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Hallo Zusammen,

Kurz zu mir, ich bin 27 Jahre alt, Männlich, Heuschnupfen-Allergie und Student.

Vorgeschichte:

-Der Vater hatte in seiner Jugend und Erwachsenenalter immer wieder Angstzuständen. (Bin also schon familiär belastet)

-Mit 16 Jahren durch denn Konsum von Canna. eine ausgelöste Angsterkrankung, die mehrere Jahre mehr oder wenig heftig anhielt.
Die Symptome waren meistens, Herz-basierend, also Hypochondrische Ängste das ich einen Herzinfarkt kriegen könnte, Herzstolper usw. Aber auch allgemeine Nervösigkeit, Schlafprobleme.

-Mit 19 Jahren, das erste mal Hochschrecken vor dem Einschlafen. Einen Tag davor Alk. in übermassen getrunken, der meine Angsterkrankung natürlich kurzzeitig besser machte aber am nächsten Tag es deutlich verschlimmerte, Herz-rasen, Enge und Stiche in der Brust usw.
Das hochschrecken kam dann immer und immer wieder in Abständen von 1-2 Wochen. Das Hochschrecken äußerte sich immer gleich: Ich liege im Bett, und genau in dem Moment in dem man schon übertritt in denn Schlaf, schoss mir Adrenalin durch die Brust, Stechen im Arm und in der Brust, der Kopf leicht betäubt mit anschließendem Herzrasen für ungefähr 20 Sekunden. Mit 19 Jahren, dachte ich damals das es tatsächlich wohl mein Ende ist und sprang vom Bett dann immer auf und wartete mehrere Minuten mit dem Hörer im Arm, um dann denn Notfall zu verständigen.

-Mit 20 Jahren, anschließend EKG gemacht mit anschließendem Langzeit-EKG. Kein Befund.

-Mit 21 Jahren das erste mal Kontakt zu Benzodiazepinen. Mit dem Ergebniss: KEIN Hochschrecken mehr vor dem Einschlafen.
Im Verlauf des Jahres, immer und immer wieder Diazepam über die Woche verteilt genommen.

-Mit 22 Jahren übermäßiger Konsum von Alk.. Mit Missbrauch von Diazepam, Hochschrecken und Unruhe Zustände waren so gut wie nicht vorhanden, da der Spiegl von Diazepam konstant im Blut blieb.

-Mit 23 Jahren, Realisierung der Benzodiazpine Sucht, Vorallem Diazepam. Immer und immer wieder bei mehreren Hausärzten auf "Beschaffung" gewesen.

-Bis Ende 25 Jahre, also fast 2 Jahre, zwar das Studium hingekriegt aber mehr oder weniger im "Valium-Dämmerschlaf" die Jahre verbracht.

-Anfang 26 Jahre einen schrittweisen Entzug mit meiner Neurologin gemacht mit dem Antidepressivum Doxepin. Von 30mg Diazepam täglich runter auf 0 genau in einem Jahr.

-Seit genau 1 Jahr und einem Monat bin ich clean. Bis auf das tägliche Doxepin - 100mg zum Abend, nehme ich nichts mehr weiter ein. Allerdings habe ich noch mit dem immer wiederkehrendem übermässigem Alk. Konsum zu kämpfen.

---

So das war jetzt meine knappe Geschichte, nun zu meiner Frage:

Seit 1 Jahr ohne Diazepam geht es mir zwar psychisch viel besser und ich nehme die Umwelt viel besser wahr und es fühlt sich gut an das Leben nicht in einem Dämmerschlaf zu verbringen, ich habe auch kaum Unruhe Zustände, ist allerdings nun mein alter Schrecken wieder da. Das NÄCHTLICHE HOCHSCHRECKEN.
Es ist wirklich jeden Tag, ich schrecke teilweise 10-15 aus dem Bett hoch, bevor ich einschlafen kann. Ich habe mich zwar damit abgefunden, doch das stößt mich immer wieder aus meinem Schlafrhytmus raus. Ich habe etliche Neurologen befragt, alle waren Ratlos. Benzodiazepine will ich NIE WIEDER anfassen, der Entzug war die Hölle. Das einzige was mir noch diagnostiziert wurde ist ADS, also ADHS ohne das H.

