Hallo Ihr Lieben, Bin durch Google aufmerksam geworden auf dieses Forum, und fühlte mich nichtmehr alleine nachdem ich ein paar Beiträge gelesen habe.
Mein Problem: Ich hab Angst und Panik Zug zu fahren ! Allein der Gedanke macht mir schon Angst. Nachdem ich meine Angst was Bus und Auto-fahren in den Griff bekommen habe fehlt noch der Zug. Heute habe ich es 2 mal versucht zu fahren und beide male war die Angst stärker als Ich.
Das größte Problem ist das ich nur noch raus will aus dem Zug selbst nachdem ich erst eingestiegen bin, und das geht nicht. nur an einer Station. So wenn die Panik aber kommt habe ich Angst das ich im Zug an die Fenster klopf, panisch umherlaufe und womöglich noch die Notbremse aktiviere/ziehe !
Ich hab sehr großen Willen das zu schaffen. Teilt mir bitte eure Erfahrungen, Tipps & Ratschläge mit ! Sehr gerne auch Erfahrungen wie der Prozess bis zur Heilung war,
ich habe seit meiner PAstörung als seit letztes Jahr auch damit zu kämpfen, viele Dinge mache ich inzwischen wieder, zugfahren ist immer noch ein Problem, aber ich möchte dir Mut machen, mir ging es letztes Jahr noch genauso wie dir. Aber ich habe mich gezwungen, muss mit dem Zug zu meiner Uni fahren ca. 35 Min. ich wollte nur ungern mein Studium wegen der Angst abbrechen. Bei mir ist es genauso, so bald ich drin bin fühle ich mich eingesperrt, habe immer noch manchmal mit Anflügen von PA zu kämpfen, die Abstände zwischen den Haltestellen sind ca. 5-7 Minuten, und auch ich habe Angst vor dem Kontrollverlust, sprich mich auffällig vor anderen Leuten zu benehmen, denn immer wenn ich PA bekomme, habe ich Herzrasen und den total Drang wegzulaufen, wirklich wie beschrieben, Gefahr gleich Flucht, und wenn ich weiß ich kann einfach nicht so raus wie ich möchte fühle ich mich eingesperrt und habe das Gefühl ich werde verrückt. Aber man muss es aushalten, das ist leider einzige Methode um die Angst zu besiegen. Wir haben zwar Angst dass wir die Kontrolle verlieren, aber ganz ehrlich haben wir das jemals gemacht. Welche Symptome hast bei einer PA? Es ist eigentlich sehr selten dass die anderen merken, wenn wir eine PA haben. Bist du in einer Verhaltenstherapie? Meine Therapeutin sagt Folgendes: Die Angst zulassen, dann beobachten welchen Level hat die Angst erreicht von 0-10 Welche Symptome habe ich, sich nicht reinsteigern! Die Symptome und die Angst wahrheitsgemäß bewerten, z. B. Ich kann doch gar nicht umkippen, bei einer PA steigt der Blutdruck Die Leute werden es nicht merken, klar das herz rast, meine Hände schwitzen, die Knie sind ganz weich, aber wenn schon, es ist bloß die Angst. Wenn man sich dies bewusst man, hat man schon viel gewonnen, die PA dauert dann meist nur wenige MInuten und flacht ab. Nur wenn man sich reinsteigert, und weiter Todesangst empfindet dauerst es länger bis die PA abflacht. Je mehr man dies durchgemacht hat, desto seltener treten die PA auf und sie werden immer milder in ihrer Verlaufsform.
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#2
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Panik vor Zug-fahren !
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C
coeur Mitglied
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Danke hoperful, das hilft ungemein von deinen Erfahrungen zu hören. Bin seit 2 Monaten in einer Therapie und wir hatten nie über Konfrontation gesprochen Jetzt mach ich den Selbstversuch heute und bin natürlich total hilflos. Meine Symptome sind: Schwitzen, Meine Beine wackeln wie Bäume im Wind und Herzrasen Aber vorallem der Fluchtgedanke ist sehr sehr stark.
