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Oktewia
Hallo, bevor ich durchdrehe muss ich doch mal mein Empfinden loswerden
Das ich Angst Gedanken habe mit zwangsgedanken ist mir bekannt aber jetzt fühle ich mich aufeinmal so unreal ...ich kann es so schwer beschreiben . Aber z.b wenn ich spreche oder mich unterhalte denk ich aufeinmal "sag ich das gerade wirklich" und aufeinmal krieg ich Angst, oft fühle ich mich auch wie ein Roboter , wenn ich z.b aufstehe und zum Kühlschrank laufe denk ich z.b " wollt ICH jetzt wirklich da hinlaufen ...oh Gott ihr denkt sicher ich bin bekloppt , genauso fühle ich mich auch. Was is das den ? Solche Gedanken das ich mich so kontrolliere was ich sage und mache und es dann als komisch oder unreal empfinde hatte ich noch nie
Wie soll ich den damit umgehen ? Ich bin Mom 6 Wochen in einer stationären Klinik auser am Wochenende. Ich war meine Mutter besuchen und konnte mich kaum entspannen und mit ihr reden weil ich dauernd darauf achten musste ob das jetzt wirklich real is , dass is da sitze und rede usw.

12.03.2016 22:42 • 21.05.2018 #1


11 Antworten ↓


Hallo Oktewia

Ja kenne das Gefühl als wenn man neben sich stehen würde und sich selber zu gucken würde so kommt es einem vor kann es sein das es vielleicht so bei dir auch is? Du hast geschrieben das du stationär gerade bist hab ich das so richtig verstanden?

12.03.2016 22:52 • #2



Fühle mich extrem unreal

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Oktewia
Ja genau also würde ich das was ich antworte gar net wirklich ich gerade antworten , oder einfach das ich jetzt wirklich mich in der jetzigen Situation befinde. Das macht mit furchtbare Angst ... Da kommen auch immer wieder aufdringliche Gedanken hoch wie z.b. Oh Gott bin ich jetzt wirklich gerade hier und spreche .... Total beängstigend

Ja das ist richtig , ich bin in stationäre Behandlung seit zwei Wochen
Noch vier Wochen habe ich vor mir, bin dort wegen Angst und Panik Attacken und wegen zwangsgedanken

12.03.2016 22:55 • #3


eclipse
Hast Du denn dabei auch solche Entfremdungsgefühle gegenüber dem eigenen Körper/das "Ich" und/oder deiner Umwelt? Könnte dann Derealisation/Depersonalisation sein, das habe ich sehr oft als Begleiterscheinung von PTBS/Angst-/Zwangsstörung. Soll auch gar nicht so selten sein.
Man kann das sehr schwer beschreiben, bei mir ist es dann wirklich so in der Art als würde ich komplett neben mir stehen und alles von außen betraten, anstatt da mittendrin zu sein, das Gefühl für meine eigene Person schwindet einfach.

Sowas ähnlich wie Du mit dem Kühlschrank hatte ich auch mal. Ich bin im Lokal Richtung Toilette gelaufen und sogar zurückgekommen, weil ich meinte ICH wollte ja gar nicht zum Klo und habe mich wieder an den Tisch gesetzt.

12.03.2016 22:55 • #4


Oktewia
Ganz genau so fühle ich mich @eclipse
Es ist echt furchteinflössend , was könnte ich nur dagegen tun ?

12.03.2016 22:58 • #5


Hast du da keine Therapeutin die auch nachts da is wenn es dir nicht gut geht? Ja das man nicht mehr Herr von seinem Körper und seinen Gedanken ist das ist das was uns so wahnsinnig verrückt und ängstigt. Und wenn man das jemanden beschreiben soll der psychisch diese Probleme nicht hat oder psychisch gesund ist verfallen einem die Worte weil man ja selber garnicht genau weiß wie man es beschreiben oder erklären solln

12.03.2016 23:03 • #6


Oktewia
Ja es fällt mir auch schwer zu erklären
Ja Betreuer sind da rund um die Uhr aber ich bin ja jetzt gerade zuhause, wir müssen immer von Samstag auf Sonntag nach Hause gehen.

12.03.2016 23:05 • #7


eclipse
Zitat von Oktewia:
Ganz genau so fühle ich mich @eclipse
Es ist echt furchteinflössend , was könnte ich nur dagegen tun ?


Wenn ich das nur wüsste. Ich habe das wirklich schon so extrem lange. Ich denke mal, dass es besser wird, wenn die Ängste etc. weniger und die Psyche stabiler wird... Aslo durch Therapie. :-/ Mir hat das anfangs auch immer echt sehr Angst gemacht.

12.03.2016 23:25 • x 1 #8


Icefalki
Oktewia beruhe dich. Gehört einfach zu der blöden Angsterkrankung dazu. Mehr ist es wirklich nicht. Hatte das alles auch.

Dein Wechsel von stationär und Therapie und dann wieder zuhause macht einfach Stress.

Und bei Stress wird eben Adrenalin ausgeschüttet und da du eh Angstparientin bist, sind solche unrealistischen Gefühle normal.

Dein Stresslevel ist enorm hoch. Und fühlen tust du eh schon extrem. Da gerät man in solche Situationen und bekommt noch mehr Angst.

Ist aber normal und gehört beinahe schon dazu. Also, beruhige dich ein bisschen und glaub der alten Icefalki, die hat das alles auch überlebt.

Da kreisen nur die Stresshorme in deinem Körper, ausgeschüttet damit du eigentlich kämpfen oder flüchten könntest. Da aber keine reale Gefahr droht, erlebst du das als extrem bedrohend.

Fühlt sich schrecklich an, ist aber nur ein weiteres Zeichen deiner Angst. Mehr nicht.

12.03.2016 23:55 • x 2 #9


Oktewia
@Icefalki
Danke , heute hab ich leider immer noch dieses Gefühl, weil es mir so Angst macht , wahrscheinlich muss ich dauernd meine Gedanken überprüfen , ich hoffe das verschwindet wieder. Ich hab Angst verrückt zu werden jetzt durch dieses Gefühl noch viel mehr
Oder einfach die Kontrolle zu verlieren. Die Gedanken sind mir ja bekannt und Eigl auch abgeschwächt gewesen aber durch dieses unreal fühlen , jetzt wieder stärker ...

13.03.2016 14:29 • #10


Icefalki
Oktevia, keine Angst, verrückt wirst du nicht.

Mein Schreckensszenario war das auch. Eine wilde, verrückte Frau, eingesperrt in dieses weiße Hemd, die Ärmel festgebunden, als Schandfleck unter den Augen der Normalen, weggesperrt, verachtet, blamiert.

Nächtelang, tagelang dieser Horror, kenn ich Alles, hab ich alles durchlebt.

Wenn sich die Angst mal gelegt hat, überlege dir mal, dass das, was du empfindest, eigentlich dein Innerstes widerspiegelt.

Wir haben Angst, die Kontrolle zu verlieren, Angst "eingesperrt" zu sein, Angst uns lächerlich zu machen. Und das alles ist aber nicht still, sondern heftig, explosionsartig, grell..

In uns tobt ein Sturm, wie ein Orkan, der schreit, Mensch, du wirst kontrolliert, du bist eingesperrt, du machst dich lächerlich.

Die Frage ist nun, warum ist das so? Wie kann es nur dazu kommen? Allerdings gelingt das in der Angst nicht gut, diese Fragen zu stellen.

Es ist wie eine Macht, die uns übernimmt. Daher diese Gefühle. Letztendlich sind wir es selbst, leider verstehen wir das alles nicht. Wir kämpfen dagegen an, weil wir das nicht sein wollen, "es" nicht haben wollen.

Aber "es" ist nur das Ungleichgewicht, das wir, warum auch immer, selbst geschaffen haben. In Form eines Lebens, das uns dahin gebracht hat.

Warum und wieso und wie das wieder in Ordnung kommt, geht über die Therapie.

Deshalb gehst du dorthin. Um dich selbst zu entdecken. "Was will ich, was kann ich, warum mache ich Dinge, die mir nicht gut tun".

Nicht aufgeben, das wird schon wieder..

13.03.2016 17:22 • #11


Hey, ich weiß wie du dich fühlt. Ich bin 18 Jahre alt und habe das Gefühl durchgehend.

Ich kann mich schlecht an Erinnerungen lebhaft erinnern und denke, dass sie mir fremd sind.
Wenn ich etwas mache, dann hab ich im Nachhinein nicht das Gefühl, es getan zu haben... Ich hab mich dann mit Faust Zitat "Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust" und "Wissen was die Welt im Innersten zusammenhält" identifiziert. Weil ich will es lebhaft spüren. Ich will das Gefühl haben es aktiv zu leben und REAL zu sein! Aber ganz oft ist das nicht so...

Dann versuche ich immer sehr "krasse" Sachen zu tun, weil ich denke, eventuell fühle ich mich dann real. Aber das bringt nichts.
Diese "Störung" nennt man Depersonalisation beziehungsweise Derealition

Es ist ein Phänomen, wo die Betroffenen sich selbst fremd sind oder die Welt für sie irreal wirkt...
Man sagt es kann Ursache darin haben, dass der Körper sich vor etwas schützen möchte. Ich weiß nicht was...

Das hier ist eine Erklärung was im Gehirn dabei vorgeht:
Ein Blick ins Gehirn zeigt, dass bei ihnen bestimmte Bereiche des Präfrontalen Kortex überaktiv sind, deren Aufgabe unter anderem die Kontrolle von Emotionen ist. Diese Areale schicken hemmende Signale an die Emotionszentren des Gehirns wie z. B. die vordere Inselrinde und die Amygdala. Dadurch fühlen sich die Betroffenen nicht nur abgestumpft und gleichgültig, sondern es kommt ihnen auch die emotionale Färbung der Welt abhanden. Normalerweise lösen nämlich selbst die kleinsten Dinge eine Gefühlsantwort in uns aus, die signalisiert, womit wir uns wohlfühlen und was wir lieber vermeiden sollten. Fehlt diese Gefühlsantwort, dann scheint die Welt gar nichts mehr mit uns zu tun zu haben sie erscheint unwirklich.



Zudem ist es bei mir so, dass mir Kleinigkeiten direkt auffallen und ich mich an Details, wie Haare, Kleidung, Farben sehr gut erinnern kann, Aber meine eigenen Erlebnisse mir als Erinnerungen irreal vorkommen. und sie nicht lebhaft vorzogen habe, sondern als wäre es jemand anderes...

21.05.2018 22:08 • #12



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