Ich bin halt wirklich müde von diesen Angstattacken vor dem Einschlafen und es kann doch einfach nicht sein, das es keine Therapie dafür gibt..Ich meditiere seit einem Halben Jahr fast jeden Tag bis zu 30 Minuten, das wirkt sich zwar positiv aus auf denn Alltag aber hilft mir nicht mit dem Hochschrecken/Andrenalinschüben vor dem Einschlafen klar zu kommen. Ich habe halt wirklich angst, das ich irgendwann aus Hoffnungslosigkeit zu Benzos greifen werde. Oder zum Alk, damit schläft sich natürlich auch hervorragend.

Kennt das jemand? Habt ihr Tipps? Was kann man machen?!

LG
Dhamma

31.01.2018 21:45 • 07.02.2018 #1


30 Antworten ↓


Das mit dem hochschrecken hatte ich auch eine Zeit. Mir hat 30 Minuten vor dem schlafen gehen Entspannungsübungen sehr gut geholfen. War dadurch nie wieder.

Wie bist du die Angststörung durch Canna. losgeworden?
Das habe ich nämlich gerade.

31.01.2018 22:06 • x 1 #2



Hochschrecken vor dem Einschlafen

x 3


Zitat von Snikas:
Das mit dem hochschrecken hatte ich auch eine Zeit. Mir hat 30 Minuten vor dem schlafen gehen Entspannungsübungen sehr gut geholfen. War dadurch nie wieder.

Wie bist du die Angststörung durch Canna. losgeworden?
Das habe ich nämlich gerade.


Hm, ich glaube das wird nicht helfen. Aber welche Entspannungsübungen genau hast du gemacht?

Zur Canna. Geschichte: Also ganz am Anfang war das halt heftig, ich habe das bekommen durch einen Blunt, also pur Grass in Tbk, dadurch habe ich halt einen Badtrip bekommen und war locker 1 Stunde in einem andauernden Angstzustand. Auch die Wahrnehmung hat sich bei mir leicht verändert. Ich sah alles irgendwie fremdartiges, man nennt es glaube ich Derealisation. Also am Anfang hatte ich damals immer wieder diese Flashbacks die mich an denn Horrortrip erinnerten. Vermischt eben mit einer Angststörung. Das wichtigste kann ich dir hier sagen, was dir helfen wird:

1. Komplett auf Canna. oder andere leicht-halluzinogene Substanzen verzichten.
2. 90% deines Leids das dir durch sowas dann widerfährt, ist eigentlich das du dich komplett darauf versteifst und über Monate dich im Internet und Co. Verrückt machen lässt, du beobachtest dich selbst jede Minute und achtest auf jede Veränderung deines Gefühlslebens und Wahrnehmung. Das meiste war auch genauso auch vor der ausgelösten Angststörung durch Canna. und anderen Dro.. Das wichtigste ist einfach, Ablenkung. Unternimm was, lenk dich und vergiss diese Geschichte. Das verhält sich wie in Horrorfilm mit Freddy Krüger, wenn du Angst vor ihm hast, wird er dich aufessen. Deswegen, Entspann dich, versuche dich abzulenken und das wird sich langsam einstellen. Bei mir hat es Jahre gedauert. Aber ich verspreche dir, das es auch schneller geht, wenn du die Angst davor verlierst und dich nicht auf Anzeichen versteifst und dein Leben genauso weiter lebst wie davor. Auch wenns am Anfang schwer ist.
3. Mach Sport, aber nicht auf Krampf weil du das "Loswerden" willst, sondern weil es deinen Körper "erdet" und du eher das alles dann vergisst.


Wünsche dir alles gute
Dhamma

31.01.2018 22:18 • x 1 #3


Zitat von Dhamma:

Hm, ich glaube das wird nicht helfen. Aber welche Entspannungsübungen genau hast du gemacht?

