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Hypoxonder

Hypoxonder
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Moin,

was macht ihr gegen innere Unruhe?
Was sind eure Geheimtipps zum schnellen Entspannen?

Ich habe gerade wieder herausgefunden, dass man viel über die Atmung machen kann.
Mir hilft das sehr, auch gegen Herzstolpern.
Ich versuche bewusst zu atmen und zwar IN den Bauch.
Vor allem beim Ausatmen merke ich die Entspannung.
Die erste Zeit habe ich auch richtig gespürt wie alles im Brustbereich bis hin zum Kehlkopf verspannt sein muss.
Das hat mir gezeigt, dass es nötig war.
Am Anfang nervt es vielleicht sich da umzustellen aber man muss es auch nicht dauerhaft durchziehen von heute auf morgen. Auf jeden Fall erinnert mich aktuell immer eine Extrasystole daran wenn ich länger nicht in den Bauch geatmet habe. Das ist doch mal eine Erinnerung Smile

Erzählt gern mal.

20.03.2023 x 2 #1


53 Antworten ↓
S

SadGuy
Gast

Zitat von Hypoxonder:
Moin,

was macht ihr gegen innere Unruhe?
Was sind eure Geheimtipps zum schnellen Entspannen?

Ich habe gerade wieder herausgefunden, dass man viel über die Atmung machen kann.
Mir hilft das sehr, auch gegen Herzstolpern.
Ich versuche bewusst zu atmen und zwar IN den Bauch.
Vor allem beim Ausatmen merke ich die Entspannung.
Die erste Zeit habe ich auch richtig gespürt wie alles im Brustbereich bis hin zum Kehlkopf verspannt sein muss.
Das hat mir gezeigt, dass es nötig war.
Am Anfang nervt es vielleicht sich da umzustellen aber man muss es auch nicht dauerhaft durchziehen von heute auf morgen. Auf jeden Fall erinnert mich aktuell immer eine Extrasystole daran wenn ich länger nicht in den Bauch geatmet habe. Das ist doch mal eine Erinnerung

Erzählt gern mal.


@Hypoxonder

Leider hat bei mir langfristig "nichts" geholfen. Ich habe, da ich generell alles von A-Z teste und offen für Neues bin, diverse Tricks und Kniffe ausprobiert. Manches hat gar nicht funktioniert, andere Tricks halfen nur bedingt/kurzfristig. Hmmm. Insofern kämpfe ich nach wie vor mit der inneren Unruhe. Das ist teilweise so schlimm, dass ich trotz Müdigkeit, Erschöpfung usw. total "unruhig" bin.

Vielleicht ist ja für Dich dennoch der eine oder andere Tipp dabei, der mir anfangs geholfen hat, oder aus meinem Repertoire findet sich noch etwas.

Allerdings muss ich zwischen "Entspannung" und "innerer Unruhe" unterscheiden bzw. ist es bei mir so, dass das Eine nicht zwingend hilfreich gegen das Andere ist. Ich kann zwar gelegentlich "entspannen", bin aber "körperlich" dennoch extrem unruhig. Selbst beim "Nichtstun"!

Also, als junger Mann hatte ich schon recht bald herausgefunden, dass ich, wenn ich selbst Hand anlege (kann man das hier so offen schreiben?), entspanne. Das war allerdings als Kind/Teenager so und nicht von langer Dauer. Irgendwann hat das auch nicht mehr geholfen bzw. die Intervalle und Dauer mussten stets erhöht werden. Das hatte mich aber "schnell" entspannt. Teilweise bin ich dann auch eingeschlafen. Sex hat mich auch entspannt, aber da ich Solo bin, gibt es ja keinen Sex. Klar, man kann auch Sex haben als Solo-Typ, aber ist zu teuer oder Mädels wollen einfach nicht (kompliziert eben^^). Vielleicht hilft Dir das?

Dann hatte ich mich in sehr viel Arbeit bzw. in aktive Tätigkeiten geflüchtet, um die Unruhe abzubauen bzw. dachte, dass das eine gute Idee wäre. Ablenkung, Fokussierung, Energierumwandlung, Abbau usw. Dies hat anfangs auch geklappt, aber auch hier war es irgendwann so gewesen, dass sich mein Körper sehr schnell daran gewöhnt hat und die Ablenkung bzw. der "Reiz" nicht mehr ausgereicht haben. An manchen Tagen war es dann sogar so, dass ich eher aufgedreht und noch mehr unruhig, zappelig, aufgedrehter in Verbindung mit Unruhe, Unsicherheit usw. gewesen war. Ich hatte die Arbeitsintensität und -dauer erhöht, aber irgendwann kann man auch körperlich nicht mehr. Bin dann ins Bett gefallen (anfangs), später war ich weiterhin "unruhig".
Ìnsofern kann Arbeit auch ablenkend wirken, Unruhe ableiten/kompensieren usw.

