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Lämmchen
Hallo ihr!

Wir haben uns am Sonntag eine süße kleine Hündin geholt. Sie ist total niedlich und wirklich lieb. Kein Bellen, kein Beißen, kein Möbelanknabbern, usw. Mein Mann ist auch hin und weg, und ich hatte mich vorher auch für den Hund entschieden, sogar ein bisschen gefreut. Und dann war sie ein paar Stunden bei uns und ich bekam auf einmal Panik. Richtig schlimm. Auf einmal wurde mir das alles zuviel. Die ganze Verantwortung, ca. 10 Jahre lang ... Nun war der Hund auch als Übung für mich gedacht, nämlich als letzte Instanz vor einem eigenen Kind. (Ich habe schon seit einigen Jahren mit Agoraphobie und Panik zu kämpfen). Nun sagt mir mein Verstand: Eigentlich ist es ja gut, wenn ich SO große Angst habe, denn ich muss sie aushalten lernen und dann wirds mir insgesamt sicher besser gehen, wenn es überstanden ist.
Aber meine Angst-Seite flüstert mir ins Ohr: Vielleicht kannst du das gar nicht aushalten. Vielleicht drehst du durch und landest in ner Klinik.
Ist eigentlich unwahrscheinlich, oder? Ich meine jede Verhaltenstherapie gegen Ängste ist ja eine Konfrontationstherapie. Eigentlich wollte ich bei euch nur mal nachfragen, was ihr denkt. Werde ich mich auf jeden Fall irgendwann dran gewöhnen und die Kleine sogar lieb haben können? Es besteht doch keine Chance, dass das immer schlimmer wird, oder?

23.07.2013 09:43 • 23.07.2013 #1


8 Antworten ↓


Aus welchen Gründen sollte man einen Hund denn nicht aushalten können? Meinst du damit das Gassi gehen müssen? Sonst macht ein Hund doch nix außer ein bisschen spielen, rum liegen, pennen und fressen...
Mir sind Hunde aber an sich nix. Deswegen habe ich mir einen Hauskater zugelegt. Mit dem muss ich nicht bei Wind und Wetter draußen spazieren gehen. Darauf hätte ich nämlich keine Lust. Außerdem riechen Hunde bei Regenwetter etwas streng.

23.07.2013 09:47 • #2



Mit Hund wird mir alles zuviel - Panik

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Jaspi
Ich habe mir schon immer einen Hund gewünscht...
Meine Panik war letztes Jahr so extrem schlimm, bin auch nicht arbeiten gegangen...Ich habe gemerkt das ich zuviel zeit hatte über alles über mich, die Krankheiten die gar nicht existierten nachzudenken. Ich bin ins kalte Wasser gesprungen und habe mir meinen Traum erfüllt und mir einen kleinen Mops geholt zu mir. Ich hatte genau wie Du die ersten tage, vor allem aber die Tage vor der Anschaffung große Panik...und jetzt? Es ist das beste was mir passieren konnte, der Hund lenkt mich ab, bringt mich auf andere Gedanken, mein tagesablauf ist ein ganz anderer, ich muss ständig raus, ich habe gar keine Zeit mehr zum Grübeln und somit auch keine Panik mehr. Ich habe meine Psychotherapie abgebrochen, mein kleines Hündchen ist jetzt mein Therapeut
Ich wünsche Dir das es sich bei Dir genauso entwickeln wird.

23.07.2013 09:51 • #3


Lämmchen
Hallo Pumuckel: Ja, objektiv weiß ich das alles, aber irgendwie hab ich so große Angst vor Verantwortung ...


Oh Jaspi, das muntert mich total auf! Da muss ich gleich weinen ...

Ich freue mich, zu hören, dass es dir genauso ging (doofe Formulierung, für dich war es sicher nicht schön). Wie hast du das denn die erste Zeit gemacht? Ich fühle mich nämlich wie gelähmt von der Angst. Kann nichts im Haushalt machen, nicht kochen, nicht arbeiten ... ich sitze nur rum ...

23.07.2013 09:57 • #4


Layara
Hallo Lämmchen,

Deine Bedenken kommen mir total bekannt vor.
Als ich mir meine erste Katze geholt habe, hatte ich auch Angst und Panik, ob ich dem ganzen gewachsen bin(dabei bin ich mit Katzen aufgewachsen, aber irgendwie war es doch anders, selbst die Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen.)

Damals dachte ich, was ist, wenn es mir wieder ganz schlechten geht, wer versorgt mein Tier, was ist, wenn ich doch in eine Klinik muss?

