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Marie_19888
Mitglied

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Denkt bzw fühlt ihr euch auch immer so als wäre es der letzte?

27.02.2025 x 1 #1


22 Antworten ↓
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derschlumpf74
Gast

@Marie_19888 wenn der Nacken verspannt ist und die Muskeln am Hals Nacken verkürzt sind und wenn man sie berührt schmerzen und sich anfühlen wie sie verklebt sind...

Lese mal alles

Natürlich könnten wir schnell über den Spruch „die Angst sitzt uns im Nacken“ einen Zusammenhang herstellen. Aber was bedeutet das? Oder ist es doch nur eine alte Floskel ohne Bedeutung?

Unabhängige Untersuchungen, die sich mit chronischen Schmerzen beschäftigen, zeigen deutlich, dass sehr viele Patienten die an Nackenbeschwerden und Verspannungen leiden, über zusätzliche emotionale Symptomen wie Angst, Panikattacken oder Depression berichten.
Aber was war zuerst?

Kann Angst den Nacken verspannen?
Oder kann ein verspannter Nacken Angst auslösen?
Chronische Körperschmerzen können verständlicherweise durch die Einschränkung unserer Lebensqualität, Lebensfreude und unseres Wohlbefindens immer auch unsere Psyche und Befindlichkeit negativ beeinflussen. Aber warum können manche Menschen chronische Schmerzen besser verkraften und andere entwickeln zusätzliche Einschränkungen, die mit Angst, Depression oder Panik einhergehen?
Neben dem Problem der chronischen Schmerzen, die zur Einschränkung unserer Lebendigkeit führen, muss es also auch vom Schmerz unabhängige Faktoren für Angst bei Nackenschmerzen geben.

Zurück zu unserem Spruch vom Anfang. Ein wichtiger Punkt, der uns weiterhelfen kann und der den Nacken deutlich vom unteren Rücken unterscheidet, ist die sehr enge Verbindung der Nackenmuskulatur in die Bereiche des Nervensystems, die mit Einschätzung unserer Umwelt und unseren Emotionen verbunden sind. Zusätzlich findet sich im Nacken eine sehr enge Kopplung an alle Organe mit denen wir die Umwelt wahrnehmen. Es gibt schnelle Verbindungen insbesondere zu den Augen, zu den Ohren und der Körperempfindung.
Über diesen Mechanismus wird auch die direkte Anspannung der Muskulatur in Gefahrensituationen ausgelöst.

"Den Kopf einziehen", "die Schulter hochziehen" - diese Sprichwörter stehen beispielhaft dafür, dass unser Körper in Gefahrensituationen besonders versucht Nacken und Kopf, als unsere wichtigsten menschlichen Organe, zu schützen.
Denn jeder äußere Einfluss, den unser unbewusstes autonomes Nervensystem als Gefahr einschätzt oder der uns verminderte Sicherheit vermittelt, führt wie bei einem Reflex, zu einer Voraktivierung der Nackenmuskulatur.
Insofern müssten wir den Spruch eigentlich modifizieren und schreiben "die Furcht" oder "die Unsicherheit sitzt uns im Nacken", denn die Anspannung entsteht, damit wir schnell reagieren und uns, bzw. unser wichtigstes Organ, Hals und Kopf schützen können.

Auch chronische Schmerzen aktivieren diesen Mechanismus, da wir uns schützen wollen, aber den Schmerzen dann doch oft auch hilflos ausgeliefert sind. So entsteht ein Teufelskreislauf aus Schmerz, Schutzhaltung und Anspannung, der je nach eigenem Lebensweg und Erfahrungen, auch zu Depression, Angst und Panik führen kann.

Der Vagusnerv
Eine in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnende Erklärung dieser direkten Zusammenhänge zwischen körperlichen Beschwerden und Emotionen ist die Regulation unseres Autonomen Nervensystem (ANS). Im Wesentlichen besteht es aus 2 Anteilen, dem sympathischen und dem parasympathischen Nervensystem. Über den Vagus, den Hauptnerv des Parasympathicus, werden alle Informationen die unseren Körper beruhigen weitergeleitet. So führt eine Aktivierung z.B. zu niedrigerem Herzschlag und tieferer Atmung. Wenn der Parasympathikus zu "schwach" ist, kann also die Herzfrequenz steigen und die Atmung aktiviert werden. Beides führt aber zu einem Gefühl von Unruhe. Wenn gleichzeitig auch andere Bereiche weniger aktiviert werden, ist es zu Angst und Panikgefühlen nicht mehr weit.
Das Besondere ist nun, dass der Vagus eng mit der Halswirbelsäule verknüpft ist und bestimmte Bereiche am Hals nur vom Vagus versorgt werden. Dafür das der Vagus aber mechanisch, wie es von amerikanischen Chiropraktoren behauptet wird, eingeklemmt oder durch eine Bandinstabilität zwischen 1.+2. Halswirbel oder eine "craniocervicale Instabilität" mechanisch gestört wird, gibt es keine tatsächlichen Untersuchungen. Diese Erklärung ist dann doch zu mechanisch und rührt noch aus Vorstellungen des letzten Jahrhunderts. Trotzdem erklärt der diese Verbindungen viele der unklaren Symptome, sodass in diesen Fällen immer eine weitere Abklärung des Vagus und des Autonomen Nervensystem erfolgen sollte.

Belastende Lebenserfahrungen
Eine andere Möglichkeit ist, dass bestimmte, uns oft nicht bewusste innere Einstellungen, ein längst vergessenes Trauma oder schlechte Erfahrungen uns geprägt haben. Wenn wir als Baby oder in der Kindheit nicht ausreichend durch unsere Eltern beruhigt wurden können wir im späteren Leben empfindlicher auf Stress reagieren und eher übermäßige Angst erleben. Neue Untersuchungen zeigen, dass bereits Stress in der Schwangerschaft der Mutter, zu einer später erhöhten Empfindlichkeit für Angstgefühle beim Kind bzw. selbst noch beim späteren Erwachsenen führen kann. In diesen Situationen können Schmerzen, allein dadurch, dass wir sie nicht beeinflussen können und sie uns chronisch belasten, wie bei einer Allergie, zusätzliche Aktivierungen in unserem emotionalen Nervensystem hervorrufen und so auch Angst, Panik und Hilflosigkeit auslösen.

Es ist wichtig das Ganze zu sehen!
Es lohnt sich also, besonders wenn neben den Nackenschmerzen auch einschränkende andere Gefühle bestehen, genau darüber nachzudenken welche zusätzlichen Erfahrungen und Erlebnisse uns geprägt haben. Denn wenn wir die zusätzlichen, verstärkenden Faktoren erkennen, können wir gezielte Strategien entwickeln und uns besser aus Hilflosigkeit, Angst und Ohnmacht befreien. Denn je mehr wir wieder selbst handeln können, desto sicher können wir uns fühlen, und Sicherheit ist letztlich die Basis die es braucht damit die Angst und damit die Ver-Anspannung geht. Das hat jedoch nichts mit einfacher Hauspsychologie zu tun, denn es ist nicht möglich sich einfach anderes Verhalten oder Denken vorzunehmen. Es bedarf vielmehr einer umsichtigen Strategie und eines liebevollen Umgangs mit sich selbst. Am Ende ist die Beschäftigung mit den Hintergründen eigener Angst oder Depression aber immer hilfreich und führt zu einer Befreiung im Leben. Je mehr wir die Hintergründe und uns damit selbst besser verstehen, desto mehr können wir uns selbst unterstützen und fast im Nebenbei reduzieren sich Symptome und Schmerzen, weil wir wieder handlungsfähiger und sicherer werden.

27.02.2025 14:37 • x 2 #22


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Jeden Tag Todesängste

x 3


F

Flame
Gast

Zitat von derschlumpf74:
das ich einen Druck im Kopf bekomme

Das habe ich heute noch manchmal und dann begleitend so Art Gefühl von "Unwirklichkeit" bzw. Nebel im Kopf und kann dann auch kaum klare Gedanken fassen.

Angst macht mir das nicht mehr aber ich weiss dann,dass mich irgendwas stark überfordert hat.

Das können äussere Ereignisse sein (jegliche Art von Stress/Druck) aber es können auch innere Prozesse sein (nicht bewusst wahrgenommene innere Konflikte).

Ersteres (äussere Faktoren) sind leichter zu erkennen.
Wenn man z.B. viel arbeiten musste unter Zeitdruck oder kaum Ruhepausen hatte seit langer Zeit.
Dann geht der Körper quasi "in Streik".

Letzteres (innere Stressoren) sind schon schwieriger zu lokalisieren weil einiges unterbewusst abläuft.
Solchen Stressoren kann man eher im Rahmen einer Therapie "auf die Schliche" kommen.
Das können Glaubenssätze sein wie: "Ich muss immer perfekt sein,ich darf nicht versagen" und viele mehr.