Da ich leider nicht so viel arbeiten konnte, hatte ich zusätzlich einen Job angenommen. Das hat anfangs auch geklappt, aber irgendwann musste ich auch hier die Dauer/Intensität erhöhen, da sich sehr schnell ein Gewöhnungseffekt eingestellt hatte. Parallel dazu hatte ich dann noch Sport gewählt, um mich so richtig auszupowern, um den Körper keine Chance mehr zu geben. Auch das hatte anfangs geklappt, aber irgendwann hat sich mein Körper auch daran gewöhnt.

Sport kann auch entspannend wirken und Unruhe ableiten/kompensieren.

Da Ende vom Lied war, dass ich irgendwann "erschöpft" war und "nichts" mehr ging. Zu viel Arbeit, zu viel Stress, zu viel Sport, zu viel Kompensation/Ablenkung usw.

Wenn ich z.B. wüsste, woher die "Unruhe" kommt, könnte ich das logisch lösen. Auch mit der Angst ist es bei mir so, dass es entweder diverse Trigger gibt oder die Angst nebst Unruhe einfach so spontan in allen Lebenslagen/Situationen eiskalt zuschlägt.

Chillen, Yoga, Atmen, Musik, Entspannung, Muskelentspannung, Chi Gong usw. habe ich auch schon alles durch. Selbst wenn ich äußerlich mitmache und entspannt wirke, bin ich innerlich unruhig und mein Herz rast.

Ich kann schon entspannen und manchmal bin ich "ruhig", aber eben nicht immer und die Unruhe kommt spontan. Dann kann ich bisher dagegen nichts tun. "Schnell" geht bei mir leider gar nichts. Es kann leider sein, dass ich den ganzen Tag übe bzw. mich fokussiere, aber dennoch nicht "ruhig" werde.

Ich bin ein schwerer Problemfall, aber vielleicht kannst Du mit diversen Tipps etwas anfangen.

Ich habe bei mir festgestellt, dass diverse Tricks bei mir nicht mehr oder nur kurz wirken. Der Körper gewöhnt sich zu schnell daran und gewinnt wieder die Oberhand.

Beim SPort war es z.B. anfangs so, dass das Gefühl den ganzen Tag angehalten hat und ich etwas sicherer, weniger ängstlich/schüchtern und weniger depressiv war. Quasi euphorisch nach dem Sport. Das geht heute auch nicht mehr. Vielleicht nur noch 30-60 Minute und dann ist es vorbei, zurück ins Loch.

Was ich mich zudem frage, ist, ob man wirklich alles so wie die MAsse machen muss?
Wenn es belastet und man Probleme hat, ist es gut, wenn man das ändert oder das Problem löst.
Nur, wenn die MAsse alles "vorlebt" und "meint", dass man auch "so" sein muss, ist es schlecht. Menschen sind zu unterschiedlich. Wenn Mensch A eben mit seiner "Individualität" keine Probleme hat, dann sollte dieser Mensch so bleiben.

Mir wird nämlich auch immer gesagt, dass ich aufgedreht, nicht so erwachsen und locker wäre. Ich "soll" ruhiger sein, mich erwachsen verhalten und dies und jenes (nicht) tun. Nur, wo steht das geschrieben?

Ich darf doch auch als junger Mann Seilspringen, Himmel und Hölle spielen, in eine Pfütze springen und "locker" drauf sein. Habe ich eine depressive Phase, dann soll ich "fröhlich" sein. Habe ich dann einen guten Tag, dann passt es auch wieder nicht. Insofern "denke" ich, dass man "seinen "eigenen Weg finden und sich nicht an der Masse orientieren und nach dieser richten sollte. Mensch A mag Wasser, Mensch B Cola. Es müssen nicht alle Menschen "identisch" funktionieren!

Für mich ist es eben sehr komisch, dass ich schüchtern, unruhig, unsicher, nicht selbstbewusst usw. bin, aber zeitgleich beim "guten" Tag offen, locker, aufgedreht usw. Die Stimmung kann aber schnell kippen. Angst/Panik, Unruhe usw. schlagen spontan zu.

Ich kenne zwar ein paar Trigger (ich übe mehrfach jeden Tag seit Dekaden! Bringt nichts), aber selbst wenn kein Trigger erkennbar ist, kommen Unruhe/Ängste/Panik spontan.

