Zitat von Schmand61:Während der Messung traten die von mir gefühlte Symptome am Herzen (rasen bis in den Hals, Engefefühl) auf - und es wurde nichts aufgezeichnet
Na ja, irgendetwas wird wohl aufgezeichnet worden sein, wenn das EKG an war

Wenn es aber eben nur Sinustachykardie war, besteht ja wirklich kein Grund zur Sorge, dann gelten meine Infos ja auch nicht für dich als echte Angstpatientin.
Zitat von Schmand61:Meine Untersuchungen beim Kardiologen vor ungefähr 2 Jahren mit mehreren Belastungs EKGs , Herzultraschall, Blutuntersuchungen usw, ergaben auch nichts - alles im grünen Bereich.
Sah bei mir vor 7 Jahren auch nicht anders aus, ich wurde als gesund eingestuft und trotzdem hat es dann eben 3 Jahre später richtig geknallt.
Zitat von Schmand61: aber man sollte auch den Ärzten ein bissel vertrauen.
Nö ganz ehrlich, würde ich aus Erfahrung nicht. Warum? Weil sie auch nur Menschen sind, Fehler machen, nachlässig in ihrem Beruf sind, manchmal einfach nicht zugeben wollen, dass sie überfordert sind. Junge Patienten und Patientinnen werden grundsätzlich erst einmal als gesund abgestempelt, dass geht so weit, dass nicht einmal Langzeit-EKGs angeordnet werden. Hinzu kommt, dass die Forschung in den letzten 20 Jahren zum Thema Herzrhythmusstörungen bei jungen Leuten extreme Fortschritte gemacht hat, viele ältere Ärzte und Ärztinnen haben aber eben nicht genügend Weiterbildungen gemacht und wissen über die möglichen Gefahren nichts.
Vieles was früher als harmlos galt, wird heute nicht mehr so harmlos gesehen, dafür gibt es aber eben heute auch mehr Behandlungsmöglichkeiten.
Es ist immer deine Gesundheit, dein Leben. Wenn du damit nicht zufrieden bist, dann lass dich nicht einfach abwimmeln, schon gar nicht wenn dein Leben eben unter der Erkrankung kaputt geht. Leider bleibt da nichts als sich selbst zu informieren, selbst über die eigenen Probleme gut bescheid wissen, nur dann kann man eben mit den Ärzten (fast) auf Augenhöhe sprechen und auch abschätzen, ob sie kompetent sind, oder eben nicht.
Ja das macht alles unheimlich Angst, aber ich persönlich bin meiner Angst sehr dankbar. Ohne die Angst hätte ich keine Motivation gehabt immer weiter zu forschen an mir selbst, immer wieder zu versuchen Hilfe zu bekommen.
Das eigene Herz zu spüren mag unangenehm sein, aber denkt mal drüber nach was mit den Leuten passiert, die das nicht können: Die landen irgendwann in der Notaufnahme, es wird durch Zufall herausgefunden, das sie schon eine Herzschwäche haben, weil sie die Rhythmusstörungen nicht wahrnehmen können. Die erzählen dann so Sachen wie: Und plötzlich wurde mir ganz schwindelig Ich kann kaum noch Treppensteigen Plötzlich bin ich umgekippt oder sie erzählen gar nichts mehr, weil sie plötzlich tot sind. Viele Leute spüren z.B, Vorhofflimmern nicht, es wird chronisch, sie bekommen dann irgendwann einen Schlaganfall und es wird dann zufällig herausgefunden, dass sie es haben.
Nochmal: Meine Infos richten sich nicht an Leute, die bei der direkten Dokumentation ihrer Herzprobleme keine Auffälligkeiten hatten, sondern an die, die eben Anfälle von Rhythmusstörungen haben, diese nicht dokumentiert wurden und ihnen aber trotzdem erzählt wird: Sie sind gesund. Das ist eben bei Anfallsartigem Herzrasen, eher unwahrscheinlich und die Betroffenen müssen sich aufgrund der Nachlässigkeit der Ärzte eben selbst darum kümmern, die richtige Diagnose und Hilfe zu bekommen, bzw. dafür sorgen, dass ihre Rhythmusstörung endlich dokumentiert werden kann.
Je früher das Problem behoben wird, desto größer sind die Chancen, dass es nicht zurück kommt. Je älter man wird, desto höher die Chance auf gefährliche Komplikationen, dass die Behandlung nicht mehr anschlägt.