie sagte vielleicht ist das die Müdigkeit, das war die einzige dort, die wenig Englisch verstanden hatte, ein Bericht wurde auf spanisch geschrieben, das muß ich mir bestimmt übersetzen lassen!

Nochmal vieln Dank für die Antwort!

Hayyan

02.05.2008 17:30 • #7


Hallo,
meine Angst besteht auch fast nur noch aus Erstickungsängsten....

In den Situationen, in denen die Angst kommt, lutsche ich meistens scharfe Bonbons, dann merke ich, dass ich Luft bekomme. Zudem hilft ne sponate Atementspannung. Du atmest ein und gleich wieder stark aus und hörst für ca. 6-10 Sekunden auf zu atmen (zählst im Kopf von 1001-1007 in etwa). Mach das ein paar Minuten und Dein Herz verlangsamt sich und die Panik wird weniger.
Zudem sage ich mir immer etwas, was mein Partner mir mal gesagt hat: Wie wahrscheinlich ist es, dass z.B. dein Fuss jetzt doppelt so groß wird? 0 %, und wieso sollte Dein Hals jetzt zuschwellen o.ä.? Eben es gibt eigentlich gar keinen Grund auch wenn Dein Körper Dir etwas anderes sagt...
Alles Gute

04.05.2008 20:46 • #8


Hallo KGö,

danke für Deine Antwort, meistens merke ich Blockade, in dem Moment ist es schwierig eine Atemübung zu machen, weil ich meistens ganz verspannt, mein Atem verkrampft sich, so daß ich für paar Sekunden weden ein- noch ausatmen kann, das ist bestimmt wegen der Angst, es passiert mir, wenn ich mich zwinge weit zu fahren mit dem Auto, obwohl ich davor viel Angst habe, aber die Lösung ist ja nicht dahin nicht mehr hinzufahren, man sollte trozdem raus, manchmal ist es so schwierig, wenn man Luftnot bekommt, oder wenn die ganze Rippe vorne und hinten sich so verspannt (Herzgegen), daß man denkt, jetzt kommt ein Herzinfakt!

Ich werde es versuchen das nächste Mal, wenn es kommt!

Liebe Grüsse.


Hayyan

07.05.2008 13:45 • #9


Hallo zusammen,

ich lese schon eine ganze Weile mit, hatte bisher aber nicht wirklich die Energie mich anzumelden. Aber in letzter Zeit geht es wirklich gar nicht mehr, deshalb wollte ich mal hören, ob das vielleicht jemand kennt.

Ich habe schon einige Jahre Angstkarriere hinter mir - 2013 fing es glaube ich mit den üblichen wechselnden Krankheiten (verschiedene Krebsformen, Herz usw.) an. Habe dann einige Jahre Verhaltenstheraphie gemacht und mit Beginn 2017 ging es mir dann auch tatsächlich endlich besser.. das ganze hielt ca. ein halbes Jahr vor und seit letztem Oktober ging es dann eigentlich nur noch bergab. Ich würde mich eigentlich gerne wieder viel mehr auf andere Dinge konzentrieren, aber es klappt einfach nicht, weil diese Symptome einfach immer da sind und mich einschränken. Es ist nicht so, dass ich erst Panik bekomme, sondern halt ständig die Symptome wahrnehme und dann dadurch immer mehr Angst bekomme.
Jedenfalls wollte ich einmal fragen, ob jemand die Symptome, die mich seit Jahresanfang plagen, kennt und auf harmlose Ursachen zurückführen konnte:

