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B
Hallo zusammen,
ich würde euch hier gerne etwas über meine Symptome schreiben und mal fragen, ob ihr diese kennt, da ich noch nicht 100%ig davon überzeugt bin, dass es sich um Panikattacken handelt.
Also, es ging etwa zu Ostern los. Ich spürte nen ganz gemeinen Druck auf der Brust, der dann in den folgenden Tagen zu einem handfesten Schmerz wurde. Ich ging zum Arzt um ein EKG schreiben zu lassen, was dann unauffällig war, genauso wie die Blutwerte.
In den folgenden Tagen nahm der Schmerz ab und machte den immer wiederkehrenden Extrasystolen mit anschliessender Pause ( Herzstolpern ) platz. Da ich weiss, dass diese Extrasystolen gewöhnlich keinen Krankheitswert haben, versuchte ich sie so gut es ging zu ignorieren, was nur schwerlich gelang, da die Herzaussetzer sich anfühlen, wie ein heftiger, elektrischer Schlag.
Im Laufe der Wochen gesellte sich dann ein Gefühl der Atemnot dazu, dass sich anfühlt, als sei man in einem engen Raum, indem langsam die Luft ausgeht und man kann machen, was man will, man bekommt keine Luft, so dass man immer schneller atmet, bis man dann endlich die Hyperventilation erreicht hat und es einem richtig dreckig geht. Oft ist es aber auch ein Gefühl, dass man nicht atmen kann, weil irgendwie der Antrieb fehlt - dann muss ich mich immer Minutenlang nur auf das Atmen konzentrieren.
Relativ neu dazu gekommen zu der Liste Was mich alles richtig stört, sind Schluckbeschwerden, die auftreten, wenn ich versuche was zu essen, so dass ich minutenlang kauen muss und häufig mit Wasser nachspülen muss. Diese Schluckbeschwerden fühlen sich irgendwie an, als ob in der Mitte des Schluckaktes, der Prozess plötzlich gestoppt wird und ich das Essen, was fast im Hals ist, dann wieder hochwürgen muss ( ich weiss : Igitt ), da ich das Gefühl hab, dass es sonst stecken bleibt und ich nicht mehr atmen kann.
Alle Symptome treten immer in Phasen auf ( z.B. hab ich die Schluckstörungen nicht bei jeder Mahlzeit, sonder eher vereinzelt, obwohl es immer öfter passiert ). Meisstens treten die Symptome in Ruhe auf, also, wenn ich ganz entspannt zu Hause bin - während der Arbeit nie. Häufig hab ich die Extrasystolen, wenn ich im Bett bin. Atemnot bekomme ich im Ruhezustand, wenn ich müde werde und besonders schlimm ist es, wenn ich mal nen Kater hab - dann hab die die Atemnot fast den ganzen Tag.

Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt.....

28.08.2007 14:42 • 29.07.2008 #1


44 Antworten ↓


Y
Hallo Wustkopp

Naja, ob das Panikattacken sind, kann ich Dir nicht zu 100% sagen. Doch es hört sich so an, wie es bei mir damals angefangen hat. Was ich Dir aber zu 100% sagen kann...Du sagtest, das es kommt, wenn Du im Ruhezustand bist. Klar, denn dann hast Du Zeit zum Nachdenken. Auf Arbeit bist Du zu beschäftigt und hast dafür wohl viel viel weniger Zeit. Als ich noch arbeiten war ( hab vor 1 Jahr meine Arbeit leider aus wirtschaftlichen Gründen verloren ), ging es mir auch besser. Da hatte ich vereinzelt Probleme. Jetzt, wo ich zuhause rumlunger, der Haushalt erledigt ist, Essen fertig gekocht ist, Hausaufgaben erledigt sind und meine Kleene spielen ist, ich dann ganz alleine bin, fängt das Dilemma an und das mitlerweile ziemlich oft. Hatte heute wieder eine Panikattacke. Zum Ko... sag ich Dir. Es ist nicht gerade lustig, wenn ich dann wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung laufe, um mich abzulenken. Aber ablenkung ist das beste. Einfach nicht daran denken bzw. gegen die Angst kämpfen. Hat mir heute geholfen. ich sagte: Du dumme Angst, ich brauch Dich nicht und fange jetzt an, Dich zu bekämpfen und ich will das Du verschwindest. Hört sich doof an, hat aber doch geholfen. Sollte ich öfter machen, fällt mir gerade mal so auf. Ach...und lachen hilft. Schau Dir was lustiges an oder hör Dir was lustiges an. Den Rest vergisst Du irgendwann. Muss gerade über mich selbst lachen...gebe Dir Tips...hab aber selbst die Probleme. Wenn man das so liest, hört sich das so neuklug und einfach an. Aber ich weiß selbst, das es nicht einfach ist.

