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M

Mandelina86
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Hey ihr alle,

ich lese schon ein paar Wochen "still" mit und bin von den Ratschlägen und der Unterstützung sehr begeistert und hoffe ihr könnt mir auch helfen!
Seit ca. 1 Monat habe ich beim Bus und Zug fahren PA-das heißt,nachdem ich es drei mal hatte bin ich jetzt einen Monat zu Hause geblieben. Jetzt muss ich aber wieder zur Uni und um dorthin zu gelangen muss ich so schnell es geht wieder in diesen blöden Zug!
Im Moment fährt mich netterweise immer wer,aber das geht natürlich nicht für lange.

Habe mir jetzt auch einen Therapeuten gesucht,der natürlich gesagt hat:"Nicht probieren-einfach einsteigen."
Jaa-dazu konnte ich mich nicht überwinden... Gott,ich finde das so blöde...da fährt man jahrelang und nichts ist und jetzt....

Kennt das jemand und hat Überwindunsmethoden?

LG!

30.03.2023 #1


27 Antworten ↓
H

hoperful
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Hi Schneefan,

ich litt auch 2013 unter sehr starker Migräne, hatte auch sehr oft diese Auren, habe nie zu Triptanen gegriffen, weil mir normale thomapyrin Tabletten auch geholfen haben und ich jedoch diese nur genommen habe, als es gar nicht mehr ging. Triptane sind ja nicht verkehrt, aber wirklich nur nur an vereinzelten Tagen im Monat. Ich musste beim Neurologen ein Kopfschmerztagebuch führen, und es kam eindeutig heraus, dass es am Stress lag, ich hatte mir im Semester zu viel zugemutet und einen fast krankhaften Pefektionismus an den Tag gelegt, das konnte nicht mehr gesund sein, Ergebnis, Burn out mit Angsterkrankung, na toll:(
Kaum hatte ich weniger Stress, schon wurde die Migräne besser, auch die die Auren (Lichtblitze) hörten auf. Liegt es bei dir vielleicht auch am Stress?
Die ersten Tage meiner PAstörung war sehr schlimm, ich hatte Schmerzen am ganzen Körper, so dass ich dachte ich sei herzinfarktgefährdet, oder hätte einen Tumor im Kopf. Die Untersuchungen fanden ja alle erst nach Wochen statt, so dass ich mich gedulden musste.
Um die Zeit zu überbrücken und etwas runterzukommen bekam ich von meinem Hausarzt Tavor (Beruhigungsmittel) ich nahm jedoch keine einzige, da ich Angst hatte vor Nebenwirkungen. Dann als feststand ich habe nichts organisches, es sei eine Panikstörung mit Agoraphobie sollte ich Ads nehmen, aber auch die habe ich nicht genommen. Hatte ANgst vor Nebenwirkungen. Akzeptierte nur pflanzliche MIttel, die aber jetzt auch nicht so der Knaller waren von der Wirkung her. Das einzige was geholfen hat, komplette Lebensumstellung, Perfektionismus ablegen, Studium zurückschrauben und auf meinen Körper hören und natürlich die Verhaltenstherapie, die ich immer noch mache! War auch im September in einer psychosomatischen Klinik für 5 Wochen, was mich auch nochmal stabilisierte. Ich bin grundsätzlich nicht gegen Antidepressiva, wenn jemand wirklich gar nicht mehr aus dem Haus geht, und sich mit den Dingen nicht konfrontieren kann, dann sollte man erst einmal ADs nehmen, die machen ja nicht abhängig. Aber Beruhigungsmittel wirken ganz anders und machen schon nach 2 bis drei Wochen täglicher Einnahme abhänig und der Entzug ist nicht spaßig. Therapeuten sind eigentlich gegen die Einnahme von Medis bei Angsterkrankungen, deshalb wundere ich mich da wirklich sehr.

24.01.2014 10:23 • #26


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A


Hilfe-ich kann nicht mehr Zug fahren!

