Zitat von Yvi83: Was ganz schlimm ist: ich rede mir ein, ich muss ja krank werden:
Ich kenne das alles, ich fühle mich insgesamt auch "stabil" und weiß auch, dass meine Gedanken unsinnig und blödsinnig sind, trotzdem checke ich ebenfalls jeden Tag mein Wohlbefinden morgens, kurz mal Ruhepuls messe, beim Spazieren mal sehen, ob Schwindel kommt und so weiter und sofort. Eigentlich sollte man ja als stabiler nicht mehr drüber nachdenken.
Vor allem den von mir zitierten Satz kenne ich gut. Ich rauche gelegentlich (nicht viel), und bin einer, der am Wochenende ganz gerne mal einen trinken geht. Da redet sich mein Kopf auch ein, dass es irgendwann ja auf meinen Körper gehen muss.
Auf der anderen Seite mache ich regelmäßig Sport, gehe jeden Tag spazieren, bin schlank und hab keine familiäre Vorbelastung, das sieht mein Kopf aber selten

und dass man mit 34 am Wochenende mit Freunden mal einen trinken geht, bringt einen ja auch nicht um
Aber der Kopf sucht sich immer etwas, um dir zu sagen, dass es "so nicht geht".
Ich hab aber ehrlich gesagt auch kein Bock, auf alles zu verzichten, um meinen Kopf zu beruhigen, das ist ja irgendwie auch Vermeidungsverhalten.
Dass es bei dir schlimm ist, verstehe ich, du hast ja viele Fälle erlebt, die wirklich hart sind. Aber hart gesagt waren es halt andere und nicht du. Du kannst nur so gut es geht weiterleben und genießen und das andere kommt, wenn es kommen will.
Und ja, mir ist bewusst, dass das leicht daher gesagt, denn die Umsetzung ist ein Kampf.