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Hallo ihr lieben

Ich stell mich mal vor ich bin anny 20 jahre alt und leide seit ca ein halbes jahr unter Agoraphobie mit Panikstörungen .
War auch schon in der Klinik deswegen weil ich es nicht ausgehalten habe ..
Nun bin ich wieder draußen und alles fängt wieder von vorne an ...
Diese Kontrollsucht über mein Puls meine Atmung und meine Fingernägel (das sie nicht blau werden ) ich hab nur noch schluckbeschwerden schlucks runter und rülpse gleichzeitig also versuch es dann erstickungsgefühle dauerhaft diese angst das es passieren könnte
ein würgen um mein hals ...ich weiß einfach nicht mehr weiter wie ich damit zurecht kommen soll das andere habe ich ja schon sehr gut im griff ...

Ich würde mich echt freuen wenn ich ein paar tipps und trivks von euch bekommen würde ...

Schon mal danke fürs lesen ..

Gruß anny


01.12.2011 00:57 • 01.12.2011 #1


3 Antworten ↓


Na ja..., nun warst Du in der Klinik und da musst Du ja was gelernt haben. Oder hat die Klinik nichts gebracht? Ich frage mich nur gerade, wie man als Laie helfen kann, wenn es nicht mal die Klinik zu 100% schaffte.

Aber ich sag mal so, Kernproblem der Angst ist Angst. Angst z.B. zu streben und die hat man bei Erstickungsanfällen etc. nun mal. Ein Ansatz ist auf jeden Fall, seine Sicht auch manche Dinge zu ändern oder sie sich überhaupt erstmal klar zu machen. Sich klar machen, wir sind alle nicht unsterblich. Und die Zeit die man lebt, sollte man nicht damit verbringen, auf Krankheiten, Unglücke oder den Tod zu warten, in Form einer Angst/Panikstörung.

01.12.2011 01:32 • #2



Hilfe wie werd ich das nur los

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also ich muss sagen wo ih im krankenhaus war hat es mir überhaupt nicht geholfen weil man ist ja auch da um sich zu erholen und langsam wieder klar zu sein ...

nur die 6 wochen in der klinik waren für mich die hölle ich habe da todesfälle miterlebt mich wollten kranke leuten schlagen sind mir hintehergerannt und da soll man gesund werden ich glaub mal nicht...gut mir ging es schon wesentlich besser aber jetzt kommt alles wieder hoch ...nicht mal arbeiten gehn kann ich ....

es ist garnicht so einfach das alles abzustellen ich weiß ja selbst das es rein ne kopfsache ist ...aber leichter gesagt als getan ....

Ich geh ja nun auch in therapie nächsten jahr im januar für 6 monate ich werde es sehn ob es mir was gebracht hat oder nicht aber ich bleib stark

01.12.2011 01:51 • #3


Hallo Look,

da du ja weisst, dass es nur deine Gedanken sind, welche da grade freidrehen, dein Körper daraufhin mit Angst reagiert, ist der einzige Weg deine Gedanken zu unterbrechen. Das klingt nun schwierig, weil sich die doofen Gedanken ja mit unfaieren Vorteil immer wieder anschleichen aber es geht. Ich sage mir immer "Stop" und wenn ich es 100x hintereinander sage, der Gedanke ist zumindest unterbrochen. Dann lächle ich über den müden Versuch (lächeln hilft immer) und sage mir "so, nun nach meinen Regeln. Komm nun nochmal blöde Angst, ich bin nun vorbereitet" aber ohne unfairen Vorteil mag sie nicht kommen und ich hab wieder Ruhe.

Die Angst vor der Angst, die Erwartungsangst, das sind " sich selbsterfüllende Prophezeihungen", kennst Du sicher in Aussagen wie "ich bin heute mit dem falschen Fuss aufgestanden oder ich wusste das der Tag schlecht wird". Wir glauben so fest dadran, dass etwas passiert, das wir natürlich dann mit Angst "gestraft" werden. Geht natürlich auch anders rum, wenn ich fest dran glaube das der Tag toll wird. Der Glaube kann halt Berge versetzen (nicht religiös nun gemeint).

Wir müssen unser Gehirn täuschen, weil da liegen ja die schlimmen Gedanken die uns Angst machen, im Endeffekt liegt dort das ganze Geheimnis um Angst loszuwerden, die doofen Gedanken müssen gegen schöne Gedanken ausgetauscht werde, dann kommt sie nicht mehr.

Wenns noch so schwer fällt, betrachte es mit Humor und denke positiv und lächle
(klingt doof, ist aber so)

01.12.2011 13:13 • #4




Dr. Reinhard Pichler