HUHU lach mal

In dem Sinne lass ich Dir einen lieben Gruß hier

Yvonne

28.08.2007 15:53 • #2


A


Meine Symptome - Panikattacke?

x 3


N
schau mal, ob du dich da wiedererkennst :

28.08.2007 22:05 • #3


ZZerRburRuSs
hallöchen

ja die symptome könnten zu panik gehören .
man kennt das ja

du schreibst das die symptome am häufigsten auftreten wenn du ruhe hast oder nen kater.das sind ja phasen in denen dich nichts ablenkt oder sich der körper eh deutlicher anfühlt (kater) ,du also auch prima zeit und möglichkeit hast auf ihn zu achten . bewusst oder unbewusst.
ich war bekennender Bieroholiker (ausschlieslich B.) und sage dir ,lass den suff mal ne zeit weg (auch den nur mal am wochenende).
das macht sich nach ner zeit ganzschön bemerkbar ,sehr positiv !

alles gute ZZ

28.08.2007 23:14 • #4


B
@ No Fear:
Dane für den Link, sieht wohl alles nach Panikattacken aus, auch wenn ich net weiss, woher ich die haben sollte: Ich bin eigendlich ein vergnügter Kerl, lebe in einer sehr glücklichen Beziehung, in meinem Studium läuft alles gut und Geldsorgen hab ich auch net, daher frage ich mich immer wieder: warum zum Teufel kommt sowas?

@ZZerRburRuSs ( cooler Nick^^ )
Ja, die Attacken kommen meisstens in Ruhe, allerdings bin ich meisstens abgelenkt, z.B. wenn ich gerade nen Film gucke ( sei es daheim, oder im Kino ) und auch wenn ich am Rechner sitze und gerade vollkonzentriert irgendein Spiel daddle - dann geht es plötzlich los mit der Atemnot, dann kommen Herzklopfen und Extrasystolen dazu - dann muss ich dringend aufstehen und rumlaufen, da dass Erstickungsgefühl sonst immer stärker werden. Ich habe schon häufiger versucht das ganze zu ignorieren und vor allem ruhig weiterzuatmen, aber dann wird es immer schlimmer und aufdringlicher, bis ich dann wirklich japse, wie ein Fisch auf dem Trockenen und mir so schwindelig wird, dass ich das Gefühl hab, gleich umzufallen.
Was den Alk. angeht: Ich bin auch nur reiner Biertrinker und werde deinen Rat mal beherzigen und Alk. mal für ne Weile komplett streichen - die Attacken am nächsten Tag versauen einem eh den Spass daran, wenn man schon am Abend davor die ganze Zeit nur noch daran denken kann, wie es einem dann am nächsten Tag gehen wird......

28.08.2007 23:39 • #5


ZZerRburRuSs
thx ! Iss n Zokker Nick (eigentlich)

jo jo ! woher mögen die atacken wohl kommen?? is doch alles Lokker !
die fragen hab ich mir am anfang auch gestellt.
da muss man unter umständen tief wühlen und bei dem einen brauchts weniger bei dem andern mehr ! sehr unterschiedlich .
das ignorieren von so einem symptom funktioniert auch sehr selten (nie?) ablenken ist da schon wesentlich erfolgreicher (rumlaufen, handy gucken, gespräch anfangen,körperkontakt suchen ...! ),wenn auch keine letztendliche hilfe.
also deine symptome ,deine taktiken und das du hier gelandet bist sprechen doch sehr für angst und panik.
du solltest wohl nochmal zu einem arzt checken lassen ob es körperlich ist (grosses blutbild ,ekg, usw.) und wenn nicht dann auf die suche nach einer Verhaltenstherapie machen .
erstmal keine medis verschreiben lassen wenns geht!

aufschieben und abwarten bringt nichts (sag ich schon mal so )
denn selbst wenn es mal wieder besser wird kommt es meist wieder zurück!

ach jo so sachen wie atemtechnik und endspannungsübungen ,wie du sie ja schon selbst ausprobierst sind super ! erfordern allerdings etwas übung und anleitung.