Aber diese Angst legte sich, mittlerweile hab ich 4 Katzen und einen Hamster.
Ich bin froh, die Tiere zu haben, denn irgendwie helfen sie gegen die Angst, oder die Angst vor der Angst. Ich habe es keinen Augenblick bereut, die 4 zu haben, ganz im Gegenteil.

Du wirst sehen, du hast dich so shnell an den Hund gewöhnt, wirst ihn lieb haben und nie mehr hergeben wollen. So viel Arbeit, dass es einen überfordern könnte machen Hunde und Katzen gar nicht. Die sind doch sehr selbstständig.

23.07.2013 09:59 • #5


Layara
Sorry Doppelpost

23.07.2013 09:59 • #6


Lämmchen
Ich seh keinen Doppelpost

Danke Layara! Eure Antworten machen mir Mut! Ich hoffe so sehr, dass ich die kleine Süße auch bald lieb haben kann. Mein Mann leidet darunter, dass mein Herz irgendwie aus Angst nicht offen ist, und die kleine Hermine (der Hund) hat das ja auch nicht verdient ...

23.07.2013 10:04 • #7


Jaspi
Zitat von Lämmchen:
Hallo Pumuckel: Ja, objektiv weiß ich das alles, aber irgendwie hab ich so große Angst vor Verantwortung ...


Oh Jaspi, das muntert mich total auf! Da muss ich gleich weinen ...

Ich freue mich, zu hören, dass es dir genauso ging (doofe Formulierung, für dich war es sicher nicht schön). Wie hast du das denn die erste Zeit gemacht? Ich fühle mich nämlich wie gelähmt von der Angst. Kann nichts im Haushalt machen, nicht kochen, nicht arbeiten ... ich sitze nur rum ...


Das kenne ich, das hatte ich genauso. In diesem Moment habe ich mir die Kleine angeschaut und mir gedacht, hey ich bin erwachsen ich kann für mich selbst sorgen und ich habe hier jetzt ein kleines Hundebaby, welches voll und ganz auf mich angewiesen ist. Es wartet nur darauf geliebt zu werden und ist dankbar wenn ich ihr die große weite Welt zeige und ihr meine Liebe schenke. Wenn kurz die Panik aufkam bin ich sofort zu ihr runter, hab sie in den Arm genommen, gespielt oder sonst was. Muss ganz ehrlich sagen das die Angst sehr schnell weg war bei mir. Wenn ich mir jetzt vorstellen würde, sie wäre nicht mehr da, wäre da ein riesen Loch....und ich habe sie erst 6 Wochen!
Was macht sie denn jetzt gerade wenn Du am PC bist? meine liegt genau vor mir und pennt, waren um acht schon das zweite mal draußen..gleich koche ich schon mal für später und um elf geht es wieder raus, sie muss ja noch stubenrein werden. versuche Dir einen Tagesablauf aufzubauen....

23.07.2013 10:11 • #8


Hallo

Zitat von Lämmchen:
Und dann war sie ein paar Stunden bei uns und ich bekam auf einmal Panik. Richtig schlimm. Auf einmal wurde mir das alles zuviel. Die ganze Verantwortung, ca. 10 Jahre lang ... Nun war der Hund auch als Übung für mich gedacht,


Mir geht es ganz genau so mit dem Gedanken und Wunsch nach einer
lieben Katze als Mitbewohner.

Ich schreibe nun schon seit Jahren hier im Forum, dass ich mir nichts
lieber wünsche als eine Katze. Und eigentlich wäre auch alles klar dafür
(Kontakt zu Tierheim, Kostenfrage, Wohnungsumbau/Katzentüre etc.).
Bis jetzt steht mir aber für den letzten Schritt auch immer noch die Angst
vor der langjährigen Verantwortung im Weg. Ich bekomme bereits ein
schlechtes Gewissen, und fühle mich wie ein Feigling.

Zitat von Jaspi:
Ich hatte genau wie Du die ersten tage, vor allem aber die Tage vor der Anschaffung große Panik...und jetzt? Es ist das beste was mir passieren konnte, der Hund lenkt mich ab, bringt mich auf andere Gedanken, mein tagesablauf ist ein ganz anderer, ich muss ständig raus, ich habe gar keine Zeit mehr zum Grübeln und somit auch keine Panik mehr. Ich habe meine Psychotherapie abgebrochen, mein kleines Hündchen ist jetzt mein Therapeut


@ Jaspi :

Dein Beitrag hat mir soeben einen richtigen Schubs vorwärts gegeben.

Ganz lieb Danke dafür sag, Der Beobachter

23.07.2013 11:10 • #9




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