Aber ich habe auch vor mich zu konfrontieren und dadurch mit der Angst arbeiten zu können bis sie nichtmehr stark ist. Aber die Angst vor der Angst is natürlich auch sehr groß.
Mfg, coeur
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#3
H
hoperful Mitglied
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Das wird deine Therapeutin bestimmt nochmal mit dir besprechen. Ich gehe davon aus, du machst eine Verhaltenstherapie, sie sich auch aus Konfrontationen zusammensetzt. Die PA Erkrankung gehört zu den am besten und effektivsten behandelbaren psychischen Störungen ..., dazu gehören auch Konfrontationen, nur leider speichert das Gehirn die negativen Erfahrungen viel schneller als positive. Es hat sich auch herausgestellt, dass wenn man die aufkommende PA nur unterdrückt indem man sich ablenkt, wird die PA nicht geheilt, man muss lernen die PA auszuhalten. Leider habe ich das auch extrem mit dem Bewegungsdrang und Herzrasen bei einer PA. Das ist so schlimm, wenn man weiß, dass man in dem Moment nicht raus kann!
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#4
H
hushpup32 Mitglied
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Hallo coeur, mich würde interessieren, ob deine Angst nur in Zügen oder auch in anderen Umgebungen oder Situationen vorkommt zum Beispiel in Bussen, Autos, U-Bahnen, oder allgemein in engen Räumen.
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#5
H
hoperful Mitglied
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ja und ob negative Erfahrungen dahinterstecken, die sich im Zug ereignet haben. Bei mir überhaupt nicht. Es ist bloß die Angst vor 'Angst, dass ich durch eine PA vor anderen Leuten auffallen kann und weil ich eben den Zug öfters benutzen muss, ist es vor allem dort so:(
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#6
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Antonia65 Mitglied
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Wie ist es, wenn Du mit jemanden zusammen Zug fahren würdest? Wie weit ist die nächste Station? Bei einer Konfrontationstherapie würdest Du anfangs auch mit Therapeut fahren später alleine.
Beim alleine fahren als Ablenkung mp3-Player mit Musik, die Dich beruhigt. Oder auch telefonieren (in angemessener Lautstärke) oder versuchen ein Spiel auf deinem Handy zu machen.
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#7
H
hoperful Mitglied
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genau, meine Therapeutin hat mir auch angeboten, dass sie mitfährt, ich habe es aber von Anfang an alleine gemacht. Aber jeder entscheidet es für sich. Musik und Sudoku habe ich auch dabei, das lenkt sehr gut ab und bringt dich auf andere Gedanken.
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#8
widesea Mitglied
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Hallo coer,
was du beschreibst, kenne ich nur zu gut. Bei mir fing dieser Prozess sehr schleichend an und hat sich verschlimmert, umso mehr ich vor den Situationen, die mir Angst bereitet haben Abstand genommen habe. Heute bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich wirklich sehr eingeschränkt bin. An Zug fahren wäre momentan nichtmal zu denken, da ich ebenso wie du, das Gefühl habe nicht flüchten zu können und allein dieser Gedanke bringt Wellen der Panik in mir hoch. Durch die Angst vor der Angst verschlimmert sich das meiste noch, da man in diesem Fall schon mit einem schlechten Gefühl in die Situation geht.
Du bist also nicht alleine mit deinen Problemen, aber ich hoffe wir finden schnell aus diesem Teufelskreis heraus, denn so ist das Leben wirklich nicht schön
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#9
H
hoperful Mitglied
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Nein, eben. Ich habe mir vorgenommend, dass ich mein Studium wegen der Erkrankung nicht aufgeben mag. das wäre fatal, sagt meine Therapeutin, denn so gebe ich der Angst nur die Bestätigung, dass sie ihre Anwesenheit berechtigt ist. Ich hatte in den ersten Wochen meiner Erkrankung auch eine starke Agoraphobie, aber dank der Therapie fing ich an wieder "fast alles" zu machen, wie früher. Natürlich sitzt mir oft noch die Angst im Nacken, aber ich mache es trotzdem und merke dann wie die Angst weniger wird. Straßenbahnen, Ubahnen gehen auch wieder, zumal Haltestellen nah beieinander sind und man nicht so lange eingesperrt wird. Wir wollen diese Jahr Urlaub machen, letztes Jahr haben wir schon aufs Fliegen verzichtet, da ich nun auch Angst vor dem Fliegen habe! Dabei habe ich Fliegen geliebt, konnte nie nachvollziehen, wie jemand Flugangst haben kann und jetzt.....graut es mir vor.