Zur Canna. Geschichte: Also ganz am Anfang war das halt heftig, ich habe das bekommen durch einen Blunt, also pur Grass in Tbk, dadurch habe ich halt einen Badtrip bekommen und war locker 1 Stunde in einem andauernden Angstzustand. Auch die Wahrnehmung hat sich bei mir leicht verändert. Ich sah alles irgendwie fremdartiges, man nennt es glaube ich Derealisation. Also am Anfang hatte ich damals immer wieder diese Flashbacks die mich an denn Horrortrip erinnerten. Vermischt eben mit einer Angststörung. Das wichtigste kann ich dir hier sagen, was dir helfen wird:

1. Komplett auf Canna. oder andere leicht-halluzinogene Substanzen verzichten.
2. 90% deines Leids das dir durch sowas dann widerfährt, ist eigentlich das du dich komplett darauf versteifst und über Monate dich im Internet und Co. Verrückt machen lässt, du beobachtest dich selbst jede Minute und achtest auf jede Veränderung deines Gefühlslebens und Wahrnehmung. Das meiste war auch genauso auch vor der ausgelösten Angststörung durch Canna. und anderen Dro.. Das wichtigste ist einfach, Ablenkung. Unternimm was, lenk dich und vergiss diese Geschichte. Das verhält sich wie in Horrorfilm mit Freddy Krüger, wenn du Angst vor ihm hast, wird er dich aufessen. Deswegen, Entspann dich, versuche dich abzulenken und das wird sich langsam einstellen. Bei mir hat es Jahre gedauert. Aber ich verspreche dir, das es auch schneller geht, wenn du die Angst davor verlierst und dich nicht auf Anzeichen versteifst und dein Leben genauso weiter lebst wie davor. Auch wenns am Anfang schwer ist.
3. Mach Sport, aber nicht auf Krampf weil du das "Loswerden" willst, sondern weil es deinen Körper "erdet" und du eher das alles dann vergisst.


Wünsche dir alles gute
Dhamma


Danke für deine ausführliche Antwort. Hat mir sehr gut getan.

Ich mache immer Atemmeditation, weil mich das am meisten beruhigt. Du kannst aber jeder andere auch verwenden.
Um zu entspannter du in's Bett gehst, desto weniger kommt dieses hochschrecken.
Deswegen war es ja auch nicht mit benzos.

31.01.2018 22:24 • #4


guteFee
Google mal nach der Bernhardt Methode.
Kann ich nicht oft genug empfehlen.

Jetzt erst weiß ich wie Angst entsteht.

Gruß
guteFee

31.01.2018 22:29 • #5


kopfloseshuhn
Ich kenne das gut. Seitdem ich immer ein Hörspiel laufen lasse beim einschlafen passiert mir das viel seltener.
Versuch ist es wert.

31.01.2018 23:03 • #6


Puh...Hörspiele und Atemmeditationen... ich weiß einfach nicht...das bringt alles nichts, ich kann einfach nicht glauben das es was bringt. Zumeist ich ja lustigerweise ernsthaft seit einem halben Jahr meditiere und oft mit Musik schlafen gehe. Dann aber wie aus einem INSTINKT - BAM und Angst durchströmt meinen Körper und ich bin hellwach.

Vielleicht speziele Antidepressiva oder sowas? Oder irgendeine genaue Therapieform?

31.01.2018 23:13 • #7


Hast du dich eventuell mal im Leben so sehr erschreckt, dass du deshalb so 'aufschrickst'? Ich hab das auch, sogar mitten unterm Schlafen. Das macht einen wahnsinnig. Meistens lösen sich psychische Beschwerden, sobald man den Auslöser findet.

31.01.2018 23:24 • x 1 #8


Zitat von BT85:
Hast du dich eventuell mal im Leben so sehr erschreckt, dass du deshalb so 'aufschrickst'? Ich hab das auch, sogar mitten unterm Schlafen. Das macht einen wahnsinnig. Meistens lösen sich psychische Beschwerden, sobald man den Auslöser findet.


