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Hi

Leide seit Jahren an Depersonalisation und habe sehr viele Symptome immer mal was anderes im Wechsel.
Seit längerem aber so ein erstarren oder Spannung in Fingern bis in den Unterarm Richtung Ellenbogen.
Geht zur Zeit so das es kommt und geht über den Tag verteilt mehrfach.
Depersonalisation wird dann auch schlimm und habe mittlerweile eh eine große Unsicherheit weil ich nicht mehr weiß wie den Zustand aushalten oder was machen.
Mit Alprazolam wird die Spannung besser aber will ja nicht abhängig werden.
Opipramol ist auch nicht so ausreichend leider.. habe zudem zb inneres zittern was durch Opipramol nicht besser wird.

Traue mich ja fast nicht mehr etwas zu machen auch wenn es noch so eine normale Tätigkeit ist im Haushalt oder so wenn dann irgendwie diese Spannung kommt.
Passiert zwar auch im Liegen aber wenn ich mich bewege wirds meist schlimmer wobei es dann Phasen gibt wo ich kurze Zeit keine Spannungen habe und auch nicht kommen obwohl ich etwas tue.
Irgendwie was Unterschwelliges oder ne komische Angstreaktion über den Körper obwohl ich ja gern was tun will also Grundlegend keine Angst habe vor der Tätigkeit Ansich.

Vielleicht versteht ja jemand was ich meine, und sagt mir was ihr tut bei sowas.

Grüße Dany

03.06.2018 19:03 • 06.06.2018 #1


9 Antworten ↓


Versuch es mal mit Amitriptylin,das wirkt benzoähnlich (ähnlich wie Alprazolam) und ich empfehle Dir eine Verhaltenstherapie zu beginnen.
Dazu einfach bei der Krankenkasse anrufen und eine Liste von Verhaltenstherapeuten in Deiner Stadt zuschicken lassen.
Dann alle durchtelefonieren und auf Wartelisten setzen lassen.

Es kann auch nicht schaden einen Kurs in Autogenem Training zu belegen,die Krankenkassen bezahlen einen Grossteil der Kosten,so dass Du max. einen Eigenanteil von ca. 40 Euro beisteuern müsstest aber das Geld ist gut investiert.

03.06.2018 19:11 • #2



Erstarren Spannung Depersonalisation

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Hi

Danke für die Antwort leider hab ich mehrere Therapien hinter mir.
Diese Ausweglosigkeit ist zu meinem Problem geworden eben weil ich nixmehr weiß und diese Zustände mein Alltag so extrem beeinflussen das ich die normalsten Sachen nicht tun kann oder nur selten.
Dacht auch schon an Amitriptylin wobei ich echt viele Medikamente hatte und da mittlerweile auch bammel habe wegen den Nebenwirkungen und das meine Depersonalisation noch brutaler wird wie bereits geschehen durch SSRI.

Grüße Dany

04.06.2018 11:56 • #3


kopfloseshuhn
Hallo Dibow.
Bist du traumatisiert?
Fakt ist, dass es gegen Dissoziative Symptome keine Medikamente gibt.
Da hilft nur Therapie.
Du kannst mir gerne auch privat schreiben.

04.06.2018 12:31 • #4


Zitat von Dibow2:
Dacht auch schon an Amitriptylin wobei ich echt viele Medikamente hatte und da mittlerweile auch bammel habe wegen den Nebenwirkungen und das meine Depersonalisation noch brutaler wird wie bereits geschehen durch SSRI.


Sicher,es ist immer eine Überwindung,ein neues Medikament zu probieren.
Ich habe 10 (!) Medikamente probieren müssen,bis endlich eins anschlug.
Das war kein Spass aber es hat sich gelohnt,nicht aufzugeben.

Vergiss nicht,dass immer DU der Herr darüber bleibst,was geschieht.
Wenn Du das Medikament nicht vertragen solltest,kannst Du es direkt wieder absetzen und gerade zu Beginn einer Einnahme ist das dann auch kein Problem.

Wie sieht es mit Lyrica aus,hast Du das mal probiert?
In der Einschleichphase macht es müde aber wenn man langsam aufdosiert,hält es sich in Grenzen.

Ein Arzt in der Psychiatrie,in der ich war,sagte mir,dass es DAS Medikament bei Ängsten ist.
Und er fragte sich,warum es mir nicht längst verschrieben wurde...

Lyrica ist kein SSIR und auch kein Neuroleptikum ,es tanzt quasi ein bisschen aus der Reihe.
Ich hatte wirklich schwerste Angstzustände/Panikattacken und Depressionen,dieses Medikament hat mich da herausgeholt.

