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Annii
Hallo ihr Lieben,
ich habe mich in diesem Forum angemeldet, um mich ggfs. mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Vor ca. 1,5 Jahren erlebte ich meine erste Panikattacke. Schwindel, Atemnot, Panik, Unruhe. letzendlich so stark und ohne dass ich es irgendwie zuordnen konnte, dass der RTW kam.
Sämtliche Tests wurden durchgeführt. es war eine Panikattacke.
Seitdem begleiten mit immer wieder diese Attacken, Unruhe, Angst und Panik. Nachts habe ich zum Teil echt Schwierigkeiten einzuschlafen. ich schrecke oft auf weil ich denke, dass ich keine Luft mehr bekomme oder mein Herz stehen bleibt.
Aktuell befinde ich mich bei einem Physio in Behandlung, da ich auch immer ziemlich verspannt bin und Rückenschmerzen habe.
Gestern ist mir allerdings etwas passiert, was ich so noch nicht kannte.
Ich habe ein Paar Fitnessübungen gemacht und irgendwann im Bett hatte ich das Gefühl, als würde der ganze Körper irgendwie verkrampfen, mein Herz nicht mehr schlagen und ich ohmmächtig werden.
Ich habe versucht ruhig zu bleiben und irgendwann ging es dann auch wieder.
Gibts hier jemanden, der auch solche Erfahrungen gemacht hat?

LG

29.01.2021 11:59 • 29.01.2021 #1


11 Antworten ↓


Schleglsche
Hey liebe Anni

Ooh jeh... ich kenne das sehr sehr gut ! Tut mir leid das du auch so leiden musst... ich kämpfe schon seid 6 Jahren mit diesen krassen Attacken... ich merke zuerst ein kribbeln im oberkörper, dan das gefühl ich steh neben mir alles wird unwirklich, herzrasen , atemnot, kloss im Hals und extremes Zittern.... Das Gefühl im Bett habe ich auch... macht einem riichtig angst...

29.01.2021 12:18 • #2



Gefühl, als würde der Körper verkrampfen, Ohnmachtsgefühl

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Annii
Huhu
also mit den ''normalen'' Attacken habe ich mir teilweise echt abgefunden und versuche, sobald ich merke, es geht wieder los,
mich abzulenken oder einfach ruhig zu bleiben.
Aber gestern das hat mir echt Angst gemacht. Nachdem ich mich dann irgendwann ins Bett gelegt habe, ging es tatsächlich auch.
Aber im ersten Moment war das extrem unangenehm und neu... als wenn jeder einzelne Muskel verkrampft

29.01.2021 12:22 • #3


Schleglsche
Zitat von Annii:
Huhu also mit den ''normalen'' Attacken habe ich mir teilweise echt abgefunden und versuche, sobald ich merke, es geht wieder los,mich abzulenken oder einfach ruhig zu bleiben.Aber gestern das hat mir echt Angst gemacht. Nachdem ich mich dann irgendwann ins Bett gelegt habe, ging es tatsächlich auch.Aber im ersten Moment war das extrem unangenehm und neu... als wenn jeder einzelne Muskel verkrampft

Weis genau was du meinst die "normalen" attacken die kann ich langsam kontrollieren aber dann gibt es tage wie vorgestern & gestern da komme ich nicht zur ruhe, zittere den ganzen Tag, habe herzstolperer, herzrasen, gefühl ich sterbe usw usw usw....
Ooh jaaa das mit den Muskeln das ist auch sooo sch.... nacher ist der ganze Körper verspannt

29.01.2021 12:26 • #4


Roman87
Zitat von Annii:
Ich habe ein Paar Fitnessübungen gemacht und irgendwann im Bett hatte ich das Gefühl, als würde der ganze Körper irgendwie verkrampfen, mein Herz nicht mehr schlagen und ich ohnmächtig werden.[/pid]


Wenn sich bei mir ein beklemmendes Gefühl einstellt und ich meine Herzgegend zu stark beobachte oder spüre, gehe ich spazieren oder mache leichte Fitnessübungen. Der positive Effekt ist, dass sich im Nachhinein der Blutdruck verbessert und Empfindungen um den Brustkorb, der durch intensive Atmung zuvor stark aktiv war, derart nachlassen, dass sich eine gewisse Leichtigkeit einstellt, die mir vor einiger Zeit schon Mal eine Panikattacke beschert hatte. Und dass der Körper weit in die Erholungsphase hinein sich teilweise angespannt fühlt, ist eine völlig normale Sache. Vielleicht könntest du nach solchen Einheiten eine Abklingphase einbauen, wie z.B. Streck- und Dehnübungen mit anschließenden Atemübungen. Das hilft mir, meinem Körper eine Belastung zu bieten, die ich dann psychisch auch stemmen kann.

29.01.2021 12:38 • #5


Annii
Hello...
ich hoffe, dass mir die Physio da evtl helfen kann?
Bei meinem Workout anfang der Woche bekam ich auch von der einen auf die andere Sekunde plötzlich Atemnot, nachdem sich gefühlt der Hals und das Brustbein? anspannten bzw. verkrampften.
Echt ein Teufelskreis.. vor diesen Attacken hatte ich in dieser Richtung absolut keinerlei Probleme.