Das ist mal ein interessanter Ansatz. Ja, ich habe mich am stärksten erschreckt, als ich eine Grippe hatte und dann Canna. geraucht habe und ungefähr eine Stunde sich extreme Angst in mir ausbreitete, ich dachte wirklich das ich sterben werde oder denn Verstand verlieren werde. Aber gut, das ist tatsächlich mittlerweile 11 Jahre her. Ist es möglich das ich das noch nicht verarbeitet habe? Weil irgendwie macht es ja auch Sinn, denn ich habe Angst bzw kann nicht loslassen wenn "ein neuer" Zustand sich in mir breitmacht, wie damals bei dem Horrortrip. Und hier ist eben der "neue" Zustand, der Schlaf der mich "mitnimmt" wie der damalige Rausch. Vielleicht so? Aber wenn das tatsächlich auch so ist, was kann man denn dagegen machen?

Das du unter dem Schlaf erschreckst, hört sich wirklich schlimm und fies an. Tut mir leid.

31.01.2018 23:39 • x 1 #9


Zitat von Dhamma:

Das ist mal ein interessanter Ansatz. Ja, ich habe mich am stärksten erschreckt, als ich eine Grippe hatte und dann Canna. geraucht habe und ungefähr eine Stunde sich extreme Angst in mir ausbreitete, ich dachte wirklich das ich sterben werde oder denn Verstand verlieren werde. Aber gut, das ist tatsächlich mittlerweile 11 Jahre her. Ist es möglich das ich das noch nicht verarbeitet habe? Weil irgendwie macht es ja auch Sinn, denn ich habe Angst bzw kann nicht loslassen wenn "ein neuer" Zustand sich in mir breitmacht, wie damals bei dem Horrortrip. Und hier ist eben der "neue" Zustand, der Schlaf der mich "mitnimmt" wie der damalige Rausch. Vielleicht so? Aber wenn das tatsächlich auch so ist, was kann man denn dagegen machen?

Das du unter dem Schlaf erschreckst, hört sich wirklich schlimm und fies an. Tut mir leid.


Was du da machen kannst... ehrlich gesagt keine ahnung. Wenns dir bewusst wird, schwächt sich das eventuell ab... red dir selbst gut zu vorm einschlafen. Stell dich vorm spiegel und sag dir, dass du heut nicht aufschrickst, weil du das problem kennst... usw. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, obs hilft. Aber es kostet dich nix du manipulierst dich höchstens selbst auf ne positive weise. Bei mir klappts leider nicht, weil ich zwei wochen meinen vater im koma sah. Die vielen Wunden, Schläuche und das viele Blut waren dann auch für mich zu viel. Seine Hand zu halten, während er stirbt, hat mir dann wohl den letzten Rest geben. Aber es legt sich wieder, heißt es.

01.02.2018 00:38 • #10


Tut mir leid das zu hören.

Leider kann mir immer noch keinen Rat geben. Es ist wirklich zum verrückt werden.....

01.02.2018 01:39 • #11


klara84
@Dhamma

Wie meditierst du?

01.02.2018 03:01 • #12


klara84
@Dhamma

Das Aufschrecken liegt an deinen Ängsten.

Es hat mit deiner Angst vorm Herzinfarkt zu tun.

Du musst deinem Körper/Geist die Erlaubnis zum Entspannen und Loslassen geben. Sonst kontrollieren die weiter, wie tagsüber, und lassen dich nicht schlafen.

Das ist kein besonderes Phänomen, das ist einfach nur deine Angst.

Gib dich dem Schlaf hin, lass los. Du kontrollierst den ganzen Tag, einmal am Tage erlaube dir loszulassen um schlafen zu können.

01.02.2018 03:30 • x 1 #13


Zitat von klara84:


Wie meditierst du?