Ich bekomme ständig schlecht Luft. In Ruhe geht es, da merke ich zwar auch, dass es sich manchmal wie ein bisschen Druck auf der Brust anfühlt, aber es geht irgendwie. Wenn ich mich dann aber irgendwie bewege (und damit meine ich wirklich kleinere Belastungen, draußen mal 100m zur Bushaltestelle gehen), habe ich sofort das Gefühl, dass ich nicht genug Luft bekomme. War damit natürlich bei diverseren Ärzten:
Der Pneumologe hat eine große Lungenfunktion gemacht, mit Diffusionsmessung,ein Röntgenbild, Asthmatest. Alles unauffällig.
Kardiologe hat ein Herzecho und ein EKG gemacht, außerdem ne Menge Blutwerte, auch alles völlig in Ordnung.
War dann vom HNO bis zum Rheumatologen noch bei diversen anderen Ärzten, aber am Ende kam nie wirklich etwas dabei rum, dass meine Symptome erklärem würde.
Nun kommt hinzu, dass ich scheinbar Uhrglasnägel habe, die laut Google (ja, ich weiß... ) ein nahezu untrügliches Symptom für schwerwiegendste Krankheiten sind, die mit Luftnot einhergehen: Lungenkrebs, Lungenfibrose, Chronische Lungenembolien, Herzkrankheiten usw... Diese Nägel sind auch der Grund, warum die Ärzte so ausführlich dabei sind. Ich höre ständig so etwas wie: "Ja, in ihrem ALter ist so etwas ja quasi nie etwas, Unsportlichkeit oder so. Aber die Nägel sind schon komich, da muss man jetzt gründlich untersuchen". Und nach dem gründlich untersuchen, heißt es dann, "dann ist es wohl einfach so, jeder Mensch sieht anders aus". Aber irgendwie kann ich mich damit einfach nicht zufrieden geben. Ich meine, ich habe ein körperliches Zeichen, dass Sauerstoffmangel anzeigt. Ich bekomme schlecht Luft. Da muss doch etwas dahinter sein!
Andererseits bin ich ja nun wirklich viel untersucht und ich habe defnitiv eine große Karriere als Angsthase hinter mir und mache mir auch parallel über viele anderen Krankheiten Sorgen... Und ja, ich bin enorm unsportlich und verspannt... aber so sehr, dass man kaum ein paar Schritte gehen kann ohne zu hecheln?!

Deshalb wollte ich mal fragen, ob jemand diese Atemprobleme kennt. Als ob irgendwie nicht genug Luft in die Lunge passt. Und man schnell noch mehr und gezielt tief atmen müsste. Und das insbesondere unter (auch leichten Belastungen)...

Vielen Dank und alles Gute!
Stephan

18.04.2018 14:15 • #10


Timeless76
Zitat von Stef88:
Der Pneumologe hat eine große Lungenfunktion gemacht, mit Diffusionsmessung,ein Röntgenbild, Asthmatest. Alles unauffällig.
Kardiologe hat ein Herzecho und ein EKG gemacht, außerdem ne Menge Blutwerte, auch alles völlig in Ordnung.


Hallo,

da dies ja alles abgeklärt wurde, darfst Du dich jetzt erstmal zurücklehnen und tief durchatmen. Was mir geholfen hat, war Sport. Machst Du Sport?

18.04.2018 16:15 • #11


Hi Stef,
für mich hört es sich danach an, als ob du ständig hyperventilieren würdest, und das verstärkt sich durch die Panik und die Zwangsgedanken rund um die vermeintliche Atemnot.
Ich kenne das leider nur zu gut, und ich habe immer wieder so Episoden, da geht es mir ganz genauso.
Mir helfen Entspannungsübungen, oder auch Yoga, leichte Bewegung (zügig Spazierengehen, Treppensteigen).
Durch Bewegung ist man erstens abgelenkt, und zweitens zwingt man den Körper, wieder normal zu atmen, also von dieser ständigen Hyperventilation wegzukommen.
Ich habe auch so meinen "Alter Herr"-Trick: Ich stehe auf, verschränke die Arme hinten am Rücken im Kreuz, Schultern zurück und Nase nach oben - strecke mich total, und gehe so ein bisschen spazieren - wie das ältere Herren machen, wenn sie im Park spazieren gehen. Sieht ein wenig affektiert aus, aber es hilft gegen die Hyperventilation und den Druck im Brustkorb, weil man sich den Brustraum so wieder bisschen freier macht. Ich persönlich habe die Arme immer total weit vorne und mache einen richtigen Buckel, presse oft meine Arme, vor allem den linken, gegen den Brustkorb (so eine Art Verkrampfung als "Schutzreflex"). Das engt den Brustkorb ein, man verkrampft und atmet nicht in den Bauchraum, sondern hyperventiliert. Schau dir mal bewusst an, welche Partien deines Körpers eigentlich ständig verkrampft sind. Hast du vielleicht auch Schulter- und Rückenschmerzen? Mit dieser oben von mir beschriebenen Haltungsänderung (Arme und Schultern zurück, etc.), wird es besser, weil man dem Brustkorb wieder mehr Raum gibt.
Alles Gute wünsche ich dir!