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#10
Annelsche Mitglied
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das kenne ich auch alles nur zu gut...ich verrate euch mal was nach bei ner PA im zug passiert, wenn du sie durchstehst..zuerst merkst du wie sie aufkommt, du versuchst dich krampfhaft auf etwas zu konzentrieren, die bahn ist so voll, dass du nicht flüchten kannst, aber wirklich: kein hans schaut dich an, alle versuchen irgendwo hinzuschauen, nur niemanden anstarren, du denkst du bekommst keine luft mehr, der atem geht ganz kurz und flach, deine hände sind nass und dein herz klopft als wolle es aus deinem körper springen, nun ist der zeitpunkt gekommen, an dem du meinst du kippst um (im sitzen versteht sich )
x.
was tatsächlich passiert: du kippst nicht um, du stirbst nicht, dein herz bleibt nicht stehen, sondern die spitze ist gekommen und sie geht auf einmal zurück und du fühlst dich wie auf wolken, weil du es ausgehalten hast...
das war meine heftigste panikattacke in der bahn...haltet es aus, es hört wirklich wirklich irgendwann auf...und dann gehts euch besser, zumindest für einen längeren moment
grüße an alle angsthäschen...wir packen das!
annelsche
p.s. hab trotzdem panik vorm bahnfahren
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#11
C
coeur Mitglied
4
Man Seid ihr Klasse ! Vielen Vielen Dank für eure Antworten. MAN IS HALT DOCH NICHT ALLEINE Ich werde demnächst mit meinem Therapeuten zusammensitzen und dann werden wir einen Plan erstellen wie ich das schaffe. Ich berichte dann Man darf aber auch nicht frustriert sein und aufgeben wenn es mal nicht klappt. Es geht weiter ! Der Zug geht auch weiter Unsere Gedanken auch irgendwann
Wir Angsthasen werden es schaffen !
PS: Bald kann ich ausführlicher schreiben und auch eingehen auf das was ihr im Detail geschrieben habt.
In Verbundenheit, coeur
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#12
Annelsche Mitglied
110
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coeur, wenn du wüßtest wievielen leuten es so geht. ich bin mir ganz sicher, dass es in der bahn mindestens 20 % genau so geht.
ach ja und bin gespannt auf deine berichte
grüße annelsche
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#13
M
Matze1988 Mitglied
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Verwandtes Thema
Panik/Angst vorm Zug fahren
Hallo! Bin neu hier. Weiss absolut nicht mehr weiter. Habe seit Anfang des Jahres Probleme mit dem Zug, Bus, Straßenbahn und Auto zu fahren. Bus und Bahn fahren in Begleitung geht mittlerweile. Aber ohne Begleitung klappt es nicht. Bekomme meine Angst nicht überwunden. Rückwege mit Bus & Straßenbahn gehen meistens. Irgendwo hinfahren ist unmöglich. Gerade beim Zug fahren äußert sich die Panik z.B. heute schon so, dass ich um 4:30Uhr aufwache mit Angst und Panik, weil ich um 11Uhr Zug fahren muss. Dazu kommen Durchfall, Schwindel, Übelkeit, Pfeifen in den Ohren, Schweissausbruch, trockener Mund und klapprige Beine. Beim letzten Versuch am Dienstag musste ich mich bei den Treppen zum Gleis hinsetzen, da ich schon weiße Punkte vor den Augen sah. Ich schaffe es nicht mich zu überwinden. Mein Körper wehrt sich zu stark. Habe sogar mein Abitur auf dem 2ten Bildungsweg deswegen abbrechen müssen. Nun muss ich heute mit Freunden einen von mir und meinen Freunden gemieteten Hobbyraum leer machen wo ich seit anfang Januar nicht mehr. Vorher war ich teilweise 2mal die Woche dort. Die beiden Freunde mieten