Zitat von derschlumpf74: das ich einen Druck im Kopf bekomme
Das habe ich heute noch manchmal und dann begleitend so Art Gefühl von "Unwirklichkeit" bzw. Nebel im Kopf und kann dann auch kaum klare Gedanken fassen.
Angst macht mir das nicht mehr aber ich weiss dann,dass mich irgendwas stark überfordert hat.
Das können äussere Ereignisse sein (jegliche Art von Stress/Druck) aber es können auch innere Prozesse sein (nicht bewusst wahrgenommene innere Konflikte).
Ersteres (äussere Faktoren) sind leichter zu erkennen.
Wenn man z.B. viel arbeiten musste unter Zeitdruck oder kaum Ruhepausen hatte seit langer Zeit.
Dann geht der Körper quasi "in Streik".
Letzteres (innere Stressoren) sind schon schwieriger zu lokalisieren weil einiges unterbewusst abläuft.
Solchen Stressoren kann man eher im Rahmen einer Therapie "auf die Schliche" kommen.
Das können Glaubenssätze sein wie: "Ich muss immer perfekt sein,ich darf nicht versagen" und viele mehr.
Je nach Ausprägung der Symptomatik kann man halt für sich selbst üben,öfter in sich hinein zu hören ("was denkt es in mir") und in sich hinein zu fühlen ("wie fühle ich mich,was bereitet mir Bauchschmerzen/Kopfschmerzen").
Wenn man mal weiss,was es ist,fühlt es sich schon halb so bedrohlich an und man kann aktiv gegensteuern mit der Frage: "Was könnte mir jetzt gut tun".
Da wär man dann schon im Bereich Bedürfnisse wahrnehmen und Selbstfürsorge/Selbsthilfe betreiben.
Wenn mir persönlich alles über den Kopf wächst,hilft mir (persönlich) am ehesten Ruhe und Rückzug bis ich spüre,dass meine Kräfte wieder kommen und ich wieder klarer denken kann.
Anderen hilft eher Bewegung oder auch kreative Betätigung,in der Natur sein kann auch eine grosse Kraftquelle sein.
Wenn man sich schon länger depressiv/ängstlich fühlt,ist geraten,sich professionelle Hilfe zu suchen.
Das sieht so aus,dass man einen Termin beim Psychiater vereinbart und die Krankenkasse kontaktiert um sich eine Liste von Verhaltenstherapeuten des jeweiligen Ortes schicken zu lassen (geht auch per Mail).
Ich weiss,dass das viel ist,wenn man mit den Nerven runter ist aber ohne Hilfe von aussen geht es (manchmal) leider nicht.
Also die letzten Kräfte zusammen raffen und sich Hilfe holen.
Derzeit nicht einfach,weil das Gesundheitssystem (leider) massiv überlastet ist aber am Ball bleiben lohnt sich.
Manchmal springen z.B. andere Patienten ab und man rutscht dann rein.
Niemals aufgeben.