(vollkonzentriert ,irgendein spiel? kenn ich doch! versuch rauszufinden wann die symptome kommen ! was passiert vorher ? wirste geflamet? gebasht?versagt dein ally?spielst du noopstyle?
oder gehst du voll ab?rulst alle weg? beobachte das mal!)

(wenn du filme guckst bist du zwar abgelenkt aber dein körper hat ruhe und du somit prima zeit und möglichkeit (auch unbewusst) in permanent zu checken)

alles gute ZZ

29.08.2007 00:18 • #6


B
Also gestern war es mal wieder ganz schlimm, wenn die eine Attacke losging, kam gleich die nächste , dann hab ich mal angefangen, sobald es losging Situps zu machen, bis ich nicht mehr konnte und siehe da, sowohl Atemnot, als auch Extrasystolen waren sofort weg . Heute war ich fast den ganzen Tag beschwerdefrei und mir ging es wieder gut, erst am Abend fing es wieder an, ich habe wieder Situps gemacht und hatte wieder Erfolg. Ich denke, ich werde das jetzt weitermachen und sehen, was passiert - zumal ich ein wenig Sport mal wieder brauchen kann.....

@ZZ:
Ich war schon beim Arzt und habe alles checken lassen, sogar mit Herzecho, war soweit alles in Ordnung, aber irgendwo hab ich, wenn es wieder losgeht, trotzdem Angst, dass es was sein könnte, was man jetzt nicht so gesehen habe ( auch wenn ich es, besser wissen müsste, da ich selbst Medizin im höheren Semester studiere )

29.08.2007 22:33 • #7


ZZerRburRuSs
na wenn situps helfen , helfen situps !
aber wohl nur gegen die symptome , mach dich besser auf die suche nach der ursache .
ich kann wohl sehr gut verstehen das es schwer ist sich einzugestehen das mal die psyche hilfe braucht und nicht der körper.
aber wenn du deinen körper schon hast checken lassen musst du diese möglichkeit wohl in betracht ziehen !
und mal ehrlich ,es ist nichts schlimmes wenn auch mal die psyche krank ist! schlimm ist nichts dagegen zu tuhen ,weil das ja nur bei anderen passiert.
hab auf der seite hier irgendwo nen schönen spruch gelesen :

seele zum körper: geh du vor , auf mich hört er nicht .
körper zu seele: ich werd krank , dann hört er auf dich !

alles gute ZZ

30.08.2007 02:21 • #8


C
Eins würde ich gern wissen: Kann man Panikattacken erben? Meine Mutter hatte vor vielen Jahren welche, nahm dann Tavor und seit 20 Jahren Herztabletten und ein Beruhigungsmittel. Für mich keine Lösung. Ich arbeite lieber an dem Problem. Leider bin ich im Moment nicht therapiefähig. Zu unruhiges Leben. Seit ich keinen Kontakt zu meiner Familie mehr habe seit einem Jahr und angefangen habe mir beruflich wieder etwas aufzubauen und auch privat ist es schlimmer geworden. Wenn ich bei meinem Freund übernachte habe ich keine Panikattacken. Aber nach meinem Umzug habe ich selbst im Baumarkt, wenn er dabei war Panikattacken bekommen. Völlig ohne Anlass. Er kann damit umgehen, läßt mich in Ruhe, weil ich das will. Ich habe ihm einmal gesagt, wie ich mich dabei fühle und danach nahm er Rücksicht. Neulich habe ich es beim Therapeuten bekommmen. Wir haben die Therapie erstmal beendet. Nach jeder Sitzung brauchte ich Tafil. Am Schluß bin ich sogar nachts aufgewacht und habe Panik bekommen. Mein Freund war nicht bei mir. Heute habe ich mir bei ebay eine CD mit Jacobson Entspannung bestellt. Ich will im Oktober einen 7 monatigen Lehrgang besuchen und bis dahin ruhiger werden. Wenn ich tafil genommen habe bin ich ruhig. Aber auch manchmal ohne tafil. Da ist wohl auch mein Glaube an Gott mir Hilfe. Habt Ihr auch Familienmitglieder, die an Panikattacken leiden?

