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Oktewia
Hallo Leute,
Heute Morgen ging es mir so richtig schlecht, ich hatte Angstgedanken und Gefühle das ich wirklich dachte ich bin eine Bedrohung für die menschheit, ich hatte unglaubliche Kontrollverlust - Ängste, das ich verrückt werde und aus diesem Gedanken Chaos nicht mehr rauskomme, und alles nur weil ich diese schei. unwirklichkeits Gefühle in mir habe, die machen mir so eine Riesen Angst, das könnt ihr euch echt nicht vorstellen, ich hab manchmal das Gefühl ich bilde mir alles nur noch ein , ich fühle nichts mehr ..wie Wärme , kälter, Berührungen, alles fühlt sich fremd an. Und nicht mehr intensiv, zudem erwische ich mich fast jede Minute wie mir dies Satz durch den Kopf schießt , ob ich und das alles drum herum gerade real ist oder nicht. Ich weis einfach nicht wie ich da rauskomme und wie mir diese Gedanken keine Angst mehr machen könnten. Ich habe wirklich große Angst verrückt zu werden, dass es quasi der Anfang ist und bald nicht mehr klar im Kopf bin. Zudem kommen mir Erinnerungen so weit weg vor, auch wenn es nur gestern gewesen ist , fühlt es sich so an als wäre es gar nicht passiert.
Ich kann mich zum Teil gar nicht mehr im Spiegel angucken weil ich Angst habe das ich mich gleich wieder unreal fühle und ich mir einrede nicht ich selbst zu sein. Ich fühle mich so leer und wenn ich an mich denke , in der Vergangenheit , war das für mich wie eine andere Person. Jetzt weis ich gar nicht wirklich wer ich bin und wer ich überhaupt sein will. Ich glaube das ist meine größte Angst die ich momentan habe , diese Gedanken , nicht real zu sein oder mich zu Fühlen als wäre ich ein Robotor und würde alles automatisch tun oder nicht selbst entscheiden..es ist schwer das jemand zu erklären. Ich weis nicht Wie ich damit umgehen soll habt ihr ein Rat für mich ? Bin wirklich dadurch so verängstigt und angespannt.

11.04.2016 12:31 • 27.02.2018 #1


12 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Liebe Oktewia,

es ist nur ein Gefühl, Deine Angst und letztlich die Angst vor dem Tod. Das steckt dahinter. Dennoch bist Du körperlich gesund. Ich weiß, wie unangenehm das ist. Du musst versuchen dem Ganzen ein Stopp zu setzen.

Setz Dich hin und schreibe Deine Sorge auf einen Zettel und sage ganz kräftig zu Dir Stopp. Beschäftige Dich ganz bewusst mei einem anderen Gedanken.. Natürlich lässt sich so einfach die Sorge nicht abwimmeln und drängt sich wieder vor. Und wieder schreibst Du Deine Sorge auf oder machst einen Strich, wenn Du die Sorge schonmal notiert hast und wieder an was ganz anderes denken. Wenn Du das eine Weile so händelst kann Dein Unterbewusstsein mit der "Sorgenproduktion" nicht mehr nachkommen und es kehrt Stille ein. Versuche es; immer wieder! Dick Daumendrück.

PS.
Warst Du nun eigentlich in der Klinik?

11.04.2016 12:42 • #2



Kurz vorm durch drehen

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Oktewia
Okay das mit den Sorgen aufschreiben, versuche ich gleich mal.
Ja ich bin in der Klinik , immer noch, an sich war es auch Besser, aber heute war es ein richtiger Rückfall, mir geht's wirklich schlecht warum genau weis ich nicht , vll zu viel Zeit zum nachdenken...., heute finden keine Therapien statt , is quasi wie frei heute.
Ich hoffe mir geht's bald wieder besser

11.04.2016 13:08 • #3


Vergissmeinicht
Hey Oktewia,

wie lange bist Du schon dort und wie lange noch insgesamt und was für Medis bekommst Du?

11.04.2016 13:13 • #4


Oktewia
Ich bin jetzt in der 7 Woche
Ich war 5 Wochen vollstationäre dort und bin seit 2 Wochen teilstationäre in der Klinik.
Panikattacken etc wurde auch schon viel besser und die Angst Ansich, nur mit diesem unrealen Gefühlen oder Angstgedanken , hapert es noch Gewaltig.
Ich bin noch für zwei Wochen dort, aber ich glaube ich bin noch nicht so weit , wenn ich von meinem heutigen Zustand ausgehe .

