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Hallo ihr Lieben,

ich hoffe es ist niemand genervt weil ich dieses Thema zum wiederholten mal erstelle.

Ich möchte einfach gerne Erfahrungen und Tipps bekommen von MitgliederInnen, die auch bei Panikattacke Angst hatten verrückt zu werden bzw. sich die gesamte Angststörung nur darum drehe eine noch schwerer psychische Erkrankung zb.
Trigger

Psychose oder Schizophrenie


zu entwickeln. Getriggert werde ich von meinen eigentlichen Symptomen die ich durch die Depression und GAS bzw Panikstörung habe. Aufgebaut auf mein Trauma ausgelöst durch die Überdosis des ADs.

Ich habe also ständige Symptome durch die Erkennung und dadurch ständig trigger. Ja aushalten ohne Wehr ist die Methode aber wie schafft man es wenn man denkt jeden Moment bei vollem Bewusstsein verrückt zu werden.
Ich habe Angst, dass diese Gedanken Wahnvorstellungen sind welche ja vor eine
Trigger

Psychose


sprechen würden.

Ich habe sonst keine Angst vor einer körperlichen Erkrankung. Während des Tages bin ich fast die ganze Zeit Benommen und nicht richtig da. Ja es sind alles normale Symptome für eine GAS aber ich schaffe es nicht mich in einer Panik darauf zu besinnen. Es steigert sich über Stunden am Tag hoch bis es knallt. Danach komme ich wieder in die Ausgangsposition Benommenheit und hoffnungslos. vielleicht hat jemand Erfahrungen wie man dabei ruhig bleibt und es einfach über sich ergeht und wie man seine Symptometrigger besser abgrenzen kann.

LG RosaRot

14.08.2021 17:11 • 15.08.2021 #1


12 Antworten ↓


kleinpübbels
Hach ja, das kenne ich sehr gut. Angst vor was körperlichen habe ich null, aber Wehe es geht um Psychosen etc. Dann ist es mit der Coolness fast vorbei ^^

Ich habe mich mit den Themen Psychosen und Schizophrenie beschäftigt ,mir etwas Wissen angeeignet und kenne auch jemanden mit einer Psychose ,der stimmen hört und Halluzinationen hatte. Das hat mir was die Angst genommen, da ich gemerkt habe, dass ich es nicht habe.
Bei einer Psychose sieht man Sachen, die gar nicht da sind (zb aliens die auf dem autodach tanzen und sowas ^^) oder hört Sachen, die niemand anders hört . Solange das nicht gegeben ist, mache ich mir weniger Sorgen um meine geistige Gesundheit ^^

14.08.2021 17:44 • x 2 #2



Erfahrungen Angst vor Verrückt werden

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Waren es bei dir auch die Triggersymptome die du von deiner GAS hattest? Ich hab die Symptome den ganzen Tag - klar die Krankheit macht ja keine Pause. Andere wie bei Leuten die zb Angst haben rauszugehen bzw generell bei einer spezifischen Phobie.
Es ist also die gesamte Zeit ein trigger da. Ohne Pause. Dazu kommen bei mir oft wie schon kleine Wahngedanken, dass zb eine gute Freundin oft schlecht über mich redet und ich dann wie Unterhaltungen im Kopf habe die ich nicht stoppen kann.

14.08.2021 17:52 • #3


LERNWILLE
Hab absolut den gleichen Mist und die einzige Sache die nur ansatzweise hilft ist cool bleiben. Seit gut 2 Monaten ist die echte derealisation vorbei und irgednwie sind alle Konturen wieder weich. Fast wie bei einem Filter und was mach ich ? Ich frag mich ob alles überhaupt echt ist

Wir werden nicht verrückt. 1000 Mal gedacht verrückt zu werden und nie ist wirklich etwas geschehen. GAS .... Die was wäre wenn Krankheit

14.08.2021 18:00 • x 1 #4


Zitat von LERNWILLE:
Hab absolut den gleichen Mist und die einzige Sache die nur ansatzweise hilft ist cool bleiben. Seit gut 2 Monaten ist die echte derealisation vorbei ...

Aber wovon wirst du getriggert? Auch von den eigentlichen Symptomen oder gibt es noch was anderes? Weil gegen die kann ich zur Zeit nicht viel machen. Sie gehören ja leider zur GAS

14.08.2021 18:46 • #5


LERNWILLE
Zitat von 1RosaRot1:
Aber wovon wirst du getriggert? Auch von den eigentlichen Symptomen oder gibt es noch was anderes? Weil gegen die kann ich zur Zeit nicht viel ...


Ich weiß es nicht. Ich folge zum Beispiel einem Gespräch. Alles ist gut und mit einem Schlag, frag ich mich was hier tue, wieso ich mich so seltsame fühle und dann geht's los.

14.08.2021 19:55 • x 1 #6


NaNaMi
Ich kenne das auch nur zu gut
Getriggert werde ich von meinen eigenen Gedanken und den verdammt beschissenen Horrorfilmen die mein Hirn produziert und die dann vor meinem inneren Auge ablaufen.