Claudia

30.08.2007 18:11 • #9


C
Nochmal ich. Das mit dem Alk., darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Muß ich beobachten. Aber ich hatte bisher nicht das Gefühl, daß es damit zu tun hat.

30.08.2007 18:13 • #10


B
So viel ich weiss, sind einige psychische Erkrankungen, wie Depressionen erblich, allerdings gehören Panikattacken nicht dazu, es sei denn sie entstehen auf dem Boden einer Depression. Ich kann Dir nur empfehlen, sobald wie möglich mit einer professionellen Behandlung anzufangen - werde ich auch tun.

Tafil hab ich auch verschrieben bekommen, versuch sie aber so wenig, wie möglich zu nehmen, da dieses Medikament zu der Gruppe der Benzodiazepine gehört, die schnell abhängig machen und man auch ständig höhere Dosen braucht. Zudem ist unter Einfluss von Benzos der Gebrauch von Maschinen ( z.B. Auto ) verboten. Wenn man das Zeug zu lange nimmt, kann es sein, dass der Körper sich daran gewöhnt und es jedesmal eine Panikattacke gibt, wenn man nicht ausreichend genommen hat. Benzodiazepine sollten auch nicht als Dauermedikation gedacht sein, sondern eher als Notfall- und Übergangsmedikation. Wenn du eher einen dauerhaften Effekt haben willst, frag deinen Arzt lieber nach Serotonin Reuptake Hemmern, die brauchen zwar einige Wochen regelmässiger Einnahme bevor sie wirken, aber dann wirken sie dauerhaft angstlindernd.


Wenn du nach dem Genuss von Alk. nichts spürst, oder dir nichts aufgefallen ist, denk auch nicht drüber nach, sonst provozierst du es nur, dass es dann auch bei Dir losgeht.

30.08.2007 20:39 • #11


ZZerRburRuSs
hallo
obwohl ich regelmässig getrunken habe ,am wo.ende viel (kneipenJob) unter der woche weniger , hatte das bei mir nie eine direkte auswirkung auf angst und panik.
habe damit also weder eine atacke ausgelöst noch gelindert.
allerdings verändert sich das ganze köropergefühl und die geistige wachheit wenn man es weg lässt und das wiederum macht belastbarer und manche sachen gar nicht mehr so anstrengend das sie eine atacke auslösen würden .
so meine erfahrung .
das setzt alles recht schleichend ein ,es gibt also kein aha erlebniss .

Jacobson ? ich schwör drauf ! ! !
muss man allerdings ein wenig üben ,aber dann ist es der hammer!

@wurstkopp
du hast in nem anderen threat geschrieben ,dass du die angst bekämpfen willst und irgendwas mit sch*** angst .
wollte dir dazu schreiben dass du da anders ran gehen solltest.

du solltest die angst nicht bekämpfen im gegenteil sie ist ein teil von dir und mitunter lebensnotwendig !

man braucht angst um in gewissen situationen richtig zu reagieren (heutzutage zwar seltener) und sie zu überstehen!

angst ist auf keinen fall schei. !
sie wird halt nur grad von körper und seele benutzt um dich auf etwas aufmerksam zu machen .

Wenn Du Angst vor der Angst hast,
kann sie Dich überwältigen.
Aber wenn Du sie ruhig zu Dir einlädst und ihr in Achtsamkeit zulächelst,
wird ihre Stärke nachlassen.