Am Anfang vor einem halben Jahr machte ich Zazen, die japanische Variante des Buddhismus. Jetzt mache ich "Anapanasati" bzw "Vipassana", sprich, ich sitze da mit aufrechtem Rücken und betrachte meinen Atem für ungefähr 30 Minuten. Allerdings, seit kürzerem auch, die Körpergefühle, auch die Unruhen und Ängste die in mir sind, kommen auch unter die Betrachtung. Was sehr interessant ist, wenn man ehrlich in sich hinein horcht und die Empfindungen autonom zu betrachten anfängt, losgelöst von "Das sind meine Gefühle" sondern nur als freistehende Objekte, sie tatsächlich zu schwinden bringt, weil man eben auch nur erkennt, das Gefühle nichts weiter sind als eben Gefühle, die eben kommen und gehen. Mit fortlaufender Praxis wird es auch einfacher. Allerdings hat es nichts dem Aufschrecken beim schlafen enteggen können.

Zitat von klara84:

Das Aufschrecken liegt an deinen Ängsten.

Es hat mit deiner Angst vorm Herzinfarkt zu tun.

Du musst deinem Körper/Geist die Erlaubnis zum Entspannen und Loslassen geben. Sonst kontrollieren die weiter, wie tagsüber, und lassen dich nicht schlafen.

Das ist kein besonderes Phänomen, das ist einfach nur deine Angst.

Gib dich dem Schlaf hin, lass los. Du kontrollierst den ganzen Tag, einmal am Tage erlaube dir loszulassen um schlafen zu können.


Du sagst lass los, gib dich dem Schlaf hin. NUR WIE? WIE soll ich loslassen. Ich habe alles mögliche schon versucht vor dem Einschlafen..Musik, Fitness, Atem/Gefühls Betrachtungen usw. Das hilft zwar das Einschlafen zu verschnellen, aber das Aufschrecken ist dann endgültig doch da. Es ist als ob mein Geist sich mit allen Kräften wehrt "einzuschlafen", weil er vielleicht denkt er stirbt. Doch all das zu wissen ist alles schön und gut, doch WAS ich konkret machen kann, kann mir keiner sagen. Und das seit fast 10 Jahren.

(Interessant ist übrigens folgende Beobachtung von mir: Wenn ich eingeschlafen bin und irgendwann mal morgens aufwache um aufs Klo zu gehen und mich dann wieder ins Bett hinlege, ist da kein Hochschrecken. Wieso? Weil ich noch vom Schlaf so entspannt bin?)

01.02.2018 04:15 • #14


@dahamma

Versuche mal Cbd Öl. (Canna.) Das hilft dir bestimmt.

01.02.2018 14:16 • #15


Hoffe das ist nicht dein ernst.

01.02.2018 16:16 • #16


Ich kenne dieses Aufschrecken vor dem Einschlafen auch sehr gut, manchmal artet das in einer regelrechten Endlosschleife aus, was echt extrem belastend sein kann. :/

01.02.2018 17:02 • x 1 #17

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klara84
@Dhamma

Mit deiner Vermutung warum nach du nach dem kurzen Aufstehen gut einschlafen kannst, liegst du gold richtig, du bist einfach entspannt genug.

Deshalb ist das WAS auch genau das was ich gesagt habe, du musst loslassen und ja krasser Weise ist das in deinem Fall auch sich der Angst zu sterben hinzugeben.

Überlasse deinem Körper die Körperfunktionen, dein Herz schlägt von alleine. Mit oder ohne Beobachtung. Seit zehn Jahren hast du das, lass es doch mal drauf ankommen. Hart gesagt, ich weiß. Es wird nichts passieren, du schläfst einfach ein.

Schlaf wird auch der kleine Tod genannt, kein Wunder das viele Angstpatienten Probleme mit dem Einschlafen haben.

Bei mir ist das so, ich habe Angst mich am Essen zu verschlucken und zu ersticken. Beim Einschlafen hab ich dann manchmal Angst (meist wenn es stressiger ist) meine Zunge zu verschlucken. Kurz bevor ich einschlafe schrecke ich hoch und muss kontrollieren wo meine Zunge ist. Dann weiß ich das mal wieder Zeit ist öfter zu meditieren. Ich versuche mich dem Schlaf hinzugeben und sage mir das ich meine Zunge nicht verschlucken werden. (Bis auf dem Fall das ich bewusstlos werde im Schlaf, aber das kann ich auch nicht kontrollieren, wie so vieles nicht.) Nach 2-3 Tagen ist der Spuk meist vorbei.