Medis nehme ich keine, hab von Anfang an gesagt das ich das nicht möchte und ohne medis schaffen will.

11.04.2016 13:43 • #5


Icefalki
Liebe Oktewia, besprich es dort alles in der Klinik. Noch bist du dort.

Nochmal was zu den Medis. Manchmal braucht man sie eben, um überhaupt mal runter zu kommen. Und es ist keine Schande, die zu nehmen.

Ich hatte die gleiche Angst, und war noch noch schlimmer, als viele hier, hab nämlich gar nix unternommen und gelitten wie ein Hund.

Deine Ängste mögen auch damit zusammenhängen, dass der Aufenthalt in der Klinik bald zu Ende geht. Das macht Dir evtl. Angst.

Und dann der Druck, "Mensch, jetzt war ich so lange dort, jetzt muss ich ja wieder funktionieren". Vergiss das alles mal schleunigst.

Ich hab mich in meiner Angsterkrankung konfrontiert bis zum Niederbruch. Nix hat geholfen. War das eine im Griff, kam das nächste um die Ecke. Jeder kleinste Veränderung hat mich aus der Bahn geworfen, ok, war nicht therapeutisch begleitet, aber glaub mir, ich hab gekämpft und gelitten wie du.

Als ich dann endlich so auf der Schnauze lag, dass PA vergleichsweise ein lebendiger Zustand war, und bei mir dann rein gar nichts mehr ging, war das AD ein Segen.

Zum erstem Mal hab ich gemerkt, was innere Ruhe überhaupt bedeutet. Ich denke, ich hab mein ganzes Leben vorher so einen Zustand nicht gekannt.

Ab diesen Moment konnte die Therapie greifen. Ich bin jetzt über 10 Jahre ohne Medis, und geh immer noch zu meinem Therapeuten. Ich finde, das sagt sehr viel über meine chronische Angsterkrankung aus.

Natürlich entscheidest du das selbst, ich wollte dir nur mal die Angst vor den Medis nehmen, zumindest meine Sicht darauf mitteilen.

11.04.2016 16:21 • #6


Oktewia
Ich frag mich nur immer, wie medis solche Gedankengänge stoppen könnten ? Ich kann mir das irgendwie schwer vorstellen das ich dann von jetzt auf nachher bzw , wenn diese medis anfangen zu wirken, mein denken anders ist . Die Angst is dennoch in mir drin.
Ja ich gebe zu , es macht mir Angst AD zu nehmen, erstens wegen der Abhängigkeit ,psychisch gesehen, das ich denke ich kann ohne diese Tabletten nicht mehr und zweitens habe ich Angst das es schlimmer wird wie jetzt.

Hört sich doof an aber ich traue mich oft gar nicht in der Klinik zu sagen wie es mir geht. Auser meiner Psychologin, aber die seh ich nur 1x die Woche ( Gottseidank morgen wieder ) ich mach mir dann Gedanken , dass die Leute denken ich wäre verrückt und muss weggesperrt werden. Wenn die meine unrealen Gefühle wissen.

Kennst du auch diese Zustände von damals in denen du dich so unreal gefühlt hattest ? @Icefalki
Die meisten haben das durch die medis , ich hab's aber auch ohne das macht mir noch mehr Angst. Und meine dauerhafte Kontrolle , gedanklich ... Oh hat sich das gerade echt angefühlt ? Is das alles real? Das nervt so schrecklich , ich komm nicht zu Ruhe ...und so wie du sagst das wenn ein Angst Gedanke vorbei is , der nächste wartet um die Ecke, dass trifft bei mir auch zu, da frag ich mich echt , wie lange noch ? Aber mit den unrealen Gedanken da hat sie mich wirklich im Griff , ich seh die Angst richtig lachen darüber , das sie noch was gefunden hat um mich fertig zu machen

11.04.2016 16:31 • #7


Schlaflose
Zitat von Oktewia:
ch frag mich nur immer, wie medis solche Gedankengänge stoppen könnten ? Ich kann mir das irgendwie schwer vorstellen das ich dann von jetzt auf nachher bzw , wenn diese medis anfangen zu wirken, mein denken anders ist .