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H

hoperful
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Hallo Zusammen,

als ich den Beitrag mit dem Zugfahren gelesen habe, habe ich mich auch sofort angesprochen gefühlt, denn es geht mir genauso. Auch ich studiere und muss ca. 35 Minuten mit der Regionalbahn fahren, insgesamt habe ich einen Weg von ca. 1 Std und 20 Minuten in eine Richtung.
Seit ich die PA und Angsterkrankung habe ist Zugfahren ein Horror für mich, vor allem die Hinstrecke, weil die Züge meist gut gefüllt sind. Auf dem Rückweg bin ich oft entspannt, denn die Züge sind leer um diese Uhrzeit. Außer wenn ich Seminare habe, die am späten Nachmittag enden, dann ist es auch ein Graus wegen der Überfüllung.
Ich verstehe das absolut nicht nicht, warum mit geschlossene Räume nun solche Angst bereiten. Hatte bis vor einem Jahr absolut nichts mit Panikattacken oder Platzangst zu tun:( Nun fällt mir sogar das Fliegen schwer....dabei habe ich es geliebt und konnte im Flugzeug sogar richtig entspannen.
Ich komme ins sechste Semester und jetzt das Studium wegen dieser Angst aufzugeben wär nicht so klug glaube ich, auch wenn ich es schon mal in Erwägung gezogen habe. Aber ich möchte nicht, dass die Angst über ich siegt. Das Studium hat mich Einiges an Kraft gekostet, ich habe eine Familie, Mann und Kind und erbringe auch sehr gute Leistungen an der Uni, außerdem macht es Spaß, wenn ich es jetzt aufgeben würde.....wär es halt sehr schade, drum halte ich durch und setze mich der Angst aus.

Wie geht ihr mit einer PA im Zug um, steigt ihr dann aus?

LG

24.01.2014 09:35 • #23


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B
hi mandelina und herzlich willkommen.

habe ähnliches problem. studiere ebenfalls und stehe eigentlich kurz vorm examen aber meine depression/panikattacken hindern mich zu zeit weiterzukommen.

um zur uni zu kommen muss ich auch zug fahren und konnte es kurz nach der diagnose (vor ca 5 wochen) gar nicht. hab mich auch fahren lassen ... am dienstag muss ich aber auch wieder ran. habe mittlerweile eine regelrechte abneigung gegen zug fahren auch wenn ich jetzt im zug noch keine PA hatte.

dein therapeut hats chon recht, wenn er sagt, dass du einfach einsteigen musst und deine angst überwindne musst. denk auch dran, dass es auch andere menschen gibt die solche attacken haben und da auch durch müssen (so wie bspw. ich ^^) wenn du ein paar mal gefahren bist und dein körper lernt, dass er nicht in gefahr ist dürfte es auch kein problem mehr sein. ansonsten empfehle ich gegen das langweilige zugfahren lesen oder musik hören. oder in der früh nach dem motto augen zu und durch einfach schlafen wenns funktioniert. ich höre auch manchmal anderen leuten bei ihren gesprächen zu... oft kommen da lustige sachen bei raus a la hauptstadt von bolivien ist caracas oder der neue a 380 von boeing... an positive sachen denken hilft denk ich auch...

wie äußern sich denn deine panikattacken?

#2


M
Danke für Deine schnelle Antwort!

Die Attaken äußern sich mit Schwindel,starkem Zittern, Gefühl der Unwirklichkeit-höre dann alles gedämpft,habe kein Gefühl mehr im Mund usw. und fürchte halt umzukippen-ganz klassisch...
Ich habe jetzt zum Glück nur zwei Tage Uni die Woche,aber auch das muss bald wieder klappen.
Freitag war ich zwar am Bahnhof,aber beim Anblick des Zuges konnte ich mich nicht überwinden einzusteigen...

Hat es vielleicht Sinn erst mal zu üben,also ne kürzere Strecke zu fahren oder mit jemandem zusammen?

Wie hast Du es geschafft,dass es dir schon besser geht?

#3


B
bestimmt würde dir auch eine begleitung helfen, die du in dein problem eingeweiht hast.

ich habe mich nach der diagnose zunächst mal zuhause eingeschloßen. dass das keinen sinn machte ist klar. bin dann raus und hatte öfters druck und kribbeln im brustbereich, da ich eben eine herzangst habe. man muss sich eben der angst stellen ... immer wieder wieder jeden tag. jetzt geht eigentlich wieder alles. ich stell mich der angst und weiß, dass ich körperlich gesund bin. wenn du die diagnose auch hast dann musst du vor allem in den situationen in denen du die PAs hast.

ich muss aber auch sagen, dass ich derzeit antidepressiva nehme.... bist du bei nem neurologen?