Je nach Ausprägung der Symptomatik kann man halt für sich selbst üben,öfter in sich hinein zu hören ("was denkt es in mir") und in sich hinein zu fühlen ("wie fühle ich mich,was bereitet mir Bauchschmerzen/Kopfschmerzen").

Wenn man mal weiss,was es ist,fühlt es sich schon halb so bedrohlich an und man kann aktiv gegensteuern mit der Frage: "Was könnte mir jetzt gut tun".
Da wär man dann schon im Bereich Bedürfnisse wahrnehmen und Selbstfürsorge/Selbsthilfe betreiben.

Wenn mir persönlich alles über den Kopf wächst,hilft mir (persönlich) am ehesten Ruhe und Rückzug bis ich spüre,dass meine Kräfte wieder kommen und ich wieder klarer denken kann.

Anderen hilft eher Bewegung oder auch kreative Betätigung,in der Natur sein kann auch eine grosse Kraftquelle sein.

Wenn man sich schon länger depressiv/ängstlich fühlt,ist geraten,sich professionelle Hilfe zu suchen.
Das sieht so aus,dass man einen Termin beim Psychiater vereinbart und die Krankenkasse kontaktiert um sich eine Liste von Verhaltenstherapeuten des jeweiligen Ortes schicken zu lassen (geht auch per Mail).

Ich weiss,dass das viel ist,wenn man mit den Nerven runter ist aber ohne Hilfe von aussen geht es (manchmal) leider nicht.

Also die letzten Kräfte zusammen raffen und sich Hilfe holen.
Derzeit nicht einfach,weil das Gesundheitssystem (leider) massiv überlastet ist aber am Ball bleiben lohnt sich.

Manchmal springen z.B. andere Patienten ab und man rutscht dann rein.
Niemals aufgeben.

27.02.2025 15:20 • x 1 #23


Zum Beitrag im Thema ↓


Hotin
Hallo Marie,

nein, ich denke nicht, dass heute mein letzterTag sein könnte.

Wenn solch ein Gedanke immer wieder bei Dir auftritt, könnte dies darauf hindeuten,
dass Du einmal ein sehr, sehr schweres Erlebnis hattest.
Kann das sein?

Viele Grüße
Bernhard

#2


D
Manchmal, ja. Immer besonders dann, wenn die Angst/Panik oder Depression recht präsent ist und in letzter Zeit sowieso vermehrt; vor allem Abends. stirnrunzeln

x 1 #3


Sonnenzauber
@Marie_19888 die Medikamente was du bekommst sind viel zu schwach für eine schwere Angst und Panik Störung wie du sie hast. Unbedingt den Arzt wechseln wie du schon geschrieben hast oder du gehst zur Medikamenten Einstellung in eine Psychiatrie wenn es so akut ist. Kannst du denn noch schlafen oder wie sieht dein Leben momentan aus?

x 1 #4


M
@Sonnenzauber lieber Sonnenzauber , dieses beschriebene Gefühl habe ich seit Tagebän. Ich war auch seit 13 Tagen nicht mehr draussen. Vorallem abends geht es mir deutlich schlechter. Ich will ja zum Arzt aber komme leider nicht aus dem Haus. Das ist mein Problem

x 1 #5


Löwenzähnchen
Zitat von DerAngsthase:
Manchmal, ja. Immer besonders dann, wenn die Angst/Panik oder Depression recht präsent ist und in letzter Zeit sowieso vermehrt; vor allem Abends. ...

So ist es bei mir tatsächlich auch, nur dass es tageszeitenunabhängig ist.

x 1 #6


W
ich habe das zu Beginn meiner Angst und Panikstörung 2021 auch ganz krass gehabt.
Ich war der Meinung, ich überlebe 2021. Definitiv nicht, weil ich irgendetwas krasses haben muss, so schlimm, wie sich mein Körper anfühlt, was die Ärzte nicht finden.
Ich war wirklich der Meinung, ich erlebe meinen nächsten Geburtstag nicht.

Aber hey, wie man sieht, ich bin noch hier und es ist 2025. Und ich habe es tatsächlich zu einem ganz großen Teil da raus geschafft.
Aber das ist ein ganz schön harter, steiniger Weg. Sowas ist leider nicht mit ein paar Wochen Tabletten oder ein bisschen Therapie hier und da getan.

aber das ist ein ganz schön harter, steiniger Weg. Sowas ist leider nicht mit ein paar Wochen Tabletten oder ein bisschen Therapie hier und da getan. Das, was du da fühlst, fällt unter den Fachbegriff "magisches Denken". Man ist der Meinung, man hätte eine Vorsehung. Hat man aber gar nicht. Wir sind keine Telepathen oder ein Medium oder sonst irgendwie irgendwas mit Hellseherischen Fähigkeiten. Das, was da spricht, ist einfach die innere Angst, vor, was auch immer. Meistens sind es irgendwelche Krankheiten. Und ein massives Misstrauen in Ärzte und die damit verbundene Annahme, sie hätten irgendwas übersehen.

