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27

Schlaflose
Zitat von Kruemel_68:
Nein, nicht ohne Grund.

Sie meinte wahrscheinlich ohne einen konkreten Auslöser. Eine tieferliegende Ursache gibt es natürlich immer.

#21


C
@Kruemel_68 aber Angst vor was? Ich kann mir nicht erklären wovor ich Angst haben soll…
Natürlich hab ich Ängste sowie jeder Mensch, zb vom Dunkeln, das hatte ich schon immer, oder vor dem Tod.
Aber ich kann mir nicht erklären woher es aufeinmal kam….

#22


A


Immer wen ich draußen bin gehts mir schlecht

x 3


C
@Schlaflose ja genau danke

#23


Dao47dr
@Cappuccino12
Das, was du beschreibst, kann auch dann passieren, wenn man sich eigentlich wohlfühlt. Der Körper geht manchmal einfach in eine Stressreaktion, obwohl kein klarer Grund da ist. Das kann durch Reize, unterschwellige Anspannung oder ein empfindliches Nervensystem kommen. Typisch sind dann Herzrasen, Unruhe oder ein plötzliches Angstgefühl. Das wirkt wie Panik, ist aber oft eher eine körperliche Fehlreaktion als echte Angst vor der Situation.
Reize oder verdeckter Stress.. hm wie lange hast du damit schon zu kämpfen?

#24


C
@Dao47dr danke, genauso fühlt es sich an. Währenddessen stolpert mein Herz auch ganz schlimm. Ich hab das jetzt seit November 2025 immer in Schüben

#25


Kruemel_68
Zitat von Cappuccino12:
@Kruemel_68 aber Angst vor was? Ich kann mir nicht erklären wovor ich Angst haben soll… Natürlich hab ich Ängste sowie jeder Mensch, zb vom Dunkeln, das hatte ich schon immer, oder vor dem Tod. Aber ich kann mir nicht erklären woher es aufeinmal kam….

Okay, jetzt verstehe ich Deinen gedanklichen Knoten. Ich versuche mal, ein bisschen zu erklären und würde Dir empfehlen, Dich einmal mit dem Krankheitsbild "Angststörung" auseinanderzusetzen. Die meisten haben davon nämlich komplett falsche Vorstellungen. Vielleicht hilft es Dir auch, einmal meinen "Werdegang" durchzulesen, dann könnte Dir auch einiges klarer werden.


erfolgserlebnisse-f59/mein-tipp-koerper-psychotherapie-bei-somatoformer-stoerung-t106750.html

Eine Angst- und Panikstörung bildet sich nicht aus, weil man Angst vor etwas hat. Eine Angststörung bildet sich aus, weil die Person jahrelang in unterbewussten Druckmustern lebt, nicht-relativierte Glaubenssätze aus der Kindheit hat, dauerhalt seelischem Stress ausgesetzt ist, dauerhaft mit Abwertung, Nicht-Gesehen-Werden, ständige Verletzungen oder Überforderung konfrontiert ist oder einfach nicht so lebt, wie er es gern möchte. Diese Dinge "höhlen" unser Nervensystem aus, konstant, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Am Anfang entwickeln wir Kompensationsstrategien (z.B. Sport, Alk., Flucht in Konsum etc.) und wir können unsere Funktionsfähigkeit noch aufrecht halten.

Aber irgendwann funktioniert das nicht mehr. Das ist dann der Zeitpunkt, wo die körperlichen Symptome zunehmen. Unwohlsein, wenn man unterwegs ist oder mit vielen Menschen zusammen. Schwindel, für die sich keine Ursache findet. Magen- und Darmprobleme. Herzklabastern, Energielosigkeit, innere Unruhe und vieles mehr. Und wir fangen an, nach einer körperlichen Krankheit zu suchen. Konsultieren Ärzte. Aber es ist alles in Ordnung. Und wir denken - das kann doch gar nicht sein, mir geht es so schlecht.

Und dann kommt irgendwann der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Und dann fliegt uns alles um die Ohren. Zu dem Zeitpunkt kommen dann auch die Ängste. Uns wird dann mal wieder schummrig im Laden, das Nervensystem ist jetzt endgültig drüber, wir können es nicht mehr kompensieren und dann kommt die Angst vor der Angst: Was, wenn ich ohnmächtig werde? Beim nächsten Mal gehen wir dann schon angespannt in den Laden - und natürlich wird uns dann wieder schummrig, diesmal aber noch schlimmer. Und schon sind wir in einer Angstspirale gefangen.

Du musst also in eine andere Richtung denken. Die Frage ist nicht: wovor habe ich Angst? Sondern Du musst schauen, was in Deinem Leben Dir so Druck bereitet, dass er - weil es ja nicht sein darf - somatisch abgeleitet werden muss. Als mein Therapeut mich das erste mal gefragt hat, war bei mir alles prima. Ich hatte einen guten Mann, einen tollen Sohn, ein gesichertes Einkommen, eine gute Herkunftsfamilie, eine gute Kindheit, gute Eltern. Konnte alles gar nicht sein. Jeden Faden, den der Therapeut aus dem imaginären Wollknäul auf dem Tisch gezupft hat, habe ich hastig wieder zurückgestopft.

Es hat sehr lange gedauert, bis ich mir eingestanden habe, dass es da eben doch seitens meiner Eltern ungesunde Muster gab die ich mit ungesunden Kompensationsstrategien aufgefangen habe. Und das sind nicht die großen Themen wie Gewalt, Mißbrauch o.ä. Es sind kleine, kaum merkbare Dinge. Und was Du als Kind gelernt hast, machst Du halt als Erwachsene genauso. Ohne es weiter zu hinterfragen. Und wenn Dir diese Dinge erst einmal bewusst sind, kann man gegensteuern. Man kann Dinge anpassen und klären. Und für sich loslassen. Und dann kann das Nervensystem nach und nach zur Ruhe kommen und die Angst in ihrer Stellvertreterfunktion kann gehen. Das nennt man dann auch Heilung.

