Zitat von tofa2021:Jetzt sind es schon so viele Gedanken und ich bin sauer auf mich weil ich denke vielleicht ist es schon zu spät und man kann mir nichtmehr helfen oder so.
Mach Dir bitte kein Stress und Druck, Du leidest schon genug.
So zu denken hilft Dir auch nicht weiter, versuch es doch mal mit positivem Einreden?
"Andere haben es überwunden, also kann ich es auch überwinden!" oder "Okay, ich nehme jetzt den Moment anders wahr, aber es ist Okay, ich mach das Beste draus!"
Mir hat übrigens kleine "Übungen" geholfen, wie aktiv Dinge anschauen und den Namen laut aussagen. Ein Bild von der Umgebung machen, alles einprägen. Beispiel: Du schaust im Zimmer umher und sagst laut: "Fernseher" und speicherst das Bild im Kopf ab. Dann "Couch", "Tisch", "Fenster" usw. Damit Du realisierst im Jetzt zu sein. Das hat übrigens mir auch bei meinen Angstzuständen geholfen, runter zu kommen. Mehr von meiner Umgebung wahrzunehmen und nicht nur auf meine Ängste zu achten.
Ich habe ehrlich gesagt gelegentlich immer noch dieses Gefühl von "unecht", zweifle kurz an der Realität und hatte auch, genauso wie Du, schon einige komische Gedanken darüber. Auch Richtung "was sind wir eigentlich?" oder ganz verrückt "Wenn Person X aus mein Blickfeld geht, existiert sie dann auch oder ist sie nur für mich da?" und hatte danach eine komische Wahrnehmung von allem, was aber nun wieder schnell weg geht - da ich dem keine Aufmerksamkeit mehr schenken
möchte. Dieses Jahr hatte ich dies sogar mehrmals, ging auch für ein paar Tage nicht weg oder es kam zwischendurch immer mal wieder für einige Stunden. Mittlerweile, Stempel ich es als "Wahrnehmungsstörung" ab, habe es einen Namen gegeben und keine Angst mehr davor. Will ich einfach nicht mehr! Wenn es wieder kommt, denke ich halt dann nur noch "hm, wieder so komisch." und beachte es nicht - lebe einfach weiter und dann ist es auch wieder weg, so schnell, dass ich es überhaupt nicht bemerke.
Mach Dir da kein Druck, Du wirst nicht verrückt! Auch, wenn man es denkt und man es komisch findet.

Ich empfinde es auch für unangenehm und nenne es beim Namen: eine Wahrnehmungsstörung.
Ist aber nicht etwas, was nicht wieder weg gehen könnte, so wie auch andere psychische Dinge.