Thich Nhat Hanh Zen Meister und buddhistischer Mönch

diesen ausspruch habe ich wärend meiner therapie in der tagesklinik gelernt und ich muss sagen recht hat er .

da sind nur ein paar informationen aus einem ausgedehnten Angstseminar das wir dort hatten ,aber ich hoffe sie können ein wenig helfen !

in diesem sinne ZZ

31.08.2007 00:10 • #12


G
Danke. War sehr hilfreich. Ich war 14 Jahre depressiv, habe es überwunden. Sobald mein Leben ruhiger verläuft werden die Antidepressiva abgesetzt. Bin auch nur auf 50 mg. Weniger kann der Arzt wegen meinem Familienstress nicht runtergehen. Ich war mehrfach in Therapie. Die letzte habe ich sehr schnell abgebrochen, weil ich dauernd Panikattacken bekam. Wir kamen auch nicht so richtig miteinander klar. Ich bin überzeugte Christin, er sieht das anders. Außerdem hat mich gestört, daß er selber so viel redet. Ich bin seit Monaten nicht aufnahmefähig für längere Monologe. Das tafil soll abgesetzt werden und ersetzt. Das entscheidet mein Psychiater.

C.

31.08.2007 08:37 • #13


G
Danke

31.08.2007 08:39 • #14


G
hallo zusammen,


wurstkopp hat etwas geschrieben worauf ich schon lange antworten suche.
nämlich der zusammenhang zwischen panikattaken bzw. starker unruhe und Alk..
wenn ich getrunken habe, habe ich am nächsten tag extreme unruhe bzw. panikattaken. kann nicht still liegen, arme und beine kribbeln stark, brustkorb beengt, rasende gedanken, halt die klassischen symptone einer panikattake.
hat jemand ähnliche erfahrungen oder kennt jemand fundierte medizinische hintergründe?
danke für die hilfe

g

31.08.2007 17:46 • #15


B
Postalkoholische Depressionen und Angstzustände kommen vor allem dadurch zustande, dass sämtliche Serotoninspeicher leer (fast) sind. Serotonin ist ein Hormon, daß unter anderem Einfluss auf den Schlaf-Wachrythmus und, vor allem hier interessant, eine Wirkung auf die Stimmung hat, d.h. Angstzustände werden unterdrückt und die Stimmung allgemein aufgehellt ( deswegen werden bei Depressionen auch gerne Serotonin Reuptakehemmer eingesetzt, da diese die Wirkung von Serotonin verlängern ). Wenn man es also mal richtig krachen lässt mit Alk., wird dabei vermehrt Serotonin ausgeschüttet ( auch ein Grund, warum man im Suff keine Angst hat ). Leider wird bei vermehrtem Alk. nun sehr viel Serotonin verbraucht, so dass die Speicher irgendwann leer und am nächsten Tag erstmal wieder was produziert werden muss und solange die Speicher leer sind, werden Ängste und Depressionen verstärkt, oder gar ausgelöst. Das kann dann sogar bei Leuten, die eh schon unter Depressionen und/oder Panikattacken leiden, sehr problematisch werden.

Hoffe, dass hilft Dir

Gruss
Wurstkopp

01.09.2007 19:19 • #16


G
Hallo Wurstkopp!

