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mile83
Mitglied

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Hallo ihr Lieben,

mir geht es momentan wieder sehr schlecht. Meine Symptome sind Panikattacken, Würgen, Schwindel, Brechreiz. Habe mein Studium vor kurzem abgeschlossen, naja mit hilfe von Medikamenten und jetzt will ich eigentlich arbeiten gehen.

In den letzten 2 Tagen hatte ich Sachen in Ämtern zu erledigen und mir war wieder total schlecht hätte mich fast angekotzt, sorry für den Ausdrück. Heute war ich wieder in der Innenstadt (Wien) mir ging es aber komischerweise viel besser.

Mit meiner unbeherrschbaren Symptomatik weiß ich leider nur nicht wie ich normal arbeiten gehen kann.

Ich brauche um ehrlich zu sein etwas positives Feedback von Leuten die trotz Krankheit es schaffen regelmäßig Arbeiten zu gehen .

Ich hoffe jemand meldet sich. Vielen Dank euch xo.

LG
Daniel

18.08.2012 #1


89 Antworten ↓
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crazy030
Gast

tommy20991

Das glaube ich Dir doch auch alles. 6 Jahre oder länger PA finde ich eh übel und ich könnte mir das nicht vorstellen, knapp 2 Jahre reichten mir.

Trotzdem bleibe ich in dem Punkt dabei, es ist abhängig von der Situation und dem Job und es gibt Jobs, da geht es nicht, wenn jemand eine Angst/Panikstörung hat. Die muss dann zumindest so im Griff sein, dass sie den Job nicht beeinträchtigt.

Stell Dir mal vor, Du müsstest den ganzen Tag Vorträge vor hunderten Leuten halten, wo Du nicht einfach mal raus kannst, wenn Dir nach PA ist. Das passiert Dir einmal, Du rennst raus und dann gehst Du da nicht wieder rein. Nicht, solange Du an einer Panikstörung leidest, die in diesen Situationen auftritt. Und das wieder hinzubiegen, kann Jahre dauern.

Ich konnte das damals auch machen im Büro und mich einfach mal verziehen, quasi wann und wie oft ich will. Und wenn ich 3 Stunden auf dem Klo war, es war machbar. Das machte es zumindest erstmal erträglich. Erstmal. Aber geht das bei einem Lehrer, bei einem Polizist im Außendienst, einem Feuerwehrmann im Einsatz, einem Chirurg während einer OP und so weiter?

Ja, Arbeit kann helfen, aber nicht immer und nicht jeder Job lässt es zu. DARUM geht es mir, weil mir ist das zu verallgemeinernd was hier z.T. geschrieben wurde. Das hab ich aber nun schon mehrfach geschrieben.

Man muss aber auch sagen und es gibt massig Leute, die genau das machen, bewältigen kann man auch in dem Zustand ziemlich jeden Job, mit wenigen Ausnahmen, nämlich, indem man gleich mit Benzos anfängt, aber was dann daraus wird, ist bekannt.

Abschließend aber noch ein paar Gedanken. Meinst Du, Du tust Dir im Endeffekt wirklich einen Gefallen? Also so, wie Du das machst? Ich hab da leichte Zweifel. Warum? Kann ich Dir sagen.

Die leidest 6 Jahre an PA. Du zwingst Dich zu arbeiten (ja, das machst Du). Trotzdem wirst Du Deine PA nicht los. Sie wurden schon Teil Deines Lebens, sind integriert. Was tust Du denn noch dagegen, außer arbeiten? Du tust so, als ob die Arbeit hilft. Wo hilft sie denn in Sachen PA? Sie sind doch noch da, also was hilft denn?

Hast Du Dir mal am Anfang, also vor 6 Jahren, eine Auszeit genommen, Klinik, Therapie, eventuell Medikamente, vielleicht für 6-12 Monate? Weil das wären die Maßnahmen, wo die besten Chancen auf Heilung gesehen werden und das ist auch wissenschaftlich belegt.

Ich sag Dir mal was aus meiner Sicht. Ich hab bis vor 2 Jahren quasi immer gearbeitet. Mein ganzes Berufsleben hab ich extrem viel gesoffen, natürlich nach Feierabend, hab 25 Jahre Kette geraucht, hatte 20 kg Übergewicht. Warum und wieso sei mal z.T. ein anderes Thema, aber ich hab halt auch nur gearbeitet. Psychische Störungen hab ich schon seit dem Kleinkindalter,aber ich hatte kaum körperliche Symptome deswegen. Vor 3,5 Jahren änderte sich das quasi über Nacht. Plus 2 Jahre übelste PA, auch das Programm mit ständig Krankenwagen gerufen, Notarzt, Krankenhaus, Klinikaufenthalte, Therapie und und und.

Und nun bin ich 2 Jahre zu Hause.

Mir geht es zwar oft nicht toll, gerade auch körperlich. Aber ich hab es genau in dieser Zeit seit ich zu Hause bin geschafft, komplett den Alk. zu meiden seit Jahren, hab fast 20 kg abgenommen, rauche seit 11 Monaten nun nicht mehr. Die PA sind auch schon lange weg.

Arbeit als Therapie? Also bei mir ist es in ALLEN Punkten umgekehrt.

Und wie farouche schon schreibt, bei mir war es auch so. Mir wurde von Seiten der Psychologin angeraten, nicht mehr zu arbeiten. Mein Psychiater sah es auch so und sieht es bis heute so. Mein Hausarzt steht da auch voll dahinter. Die können ja nicht irren. Das sollte auch mal gesehen werden.

09.08.2012 21:24 • #65


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A


Geht ihr trotzdem Arbeiten?

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crazy030
Gast

Zitat von RubyTuesday:
Crazy dann genieß dein Rentner-Dasein
Danke, mache ich.
Zitat:
Dein Autismus ist wohl wie andere psychische oder organische Ursachen genauso ein gesuchtes Ventil der Angst.
Lassen wir das, weil ich sehe, es ist nicht wirklich Dein Gebiet, was ja auch völlig ok ist. Scheinbar liest Du auch nicht, was ich schreibe, weil ich schrieb ja schon, ich hab keine Angst/Panik (mehr). Und es war auch nur eine Phase von 1,5 Jahren und die ist schon ne Weile her. Autismus ist auch keine Folge irgendwelcher Angststörungen und ich frage mich, wie Du darauf kommst.

Angststörungen (oder Panikstörungen) sind immer eigenständig (mit Ursache X etc.) oder aufgesetzt, also Folge einer anderen Grunderkrankung, die psychisch, aber auch körperlich sein kann. Komorbide Störung nennt man das. Manchmal kommt zur Angst/Panikstörung noch eine Depression dazu oder es kommt eh zusammen. Ansonsten können aber Angst/Panikstörungen keine weiteren psychischen Störungen auslösen.

Oft haben Kinder mit deutlicher ADHS auch Angststörungen und hier ist IMMER ADHS die Ursache. Die Therapie ist hier aber VÖLLIG anders, als wenn es eine eigenständige Angststörung wäre.

Das war eigentlich das, was ich hier eh nur sagen wollte: Angst ist nicht gleich Angst und was man dagegen macht, richtet sich NUR nach der Ursache. Und manchmal bringt Konfrontation nichts oder schadet eher, weil das Therapieziel hier nur der bessere Umgang mit der Grunderkrankung sein kann.

Es nützt z.B. auch nichts, eine Person mit schizoider Persönlichkeitsstörung und Panikstörung (Ursache ist hier die schizoide PS) in ein Großraumbüro zu setzen und dann die selben Sprüche und Thesen ablassen, wie man sie hier z.T. lesen kann. Der kann sich tausendfach mit Situation X konfrontieren, es würde NIE was bringen. Und dazu kommt es eh nicht, weil die Leute das nicht schaffen. Da kommt dann schon vorher der Zusammenbruch. Bei Interesse nachzulesen:

schizoide-persönlichkeitsstörung.de/info-beruf.html

Und was hier auch sehr oft untergeht, wir wissen hier meist nichts über die Leute. Oder kennt einer hier meine 10 Gutachten oder die geschätzten 30 Befundberichte etc.? Wohl kaum. Keinem hier ist klar, warum Person X überhaupt eine Angststörung hat oder PA. Das müsste man aber wissen! Aber es kommen dann immer Leute, die scheinbar nur Ursache A und Lösung B kennen, mehr gibt es nicht. Das kann so aber nicht funktionieren. Und wenn man dann darüber diskutieren will, dann kommt scheinbar schnell Überforderung, wegen Unwissenheit. Ok, darf ja auch sein, aber dann sollte man besser nichts schreiben.

Ein weiter Punkt ist der Leidensdruck. Wer eine Angststörung hat, dann aber unter dem zu Hause sein leidet, der soll es doch bitte ändern! Wer unter der Einsamkeit leidet, der soll es doch bitte ändern! Situationen die einen stören ändert man. So einfach. Wenn aber in Sachen Einsamkeit oder Joblosigkeit kein Leidensdruck bei der Person da ist, dann muss da auch niemand empfehlen, es müsse UNBEDINGT geändert werden und nur, weil das so Standardphrasen sind, auch in der Psychologie. Man muss nämlich IMMER den Einzelfall betrachten. Und nicht immer ist der oft goldene Weg der richtige, nicht bei allen Personen.

Und das ist jetzt nicht nur meine Meinung und so daher geschrieben, nein, so sagte es mir wortwörtlich vor 2 Wochen ein Neurologe in der Berliner Charité (mit Lehrtätigkeit). So falsch kann es dann wohl nicht sein. Das es einigen Leuten nicht in ihr Schema passt, ist eine völlig andere Sache! Das haben die Betreffenden auch eh umsonst.

05.08.2012 21:13 • #42


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funkel36
hey daniel

ich mach seit einema jahr wieder ne ausbildung ..bin 37 jahre...hab 2 kinder erziehe sie alleine...und arbeite noch nebenbei...paar stunden als reinigungskraft hier im ort..es gibt tage da schlängel ich mich so durch ..dann widerrum tage da gehts mir prächtig...da sammel ich auch die energie ...um an den tagen wo es mir gar nich gut geht...die positiven gedanken einzusetzen..um übern tag zu kommen..aber ich mach alles..und ich hab meine angsterkrankung (schwindel. herzstolpern..rasen, sehstörungen. usw) seit 13 jahren..es geht

#2


M
hallo funkel,

danke für deinen Beitrag, versteh mich nicht falsch aber es tut gut sowas zu lesen, denn ich brauche momentan einen kleinen schubser! denn momentan würd ich mich am liebsten zu hause einschließen .

#3


A
Hallo ihr lieben
Genau diese Frage beschäftigt mich derzeit auch. Ich muss nächste Woche nach 5 Monaten ''Pause'' wieder arbeiten gehen. Wenn ich daran denke bekomm ich wieder angst und panik. wie sieht es bei euch aus? ich leide stark an panikattacken und angstzuständen... weiss nicht wirklich wie ich daraus kommen soll. hat jemand tipps??
lg

#4


M
angsthase, mir geht es genauso .

Wäre auch für Tipps sehr dankbar.

#5


F
Ich wurde wegen meinen psychischen Problemen berentet. Noch bis Ende 2012.
Aber ich glaube, das gerade Arbeit mich ablenken würde.
Dieses Alleinsein und zu viel Zeit haben, macht mich noch kränker.


Trotzdem macht miir der Gedanke wieder arbeiten zu gehen große Angst.
Tips kann ich daher auch nicht geben.

Huch... das war ja gar kein positives Feedback.

#6


N
Meine PA liegen schon 8 Jahre zurück, aber seltsamerweise war das Büro der einzige Ort, an dem ich noch nie eine Panikattacke hatte...

Arbeit kann einen gut ablenken, zumindest mir geht es so

#7


G
Tipps habe ich nicht direkt, kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass ich auch während meiner sehr schlimmen Zeit immer arbeiten war.
Ich hatte zu große Angst, dass ich, wenn ich einmal wegen meiner Angst und Panik fehlen würde, dann es nie wieder schaffe arbeiten zu gehen, also bin ich immer hingegangen, auch wenn es oft schrecklich war, vor den Patienten zu setehn und sich nix anmerken zu lassen, innerlich total Angst zu haben und aussen schön freundlich usw....
Das hat manchmal sehr viel Energie geraubt und ich war oft ziemlich am Boden deshalb...aber heute bin ich irgendwie froh, dass ich trotzdem gegangen bin und eben nicht den Anschluss an einen normalen alltag verloren habe, denn ich muss mich auch sonst manchmal für alltägliches ganz schön in den Hintern treten...

Also ich bin froh, dass ich immer auf Arbeit war, da war ich auch gezwungen mit anderen Menschen inn KOntakt zu sein, zu reden, mich mit etwas zu beschäftigen, mich zu konzentrieren..alles Dinge, die man bei depressiven Zuständen gerne vernachlässigt

#8


S
Also ich habe es seit 5 Jahren jetzt, PA und Zwangsgedanken, und bin bis auf 1,5 jahre wo mein Sohn geboren wurde immer arbeiten gegangen und tue es noch immer.
Mache 35 Stunden und Schichten in einer Seniorenresidenz als ex. Altenpflegerin.
Und ich bin froh, wenn ich arbeiten kann, da bin ich abgelenkt, komm auf andere Gedanken und mich holen so schnell nicht wieder meine Ängste ein. Für mich ist das immer schlimm, wenn ich mal krank bin, wie letztes Jahr war ich 4 Wo krank geschrieben, aber wegen Kehlkopfentzündung, und das tat mit gar nicht gut, hab immer wieder nur über den ganzen schei. nachgedacht und gegrübelt.

lg Suse

#9


R
Hallo,
meine Therapeutin hat mir sogar geraten, dass ich unbedingt arbeiten soll.
Nur so kann man die Angst besiegen.
War ne Weile krank geschrieben, weil ich einfach nicht mehr konnte.
Habe die Zeit des 'krank seins' damit verbracht, mich mit Yoga zu beschäftigen.

Sonst hatte ich natürlich die gesamte Zeit trotz allem meine Zustände.

Am 1sten und 2ten Tag an der Arbeit hab ich nur geheult. Hab mich so deplaziert gefühlt.
Am 3ten Tag habe ich dann die Sache schon etwas positiver gesehen und jetzt nach 2 Monaten bin ich auch ein bißchen stolz (trotz wiederauftretender Symptome) , dass ich zur Arbeit gehe.

Erstaunlich finde ich, dass hier wohl 2 Mitschreiber sind, die auch im Bereich der Pflege tätig sind.
Ich nämlich auch...

LG Ruby

#10


A
Ich denke auch, dass mir die Arbeit vllt gut tun würde.
Aber ich muss teilweise schon um 6anfangen. Und morgens hab ich beim Aufstehen immer Herzrasen, Schwindel, Gefühl umzukippen usw. Ich brauche da immer ne Zeit bis ich wieder ruhig werde. hmm aber tut gut zu lesen, dass ihr trotz Panik arbeiten geht.
Das macht mir mut.
Habt ihr auch dieses Gefühl manchmal nicht genügend Luft zu bekommen und achtet dann vermehrt drauf und es wird schlimmer??

#11


R
Hallo Angsthase,
ja grad jetzt habe ich das.
Werde mich ablenken müssen.

LG Ruby

#12


S
@Angsthase: ich hab das auch ganz oft, dass ich denk ich bekomm nicht genug Luft, manchmal wache ich nachts auf und hab Herzrasen, weil ich auf einmal gedacht habe ich ersticke oder kann nicht mehr atmen, ist nen ganz komisches Gefühl. Heute hab ich seit nachmittag mal wieder Angst vor der Angst, bin total unruhig.
Vielleicht solltest du eine alternative finden, damit du du früh ruhiger bist. Ich hab das früh auch manchmal, dass ich mit Unruhe schon aufstehe, aber das vergeht und ich steh wenn ich früh hab schon um hab 5 auf, fahre 45 minuten bis zur arbeit, und muss auch um 6 uhr anfangen. ich denke du gewöhnst dich sicher auch daran.

@Ruby: schön, du arbeitest auch in der Pflege? mir tut das echt gut. Machst du jetzt regelmäßig Yoga?

#13


C
Sicher kann Arbeit ablenken und auch sonst gut tun. In vielen Fällen geht es aber nach hinten los, war bei mir auch mehrfach so und nach etlichen Versuchen hab ich dann beschlossen (und fast alle Ärzte sahen es auch so), dieses Thema zu beenden. Bin gerade im EU Rentenverfahren.

Es geht einfach um den Stressfaktor und das ist nicht immer nur der direkte Stress, den man auf Arbeit haben könnte, sondern alles drumherum. Da reicht schon eine Fahrt von 1,5 Stunden nach der Arbeit quer durch Berlin mit Bus oder Bahn und dann im Sommer, wo in vielen Verkehrsmitteln schnell 30°C sind, alles rammelvoll etc. 1-2 Tage ok, aber wenn es Wochen geht, gab es schon, dann bin ich schnell am Ende. Und noch ganz viele Punkte mehr.

Wer vom Typ her eher der Typ Nervenzusammenbruch ist und noch einige psych. Dauerstörungen hat, der kommt schnell an seine Grenzen. Und hier kann Arbeit sogar eher schaden oder zumindest gehen dann nur noch sehr eingeschränkte Sachen. Und da gibt der Markt sehr wenig her.

#14


C
Hallo. Habe ähnliches Problem wie du. Gehe jeden Tag arbeiten, mit viel Qual vor allem am frühen morgen. Bevor ich zur Bushaltestelle komme dreht mein Körper völlig durch. Bei mir kommt es aber hinten raus.

#15


R
Hallo Suse,
ja ich bin Krankenschwester.

Und Yoga ist ne super Sache, hätte ich nicht gedacht.
Vor dem länger 'krank sein' hab ich einfach keine Kraft gehabt, dass zu machen. Deshalb war die Auszeit ganz gut und ich hab jeden Tag ne Stunde geübt (Youtube Yoga Vidya).

Kurse mit vielen Menschen wäre ja erstmal ein kraus für mich gewesen

@ crazy

Schade, dass du diesen Weg gehen musst und dich berenten lässt.
Arbeit ist aber nicht nur dazu da um Geld zu verdienen.
Viel wichtiger sind doch die Erfolgserlebnisse und auch das Selbstbewusstsein was dadurch gestärkt wird.
Ich denke da immer an die Leute die normal in Rente gehen und dann oft in ein tiefes Loch fallen.
Irgendwie braucht doch jeder Mensch eine Aufgabe!
Mir fällt es auch nicht leicht jeden Tag zur Arbeit zu gehen und ich hab so manches Mal gedacht, was ich da noch zu suchen habe.
Letztlich ist es für mich aber immer wieder ein Schritt (mit jeden Tag mehr) zurück ins Leben.
Und da will ja jeder hin von uns!

Liebe Grüße Ruby

#16


C
RubyTuesday

Ich finde es eher befreiend.

Zitat:
Viel wichtiger sind doch die Erfolgserlebnisse und auch das Selbstbewusstsein was dadurch gestärkt wird.
Ist dem immer so? Hab ich nie so empfunden. Wirklich nicht.

Ich war bis Ende der 90er viele Jahre in einer Bankfiliale in Berlin, Kottbusser Tor, falls das wer kennt. Wer da in der Gegend arbeitet..., na ja, da ist man dann einer von den ganz Harten. Und das geht sicher auch nur mit viel Selbstbewusstsein. Später im Verkauf, dann Verlag. Also ich kann nicht behaupten, irgendwo über das Gehalt hinaus von irgendwas profitiert zu haben.

#17

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T
ICh habe auch seit über 10 Jahren eine Angststörung und gehe damit arbeiten auch wenn es mir richtig dreckig geht...dann mogel ich mich irgendwie durch.
Ich habe mir geschworen niemals wegen der schei. Krank zu machen da es für mich ein Sieg der Krankheit über mich wäre...auch wenn ich 24h Dauerangstzustände habe bin ich arbeiten gegangen.
Es kommt sicher auch auf den Job an, ich habe das Glück einen relativ lockeren zu haben..sitze nur vorm Pc und steuere die Produktion von da aus und Pausen kann ich machen wieviel ich will

#18


P
Ich bin auch immer und jeden Tag arbeiten gegangen. Mein Pflichtgefühl hat mir geholfen dem Vermeidungsverhalten zu widerstehen. Wenn man eine Arbeit macht, die einem schon grundsätzlich keinen Spaß macht, ist das ziemlich schwer glaube ich. Ziel sollte daher sein, einen Beruf zu finden, der einem Spaß macht und einen erfüllt. Auch wenn man dafür lange suchen muss. Man verbringt so viel zeit arbeitend und es ist die Existenzgrundlage, da sollte man sich zeit für das richtige lassen. Und dann finanziert einen der Job nicht nur, sondern bringt Selbstbestätigung und Genugtuung was geleistet zu haben, was man als sinnvoll erachtet.

#19


C
Arbeit die Spaß macht...

Na ja..., ist aber in der heutigen Zeit meist naiv, weil auf 10 Leute kommen sicher 7 oder 8, wo es mit Spaß machen nichts zu tun hat. Und letztlich ist es auch eine Frage des Geldes und wenn ich mal Berlin nehme, also die Einkommen waren und sind hier wirklich mies. War gerade gestern im TV (Nachrichten). In 8 Jahren hat sich die Zahl der Berufstätigen um 50% (!) erhöht, die trotz Job noch ergänzend Hartz 4 brauchen. Es wird also nicht besser, sondern schlimmer.

Das Schlimmste ist, wenn man mit guter Arbeit schlecht verdient und das geht sehr vielen Leuten so und mit Spaß hat das dann nie was zu tun.

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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