29.01.2021 12:47 • #6


Roman87
Hallo ,

das kann durchaus sein (könnte das Globusgefühl sein, das psychosomatisch häufig vorkommt), die Psyche und der Körper finden schon Wege, wie sie dir ein ungelöstes und/oder belastendes Problem mitteilen. Ich kriege das bei mir bereits seit 6 Jahren mit und die Symptomliste wird ständig länger. Vor allem wenn ich glaubte, eine bestimmte Angstattacke und ihre Symptome zu beherrschen, entwickelten sich geradezu neue, um mir zu demonstrieren, dass das Kernthema meiner Angst mitnichten "beherrscht" wurde, außer ihre physische Erscheinung in Symptomen.
Hast du schon Mal an kognitive Therapien nachgedacht? In Verbindung mit Physio und körperorientierten Übungen ist das sehr hilfreich. Schließlich ist es keine Angst in Verbindung mit Situationen, die wir aufsuchen und meiden können, sondern das Angstverursachende liegt in uns selber (in zweifacher Bedeutung, Angst durch uns und in uns verursacht). Dazu mache ich verschiedene Expositionsübungen und arbeite an einer gesunden Interpretation meiner körperlichen Empfindungen. Ich hatte im Laufe der letzten Jahren dermaßen innere Anspannung und körperbezogene Selbstzweifel aufgestaut, dass ich auch nach einer Mahlzeit eine Panikattacke bekam. Wichtig ist das Vertrauen in seinen Körper wiederzuerlangen und zu verstehen, dass der Körper immer das Richtige/Natürliche tut, auch wenn wir es oft falsch interpretieren. Ich kann dir dazu die Webseite und die Lektüre vom/von Therapeuten/in Herbert Mück bzw. Doris Wolf empfehlen; jedenfalls in Richtung Psychosomatik, somatoforme Störung.

29.01.2021 13:04 • #7


Annii
Die Physiotherapie geht heute erst richtig los, allerdings sagte mir der Therapeut auch, dass man über weitere Thearpien nachdenken sollte.
Bei einigen Attacken war es so akut, dass ich ins Krankenhaus gefahren bin, wo Blutbilder, EKG, etc.. angefertigt wurden und ich somit auch davon ausgehe, dass es alles psychisch ist.
Phasenweise gehts gut, dann halt wieder nicht.
Die Symptome ändern sich tatsächlich.. plötzlich gesellten sich auch Magen-Darm-Beschwerden dazu.. alles blöd.
Glaube auch, dass es eine Art Hilferuf vom Körper ist, einfach mal einen Gang runterzuschrauben..

Gab es denn bei dir irgendein Ereignis, welches die Attacken ausgelöst hat?

29.01.2021 13:09 • #8


LeLion
Auf Körperebene ist das nichts anderes als ein Adrenalinschub, weil dein Körper in den Angriff/Flucht Modus geht, natürlich fälschlicherweise.

Normalerweise werden dabei die Muskeln entsprechend besser versorgt und angespannt um die Bedrohung (die es natürlich heutzutage für gewöhnlich nicht mehr gibt) gegenüber zu stehen.

Wenn man jetzt aufgrund von Ängsten oder Panik eh schon angespannt ist und dann noch weiter anspannt dann kann es passieren das die von der genannten Symptome oder aber auch andere auftreten.

Es hilft natürlich Physio dagegen, aber eben auch Dehnübungen um die Muskulatur zu lockern (mehr als irgend ein Workout) und natürlich jede Art von Entspannung, je nachdem Mediation, Yoga, MBSR, lesen etc. je nachdem womit du am besten zurecht kommst.

29.01.2021 13:12 • #9


Annii
Ich bin gespannt ob es was bringt und man diese Grundspannung in Kombination mit Yoga, Pilates.. etc.. irgendwie rausbekommt

29.01.2021 13:17 • #10


Roman87
Ich kann deine Erfahrung völlig nachvollziehen, nachdem ich das schlimmste dachte überstanden zu haben, hatte sich die Symptomlage derart verschlimmert, dass ich beim Hausarzt (EKG), HNO (Schwindel), Augenarzt, Radiologie (MRT) und Orthopädie (HWS) war, alles wieder ohne Befund. Ich lese immer wieder, wie schwer manche psychosomatischen "Entgleisungen" verlaufen können, im Sinne kaum vorstellbar, dass sie keine organische Verursachung haben und damit lerne ich jetzt besser umzugehen, als vor einigen Jahren noch.

Auslöser waren ein Kombination aus depressiv verlaufender Lebensführung, Partnerschaft und Familienangelegenheiten (meine Eltern hatten sich gegenseitig psychisch kaputt gemacht), verbunden mit leichtfertigem Dro., dem Auszug von Zuhause und anderen exzessiven Praktiken, sodass ich einmal nach dem Konsum meine erste Panikattacke hatte, die ich als das tatsächliche Ende interpretierte, weil ich nichts von Panikattacken wusste, was mich in die Klinik brachte und sechs Monate später begannen diverse Symptome und die zu häufige Selbstbeobachtung gepaart mit Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten.
Dazu muss ich sagen, dass ich zeitlebens ein eher neurotisch-nervöser Charakter bin mit hypochondrischen Zügen. Nur ist das in dem oben geschilderten Verlauf erst an die Oberfläche gekommen, weil ich meine Ängste gut ignoriert oder überspielt hatte mit einem Lebensstil, der den Körper und schließlich die Seele belastet.

29.01.2021 13:24 • #11


Annii
Vorher hab ich auch nie davon gehört, bzw wohl nicht wahrgenommen, da selbst nicht betroffen.
Irgendwie hab ich auch das Gefühl, dass soetwas auch irgendwie trotzalledem noch belächelt wird solange man selbst nie in so einer Situation gesteckt hat.

29.01.2021 13:31 • x 1 #12



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