extra einen Transporter und sowas. Ich bin mit den Nerven am Ende und am Heulen. Ich hasse mich dafür, dass ich meine Freunde gleich im Stich lassen muss (mal wieder) wegen diesem Panikproblem. Dazu kommt, dass ich meine Sachen aus diesem Hobbyraum nicht anders zurückbekomme (hab kein Auto oder Führerschein, ist relativ viel und der Raum liegt 80km entfernt). Müsste nur 16 Minuten Zug fahren in die nächste Stadt. (Während ich den letzten Satz schrieb konnte ich spüren, wie sich mein Magen verkrampft bei diesem Gedanken)
Ich weiss nicht mehr weiter. Es nervt mich extrem, da ich seit Jahren alles mit Zug & Bus erledige und das nicht mehr möglich ist. Suche immernoch einen Psychologen (eigentliche Diagnose: Depressionen/Schlafstörungen). Mich macht es fertig, dass ich mein Leben nicht mehr normal führen kann. Die gleichen Angst/Panikattacken habe ich auch teilweise bei Terminen, die ich vorher noch nicht hatte und neu für mich sind. Allerdings in geringerem Ausmaß.
Hat irgendjemand Tipps außer, dass ich die Angst überwinden und einfach einsteigen soll? Denn dies ist seit Monaten nicht möglich. Versuche schon immer an positive Sachen zu denken, mir keinen Stress zu machen, etc. Aber wenn man kurz vorm zusammen klappen ist und am Gleis sitzt mit der Angst umzukippen oder alles vollzukotzen ist es nicht möglich einfach einzusteigen (ja, so geht es mir wirklich. Das körperliche ist da. Auch wenn es vom Kopf kommt ist es keine Einbildung).
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#14
Lottaluft Mitglied
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Das klingt echt heftig Kam das mit einem mal das deine Panik da war oder gab es einen konkreten Auslöser ?
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#15
koenig Mitglied
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Zitat von Matze1988:
Das körperliche ist da. Auch wenn es vom Kopf kommt ist es keine Einbildung).
Natürlich ist es da. Dein vegetatives Nervensystem reagiert mit den typischen Symptomen.
Wenn du solch eine Angst derzeit hast, wird sie nicht einfach weggehen. Du brauchst Geduld.
Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf je näher du der Bahn kommst? Versuche sie dir einmal bewusst zu machen.
Fakt ist, dass trotz der vielen Symptome dir nichts passieren wird. Man steht zwar total neben sich, aber es sind deine Gedanken, die diese Symptome auslösen.
Ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Also kann nicht beschreiben was mir durch den Kopf geht. Alles und nichts. Davon aber eine Menge und in rasender Geschwindigkeit.
Ich bin letztes Jahr im Sommer einmal im Zug umgekippt wegen sowas. Danach konnte ich aber bis Januar halbwegs Zug fahren.
Ich glaube jedem der sagt, dass nichts passiert. Ich versuche auch logisch zu denken, dass nichts passiert. Aber ich glaube mir selbst nicht und habe das Gefühl, dass ich meinem Körper nicht vertrauen kann. Zumal es dazu schwer ist mit Durchfall überhaupt von zuhause wegzukommen oder nicht auf halbem Weg umzudrehen (Durchfalltabletten helfen da auch kaum).
Jetzt aktuell ist mir schon schwindelig + Magenkrämpfe, wenn ich nur daran denke aus dem Bett aufzustehen. Umso mehr ich an Zug fahren denke umso mehr kommt dazu. Wenn ich versuche gar nicht daran zu denken, passiert es jedesmal doch spätestens 10min bevor ich los muss und ich dann auf dem Klo fest hänge oder mich setzen muss wegen Schwindel.
Wenn ich zu Fuß zur Arbeit gehe habe ich zum Beispiel niemals solche Probleme.