#4


A
Hey,

ich kenne diese Angst vor dem Zug fahren, nur zu gut, da leide ich schon unter Jahren drunter, ich habe u.a. deswegen mein Studium geschmissen, weil ich mich nicht mehr in den Zug getraut habe.
Das einzige was du gegen diese Angst machen kannst, ist in den Zug zu steigen und damit zu fahren. Meine Therapeutin hat mir gesagt, dass es wichtig ist so lange im Zug zu bleiben bis die Angst merklich absinkt, wenn du nur kurze Strecken fährst, kommt es nicht dazu sondern die Angst geht weg, sobald du den Zug verlässt. So soll es aber nicht sein, du musst die Angst in der Situation aushalten, nur so lernt dein Kopf, dass da keine echte Gefahr ist.
Verlässt du den Zug aber, bevor die Angst gesunken ist, "lernt" dein Kopf nur "Gott sei dank, der Gefahr bin ich entkommen, länger hätte ich es nicht ausgehalten".
Du sollst ja lernen die Angst auszuhalten. Deswegen würde ich dir keine Ablenkung empfehlen, jemanden als Unterstützung kannst du mitnehmen, am besten wäre es, wenn du ihm dann die ganze Zeit erzählst wie du dich fühlst, wie hoch deine Angst ist. Du sollst dich nämlich nicht von der Angst ablenken, sondern lernen, dass du sie überstehen kannst, ohne das etwas Schlimmes passiert.
Bei mir ist meine Therapeutin mit gefahren, das war sehr hilfreich.
Und ganz wichtig nach der Konfrontation, belohne dich selbst.
Ich wünsche dir ganz viel Mut, Kraft und Erfolg.

#5


M
Moin moin,

danke für die guten Ratschläge!
Ich nehme keine Medikamente und möchte das auch erst mal nicht.
Diese Woche werde ich erst mal in Begleitung das Zugfahren üben und hoffe,dass es mir gelingt nicht auszusteigen.
Du hast schon recht,man muss die Angst aushalten bis sie in der Situation selbst weniger wird...nur muss ich erst mal rein in den Zug!

Kannst Du denn inzwischen wieder angstfrei fahren?Mein Therapeut käme wohl leider nicht auf den Gedanken mit mir zu fahren,aber er ist Verhaltenstherapeut mit langjähriger Erfahrung-er wird schon wissen was er macht.

Ach ja,einfach weiter machen...

#6


P
Liest du Bücher im Zug?
Liegt es an speziellen Leuten?
Ich bin sehr sensibel was Leute angeht zum Beispiel. Bücher helfen mir oftmals.

#7


M
Also "vorher" habe ich gelesen,Musik gehört oder aus dem Fenster geschaut.
Mit unangenehmen Leuten ist es bei mir auch schwierig,weil ich da sehr empathisch bin.Habe mich schon früher nie neben bestimmte Leute gesetzt.

#8


J
Hallo Mandelina86
Ich kenne diese Situationen nur zu gut. Mir geht es auch so. Aber ich schaff es jetzt langsam wieder ab und an mal Bus oder Bahn zu fahren.
Ich habe auch eine Therapie gemacht , die mir sehr geholfen hat. Meine Psychotherapeutin ist mit mir zusammen Bahn und Bus gefahren. Anfangs nur 1 - 2 Haltestellen und dann hat sie sich irgendwann immer weiter von mir weg gesetzt. Nach einer Weile dann bin ich alleine gefahren. Immer mehr Stationen. Klar hat man immer wieder mal einen " Rückfall" wo man dann doch lieber wieder umkehrt und nach Hause geht aber an den Tagen wo es klappt sollte man sich immer wieder erinnern. Das hilft mir dabei. Nimm doch die ersten male eine gute Freundin mit die dich ein bisschen ablenkt und wenn du merkst das es geht dann fährst du mal alleine.
Hoffe das ich dir helfen konnte..

lg

x 1 #9


M
Ja,das mache ich jetzt auch so!
Diese Woche übe ich ein paar mal mit einer Freundin und dann sehe ich mal weiter!