12.11.2022 21:49 • x 2 #37


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Innere Unruhe Was macht ihr dagegen?

x 3



Schlaflose
Bei mir hilft nur Bewegung, also Ausdauersport. Und wenn es mal nachts kommt und ich dadurch nicht schlafen kann, nehme ich ein Beruhigungsmittel. Atmung, Entspannungstechniken usw. funktionieren gar nicht, machen es nur schlimmer.

x 1 #2


Hypoxonder
@Schlaflose Meinst du Ausdauersport als Prophylaxe oder in dem Moment? Oder beides?

#3


Delfina
Hallo, ich reihe mich mal hier ein, da es auch mein Thema ist. Aus meiner ursprünglichen Angst ist nun eine innere Unruhe geworden. Ich muss sagen, besser finde ich das auch nicht, da es stundenlang anhält und kaum durch etwas zu beeinflussen ist. Zum Schlafen habe ich Baldrian und Melatonin, so habe ich mir meine 6-7 Stunden Schlaf zurückerobert. Ich habe auch schon vieles probiert. Manchmal hilft Bauchatmung, manchmal Heilströmen, manchmal Meditation. Ich gehe täglich spazieren, so 7.000 bis 8.000 Schritte. Das baut meistens den Stress etwas ab.
Habt ihr diese Unruhe schon lange? Wie äußert sich diese bei euch?
Ich mache tagsüber trotzdem alles, aber immer mit diesem Druck im Körper und hoher Anspannung.

x 3 #4


KampfderAngst
Hallo zusammen, ich leide zur Zeit auch wieder an innerer Unruhe.
Bei mir gibt es unterschiedliche Gründe dafür - morgens ist es die Angst vorm Tag, da hilft eigentlich nur aufstehen und raus, sprich Bewegung.
Sonst komme ich auch mit Meditation und Achtsamkeitsübungen zur Ruhe.

Wichtig ist wohl die Zufuhr von Vitamin B, da nehme ich ein Kombipräparat von verschiedenen Vitamin B's.
Neben meinen anderen Medikamenten.

x 2 #5


KampfderAngst
Zitat von Delfina:
Habt ihr diese Unruhe schon lange? Wie äußert sich diese bei euch?
Ich mache tagsüber trotzdem alles, aber immer mit diesem Druck im Körper und hoher Anspannung.


Ich habe die Unruhe immer wenn es mir schlecht geht, wie zur Zeit. Die eigentliche Ursache ist bei mir die Depressionen und die Panikstörung.
Zur Unruhe kommt dann Gedankenkreisen, was das ganze natürlich verstärkt.
Heute ist so ein furchtbar unruhiger Tag...

x 4 #6


Delfina
Ja, bei mir auch. Das geht seit gestern so. Davor hatte ich ein paar gute Tage und nun ist es wieder gekippt. Es gibt keinen Auslöser, der mir bewusst wäre, sondern das kommt und geht, wie es lustig ist. Ich hoffe, dass es morgen besser ist. So geht das nun schon ein paar Jahre.

x 2 #7


P
Ich nehme seit einer Weile an anstrengenden Tag Vivinox Nervenruhe (Baldrian, Passionsblüte und Melisse) und muss sagen, dass es wirklich etwas beruhigt. Vor allem, wenn man es 3x täglich ein paar Tage nimmt. Als würde sich die Wirkung auch etwas aufbauen.
Manchmal kombiniere ich noch Baldrian dazu.
Damit komme ich aktuell gut klar und dabei bin ich gerade dabei, mein Leben zurück zu erobern durch zahlreiche Expositionen (z.B. alleine Autofahren).

Für stärkere Unruhe kann ich Promethazin empfehlen.

x 2 #8


KampfderAngst
@Delfina ja schrecklich, wenn es dann wieder kippt. Ich bin dann oft enttäuscht von mir selber. Was natürlich auch wiederum kontraproduktiv ist.

Bei mir gab es einen Auslöser...aber zur Zeit reicht auch eine Minikleinigkeit um mich aus dem Konzept zu bringen 😔

x 2 #9


KampfderAngst
@Pauline333 mit pflanzlichen Sachen komme ich nicht weiter....leider. Ich nehme schon sehr lange Escitalopram und Opipramol und habe jetzt auch noch Perazin dazubekommen. Ich hoffe, dass ich das dann wieder absetzen kann, irgendwann.

x 1 #10


P
Zitat von KampfderAngst:
@Pauline333 mit pflanzlichen Sachen komme ich nicht weiter....leider. Ich nehme schon sehr lange Escitalopram und Opipramol und habe jetzt auch noch ...


