Zitat von Calima:Was war in dieser Zeit anders als heute?
Ich war frei.
Ich hatte so Lust auf das Leben, es hat mir Spaß gemacht, ich bin jeden Morgen gut gelaunt aufgestanden, habe Kaffee getrunken bin mit Freude um spätestens halb acht auf die Arbeit.
Bei der Arbeit hat mir es Spaß gemacht Schritt für Schritt zu sehen, wie der Berg weniger wird und wenn Zeit zum Feierabend war bin ich entspannt nach Hause.
Ich hatte Lust auf meinen Haushalt.
Ich war stolz, wenn es sauber und aufgeräumt war.
Trotzdem hatte ich abends noch Energie. Ich wollte noch was erleben. Nur war nichts zu viel, ich hatte so viele Ideen was wir (also mein Freund und ich)
machen/ unternehmen können. Wir haben so viel Scherze gemacht, so viel gelacht.
Ich war so fest davon überzeugt, dass ich es gepackt habe.
Dass so eine schlimme Zeit nie wieder kommt, da ich jetzt genau weiß wie ich das vermeiden kann, dass die Angst die Überhand gewinnt.
Klar hatte ich Schmerzen, ich habe diese akzeptiert, wenn mir schwindelig war, so erinnere ich mich, fand ich das witzig, ich habe mir gesagt, ich brauche keinen Alk. um Schwindel zu empfinden.
Ich habe das begrüßt, ich habe meine Unruhe so gedeutet, dass mein Körper Lust hat noch mehr zu tun, zu erleben.
Ich war nie in Schockstarre, ich hatte zu dieser Zeit Physiotherapie in der Stadt, ich bin da ohne einen Gedanken dran zu verschwenden mit Auto hingefahren.
Ich war überall, wo ich Lust drauf hatte und wenn die Angst kam, habe ich das kurz wahrgenommen und weiter gemacht.
Dann kam das Reisebüro und wir haben unsere Kreuzfahrt gebucht, einfach weil wir das schwere Jahr positiv beenden wollten.
Schöne Erlebnisse sammeln.
Und zack.
Es war vorbei mit der schönen Zeit.
Stetig ging es wieder bergab.
Immer weiter und weiter.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt.