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K

Kilia
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Hallo zusammen

Ich muss bald eine Magenspiegelung machen. Auf dem Vorbereitungesblatt steht, dass die Gabe von Schlafmedikamenten in seltenen Fällen zu Beeinträchtigung der Herzfunktion kommen kann. Alles ganz normale Infos.

Nun bin ich idiot auf die Idee gekommen mein EKG vom Februar 2024 anzuschauen und mein qtc ist mit 446 im oberen Bereich. Ich habe seither Quetiapin sogar noch erhöht und Opipramol dazu genommen. Ich habe wahnsinnige Angst, dass es sich seither massiv erhöht hat und ein Herztod möglich. Ich weiss alles Hypothetisch.

Ich habe leider oft täglich Angst und manchmal 24/7 Angstzustände. Ich habe Angst, dass sich das natürlich auch negativ auf das Herz auswirkt und ich so kein langes Leben habe. Gibt es Menschen mit einer starken Angststörung die überhaupt alt werden?

Ausserdem habe ich gerade wieder eine ganz schlimme Panikattacke. Mein Partner hat gesagt, dass es schwierig ist dies immer auszuhalten (verständlich, halte mich selber ja auch nicht aus). So habe ich ihn gefragt, ob er sich schon mal überlegt sich zu trennen. U da hat ehrlich geantwortet, dass er schon paar mal aufgrund meiner Krankheit darüber nachgedacht hat. Ich finde es toll, dass er ehrlich ist und könnte ich mich von mir selber trennen (ohne selbstmord) würde ich das schon lange machen.

Ich habe gerade so schlimme Panik und weiss nicht mehr wohin mit mir. Ich kann mich nicht mehr beruhigen.

17.04.2025 #1


51 Antworten ↓
Sonnenblümchen5

Sonnenblümchen5
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Zitat von Kilia:
Ich habe mir in den Notizen einen Notfallplan gemacht, wie ich in Zukunft ihn weniger konfrontieren kann: - Generell weniger über Ängste sprechen. ...

Ich geb dir Brief und Siegel, dass deine Panikattacken nur schlimmer werden, wenn

a) du nicht mehr darüber sprichst, nicht über deine Gefühle (denn nichts anderes ist Angst) sprichst

b) deine Panikattacken vor anderen versteckst, als seist du deswegen ein minderwertiger Mensch.

C) dich selbst deswegen so klein und so fertig machst.

D) wenn du die Attacken nicht akzeptieren kannst.

E) wenn du weiterhin so hart zu dir selbst bist. Das erzeugt Druck und Druck erzeugt Angst und schon hängst du wieder drin.

Ja mit Punkt D) tue ich mir auch schwer, aber Panikattacken brauchen Vertrauen, Sicherheit und Akzeptanz, um besser zu werden. Ohne geht es nicht. Das kannst du dir natürlich am Besten selbst geben, aber auch in deiner Beziehung musst du dich wohl fühlen, mit jedem Gefühl, das du hast...

Nochmal: dein Partner muss nicht jedes Gefühl und jedes Problem von Dir lösen. Aber zumindest Verständnis sollte da sein. Undzwar von deinem Partner für dich und von dir für dich.

17.04.2025 01:07 • x 1 #45


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A


Herz Angst und viele Panikattacken

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Kedici

Kedici
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Zitat von Kilia:
@Junobert Ich bin seit längerer Zeit in Therapie. Leider hatte ich über einen längeren Zeitraum einen komischen Therapeuten, der hatte keine ...

Solche Therapeuten richten dann noch mehr Schaden an. Ich hab selbst auch schlechte Erfahrungen mit Therapeuten. Ich kann dir sehr empfehlen mal Peter Beer oder Klara Hanstein auf Youtube zu gucken. Die haben auch sehr gute Bücher geschrieben.
Zu der anderen Thematik. Ich habe immer genau die gleichen Gedanken wie du gehabt. Ich hatte unter anderem auch eine Magenspiegelung und dann eine OP in Vollnarkose. Ich hatte genau die gleichen Ängste bezüglich des Herzens wie du. Schafft mein Herz das? Werde ich total Panik und Herzstolpern haben? Hält man diese Panik auf Dauer aus? Obwohl ich beides gut überstanden habe habe ich leider noch immer diese Gedanken obwohl mir das zeigen müsste das alles ok ist. Der Körper ist an sich ziemlich robust. Nur der Kopf eben nicht. Man lässt sich durch sowas immer wieder völlig von der Rolle bringen. Die meisten Menschen wissen überhaupt nicht was ne qtc zeit ist oder wie hoch ihr Puls ist. Nur wir machen uns damit verrückt. Wir haben das Gefühl wenn wir nicht alles kontrollieren oder es nicht kontrollieren können dass es uns entgleitet. Ich weiß wie schwer es ist das abzuschalten weil ich gerade selbst da drin hänge. Aber was die Untersuchung angeht bin ich sicher dass du das gut überstehst. Bei einer Magenspiegelung bekommt man nur eine leichte Sedierung. Ich persönlich fand es in Nachhinein sehr angenehm. Es war ein angenehmer Schlaf und ich bin aufgewacht und habe mich entspannt und gefühlt und gelacht als wäre ich betrunken 😅.