Ja, kenne ich. Klappt auch nur jetzt, wo das Sertralin wirkt und die Unruhe deutlich milder ist.
Aber soll Opipramol nicht beruhigen? Vielleicht ist die Kombi nicht (mehr) so gut...? Was sagt denn dein Arzt? Einfach ein 3. Medikament dazu als Lösung?

x 1 #11


Schlaflose
Zitat von Hypoxonder:
@Schlaflose Meinst du Ausdauersport als Prophylaxe oder in dem Moment? Oder beides?

Beides. Ich mache regelmäßig Ausdauersport und wenn ich wegen etwas aufgedreht bin, mache ich es im Moment.

#12


KampfderAngst
@Pauline333 ich nehme 10mg Escitalopram und 50mg Opipramol, was eher geringe Dosen sind.
Damit bin ich die letzten 7 Jahre super zurecht gekommen, keine Depression oder Ängste.
Leider gab es vor ca. 3 Wochen einen konkreten Auslöser und seitdem hat mich die Angst wieder im Griff. Aber nicht voll! Daher jetzt als Notfall das Perazin.

Ich weiß auch, was ich - theoretisch - zu kann, um mit der Angst umzugehen, aber es gelingt mir nicht immer. Heute z.B. war es grausam. Fast durchgehend Ängste und Unruhe. Jetzt geht es, wie meistens abends, aber morgen spätestens um 6.00h geht's von vorne los.

x 4 #13


Ricess
Seit gegrüßt 👋 das ist leider auch mein Thema...frühs bis mittags ist es am schlimmsten. Ich versuche trotzdem alles zu erledigen.mir hilft auch Ausdauersport. Wandern und Laufen...und Atemübungen sind auch nicht verkehrt. Nehm dazu an Medikamenten die üblichen Verdächtigen ....mirtazapin und co.in höchster dosis..abends ist es als wäre nichts und morgen um 6 uhr wieder Zustände und katastrophen Gedanken vom feinsten

x 3 #14


KampfderAngst
Zitat von Ricess:
abends ist es als wäre nichts und morgen um 6 uhr wieder Zustände und katastrophen Gedanken vom feinsten


Jepp - hier auch🙄

Weisst du, woran es liegt bei dir?

#15


Ricess
@KampfderAngst auch Angstörung mit Depression 🫣 ich hatte das vor 6 Jahren schon mal so.das wurde erst nach 4 Monaten und 10 Wochen Klinik besser...nun ist der mist seit 1 woche wieder da..die Theorie wie man dagegen angehen kann kennen wir ja alle hier aber naja...in der Praxis siehst etwas anders aus...sehr anstrengend

x 2 #16


Hypoxonder
@Ricess Hab das mit der morgendlichen Unruhe auch die letzten Tage. Ist in der Form für mich relativ neu.
Habe mir überlegt mein Gehirn etwas zu überlisten und einfach mal ne halbe Stunde eher aufzustehen. Das hätte auch geklappt wenn ich nicht schon EINE Stunde vorher wach gewesen wäre. Die ersten 20 Minuten waren etwas komisch aber danach ging es gut. Also kein Vergleich zu den Tagen davor. Durch die Stunde bin ich hinten raus leider ziemlich müde geworden, da gerade Abends die Kinder noch mal durch den Tisch treten. Das ist für mich ziemlich anstrengend. Mal sehen wie ich das in den Griff bekommen kann. Aber in der Theorie hat die zusätzliche Qualitytime vorab den Stress genommen und somit auch das Unbehagen in größten Teilen.

#17

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KampfderAngst
@Ricess ich war 2014/15 für 12 Wochen in einer Tagesklinik. Das ist jetzt meine 4.Episode. Dachte eigentlich, ich hätte es hinter mir gelassen...
Aber es ist wohl in mir und wenn ich nicht gut auf mich aufpasse, dann kommen die Ängste schnell wieder.
Hast du schonmal mit dem Ansatz des inneren Kindes gearbeitet? Hilft mir sehr gut!

#18


KampfderAngst
@Hypoxonder ja das Hirn ist schon schlau 😉

#19


F
Zitat von KampfderAngst:
Leider gab es vor ca. 3 Wochen einen konkreten Auslöser und seitdem hat mich die Angst wieder im Griff. Aber nicht voll! Daher jetzt als Notfall das Perazin.

Na ja aber dann weisst Du ja auch,wo das herkommt.
Wenn ein konkreter Auslöser Stress auslöst,wird sich das wieder geben.

Magst Du mal schreiben,was da der Auslöser ist/sein könnte?

Perazin hat mir auch schonmal sehr geholfen.

#20


A


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Dr. Christina Wiesemann
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