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Hallo alle zusammen,

ich leide seit Februar diesen Jahres immer wieder an Angstzuständen.
Angefangen hat das alles auf Arbeit nach eine kurzen heftigen Grippe bin ich wieder arbeiten gegangen ich fühlte mich eigentlich ganz gut bis mir am PC, arbeite fast den ganzen Tag im Büro, der Hals zuschnürte ich schlecht Luft bekommen habe gefolgt von Taubheit im Gesicht und Armen und Beinen.Zu diesem Zeitpunkt habe ich ca. 6 Tassen Kaffee am Tag getrunken

Ich habe den Notarzt rufen lassen Blutdruck 174/112 und wurde ins Krankenhaus gebracht, dort die erste Frage war "Haben sie hyperventiliert?" ich war mir dem nicht bewusst und sagte nein.
Ich verbrachte vier Tage im KH es wurde 24 H EKG und Blutdruck gemessen alles ok.
Das einzige was ich noch hatte war innere Unruhe und Schwindelattacken und wackelige Beine so stark das ich erst angst hatte vom Bett zur Toilette zu laufen.

Als ich entlassen wurde ging es mir die ersten paar Tage zuhause immer wieder schlecht Luftnot ect. nach einer Woche war ich wieder Arbeiten die ersten drei Tage waren echt schlimm immer wieder innere Unruhe schwindel usw aber dann war alles weg fast 6 Wochen bis April da hatte ich wieder eine Attacke auf Arbeit am PC, aber ich habe mich tapfer bis nach Hause gekämpft.
Tags darauf früh aufgestanden und wieder Angst schwache Beine Schwindel zu HNO alles ok kein Befund, zum Hausarzt der gab mir 5mg Diazepam um den Blutdruck und runter zu bekommen usw.
Ich bekam einen Beta-Blocker und Blutdrucktabletten mit 31 mein Blutdruck war damals immer 150/90.
Es folgten Blutuntersuchungen wieder 24 Blutdruck/EKG, MRT Kopf HWS Rötngen.
Alles ohne Befund.
Ich habe Mass. bekommen gegen meine Verspannungen die haben gegen den Schwindel geholfen aber die Unruhe blieb ich habe dann alle Tablette wieder abgesetzt Beta-Blocker und Blutdruck.
und siehe da es ging mir langsam besser aber leider nur immer für 2 Wochen und dann ist wieder ein Tag wo es mich aus heiteren Himmel überfällt.
So geht das jetzt seit Juni immer eine gute Phase und dann wieder ein Tag und ich brauche dann 2-3 Tage um mich zu erholen von der Attacke.
Aber Seit Oktober ist es jetzt wieder richtig schlimm ich musste auf Lehrgang eine Woche allein ohne dem sicheren Umfeld.
Mir ging es die Woche davor schon nicht so gut und als ich dann dort war war es wieder richtig schlimm mit Schwindel Herzrasen Atemnot usw.
Aber ich habe die Woche geschafft nur seit dem ist es nicht mehr weg gegangen den ganzen Tag sitze ich im Büro bin unruhig mir ist schwindlig und immer wieder kommt die Angst aber ich weiß nicht warum und weshalb ich Angst habe.

Und ich kann keinen Kaffee mehr Trinken früh aus dem Automaten daheim das geht noch aber sobald ich auf Arbeit einen Filterkaffee trinke geht es los die Unruhe wird noch schlimmer Herzrasen Atemnot etc.
Ich weiß echt nicht mehr so richtig weiter kann das alles vom Rücken kommen, bin wieder extrem verspannt ist ja auch kein Wunder.

18.11.2015 15:48 • 23.11.2015 #1


7 Antworten ↓


Hallo Shame1312,

ich kann dir sagen, wieso die Angst immer wiederkommt. Man nennt dieses Ereginis: Angst vor der Angst.
Das heißt, weil du schon Angst hast, dass die Angst bzw. der Schwindel oder Ähnliches auftritt, konzentrierst du dich zu sehr darauf. Ich weiß selbst wie das ist. Plötzlich überkommt einem alles, ganz aus heiterem Himmel kommen die Schwindelattacken und die Panik.

Du hast sehr wahrscheinlich eine Panikstörung (daher kommen auch die Verspannungen). Durch die Angst verkrampfst du dich innerlich und deine Muskeln ziehen sich zusammen. Diese Verkrampfung musst du noch nicht einmal bewusst wahrnehmen.

Da die Ärzte alles untersucht haben, bleibt nur noch die Diagnose:Panikstörung mit Panikattacken.

Ich selbst habe auch seit ca. 1,5 Jahren damit zu kämpfen und befinde mich seit ca. 1 Jahr in einer Therapie. Dies würde ich dir auch empfehlen.

ABER: Eine Panikstörung ist nichts lebensbedrohliches. Schau doch mal im Netz, welche Symphtome eine Panikstörung bzw. Panikattacken alles auslösen können, es ist wirklich krass.

Mit dem Kaffeekonsum wird es nichts zu tun haben. Probier es mal mit Autogenem Training, um deine Seele zu entspannen.