Tagsüber kann ich nicht so locker mit meinen Ängsten umgehen, aber das die mich auch noch im Bett nerven (der heilige Ruhe-Rückzugsort), das sehe ich mal garnicht ein.

Man hat das was man hat, als Angsterkrankung mein ich. Vor Herzinfarkt habe ich keine Angst, weil ich dafür oder dagegen (abgesehen von einer gesunden Lebensführung) ja eh nichts machen kann. Beim Essen sieht es da schon wieder anders aus, da habe ich dann quasi Schuld dran wenn etwas passiert, aber auch das ist eigentlich Blödsinn.

Ich meditiere auch und bin spirituel interessiert. Versuchen den Tod ganz annehmen zu nehmen kann auch Linderung(der Angst) schaffen. An dem Punkt bin ich aber auch noch nicht.

Wenn ich meditiere zähle ich meinen Atem und beobachte nicht meine Gedanke/Gefühle. Wenn welche auftauchen, werden sie nur regestriert und die Aufmerksamkeit geht zurück zum Atem/zum Zählen. Ich würde dir eher diese Meditation empfehlen. Ich glaube nicht das es für dich gut ist noch in deine Ängste reinzufühlen und zuhorchen. Mit der Atemmeditation/Aufmerksamkeitsmeditation lernt dein Geist nicht gleich immer auf jeden Mist anzuspringen bzw. auch wenn unruhige/ängstliche Gedanken auftauchen ruhig zu bleiben.

01.02.2018 17:43 • x 1 #18


Ich weiß nicht, ob es das ist, aber mein Mann hat so was seltsames auch.
Er schläft (ich weiß das, weil ich immer noch länger wach bin und lese) und dann plötzlich schreckt er hoch. Sitzt kerzengerade im Bett hat Herzrasen und ist kurzzeitig gar nicht richtig da. Das muss echt schlimm sein.
Da er aber keine Angststörung hat, macht es ihm auch relativ wenig aus und er schläft recht schnell danach wieder ein. Meist trinkt er dann einen Schluck Wasser, um wieder "da" zu sein.
Er hat also keine Angst vor dem schlafen gehen.
Von Canna. (damit hat er auch Erfahrung ist aber schon sehr lange her) hört man ja immer mal wieder, dass es solche Dinge auslösen kann.

Was ich von mir bezüglich schlaf sagen kann ist, dass es für mich sehr schwer ist zu schlafen, weil ich es mit Narkose und Operation verbinde, mit Kontrollverlust. DAs ist vielleicht ähnlich der Canna. Problematik bei dir Dhamma. Da habe ich auch einiges nicht verarbeitet bis jetzt.

Sehr interessant dein Beitrag dazu klara. GEnau das ist es nämlich. Dem Körper zuzutrauen, dass er alleine alles hinbekommt. Ich zB denke immer oh je, was wird wohl passieren, wenn ich "nicht aufpasse" und das kann ich während des schlafens ja nicht.

BT85 dir möchte ich mein Beileid aussprechen, auch wenn das immer sehr platt klingt. Ich habe meinen Opa im Koma gesehen, die ganzen Maschinen und Schläuche... mein MItgefühl für dich.

01.02.2018 18:23 • x 1 #19


Zitat von Miyako:
Ich kenne dieses Aufschrecken vor dem Einschlafen auch sehr gut, manchmal artet das in einer regelrechten Endlosschleife aus, was echt extrem belastend sein kann. :/


Ja, es ist wirklich schlimm. Manchmal geht es gefühlt so 2-3 Stunden am Stück.

Zitat von klara84:

Mit deiner Vermutung warum nach du nach dem kurzen Aufstehen gut einschlafen kannst, liegst du gold richtig, du bist einfach entspannt genug.

Deshalb ist das WAS auch genau das was ich gesagt habe, du musst loslassen und ja krasser Weise ist das in deinem Fall auch sich der Angst zu sterben hinzugeben.