18.04.2018 20:49 • #12


Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

@timeless76:
Sport mache ich seit gut 1,5 Jahren gar nicht mehr, davor auch nur wenig.. ging irgendwie psychisch dann gar nicht mehr so richtig. Mag sein, dass das seinen Beitrag liefert, ich kann mir nur einfach nicht vorstellen, dass man von ein bisschen mangelnder Fitness so schlapp werden kann, dass man keine 50 Meter mehr ohne dieses Beklemungsgefühl langsam gehen kann. Ich bewege mich ja ansonsten im Alltag zwangsläufig normal, liege ja nicht seit einem Jahr im Bett :/ Trotzdem ist ein bisschen Fitness sicher hilfreich, wo auch immer es herkommt. Da muss ich mich wohl einfach mal überwinden. Ist halt doppelt schwer, wenn man schon im normalen Gehen denkt man erstickt gleich
Und ja, alles abgeklärt ist ja leider nie. Ich kann einfach nicht glauben, dass das so hartnäckig und doll ist und trotzdem nichts sein soll. Aber es bringt auch nichts noch mal zum Arzt zu rennen. Noch mehr machen die eh auch nicht. Was auch :/

@sperling: Ja, mit dem hyperventillieren dachte ich auch schon. Aber dann müsste es ja besser werden, wenn ich mich etwas bewege. Es wird aber schlechter. Kann halt nicht sagen, ob es das faktisch wird oder weil ich schon so darauf kondizioniert bin, dass es unter Belastung schlimmer wird..
Ja, mein Rücken ist auch tatsächlich ziemlich verspannt, morgens tut es durchaus auch mal im BWS Bereich weh, wenn ich mich bücke oder so. Kann nur einfach nicht glauben, dass das so tagesbestimmende Atemprobleme machen soll. Mache den ganzen Tag ja wenig anderes mehr, als wahrzunehmen wie wenig Luft ich bekomme und mich möglichst nicht groß zu bewegen, weil es schon beim einfachen spazieren um den Block subjektiv wieder schlimmer wird. Nur wenn ich halt liege und irgendwie etwas lese oder so, kann ich es mal vergessen. Wenn ich dann aber drauf achte, ist es irgendwie trotzdem da.

Mir ist ansonsten aufgefallen, dass meine recht undurchgängig ist. HNO sagt, stimmt, ist aber anatomisch. Kann man operieren, muss man nicht. Dachte erst es läge evtl. daran... aber es wird auch nciht besser, wenn ich durch den Mund atme, insofern... Den "Alter-Herr" Trick werde ich nachher mal testen!




Aber ihr kennt so etwas jedenfalls auch?
Gibt es jemanden, der es auch kennt, dass es schlimmer wird, wenn man aufsteht und sich bewegt?


Vielen Dank und alles Gute!

20.04.2018 16:02 • #13


kopfloseshuhn
Ja hier!
Das wird in der Regel immer und immer schlimmer, wenn ich mich aufs Atmen konzentriere!
Dann habe ichauch das Gefühl, dass ich bei der kleinsten belastung nicht mehr atemn kann und das es nicht reicht. Manchmal sogar einfach so unter der Dusche das gefühl es istnicht genug Sauerstoff in der Luft.