Das ist doch völlig egal, wie das geht. Du bist kein Wissenschaftler, der die chemischen Vorgänge verstehen muss, die sich im Gehirn abspielen. Du musst es einfach probieren. Wenn es funktioniert, gut, wenn nicht, hast du es wenigstens versucht. Wenn es funktioniert, wird dein Denken natürlich anders, nämlich normal. Denn das was du beschreibst ist krankhaftes Denken. Ich kann nicht nachvollziehen, warum du dich lieber damit quälst, als den Versuch zu unternehmen, ein Mittel zu probieren, das dir helfen könnte.

11.04.2016 16:46 • #8


Icefalki
Oktewia, ich hab mich gefürchtet, wenn ich ein Messer gesehen habe. Quasi, wenn ich jetzt durchknalle und das Messer ergreife und damit auf meine Kinder los gehe. Beim Baden meiner kleinen Kinder, was wenn ich die jetzt urplötzlich Unters Wasser drücke. Beim Tragen, was wenn ich sie plötzlich fallen lasse, beim Auto fahren, wenn ich plötzlich in den Gegenverkehr reindonnere?

Unreal war ich dauernd. im Job musste ich Tests durchführen, und hab mich von außen beobachten können, ach noch so ein Gedanke, was, wenn ich mir vor allen in die Hose mache? Oder, den Platz nicht überqueren kann, weil ich stürze, ohnmächtig werde, oder schreiend ausflippe.

Ich bewundere dauernd, dass sich alle so gut ausdrücken können. Meine Angst konnte ich lange nicht mal benennen, oder beschreiben. Ich hatte so ein Flashgefühl, wie ein Beamen oder ein Sog in einen anderen Zustand. Denke, das ist dieses Unrealitätsgefühl. Ist wie verrückt, also weggerückt.

Ich könnte dir ellenlange Seiten von mir schreiben.

Du machst ein bisschen den gleichen Fehler wie ich. Du lässt nix richtig raus. Aus Angst, (wie ich auch), weggesperrt zu werden. Blamage, Eine Gefahr für die Menschheit!

Vergiss das bitte, Angst, stinknormale blöde Angst macht das alles. Ist vollkommen normal in diesem Wahnsinn. Ich hab das 17 Jahre überlebt, ohne verrückt zu werden, ohne Therapie, ohne mich zu blamieren , ohne Medis, leider ohne gesund zu werden, und und und..

AD machen nicht süchtig, zur psychischen Abhängigkeit sag ich nur, wenn du wirklich stabil wirst, magst du die nicht mehr nehmen. Ich hab dann ausgeschlichen, wurde deutlich aggressiver, hab sie wieder eine weile genommen und dann tatsächlich vergessen einzunehmen.

Was aber damals wichtig war, und auch heute noch wichtig ist, dass ich gelernt habe, wie ich ticke. Ich bin sehr erfolgsorientiert und leistungsbezogen. Schwäche wollte ich nie zugeben. Fehler gibt es nicht. Ups, das war harte Arbeit, genau das alles an mich ran zu lassen und schwach sein zu dürfen.

Wird bei dir auch Thema sein, insbesondere weil du nicht mal in der Klinik mit deiner Angst rausrücken willst.

"Was denken die anderen dann von mir, wenn ich so schrecklich verrückt bin?" Oh Gott, wie stehe ich dann da?" Ich MUSS jetzt gesund sein, haben sich doch alle so schreckliche Mühe mit mir gemacht und ich krieg das nicht auf die Reihe.

Oktewia, ich wäre in etwa in so einem Denkschema drin gewesen. Nur keinen enttäuschen wollen, alles mitmachen, es sogar hinbekommen und innerlich gaaaanz furchtbar klein sein. So klein, dass man es niemanden sagen darf.

Ich geb dir den guten Tipp, sei schwach. Geb es einfach zu. Keiner kann dir ins Innerste reinschauen, das solltest du zulassen können.

11.04.2016 17:06 • #9


Oktewia
Genauso ist es , oft wenn es mir nicht gut geht und ich werde in der klinik gefragt , hab ich möglichst Sätze geantwortet in denen man nicht so viel herum bohren konnte, quasi Gelächelt und gesagt , es geht schon. Innerlich frisst mich die Angst jedoch auf.
Genauso ist es auch mit anderen Emotionen wie z.b Wut , ich kann nicht wütend sein , ich kenne das Gefühl nicht mal wirklich..... Oder auch weinen fällt mir schwer.