Ich hoffe, ich konnte Dir hier ein paar neue Denkanstöße liefern. Ich kann Dir versichern, dass dieser Weg sich lohnt, auch wenn er mühsam ist und es einfacher ist, sich Tabletten einzuwerfen.

x 3 #26


S
Zitat von Cappuccino12:
Ich nehme es aber nur bei Bedarf

Vielleicht wäre mal eine dauerhafte Einnahme sinnvoller, dann wirkt das Medi besser.

x 1 #27


C
@Kruemel_68 also wow danke! Ich hab es so noch NIE gesehen!
Wirklich danke, du hast mir wirklich die Augen geöffnet und ich habe mich immer gefragt WOVOR habe ich Angst? Was is das Problem? Ich habe seit der Geburt meines Sohnes immer Dauer Stress gehabt, vorallem mit mein Mann, er hat mich viel erniedrigt sieht mich nie als Frau, hat mich immer runter gemacht wir haben viel gestritten, er hat mich ständig manipuliert, hat mir jeden Tag eingeredet ich wäre zu nichts zu gebrauchen , habe viel geweint, habe viel eingesteckt… dann war ich arbeiten, Haushalt, Kind, toxischen Mann, und dann hat es angefangen …..

x 2 #28


C
@silberauge das würde ich gerne. Allerdings habe ich gemerkt das ich dadurch Wasser einlagere, obwohl ich nicht mehr oder ungesünder esse. Ich habe über 25 Kilo abgenommen und habe natürlich auch Angst davor wieder zuzunehmen. Das ist nämlich eine Nebenwirkung von der Tablette

x 2 #29


Kruemel_68
Zitat von Cappuccino12:
Ich habe seit der Geburt meines Sohnes immer Dauer Stress gehabt, vorallem mit mein Mann, er hat mich viel erniedrigt sieht mich nie als Frau, hat mich immer runter gemacht wir haben viel gestritten, er hat mich ständig manipuliert, hat mir jeden Tag eingeredet ich wäre zu nichts zu gebrauchen , habe viel geweint, habe viel eingesteckt… dann war ich arbeiten, Haushalt, Kind, toxischen Mann, und dann hat es angefangen …..

BINGO!

Damit hast du schon mal die halbe Miete. Bleib in der Richtung dran!

#30


C
@Cappuccino12 Hello, war bei mir genau gleich. Wichtig ist: trotzdem raus gehen, sogar so oft du kannst. Die Angst darf nicht siegen. Vermeidung führt dazu, dass die Angst stärker wird und dann kannst du gar nicht mehr das Haus verlassen.

Raus gehen, Angst so gut es geht ignorieren. Mir ging es auch so, sobald ich draußen war hatte ich starke Symptome. Hab es dann so gut es ging ignoriert und mit der Zeit wurde es besser lachen

x 1 #31


C
@Clown danke ! Mir ist es auch total wichtig raus zu gehen, vor allem weil ich ein wilden kleinen Jungen habe der viel raus will. Ich hab also gar keine andere Wahl 😁
Ist es bei dir komplett weg?

x 1 #32


C
@Cappuccino12 Ja, ich hatte das nur während meiner schlimmsten Phase 😎 Es ist sehr gut dass du raus gehst, bleib dran!

#33


Schlaflose
Zitat von Clown:
Raus gehen, Angst so gut es geht ignorieren. Mir ging es auch so, sobald ich draußen war hatte ich starke Symptome. Hab es dann so gut es ging ignoriert und mit der Zeit wurde es besser

So habe ich es auch gehalten und nach einem halben Jahr waren die PAs weg und kamen nie wieder. Das ist jetzt 40 Jahre her.

x 2 #34


C
@Schlaflose man muss stärker sein als die Angst, um die Kontrolle wieder zu erlangen. Das ist die einzige Lösung 👍

x 1 #35


C
@Schlaflose danke, hattest du auch Herz stolpern?

#36


C
@Clown
Ich war heute mal wieder unterwegs
es war wieder so schlimm traurig ich ertrage es nicht mehr, langsam entwickel ich Ängste raus zu gehen!Ich war mit meiner Schwester shoppen, mir wurde komisch , Herzrasen, Gefühl der Boden schwankt, dann Herzstolpern , Unruhe und das Gefühl gleich ohnmächtig zu werden. Es sollte ein toller Tag werden, ich flippe bald aus, ich hatte immer wieder Panikattacken aber nicht in so einem Ausmaß😞

#37

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T
Das klingt nach Agoraphobie. Der Gedanke, dass es neben mir noch zahlreiche Leidensgenossen gibt, ist tröstlich. Konfrontationstherapie ist der einzige Ausweg. Schwer, aber hilfreich.

#38


C
@Cappuccino12 Es tut mir echt leid dass es dir so schlecht geht. Ich weiß, das kann sehr schwer fallen aber es ist wirklich sehr wichtig, dass du trotzdem stark bleibst und weiterhin shoppen gehst. Konfrontation ist sehr wichtig, Vermeidung wäre sehr kontraproduktiv. Die Angst wird sonst irgendwann so stark dass du gar nicht mehr das Haus verlassen kannst. Eine Panikattacke geht in der Regel maximal 30-45 Minuten. Angstattacken gehen viel länger aber sind nicht so schlimm wie Panikattacken. Bleib dran, geh weiterhin raus und bekämpfe diese Angst.

#39


C
@Tooly was genau ist das?

#40


A


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