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Hallo.

Ich versteh es einfach nicht. Wieso kommen diese Panikattacken immer wieder. Seit Jahren ein auf und ab.

Und in letzter Zeit wieder so häufig.
Heute ist es ganz besonders schlimm. Ich habe Angst das ich sterben werde. Hab so ein druck im Hals und auf der Brust, ich zitternund fühle mich einfach unfassbar schlecht.
Ich weiß gar nicht wohin mit mir. Meine beiden Kinder wollen und sollen natürlich auch beschäftigt werden, aber in meinen inneren ist es gerade so schlimm ich weiß nicht mehr wie ich mir da wieder raus helfen soll.

23.01.2021 18:11 • 24.01.2021 #1


10 Antworten ↓


Hallo, bist du denn in Behandlung wegen dieser Attacken? Du solltest dich ansonsten dringend in professionelle ärztliche Behandlung begeben.
Ich kann Deine Sorgen und Ängste zumindest teilweise nachvollziehen.
Ich hatte lange Zeit panische Angst vor ALS, da ich immer Zuckungen habe.
Aktuell kämpfe ich gegen ein Burnout/Erschöpfungssyndrom.
Das Ganze geht einher mit einem Schub meiner Colitis Ulcerosa. Bin diese Woche vom Hausarzt krankgeschrieben gewesen und will eigentlich Montag wieder arbeiten gehen. Fühle mich allerdings heute so daneben und erschöpft, dass ich fürchte, es wird Montag nicht gehen. Dann bleibt mir nur noch der Weg zu meiner Neurologin/Psychotherapeutin.

23.01.2021 18:29 • #2



Gefühlt dem Tod wieder nah

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Sertralinum
Nimmst du keine Medikamente gegen die Panikattacken?

23.01.2021 18:30 • #3


Nein ich nehme keine Medikamente. Hab ich bis jetzt noch nie.
Trinke dann immer Beruhigung Tee, nehme Magnesium sowas..

Kann es mir nicht wirklich erklären warum es mich wieder so stark heimsucht in letzter Zeit.

Ich war damals als es los ging bei ganz vielen Ärzten, auch Neurologen /Psychologen, und vorallm Heilpraktiker haben mir sehr geholfen.

Momentan ist es ja ganz schwierig irgendwo reinzukommen. Es ist einfach kräfte zerrend.

23.01.2021 18:56 • #4


Ich bin kein Freund der Chemiekeule, aber manchmal muss es dann doch sein. Vielleicht nochmal mit der neurologischen Praxis Kontakt aufzunehmen. Nicht zu lange warten.

23.01.2021 19:18 • #5


Ich hatte viele Jahre immer wieder Panikattacken, war anfangs dadurch im täglichen Leben stark eingeschränkt. Seit vielen Jahren habe ich nun keine mehr. Mir hat damals ein Klinikaufenthalt geholfen und vor allem die "Werkzeuge" die ich dort gelernt habe.

Für mich kam die Panik aus heiterem Himmel, wie ein Virus. In der Klinik hab ich gelernt, dass ich die Panik selber mache, mich durch meine Gedanken selbst in die Enge treibe und den Teufelskreis der Angst füttere.

Ich erkannte, dass ich Panik erzeuge, wenn ich gegen etwas ankämpfe was ich nicht haben will. Als z. B. einmal Panik drohte, weil ich mich sonntags allein und einsam fühlte, konnte ich das stoppen, indem ich mir sagte, ich muss mir deswegen verd. nochmal keine Angst machen.

Mir fiel auf, dass die Angst weniger wurde, wenn ich wütend (auf die Angst) wurde.

Todesangst war ein großes Thema. Ich dachte mein Herz hält das Herzrasen nicht aus und brennt durch wie eine Glühbirne bei Überspannung. Irgendwann hat mir die Todesangst gereicht und ich sagte mir, dass es mir völlig egal ist, wenn jetzt sterbe. Ich habe meinen Tod akzeptiert und Todesangst war dann kaum noch ein Thema.

Wenn ich mit Menschen ins Gespräch kam, z. B. bei der Arbeit, war die Angst, vorübergehend weg und danach weniger. Ich hatte auch die Nummer der Telefonseelsorge parat.

Therapien und vor allem eine Selbsthilfegruppe haben mir sehr geholfen.

Und ich habe mich oft abgelenkt, durch leichte Literatur, leichte Filme, alles was keine Angst triggerte.

Vor Psychopharmaka hatte ich so viel Angst, dass ich keine nehmen konnte.

Über die DAZ die Deutsche Angstzeitschrift der Deutschen Angstselbsthilfe habe ich Klarheit über meine spezifischen Ängste bekommen sowie andere Aufklärung. Auch das war eine von vielen Hilfen auf meinem Weg.

angstselbsthilfe.de/daz/

23.01.2021 21:17 • #6


Lieben Dank, für die Antworten und Tipps..


Ja so ziemlich ist das bei mir auch. Vor Medikamenten habe ich zuviel Angst, und ansonsten ist gabz weit oben die Herzangst, teilweise so ausgeprägt das man echt denkt jeden moment ist es vorbei.

Das schlimme ist für mich auch das oft die Panik abend und nachts kommt. Das ist der absolute horror für mich..

Weis einfsch manchmal nicht wohin mit mir dann in dem Moment. Bücher helfen mir auch, auch dieses zulassen der Angst, auch wenn das wirklich sehr hart ist...

Schade wie das Leben davon immer teilweise so extrem im inneren bestimmt wird.

23.01.2021 21:36 • #7


Hoffnungsblick
Zitat von jay2008:
so extrem im inneren bestimmt wird


Wir haben unsere Geschichten und deren Auslöser, meist aus der frühen Kindheit, aus der Zeit, wo es lebensgefährlich war, sich nicht angenommen etc. zu fühlen . Das alles ist im Innern.
Mir hat es sehr geholfen, mein Inneres schonungslos zu erforschen.
Außerdem hilft mir Meditation sehr. Die extreme Fixierung auf den Körper und die damit verbundenen Existenz- und Todesängste lassen dabei nach, weil ich mich beim Meditieren meist frei und leicht fühle.

23.01.2021 21:47 • x 1 #8


Calima
Zitat von jay2008:
Schade wie das Leben davon immer teilweise so extrem im inneren bestimmt wird.

Du bestimmst dein Leben. Wenn du die Angst fütterst, ist sie es, die es dominiert. Du kannst dich entscheiden, der Angst keinen Raum mehr zu geben, indem du dein Leben genauso lebst, als gäbe es sie nicht.

Das braucht Gedankenhygiene und Disziplin, denn sich in die Angst fallen lassen ist einfacher. Wenn dich nachts die Angst weckt, steh auf und tu was dagegen. Geh spazieren, mach Liegestütze oder hau dir Musik auf die Ohren und tanze. Alles ist besser, als panisch im Bett zu bleiben.

24.01.2021 10:53 • x 1 #9


Hoffnungsblick
Zitat von Calima:
indem du dein Leben genauso lebst, als gäbe es sie nicht



Kurzfristig macht es auf jeden Fall Sinn, bewusst etwas (anderes) zu tun. Du wirst schnell feststellen, dass du davon nicht stirbst, im Gegenteil.
Längerfristig ist es sinnvoll, sachlich die Ursachen der Angst herauszufinden, ohne ins Grübeln abzusteigen.

24.01.2021 18:53 • #10


Diamant14
Ich fühle gerade total mit dir...
Mir geht es heute total schlecht...heute Morgen hatte ich eine Panikattacke, seitdem liege ich im Bett mit schmerzen im linken Arm und Schwindelgefühl...
Bei mir ist es auch seit Jahren ein auf und ab...mal ist es total schlimm,so wie heute und dann gibt es auch Wochen/Monate wo ich gar nichts habe...

24.01.2021 19:38 • #11



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