Überlasse deinem Körper die Körperfunktionen, dein Herz schlägt von alleine. Mit oder ohne Beobachtung. Seit zehn Jahren hast du das, lass es doch mal drauf ankommen. Hart gesagt, ich weiß. Es wird nichts passieren, du schläfst einfach ein.

Schlaf wird auch der kleine Tod genannt, kein Wunder das viele Angstpatienten Probleme mit dem Einschlafen haben.

Bei mir ist das so, ich habe Angst mich am Essen zu verschlucken und zu ersticken. Beim Einschlafen hab ich dann manchmal Angst (meist wenn es stressiger ist) meine Zunge zu verschlucken. Kurz bevor ich einschlafe schrecke ich hoch und muss kontrollieren wo meine Zunge ist. Dann weiß ich das mal wieder Zeit ist öfter zu meditieren. Ich versuche mich dem Schlaf hinzugeben und sage mir das ich meine Zunge nicht verschlucken werden. (Bis auf dem Fall das ich bewusstlos werde im Schlaf, aber das kann ich auch nicht kontrollieren, wie so vieles nicht.) Nach 2-3 Tagen ist der Spuk meist vorbei.

Tagsüber kann ich nicht so locker mit meinen Ängsten umgehen, aber das die mich auch noch im Bett nerven (der heilige Ruhe-Rückzugsort), das sehe ich mal garnicht ein.

Man hat das was man hat, als Angsterkrankung mein ich. Vor Herzinfarkt habe ich keine Angst, weil ich dafür oder dagegen (abgesehen von einer gesunden Lebensführung) ja eh nichts machen kann. Beim Essen sieht es da schon wieder anders aus, da habe ich dann quasi Schuld dran wenn etwas passiert, aber auch das ist eigentlich Blödsinn.

Ich meditiere auch und bin spirituel interessiert. Versuchen den Tod ganz annehmen zu nehmen kann auch Linderung(der Angst) schaffen. An dem Punkt bin ich aber auch noch nicht.

Wenn ich meditiere zähle ich meinen Atem und beobachte nicht meine Gedanke/Gefühle. Wenn welche auftauchen, werden sie nur regestriert und die Aufmerksamkeit geht zurück zum Atem/zum Zählen. Ich würde dir eher diese Meditation empfehlen. Ich glaube nicht das es für dich gut ist noch in deine Ängste reinzufühlen und zuhorchen. Mit der Atemmeditation/Aufmerksamkeitsmeditation lernt dein Geist nicht gleich immer auf jeden Mist anzuspringen bzw. auch wenn unruhige/ängstliche Gedanken auftauchen ruhig zu bleiben.


Hi, danke für deinen wirklich interessanten Beitrag. Also ich übe auch genau das gleiche wie du, ich zähle auch von 1 bis 10 und dann von vorne meinen Atem, es beruhigt und lernt einen zu entspannen. Klar könnte es gefährlich werden, sich denn Ängsten zu stellen, aber ich muss wirklich sagen, die Meditationen die am "schmerzvollsten" waren, also wo man wirklich in die Unruhe tief, ganz tief einsteigt und dann beobachtet wie diese sich nur durch die Wahrnehmung langsam anfängt aufzulösen am besten und mit langfristigsten Erfolgen waren, aber ja....ich dachte auch schon mal darüber nach, ob es in meiner Position nicht besser wäre, einfach beim Atem zu bleiben.

Sehr interessante Gedanken zu dir zum hochschrecken. Was denkst du über diesen Gedanken bzw Plan:

Wenn ich jetzt die Tage ins Bett gehe und dann dieses hochschrecken beim Schlaf mich überkommt, ich einfach STURR weiter liegen bleibe und nicht mal die Augen aufmache, also mit aller Kraft mich dem stelle? Ich habe es mal versucht und 2 dieser Attacken ausgehalten, weiter ging es nicht und ich bin aufgestanden. Was denkst du/Ihr über eine art direkte Konfrontation mit dieser Angst? Um eben die Angst davor zu verlieren? Ich bin wirklich nach 10 Jahren für alles jetzt bereit. Vielleicht werde ich genau durch die Konfratation damit, eben die Angst verlieren davon?

01.02.2018 18:51 • x 1 #20



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