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Hallo,

mich plagt seit einiger Zeit folgendes Problem: Ich leide sehr oft an einem komischen Körpergefühl. Komisch, weil es mir irgendwie nicht gut geht. Ich fühle mich schlapp und unwohl, empfinde aber keine Schmerzen und kann auch keine genauen Beschwerden schildern. Ich fühle mich einfach hundeelend. Wenn ich Sie benennen müsste, würde ich folgende Symptome nennen: leichte Übelkeit, Druckgefühl im Hals/Oberkörper, Stechen, Mundtrockenheit, Abgeschlagenheit. Genau beschreiben lässt es sich aber wie gesagt nicht.

Das Gefühl schränkt mich stark ein und hindert mich oft daran einen normalen Alltag zu bewältigen. Das Gefühl ist über den Tag verteilt meist mehrmals vorhanden, verschwindet aber auch wieder. Ich kann es nicht an besonderen Tageszeiten festmachen.

Zu mir: weiblich, 21 Jahre, Angststörung seit etwa einem Jahr mit gelegentlichen Panikattacken (sind sehr selten geworden), diverse ärztliche Untersuchungen ohne Befund

Gibt es jemand, dem es ähnlich geht? Bzw. was meint ihr? Drückt meine Psyche sich mittlerweile darüber aus?

19.09.2018 17:10 • 20.09.2018 #1


7 Antworten ↓


Safira
möglicherweise könnte das eine nervöse Angstreaktion sein mit einem konkreten Anlass oder hinterschwellig.

ich hab das auch. Richtig ätzend ist das

19.09.2018 17:16 • x 1 #2



Komisches Körpergefühl plagt mich

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Andrej333
Hallo Aquintell,

vielleicht ist es ja gerade dein normaler Alltag, der die Beschwerden entstehen lässt.

19.09.2018 20:24 • #3


Hi

Ich fühle mich wie genauso wie Du Dich fühlst .Das Unwohlsein mit leichter Übelkeit usw .Habe auch zich Untersuchungen hinter mir alles O.B .Denke das wird bei uns die Psyche sein.

LG Sascha

19.09.2018 20:45 • #4


Safira
bei mir fühlt sich dann alles noch sensitiver an.
Das vegetative Nervensystym überreizt. z.b. flache schwerere Atmung, erhöhte Herzfrequenz, gedrücktes geschwächtes Körperempfinden, inneres Zittern/Beben, erhöhte Geräuschempfindlichkeit. Wie als wenn man in einer Käseglocke sitzt. Von innen gedämpft.
Das ist sehr anstrengend. Bin viele Jahre damit rumgeeiert ohne zu wissen was das ist. Also bei mir dann hinterschwellig ohne erkennbaren grund. Es kam, blieb ein paar Tage und ging wieder. Kam aber im Alltag damit gut zurecht.

19.09.2018 21:30 • #5


Vielen Dank für eure Rückmeldungen! Es tut gut, sich wenigstens verstanden zu fühlen. Trotzdem schade, dass ihr teilweise das Gleiche durchmachen müsst. Ich komme mir oft unverstanden vor, weil ich meine Symptome nicht mal richtig beschrieben kann.

@safira: Erträgst du das Gefühl dann einfach? Hilft dir Ablenkung oder etwas anderes?

@andrej333: Möglich ist es. Allerdings habe ich eher das Gefühl, dass mir ein geregelter Alltag Sicherheit gibt und ich auf Abweichungen mit sehr viel Unruhe reagiere.

19.09.2018 21:56 • #6


Safira
Es bleibt einem ja nichts anderes übrig. Wenn Du allerdings den Auslöser kennst dann kannst Du ihn behandeln. Da gibt es verschiedene Methoden

19.09.2018 22:10 • #7


Paige03
Hallo bin seit einigen Minuten hier angemeldet. Ich dachte ich probiere es mal, weil es mir gut tut, darüber zu reden oder zu schreiben. Sofort habe ich mich hier wieder gefunden. Komisches Körpergefühl, Herzrasen , Schwindel usw . usw.
Kurz zu mir, seit Ende 2016 leider ich unter Somatisierungsstörungen (Angst -und Panikattacken) was ich damals natürlich noch nicht wusste. Hatte sämtliche Körpersymptome, Herzrasen,Schwindel,Magen-Darm, Kribbeln am ganzen Körper naja usw. Alle Ärzte durch, natürlich alles iO. Zweimal war ich stationär und jetzt 7 Wochen zur Reha. Letztes Jahr im September habe ich mich selbst entschlossen, stationär zu gehen und es hat fürs erste sehr geholfen. Es war ein erster Schritt . Mir ging es gut, nach drei Monaten ging es wieder los. Dann das zweite Mal stationär. Das komische ist, dort geht es mir nach ein zwei Wochen eigentlich immer gut, ich denke dass es dort die Sicherheit ist, die einem umgibt. Die Mitpatienten und die Klinik. Und jetzt die 7wöchige Reha tat mir auch gut, habe es für mich als Kur abgehakt, da leider auf die Angst und Panik nicht sehr viel eingegangen wurde. Die Mitpatienten waren eine größere Hilfe als alles andere. Aber es war trotz allem schön.
Ich möchte einfach damit sagen, dass der erste Schritt eine stationäre Aufnahme das beste ist. Man lernt einiges , Angstkreis, Wahrnehmung, Achtsamkeit, Gedankenumlenkung usw usw. Man muss natürlich erst einmal akzeptieren, das es die Psyche ist um diesen Schritt zu machen. Es war nicht einfach für mich diesen Schritt zu machen, aber es war der einzig Richtige. Es geht mir noch nicht gut, aber ich habe viel gelernt, auch dass es lange braucht bis die Attacken weniger oder weg sind. Man muss es erst einmal akzeptieren, dass ist schwer , weil es unheimlich zerrt. Ich bin lustlos, null Elan. Muss mich immer sehr zwingen irgendetwas zu tun. Am meisten helfen mir die Kontakte mit den Mitpatienten aus der Klinik. Mit ihnen kann ich reden. Mit der Familie nicht mehr, weil man natürlich denkt, man nervt irgendwann. Und wenn man dann hört jetzt ist bei ihr mal das Herz dran , dass verletzt natürlich und man blockt ab. Also eine aussenstehende Person wie zB eine Psychologe ist besser.Also mir tut es gut , wenn ich zB darüber schreibe wie jetzt oder mit alten Kontakten mich treffe und quatsche. Ich kämpfe jeden Tag mit mir, morgens ist es am schlimmsten. Aber ich versuche es zu akzeptieren. Habe mir einige Meditationen aufs Handy geladen, zB Körpersymptome akzeptieren, wahrnehmen. Wenn man Angst davor hat wird die Angst immer größer , man steigert sich rein und die Körpersymptome verstärken sich. Es hilft für den Moment sehr gut. Mir tut es gut hier zu schreiben, schön dass ich das Forum gefunden habe. Ich könnte noch viel mehr darüber schreiben, aber ich glaube das wird zuviel zum Lesen . Wer mag darf gern fragen oder mir schreiben.

GLG Paige

20.09.2018 12:02 • #8





Dr. Christina Wiesemann