04.06.2018 13:32 • #5


HI

Habe Lyrica gerade hier aber trau mich nicht..ist ja ein ähnliches Wirkprinzip wie Lasea und selbst das ist nicht so mein Fall obwohl es ja im Vergleich geringe Wirkung hat.
Bei mir ist mitlerweile eher der Kopf und das denken und die allgemeine Situation und mein Leidensdruck das große Problem.
Mir war Jahre lang nie echt klar was los ist und hab erst 9j später begriffen was so in etwa für Zusammenhänge sind auch wenn es immernoch nicht alles einen Sinn ergibt und Widersprüchlich ist.
Fakt ist mitlerweile habe ich große Anspannung und Angst den Tag zu überstehen.
Das wurde alles verschlimmert durch eine sehr stressige Zeit worauf dann bis heute jeden Tag so unterschwellige Anfälle folgen.
Irgendwie Panikähnlich aber nicht so klassisch zumindest, und der Arzt meint ja auch sei nicht zuzuordnen aber irgend eine Form von Panik ist das schon.

Dany

06.06.2018 07:28 • #6


Lieber Dany
Ich möchte dich ermutigen, dass du aus der Sache wieder rauskommst. Ich habe ähnlich wie du Panikattacken erlebt und bin heute frei davon. Das Schwierige ist wie du sagst der Kopf, da man Angst vor der Angst bzw. vor der körperlichen Reaktion mit verschiedenen Symptomen hat. Und da man sich selbst nicht mer traut. Das Schlimmste war für mich das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, Angst irgendwie nicht normal zu sein.

Mir hat geholfen:
- zu Lachen über das Zittern, wenn es ging (na du Körper, dann zitterst du jetzt halt ein bisschen)
- zu verstehen, dass hier eine Panikattackt abläuft, die wieder vorbeigeht
- mich azeptieren so, mir zu sagen, dass ich trotzdem normal bin
- Gespräche, darüber reden (wie du es jetzt hier online tust, super!)
-Seelsorge bei einer Fachperson
- Ernährungsumstellung! (Magnesium, Eiweiss...) Hier empfehle ich dir das Buch "Was die Seele essen will". Sehr viele psychische Symptome lassen sich beheben und erklären dadurch. Ein wissenschaftliches Buch, hat mir sehr geholfen.
- Gebet... Gott/Jesus ist stärker als alle Widrigkeiten und steht über allem, wir können nie nie aus seiner Hand fallen.

Ich wünsche dir von Herzen gute Genesung! Oft spielt vieles zusammen und es braucht Hebel, die körperlich, seelisch und geistig ansetzen, um frei zu werden. Du schaffst das!

Deine Tamama

06.06.2018 08:59 • #7


Hi

Mein Problem ist das ich schon soviel durch habe und ja auch nie richtig wusste was ich eigentlich habe und auch nie von Ärzten dementsprechend aufgeklärt wurde.Es hieß halt Depersonalisationssyndrom.
Es war ja vor 10j auch nicht so gewesen es hat sich im Laufe der Jahre verändert und es kamen vielleicht Ängste hinzu auch wenn das immer irgendwie ne Rolle spielte und "besser" gelebt hab damit als ich die Zusammenhänge noch nicht verstanden habe.
Habe auch viele Fehler gemacht meinerseits eben weil ich ja nie wusste wie ich mich Verhalten soll(weiß ich im Grunde nun auch nicht).
Son Klassischer Panikpatient bin ich ja nicht und ne Phobie ists auch nicht aber irgendwie ein Abklatsch davon und eben alles über die Jahre so schlimm geworden das ich mitlerweile kaum noch drüber Reden kann weil das zu Symptomen führt und das hatte ich noch nie.
Habe Therapien und Alternative Medizin bis hin zu Hypnose,EMDR und und und alles durch.
War in Kur und was man eben alles machen kann aber am Ende wurde mein Zustand immer wieder von "alleine" manchmal für Monate so erträglich das ich wieder aktiver am Leben teilhaben konnte bis erneut wieder schlimme Depersonalisation kam.

Hatte manche Dinge auch früher nur war mir das ja nie klar was das eigentlich vermutlich ist wie inneres Zittern oder auch äußeres.
Fiebergefühl,Übelkeit,Schwindel und was noch alles...
Das ganze ist ja auch jetzt erst so richtig Ernst geworden weil ich kein Ausweg mehr sehe und es mit Struktur oder Ruhe und all so Standard Therapie Denken nicht hilft.
Und genau aus dieser Sackgasse entsteht halt Unruhe und Unsicherheit weil ich das bisher noch nie hatte das ich soooo lange quasi indirekt an die Couch gefesselt bin und aber zwischendrin mal was machen kann kurz auch wenn es mir meist nicht gut geht dabei.
Das war schon immer so Widersprüchlich und hab das selbst noch nie verstanden und daher Frage ich mich wie das Außenstehende verstehen sollen.
Ist ja nicht so das ich 10j Untätig war.
Weiß auch nicht wie ich das hier besser schreiben könnte das man es vielleicht irgendwie Ansatzweise nachvollziehen kann was ich eigentlich meine.