17.04.2025 06:54 • #50


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J
Hallo,

hast du schon mal darüber nachgedacht, wegen deiner Ängste vielleicht eine Verhaltenstherapie oder eine andere Therapieform zu probieren? Die Hürde, zum Psychologen zu gehen, ist meistens hoch, weil man sich selbst nicht eingestehen will, dass irgendwas mit dem eigenen Kopf „nicht stimmt“. Sich selbst mit der Angst zu belasten, wird einen allerdings auf lange Sicht noch viel mehr beeinträchtigen. Gerade wenn es auch für das private Umfeld belastend ist. Ich spreche da leider aus Erfahrung …

#2


D
Du mußt ja sicher vorab mitteilen, welche Medikamente du in welcher Dosierung nimmst.

Die Ärzte werden das schon einzuordnen wissen und du wirst ja auch entsprechend überwacht. Evtl. gibt es vorab auch ein EKG.

Du bist siche rnicht die erste und einzige Patientin, die solche Medikamente nimmt und sediert werden muß.

Da würd eich mir keine Sorgen machen. Der Hinweis wird eher aus rechtlichen Gründen da stehen.

#3


M
Die QTc-Zeit muss erst ab oberhalb von 450 bei Frauen und 470 bei Männern engmaschiger beobachtet werden, kritisch wird es erst jenseits von 500 und bei den meisten Patienten, bei denen es tatsächlich zu einem Vorfall von TdP kam, lag dieser Wert sogar jenseits der 550. Also da würde ich mich jetzt mal nicht übermäßig verrückt machen. Du bist da (noch) im Normbereich. Wenn du dir wirklich unsicher bist, geh morgen zum Hausarzt und lasse ein EKG schreiben.

x 1 #4


K
Vielen lieben Dank für eure schnelle Antworten! Das beruhigt mich.

Was mir Sorge bereitet ist die ständige Angst. Ich habe jetzt so doll Angst, dass ich nicht mehr so viel Angst haben darf wie die letzten Jahre, sonst ist aus die Maus. Das setzt mi so enorm unter Druck.

In den letzten Wochen hatte ich ein winziges bisschen Therapie errfolg und jetzt habe ich Angst, dass ich mich so so fest unter Druck setzte aufgrund des Herzens, dass alles so schlimm wird wie vorher.

x 1 #5


J
Therapie ist kein kurzer Sprint, sondern eher ein Marathon. Da ist man auch mal schneller und mal langsamer. Sieh es nicht unbedingt als Rückschritt, wenn du jetzt Angst hast. Sieh es eher als Chance, besser mit der Angst umgehen zu können, da du nun besser einschätzen kannst, was die Angst mit dir macht

#6


K
@Junobert
Ich bin seit längerer Zeit in Therapie. Leider hatte ich über einen längeren Zeitraum einen komischen Therapeuten, der hatte keine genaue Therapiestrategie und zum Schluss wurde er dann einigemahle Verbal sehr übergriffig. Schlimme Erfahrung und die Therapie hat mir genau 0 geholfen. Nun bin ich bei einer neuen Psychologin die spezialisiert auf Verhaltenstherapie ist und endlich endlich habe ich jemanden gefunden, wo es besser werden kann.

#7


Sonnenblümchen5
@Kilia
Erstmal eine große und lange Umarmung 🫂🫂🫂 mir geht es gerade auch so. Ich bin alleine daheim, hab einige Unsicherheiten in meinem Leben und meiner Beziehung gerade und habe heute schon gefühlt 150 Panikattacken gehabt und kann mich auch nur schwer beruhigen. 😖
Zitat von Kilia:
und könnte ich mich von mir selber trennen (ohne selbstmord) würde ich das schon lange machen.