Das, was da spricht, ist einfach die innere Angst, vor, was auch immer. Meistens sind es irgendwelche Krankheiten. Und ein massives Misstrauen in Ärzte und die damit verbundene Annahme, sie hätten irgendwas übersehen. Ich weiß heute bei mir, woher dieses Misstrauen In Ärzte kam. Das sind aber tatsächlich individuelle Dinge, die sich dann meistens im Laufe der Therapie so ergeben.
In Ärzte kam. Das sind aber tatsächlich individuelle Dinge, die sich dann meistens im Laufe der Therapie so ergeben. Ich war auch immer der Meinung, wenn ich den Grund für meine Ängste kenne, dann verschwinden Sie. Nein, auch das ist definitiv nicht der Fall.
auf jeden Fall möchte ich dir sagen, auch ich kenne diese Gedankengänge. Es sind aber wirklich nur angstmachende Gedanken, keine ernsthafte Vorsehung.

x 1 #7


Schlaflose
Zitat von Marie_19888:
Denkt bzw fühlt ihr euch auch immer so als wäre es der letzte?

Ganz am Anfang, als ich PAs hatte, dachte ich auch, dass ich dabei gleich sterben werde. Aber als es 2-3 Wochen lang nie passiert ist, hat mir mein gesunder Menschenverstand gesagt, dass es nicht passieren wird.

#8


Sonja77
Bei mir ist es nicht jeden Tag so
Aber auch ich leide manchmal unter schlimmen Todesängsten

x 1 #9


Bobby2000
Das hab ich ab und zu auch. Meistens wenn was schönes bevorsteht. Da kommt dann der der Gedanke das ich dies nicht mehr erlebe.
Weis nicht warum .der Gedanke kommt dann einfach so.

x 1 #10


D
Ich habe auch den ganzen Tag Todesangst und jetzt Gerade ein Gefühl im Hals wie einer mir die Luft abdrückt.. und ersticke ... Kehle zu schnürt.. ist das nur in meinem Kopf oder steckt da eine tödliche Krankheit dahinter

#11


Bobby2000
@derschlumpf74 trink mal was kaltes

x 1 #12


D
@Bobby2000 habe ich getan

#13


D
Ich sitze gerade beim Arzt mit Kopfdruck Panik wie ich bewusstlos werde ..voll angespannt bin und denke ich mein kopf.platzt und sterbe

#14


Psychic-Team
Hallo Marie_19888,

bitte lies auch diese Themen für weitere hilfreiche Inhalte:

Wie Todesängste loswerden und überwinden

Todesängste werden immer schlimmer

Todesängste in vielen situationen.

Ich habe Todesängste!

In diesen Themen kannst du ebenfalls Kommentare hinterlassen, und die entsprechenden Mitglieder werden darauf hingewiesen.

Beste Grüße
Carsten

x 1 #15


Bobby2000
@derschlumpf74 geht’s dir besser?was sagt der Arzt.
Ich kenne das leider auch seid Jahren.

#16


D
@Bobby2000 habe den Arzt alles erzählt...das ich einen Druck im Kopf bekomme wie mein Hirn platzt und sitze dann wie erstarrt da mit Angst und ein Gefühl wie ich gleich sterben würde oder in ohnmächtig werde oder bewusstlos werde. Die Ärzte wo ich jetzt überall gewesen bin sagten das ich nichts lebensgefährliches habe und das meine HWS viele Bandscheiben kaputt sind und das meine Muskeln alle verspannt sind verkürzt sind. Und das ich gleichzeitig davon eine Angststörung entwickelt hat und eine Panikstörung.

x 1 #17

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Bobby2000
Mir geht es heute exakt so. Bekomm auch wieder Panik und das Gefühl das mein Kopf gleich platzt.

#18


M
@derschlumpf74 ich habe eine skliose im oberern Bereich und dadurch auch seit Jahren extreme Verspannungen. Hat das auch Einfluss auf Angst Panikattacken? LG

x 1 #19


D
@Marie_19888 ja hat es

#20


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Dr. Christina Wiesemann
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