War ja extra mal in der Uniklinik in Tübingen um abzuklären ob ich nun eine Angsterkrankung habe oder nicht..es hieß ich habe Dissoziation nach einem 30min Gespräch.Am Ende war ich also genauso Schlau wie zuvor.
Genauso wurde mir in meiner Therapie die ich bis Ende letzten Jahres machte gesagt ich habe ein überaktives vegetatives Nervensystem(Symphatikus daueraktiv).
Hab Monate lang Opipramol genommen aber bringt irgendwie auch nix weil ich es nicht hoch genug Dosieren kann um damit über den Tag zu kommen.
Aber es würde zumindest ein Stück weit Sinn ergeben in Bezug auf die Anfänge mit Schlafstörungen,Schwitzen,Panikzustände bis dann Depersonalisation darauß entstand aus diesem Stress wo ich damals hatte.
Weil es all die Jahre immer so war das ich Monate lang schwere DP hatte und irgendwann aber wieder raus konnte und auf einmal ging es wieder bis es erneut wieder so heftig wurde bis ich wieder an die Wohnung gefesselt war ohne es zu wollen.

Bin durch diese ganzen Enttäuschungen so abgestumpft und irgendwie ist das nicht mehr viel in mir derzeit weil ich nicht mehr weiß wie ich diesmal wieder aufstehen kann wie all die Jahre zuvor.

Dennoch Danke für die Lieben Worte an alle hier.

Dany

06.06.2018 12:27 • #8


Zitat von Dibow2:
Bin durch diese ganzen Enttäuschungen so abgestumpft und irgendwie ist das nicht mehr viel in mir derzeit weil ich nicht mehr weiß wie ich diesmal wieder aufstehen kann wie all die Jahre zuvor.


Gib nicht auf und versuch es mal mit Lyrica.Ganz langsam anfangen mit 25 mg,das ist die kleinste Dosis,da kann wirklich nicht viel passieren.
Ich selbst hatte auch bei jedem Medikament Angst,es zu nehmen,das ist ja ganz normal....

Habe "nur" 2 Jahre gebraucht,um wieder ich selbst zu werden aber diese 2 Jahre kamen mir endlos lang vor,weil man so leidet...
Hätte ich das Medikament nicht bekommen,sässe ich wahrscheinlich immer noch in der Psychiatrie.
Ich war am Ende auch schon total mutlos,einfach nurnoch ein leeres Wrack.
Aber es ging dann wieder bergauf,zwar langsam aber stetig und heute kann ich mein Leben wieder geniessen.
Wenn mir das letztes Jahr jemand erzählt hätte,hätte ich nur müde genickt...ich kann Deine Verzweiflung und teilweise Resignation so gut verstehen...

Glaub mir,es GIBT einen Weg!
Bitte trau Dich und versuche es,Du kannst nur hinzugewinnen.

06.06.2018 12:51 • #9


Hi Dany
Du schreibst, dass du nicht genau weisst, woran du leidest. Ich denke, all diese Kategorien (Depersonalisation, Dissoziation) sind "künstliche Schubladen", die uns helfen sollen, etwas zu verstehen, was man kaum erfassen oder erklären kann (wie du selber schreibst). Sie dürfen uns aber auf keinen Fall stigmatisieren und abstempeln (im Sinne von "diese und jenes Syndrom ist nicht behandelbar" oder so ähnlich). Denn das sind theoretische Kategorien und haben nichts mit dir als Person zu tun.

Du schreibst auch, dass du nach SSRI noch viel mehr unter deinen Symptomen gelitten hast. Ich möchte dich wirklich ermutigen, dir das Buch von Julia Ross https://www.amazon.de/Was-die-Seele-ess ... 3608947108 zumindest einmal anzusehen. Sie hat in und mit Kliniken gearbeitet und diverse psychische Krankheiten erforsch. Das Buch ist sehr praxisbezogen und sie hat einen grossen Erfahrungsschatz. Ihre Aussage ist, dass jede Therapie auch eine Ernährungsumstellung enthalten sollte. Sie beschreibt die biochemischen Prozesse im Körper und wie es zu extremen Ungleichgewichten kommen kann. Dabei bringt sie wie gesagt viele ermutigende Beispiele aus Kliniken, wo durch Ernährungsumstellung unter anderem mit Aminosäuren (aus denen unser Körper Substanzen wie Serotonin oder Endorphine bildet) extreme Fortschritte erzielt wurden.


Dein Körper braucht vielleicht diese Unterstützung, um wieder Aufzubauen und deine Gefühlswelt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ich wünsche dir viel Kraft und würde gerne für dich beten (klingt vielleicht ungewohnt, aber das würde ich wirklich gerne tun). Ist das ok für dich?

War sehr speziell heute morgen, bin sonst nie auf diesem Forum aber hab gebetet und bin durch Google genau auf deinen Eintrag gestossen. Hab mich dann extra angemeldet, um dir antworten zu können. :-p

Bin ein Mami von zwei kleinen Mädels, die gerade Mittagsschlaf halten, das gibt mir eine Minute Zeit.
Ich hoffe sehr, dass ich mit meinem Hinweis auf das Buch helfen kann. Ich hab den Eindruck, dass ich dir das nicht zufällig schreibe.

Was auch immer du davon hältst, ich wünsche dir einfach noch einmal eine gute Genesung und dass du bald wieder Freude und Freiheit empfinden darfst.

Tamama

06.06.2018 13:25 • #10



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