Dieser Satz macht mich gerade unheimlich traurig. Undzwar, weil ich ihn auch abdauernd sage. Ich kenne dieses Gefühl also! Aber bitte bitte bitte lass dir gesagt sein, das es immer falsch ist, sich selbst nicht zu mögen! Trotz Panikattacken! Ja, man sollte sogar seine Panikattacken nicht hassen!

Angst ist nicht da, um dir was böses zu tun, sondern um dich zu schützen, weil dein Körper sich um dich Sorgen macht!

Was dein Freund gesagt hat, ist übrigens nicht jn Ordnung. Klar, ist es nicht gerade einfach, wenn die Partnerin Panikattacken hat, das verstehe ich. Und auch, wenn er deswegen nicht gleich deinen Therapeuten spielen muss, sollte er nicht mehr Verständnis für dich haben? Du suchst dir das ja nicht aus 🤷🏼‍♀

#8


Sonnenblümchen5
@Kilia
Zitat von Kilia:
Was mir Sorge bereitet ist die ständige Angst. Ich habe jetzt so doll Angst, dass ich nicht mehr so viel Angst haben darf wie die letzten Jahre, sonst ist aus die Maus. Das setzt mi so enorm unter Druck.

Was meinst du damit "sonst ist aus die Maus"? Was ist dann aus?

#9


J
Zitat von Sonnenblümchen5:
Was dein Freund gesagt hat, ist übrigens nicht jn Ordnung. Klar, ist es nicht gerade einfach, wenn die Partnerin Panikattacken hat, das verstehe ich. Und auch, wenn er deswegen nicht gleich deinen Therapeuten spielen muss, sollte er nicht mehr Verständnis für dich haben? Du suchst dir das ja nicht aus

Ähm. Ich muss den Herren in Schutz nehmen - für jemand der das nicht selbst hat is das sehr schwer zu fassen. Und wenn man als nicht Betroffener keinen Abstand gewinnen kann und ständig den Babysitter spielen muss- ist das anstrengend. Und wenn jemand das nicht mehr kann sich da abzugrenzen finde ich es nur fair das anzusprechen, keiner von beiden hat sich das ausgesucht. Es muss aber auch nicht jeder damit sein Leben lang klar kommen, gibt Partner die können das und es gibt Partner die können das eben nicht. Wenn dann müssen beide lernen …

#10


Sonnenblümchen5
@Junika2906 ich stimme dir zu und genau diese Problematik habe ich ja gerade augh ähnlich. Und wie gesagt, ich verstehe, dass es schwer ist, aber zu sagen "ja ich habe schon ein paar Mal darüber nachgedacht, mich deswegen von dir zu trennen" ist finde ich nicht ok.

Er sollte wie gesagt nicht eine Therapie übernehmen und rund um die Uhr da sein, aber er kann sie als Partner doch unterstützen.Und natürlich sind Grenzen wichtig, aber wie gesagt, ich finde die Wortwahl etwas schwierig.

x 1 #11


K
@Junika2906
Ich kann deine Meinung total verstehen er und erhält viel aus und auch schon lange und das ist so verdammt schwierig. Es tut mir wahnsinnig weh im Herzen. Ich wünschte ich hätte ein zweites Leben ohne diese Chrankheit und könnte erneut mit ihm zusammen sein.

Vielleicht würde es helfen nicht mehr zusammen zu wohnen und so Abstand schaffen, so dass er sich Zeit für sich nehmen kann. Vielleicht könnte ich es so retten, den besten Menschen in meinem Leben zu verlieren.

#12


J
@Sonnenblümchen5 Mhhh ja ist schwer. Und ich würde mich da auch nicht unter Druck setzen lassen- es dauert so lang wie es dauert, mein Partner kann auch nicht mit allem umgehen aber - ich mach auch sehr viel mit mir selbst aus. Wenn ich ständig ihn bräuchte wäre das auch blöd …

und mal so in die Runde geworfen - kein anderer kann helfen , ihr müsst euch selbst helfen. Alles was ich wieder lernen musste hab ich immer allein gemacht - und dann wenn es wieder ging- dann hab ich mein Partner eingebunden. Denn letztendlich ist nicht immer wer da der regulieren kann, das muss man irgendwann selbst können.