Ich selbst bin nicht von Panikattacken betroffen und weiß daher nicht, ob mein Beitrag Dir überhaupt weiterhilft, aber wer weiß...
Seit einem guten Jaht bin ich mit jemandem zusammen. Er ist 35, steht beruflich und finanziell auf sicherem Boden und ist ein lustiger, geselliger und offener Mensch. Es klappte bei uns von Anfang an ganz gut, bis auf die Tatsache, dass er sich immer mal wieder von mir zurückzog. Ohne offensichtlichen Grund wohlgemerkt. Nach den ersten 2 Monaten kam der erste Knackpunkt, er sagte mir, dass er sich eingeengt fühle.Einen Grund dafür wisse er auch nicht... So kam es zur ersten Trennung. Bis er merkte, dass er ohne mich und meine Tochter (sie ist nicht sein Kind) auch nicht sein will. Also versuchten wir es ein zweites Ma. Nach weiteren 8 Monaten kam es erneut zur Trennung, er sei sich einfach seiner Gefühle nicht sicher, er wäre sich selbst nicht im Klaren was er nun will oder nicht will. Wir waren also getrennt und irgendwie doch nicht. Es folgten Telefonate, Treffen, SMS... Und wir UNTERHIELTEN uns aufeinmal völlig offen und unbefangen. Er erzählte mir, dass er selbst nicht weiss was mit ihm los ist. Aber er habe einfach in Situationen, in denen man normalerweise glücklich und entspannt ist, z.B. wenn wir bei seinen Eltern waren oder abends auf der Couch kuschelten, diese Attacken: Herzrasen, Brustschmerz, Angstgefühle... Zum ersten Mal konnte ich ansatzweise verstehen wartum er so hin und hergerissen war. Wir sind wieder zusammen und haben anfangs noch öfter über diese Attacken geredet. Mittlerweile scheint es ganz gut zu laufen, wobei Nähe für ihn immer noch ein Problem zu sein scheint. Er verbrigt zwar mitunter ganze Wochen am Stück bei uns, einziehen scheint er aber nicht zu wollen. Ob sich das jemals wenden wird weiss ich nicht. Und ich weiss auch nicht wie lange eine Beziehung es aushält, dass der andere nie den nächsten Schritt wagt. Aber eins weiss ich ganz sicher: Das Reden hat uns beiden wohl eine Menge gegeben. Mir die Gewissheit, dass ich für ihn da sein darf, und ihm meines Anscheins nach ein Stück weit Sicherheit in seinem Gefühlschaos. Ich weiss nun nicht ob Du mit deiner Partnerin darüber sprichst, fall nicht: Ich würdacute;s versuchen. Damit kann einem schon die ein oder andere Hürde genommen werden.
Interessant finde ich übrigens eins ganz besoders: Du schreibst über Schluckstörungen! Mein Freund muss wegen seiner Migräne häufig Tabletten nehmen, und er braucht manchmal bis zu 20 Minuten bis er sie endlich runter geschluckt hat. Manchmal gehtacute;s sogar gar nicht. Er sagt früher war das nicht so schlimm. Dass da wirklich ein Zusammenhang bestehen kann hab ich ehrlich gesagt noch gar nicht in Betracht gezogen...

Liebe Grüße
ganzodergarnicht

06.09.2007 11:01 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

S

23.07.2008 18:08 • #18


Frank 007
So ist es, ich schließe mich Leaina an und begrüße Dich / Euch hier. Er soll mal hier vorbeischauen und sehen, das er damit nicht alleine ist und keineswegs verrückt oder sowas. Ich möchte auch noch mal den Punkt rausstreichen, das auch Männer darunter leiden und leiden dürfen, ich bin ja selber einer.
Also, ein Angst-Coming-out ist angesagt. So hab ich das bei mir genannt und ich stehe dazu Ängste zu haben. Seitdem geht es mir besser, weil ich mich nicht mehr verstecken muss.
LG Frank

23.07.2008 18:24 • #19


aiM
Vielleicht muss es ja nicht gleich ein Comming-out sein! Ist vielleicht ein wenig viel.

Aber die Idee hier mal vorbei zu schauen finde ich auch sehr gut! So merkt er als Erstes, dass er mit seiner Angst nicht allein ist. Vielleicht motiviert es ihn auch seiner Angst den Kampf anzusagen.

Ein Besuch beim Doc wäre nicht schlecht. Allein schon um ihn eventuell medikamentös einzustellen. Er kann immer raus aus den Situationen, denn der Doc wird verstehen wenn er da raus muss. Und es kann auch sein, dass ihm genau dieser gedanke hift nicht flüchten zu müssen.

@Mausischnupf: Dein Freund hat Glück, dass er so eine verständisvolle Partnerin hat, die sich sogar im Internet umsieht um ihm helfen zu können.

Bei seinen Angstanfällen ist es gut wennDu ihn fragst was er möchte. mein Mann fragt mich dann in Kaufhäusern ob wir raus wollen oder ob es noch geht. So kann ich in diesen fiesen Situationen entscheiden ob ich da raus mus oder ob ich es noch etwas aushalten kann.

Liebe Grüße

Mia

23.07.2008 18:47 • #20


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