#10


A
Hey Mandelina,

leider hab ich das mit dem Zug fahren nie hin bekommen, war für mich immer mit Angst verbunden, obwohl ich während des Studiums zweimal die Woche für jeweils zwei Stunden gefahren bin.
Danach bin ich nie wieder Zug gefahren, mich würde da im Moment auch keiner rein kriegen, obwohl ich weiß, dass das der Weg zur Besserung wäre. Aber hab da irgendwie eine Blockade, die verhindert, dass das auch nach langem Üben mal ohne Angst geht.
Ich hoffe bei dir klappt es.

LG

#11


M
Danke!
Ich muss zum Glück nur je 25 Minuten fahren,aber das reicht mir dann auch erst mal.
Zum Glück sind bald Semesterferien,dann kann ich schön üben ohne Termindruck im Nacken. Ist dann egal wann ich wie oft aussteigen muss...

#12


Z
wenn du dir einen begleiter suchst, übernimmt dieser quasi deine ängste... stehst du das näx mal alleine vor dem problem, ist der begleiter weg und deine angst da...

1. rausfinden, was man wirklich im leben will... (warum kam die angst?)
2. dann frohen mutes die angst/ängste wieder abtrainieren...

#13


J
ja das ist richtig. Sie soll ja nur bei den ersten malen jemanden mit nehmen den sie vertraut wenn sie angst bekommt und dann beim nächsten mal alleine machen. So hat es meine Therapeutin auch gemacht und es hat geklappt , man sollte sich da nicht so doll unter druck setzten und es mit Macht erzwingen , denn dann kommt die Angst wieder. Die Angst kommt bei mir daher , weil ich denke das ich nicht schnell genug aus der Situation raus kommen wenn es mir zuviel wird. Das heisst das ich immer solange warten müsste bis der Zug anhält und das wäre für mich ein Problem.

#14


M
Ja,so gehts mir auch!

Stimmt schon,dass mir die vertraute Person erst mal die Angst nimmt und sie später auftreten wird,wenn ich dann alleine fahre,aber für das erste mal werde ich das so machen.

Ich habe in den letzten Wochen alle Situationen in denen ich Angst hatte so trainiert und jetzt kann ich auch wieder alleine einkaufen und irgendwo alleine sein.

#15


M
also in meiner klinik war die einzige therapie, alles trotzdem zu machen, wovor man angst hat und mit der zeit lernen, dass man dabei nicht stirbt. ist echt die hölle. aber da ist was dran. nach jedem erfolg soll man sich belohnen.

#16


A
Hallo ihr,

"Einfach einsteigen und losfahren, kann nix passieren" - hat mir meine Therapeutin damals auch geraten bzw. eher befohlen.

Meine Meinung dazu ist, dass solche Therapeuten es sich viel zu einfach machen und dem komplexen Problem "Panikattacken" nicht annähernd gerecht werden.

Wäre es wirklich so einfach, gäbe es ja niemanden mehr mit diesem Problem. Ich habe jahrelang versucht, meine Angst vor dem Zugfahren mit der Devise "Augen zu und durch" in den Griff zu bekommen. Ist dadurch noch schlimmer geworden.

Hätte mir mal nen Therapeuten gewünscht, der mein Problem ernst nimmt.

LG

#17

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M
Danke-das sehe ich auch so!
Im Moment habe ich eine Mitfahrgelegenheit und lasse mich nicht mehr drängen!Und weiß du-mir geht es immer besser. Ich fange grade mit einer Therapie an,mache wieder angstfrei 4 mal die Woche Sport,geh zur Uni und trinke meinen Entspannunstee.

#18


N
Hi,

ich habe auch PA beim Bus- und Zugfahren. Das Busfahren geht mittlerweile ganz gut, das übe ich auch oft, manchmal bin ich jetzt sogar ganz entspannt dabei.

Das Zugfahren bin ich noch am Üben. Das erste mal bin ich eine Station gefahren, allein, und war total aufgeregt und nervös und hatte Schwindel. Das zweite mal bin ich dann 3 Stationen gefahren, diese Fahrt war schon entspannter und ich war total froh, dass ich das durchgestanden habe, ohne PA. Ich nehme aber auch Citalopram, das hilft mir sehr dabei. Das nächste mal fahre ich dann noch weiter in eine größere Stadt zum shoppen:-) Das ist dann die Belohnung.

#19


M
Super! Richtig stark!
Ich hoffe,dass ich das auch bald hinbekomme...

#20


A


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Dr. Hans Morschitzky
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