Ich Versuch das morgen mal mit meiner psYchologin zu besprechen,den ich denke wirklich so, dass ich ja jetzt 7 Wochen dort bin und für die harte Arbeit müsst ich doch wohl wieder allein klar kommen, aber ich selbst hab nicht das Gefühl das es so is.
Zudem fällt mir auch auf das ich unterschiedlich meine Stimmungen an Personen mitteile, je nach dem was ich selbst über die Person denke oder Angst hab, was könnte sie von mir denken . Wenn ich z.b eine Person beeindrucken will, sage ich ihr nicht wie schlecht es mir geht', sondern sage dann wie gut ich alles hier meistere -.- weis zwar Nicht was ich davon habe, aber das mach ich iwie ohne nachzudenken.
Und ja ich will nicht gehen ..in zwei Wochen , nicht weil ich es bequem finde sondern weil ich finde das ich noch nicht soweit bin, ich bin zwar schon weiter wie am Anfang aber eben noch nicht am Ziel, allein das meistern zu können .
Ich weis nicht ob meine Ängste durch den Klinik Aufenthalt weniger geworden sind, ich würde eher sagen , anders !

Das mit der medis muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen. Und evtl auch morgen nochmal ansprechen.

11.04.2016 17:21 • #10


Icefalki
Ja liebe Oktewia, Mensch wir kommen weiter als deine Therapeuten (hihi, war ein witzle),
aber hier wird der Ursprung zu deiner Angst liegen.

Und die nächste Frage wäre dann, wer hat dir das beigebracht.

Ich beschäftige mich gerade wieder mit Homöopathie, und habe einen Vortrag im Internet zu einem bestimmten Mittel angehört. Was der Dozent dort gesagt hat, war das Wort Wahrhaftigkeit.

Sei wahrhaftig zu dir, zu deinem Umfeld. Bist du wirklich wahrhaftig, kann dir niemand was. (So ähnlich hat er sich ausgedrückt). Und als Beispiel folgendes erzählt:

Er als Guru würde jetzt eine Frau aus dem Publikum herausheben und dieser würde das gefallen und sie ginge darauf ein. Einige Frauen würden da eifersüchtig werden und sie wirklich anzicken, und darüber schlecht reden, wenn diese Frau das abstreiten würde.

Würde diese Frau aber sagen, ja, ich hab es mir zur Lebensaufgabe gemacht, diesen Guru in mein Bett zu zerren, dann würde sie dafür bewundert werden.

Das wäre dann Wahrhaftigkeit. Ehrlichkeit.

So versuchst du das auch mal. Sei mal wahrhaftig und schei. ehrlich mit deinen Gefühlen. Dann kann dir niemand was.

11.04.2016 17:36 • #11


Vergissmeinicht
Liebe Oktewia,

würde es auch mit den Medis versuchen und Nein, sie verändern Dein Denken nicht. Die Medikation ist heute soweit, das erstmal die negativen Gedanken durchbrochen werden. Auch ich kenne den Schutz der Klinik; es ist ein trügerischer Schutz, denn auch der "beste" Klinikaufenthalt geht einmal zu Ende und dies ist auch gut so.

Ich selber hatte es wie Icefalki vor fast 20 Jahren und da gab es weder solche Foren noch sonstwas; eher nur Medis. Als ich entlassen wurde änderte ich vieles und traute mir immer ein wenig mehr zu. Es ist harte Arbeit an und mit sich selbst, aber sie lohnt sich.

Lies Dir in Ruhe mehrmals die Zeilen von Icefalki durch; mein Tipp.

11.04.2016 17:45 • x 1 #12


Hallo zusammen,

Da der Beitrag von 2016 ist wollte ich dich fragen wie es dir jetzt geht?
Habe sehr viel Ähnlichkeiten herauslesen können und wollte mich einmal mit jemandem austauschen der dad gleiche erlebt bzw. erlebt hat.
Kurz zu meiner Krankheit: seit etwa 1 Monat bin ich arbeitsunfähig. Verspüre permanent Ängste und ich weiß einfach nicht von wo diese kommen...
Oft am Tag verspüre ich ein Brennen auf meinem Nacken... ich fühle mich wie wenn ich permanent betrunken bin... Ich nehme die Realität meistens gar nicht wahr und habe das Gefühl,dass ich in jedem Moment sterben werde...
Ich habe ein permanentes Gedankenchaos und komme da irgendwie nicht raus....
Bin echt am Verzweifeln...
Ich weiß oft nicht ob ich Träume oder das Erlebte real ist...
Seit 1 Monat nehme ich AD (Sertralin 25 mg) und Pregabalin (100mg)...

27.02.2018 13:35 • #13



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