#13


J
@Kilia du musst lernen dich selbst zu regulieren oder sprech hier mit den Leuten oder einer Freundin. Halt ihn da etwas raus wenn er das nicht kann. Siehe mein Post über diesem…

#14


K
@sonnenblümche
Vielen lieben Dank, irgendwie fühlt es sich gut an, dass Menschen so lieb sind. Ich gebe gerne eine ganz feste u liebe Umarmung zurück 🤗!

Oh das hört sich auch gar nicht schön an Sad. Kann man dir weiterhelfen? Für mich hilft es manchmal wenn ich endlich meinen Vedammten Kopf mit Hörspielen abstellen kann. So ist mein Gehirn mit etwas beschäftigt und kann weniger toben.

Ich habe ihn ja gefragt und eine ehrliche Antwort erhalten. Deshalb alles gut, dass er es gesagt hat. Hab ja gefragt.

x 1 #15


K
@Junika2906 Wenn wir beide zu Hause sind und ich habe eine Panikattacke, dann kommt er es mit. Wenn ich in ein anders Zimmer gehe und dort versuche mich zu beruhigen, ist es nicht einfacher für ihn. Ich müsste in einer solchen Situation eventuell raus gehen.

#16


J
@Kilia er kann dich nicht leiden sehen aber kann auch nicht aktiv werden ?

#17

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Sonnenblümchen5
@Junika2906 ich verstehe, was du meinst, allerdings darf man sich auch immer Hilfe suchen.

Mein Partner hat MS und da sprechen wir viel drüber, wenb er aktuell Schübe hat oder ihm an einigen Tagen etwas schwer fällt. Auch wenn neue Symptome auftauchen, sprechen wir darüber. Und vor 3 Jahren aufgrund seiner Coronainfektion auch Panikattacken gehabt. 3 Monate lang. Und ich war da auch für ihn da, habe mit ihm geredet, ihm Beruhigungstechniken gezeigt und ihm einfach das Gefühl gegeben, dass ich da bin.

Ich lebe mit meinem Partner zusammen undnatürlich merken wir nach 12 Jahren, wenn beim anderen etwas nicht stimmt 🤷🏼‍♀

Natürlich sind wir selbst für uns verantwortlich, trotzdem geben wir zbs beide immer Hilfestellungen.

Schlimm wurde das bei uns erst 2 Mal. Einmal während seiner Coronainfektion (er hatte Herzrhythmus Störungen und Panikattacken), wo es mir dann nach 3 Monaten auch mal zu viel wurde und jetzt aktuell die Problematik mit mir und meinen Eltern.

Aber ich denke, dass auch solche "schlechten Zeiten" in einer Beziehung leider unausweichlich sind... Gerade wenn beide nicht gesund sind... 🤷🏼‍♀

x 1 #18


J
@Sonnenblümchen5 ja das weiß ich - mein Partner und ich sind ebenfalls beide krank, aber ich muss auch Grenzen wahren. Und er ebenfalls.

Unterstützen ja sich gegenseitig füreinander aufgeben - nein.

Sich Hilfe suchen ja—sich von der Hilfe anderer abhängig machen nein, eine Panikattacke nimmt dir keiner die nimmst du dir selbst indem du dich regulierst und man kann nicht immer davon ausgehen das Person X dann zugange ist.

#19


Sonnenblümchen5
Zitat von Kilia:
@sonnenblümche Vielen lieben Dank, irgendwie fühlt es sich gut an, dass Menschen so lieb sind. Ich gebe gerne eine ganz feste u liebe Umarmung ...

Ich danke Dir 🌹 mir kann man nicht mehr helfen 🙈 nein, ernsthaft: es geht schon. Hab mir nun einen leichten Beruhigunstee gemacht, mir ein paar Bücher geholt und zur Not müssen YouTube Videos geschaut werden. Schön was unaufgeregtes, wo ich nicht nachdenken muss 🤷🏼‍♀ bin das erste Mal nachts wieder alleine daheim seit Jahren, sonst haue ich immer zu Freundinnen oder zu meinen Eltern ab, wenn mein Partner nicht da ist...

Ich sehe bei deinen Texten gerade nur, dass du dich echt arg runter machst. Und das tut mir irgendwie leid... 😓

#20


A


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Dr. Christina Wiesemann
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