Was mir immer hilft ist singen. Klingt doof ja ich weiß. Aber Lieblingsmusik an, den Gedanken vom Atmen weg indem man sich auf den Text konzentriert und mitsingt (den Text auswendig lernt).
Das singen selbst ist gutwegen der Vibrationen das Lockert das Zwerchfell und alles was da so zugehört.
Und hat auch psychisch gute Auswirkungen.
Also egal wie gutoder schlecht man singt (ich glaube meine Nachbarn denken, ich quäle Katzen )

Und man hört dabei auch auf zu hyperventilieren. Manche machen das nämlich total unauffällig nicht so dieses rumgehechel wie in Filmen. Und man merkt das selbst kaum.

Vielleicht magst du das ja malaustesten und mir erzählen?
Ich liebe diese Methode auch wenn das über all die Jahre heißt, dass ich bestimmt hunderte Songs auswendig runterbeten kann

20.04.2018 16:14 • x 2 #14


Lippenbremse hilft ebenfalls.
Hat ne ähnliche Wirkung wie das Singen. Man atmet bis Ultimo aus und holt erst Luft, wenn man sie tatsächlich braucht. Das Problem bei der Angst ist, das man verlernt ruhig zu atmen und zuviel Sauerstoff aufnimmt. Der muss aber erst wieder raus. Bevor erneut eingeatmet wird. Also öfter mal ausatmen bis Ultimo und warten vor den nächsten Einatmen. Dann kommt Ruhe rein.

Und es geht im Prinzip um die Angststörung. Die muss weg.

20.04.2018 16:35 • x 3 #15


kopfloseshuhn
Das ist soweit korrekt. Die ANgststörung muss weg. Und da das aber oft nicht oder nicht schnell geht, ist es wichtg sich einen ganzen berg an Möglichkeiten zuzulegen dann zumindest immer in den Situationen etwas zu haben womit man sich wieder normalisiert.

20.04.2018 17:02 • x 3 #16


Das mit dem Atmen ist einfach ein Drama, wenn man unter einer Angststörung leidet. Ich habe ja unter anderem eine Herzphobie, die so entstanden ist: Ich habe vor ein paar Jahren irgendwo gelesen, dass ein junger Mann plötzlich nicht mehr atmen konnte - verstarb dann im Notarztwagen. Grund: Irgendeine übergangene Grippe. Das Thema hat mich total beschäftigt. Ein paar Monate später hatte ich auch die Grippe (bzw. eigentlich einen grippalen Infekt)- und während der Grippe und danach fing es an mit dieser "Zwangsatmung". Heute habe ich, wenn ich Panikattacken habe, schon bei der geringsten Anstrengung das Gefühl, nicht atmen zu können, weil ich mich gedanklich so in meine Herzphobie hineinsteigere - ein echter Teufelskreis.

Momentan bin ich seit Tagen entspannt und habe keine meiner schlimmen Episoden - und habe überhaupt keine Probleme mit der Atmung. Im Gegenteil, ich genieße den Frühling, die Sonnenstrahlen, die Luft, und kann befreit durchatmen. Gehe viel draußen spazieren.
Es ist schon echt komisch, das alles...

20.04.2018 17:11 • #17


Ich bekomme immer Angst und Panik, wenn ich nichts vor habe. Stehe dann Morgens schon auf , oh Gott keiner da. Wie kommst du an den Abend. Zur Zeit ganz schlimm. Bin behindert. Asthma, Vorhofflimmern ganz schlecht laufen. Weine dann ganz viel. Nehme für Alles Medikamente ein. Kann mich dann auch nicht hinlegen. Habe über Handy und Laptop Bekannte zum Schreiben. Hat jemand Lust mir auf diesem Weg zu schreiben würde ich mich freuen.

29.02.2020 14:55 • #18



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