Vielleicht konnte ich dir ja ein wenig helfen, du bist nicht alleine!
Gute Besserung!

Lg Andi

18.11.2015 16:21 • x 1 #2



Leide seit 9 Monaten immer wieder an Angst

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Ich bin auch seit 3 Monaten in Therapie was er mir sagt leuchtet mir auch alles ein ich kann die Zusammenhänge zwischen der Psyche und meinem Körper auch verstehen, bloß in diesen Momenten ist das alles wie weg.
Ich kann mir sagen du bist gesund alles ist gut aber es ist wie als wenn jemand einen Schalter umlegt und ich nicht mehr eingreifen kann sofort sind die Gedanken da vielleicht haben die Ärzte was übersehen vielleicht habe ich doch was an der Schilddrüse oder Diabetes usw.
Ich merke dann selber, dass mich das noch mehr verrückt macht aber ich habe da keinen Einfluss mehr auf meine Gedanken.
Ich versuche mich dann abzulenken laufe umher aber ich habe manchmal das Gefühl als wenn je körperliche Anstrengung es wenn ich mich dann wieder hinsetze noch viel schlimmer macht.

18.11.2015 21:05 • #3


Vergissmeinicht
Hey Shame,

ein herzliches Willkommen von mir hier bei uns.

Andi hat es schon gut geschrieben. Auch für mich liest es sich nach der Angst vor der Angst und die Symtome schließen auf Panikattacken.

Ärztlich hast Du Dich durchchecken lassen und in Therapie bist Du auch schon. Weißt Du, es dauert Jahre bis sich unsere Psyche äussert und dann haben wir ein Problem und hören auf einmal auf unserern Körper, was vorher selbstverständlich ist.

Es scheint Dinge aus der Vergangenheit zu geben, die nicht aufgearbeitet wurden und Dich jetzt einholen. Dies rauszufinden dauert, ist aber machbar.

Wünsche Dir viel Glück.

18.11.2015 21:20 • #4


Vielen Dank erstmal für eure aufmunternden Worte,

Gestern war wieder ein ganz schrecklicher Tag hatte ein Termin zum Kompetenz-Audit am frühen Nachmittag in Potsdam ca 150 km fahrt.
Früh war noch alles ganz ok etwas aufgeregt aber das ist ja normal aber je näher der Termin rückte um so schlimmer wurde es ich habe mich schlussendlich fahren lassen weil ich dachte wenn ich so schon völlig nervös bin dann noch selber bis dahin, da bin ich schon vor dem Termin am Ende.
Aber auch so wurde es auf der Fahrt immer schlimmer, dann war ich noch zu früh und musste noch eine halbe Stunde warten was es noch schlimmer machte Puls war irgendwo um die 120 mir war schwindelig und ich war sauer über mich, dass ich mich von so einen Termin völlig aus der Fassung bringen lasse.
Bei dem Gespräch was gute 3 Stunden ging, war es dann halbwegs zu ertragen hatte zwar immer noch einen Hohen Puls und ab und an etwas Schwindel aber es war ok.
Aber kaum war ich dann raus habe ich wieder die volle Kanne ab bekommen, Herzrasen Schwindel etc.
Das zog sich dann auch Daheim noch bis zum Schlafen gehen weiter durch immer wieder neue Angst wellen.
Heute früh war es dann etwas besser ich fühle mich immer noch aufgewühlt und unruhig und mir ist noch schwindelig und mir tut der Rücken weh von der ganzen Anspannung.

Ich hoffe jetzt das es langsam besser wird und nicht wieder so schlimm wie gestern.

Ist das denn normal, dass einem so ein Tag immer noch ewig nachhängt?
Ich brauche echt immer so 3 Tage bis ich wieder halbwegs runtergefahren bin.

20.11.2015 09:55 • #5


Vergissmeinicht
Hey Shame,

nun, da bist Du ja ein dickes Programm gefahren und hast Du gut gemacht. Nach einer Aktion erfolgt eine Reaktion und so wirkt dies ganz sicher nach. Sei dennoch stolz auf Dich.

20.11.2015 11:21 • x 1 #6


Danke Vergissmeinnicht,

wenn man das nicht kennt kann man nur schwer nachempfinden wie viel kraft einen das kostet.

Ich habe im allgemeinen das Gefühl als wenn mir irgendwie Kraft fehlt bin sehr schnell erschöpft oder mein Blutdruck und Puls geht bei der kleinsten Anstrengung gleich hoch.
Kennt das noch jemand, ist das normal?

Lange stehen ist schon irgendwie komisch mir werden dann die Beine weich und mir ist schwindelig.

23.11.2015 08:38 • #7


Vergissmeinicht
Hey Shame,

ja, das kenne ich. Wir Ängstler schonen und viel zuviel und so sind wir bei der kleinsten Anstrengung schon außer Atem. Wichtig wäre zu trainieren und wenn es nur stramme Spaziergänge sind. Wichtig ist ebenfalls viel trinken.

23.11.2015 15:14 • #8





Dr. Reinhard Pichler