Auch ich habe diese schreckliche Benommenheit und sehstörungen den ganzen lieben langen Tag.
Oft denke ich, ich kippe gleich um.
Einen wirklich Tipp kann ich dir leider nicht geben.
Aber ich möchte das du weißt das du nicht allein mit diesem Problem bist. Ich weiss wie es dir geht

14.08.2021 20:35 • x 1 #7


Wie gehen denn eure TherapeutInnen damit vor? Gestern Nachmittag was es wieder so schlimm dass ich wirkliche dachte, ich muss in die Klinik. 2h später konnte ich zu Freunden fahren uns war bis 2 Uhr fast ohne Symptome da. Als ich dann ins Bett wollte ging es wieder los mit Unruhe und Herzklopfen.

Oft kann ich meine Gedanken auch schwer kontrollieren ( da ist die Angst vor einer
Trigger

Psychose


sehr akut.

15.08.2021 11:33 • #8


LillyDream
@1RosaRot1 was machst du für eine Therapie? Ich hab/hatte die gleichen Symptome. Am meisten hat mir geholfen, mein Wissen darüber zu vertiefen. Zusätzlich wurde mir Sertralin verschrieben. Was hättest du dir in der Klinik erhofft? Es ist mühsame Arbeit da raus zu kommen, dass durfte und darf ich immer noch erfahren. Aber es ist mittlerweile viel viel besser geworden.

15.08.2021 11:55 • x 1 #9


KVT bzw Expositionstherapie. Haben aber gerade erst angefangen.

Tja was man sich halt immer so erhofft in de Klinke. Beruhigung und Sicherheit.

Ich habe sehr viel über diese Krankheitsbilder gelesen aber teilweise treffen die Symptome ja auch bei einer
Trigger

Psychose


zu. Ich war eigentlich echt nach der Tagwsklinik auf einem guten Weg. Die krankheitsängste waren weg. Aber es kommt jetzt wieder faustdick. Anderes aber als in der Klinik ist zb meine angespannung. Die ist deutlich weniger aber dafür mehr Angst und Symptome. vielleicht hat es in der TK auch nur die Symptome und Angst unterdrückt. Ich versuche zuversichtlich zu bleiben und hoffe die nächste PA läuft etwas ruhiger ab. Man fühlt sich dabei so aufgelöst und nicht mehr real an.

15.08.2021 12:02 • x 1 #10


LillyDream
Das passt aber eh super zum Krankheitsbild, wirst sehen das bringt dich sicher weiter.

Weißt du warum dir daheim die Sicherheit und die Beruhigung fehlt? Ich war auch in einer Klinik, deswegen meine Frage, mir gab das auch die Sicherheit.

Konzentriere dich auf das teilweise . Leider passen unsere Symptome auf viele Krankheitsbilder.

Falls du das Buch noch nicht kennst, kann ich es dir sehr empfehlen:
Dr. Doris Wolf- Ängste verstehen und überwinden.

Ich hab etliche Bücher gelesen, aber das ist wirklich super! Das Buch hat mir mein Psychiater empfohlen.

15.08.2021 12:10 • x 1 #11


Zitat von LillyDream:
Das passt aber eh super zum Krankheitsbild, wirst sehen das bringt dich sicher weiter. Weißt du warum dir daheim die Sicherheit und die Beruhigung ...

Danke! Buch ist direkt bestellt!

Tja die Frage nach der Sicherheit ist eine gute! Ich glaube es liegt daran, das ich keinen Sicheren Ort habe da ich überall Panikattacken habe. Aber das ist nur eine Vermutung. Bei Freunden zb hatte ich noch nie eine Attacke. Gestern kontere ich auch sehr entspannt kochen und saß lange bei meinen Freunden. Hab sogar ein Glas Wein trinken können was ich sonst nie mache.


Gibt es Übungen die dich gut weiter gebracht haben? Ich habe noch vor anderen Dingen Angst aber das ist gerade so akut dass ich dadurch sehr eingeschränkt bin.

15.08.2021 12:20 • #12


LillyDream
Ich vermute mal dass du auch einiges erlebt hast in deinem Leben, so wie bei mir auch. Es kommt oft gar nicht auf das an was es genau war, es reicht dass wir wissen dass wir da an einem bestimmten Punkt in unserem Leben ein Trauma erfahren haben, oder auch mehrere. Und da kommt dann die Sicherheit ins Spiel, die haben wir natürlich verloren. Und dadurch haben wir vor allem das Vertrauen in uns und unseren Körper verloren. Sicheren Ort hatte ich leider auch keinen, außer eben die Klinik. Da hatte ich zwar auch Symptome aber dennoch fühlte ich mich dort "sicher".
Auf alle Fälle auf was ich hinaus wollte bezüglich der Sicherheit, wir sind überall und in jeder Situation in Sicherheit. Das ist die eigentliche Arbeit daran, dies zu verinnerlichen. Ich hab mir anfangs überall Post Its als Erinnerung dran gemacht.

Das ist doch toll, dass du bei deinen Freunden "abschalten" kannst. Schaffe dir mehr solcher Momente auch wenn es schwer ist. Wir müssen quasi unser Denken umprogrammieren. Und das geht nur wenn wir unser altes "Programm" positiv überschreiben. Aber das weißt du sicher selbst .

Was mir noch hilft, Tagebuch schreiben, Stress reduzieren, Meditationen über diverse Themen, Sport, Achtsamkeit und mich meinen zusätzlichen Ängsten zu stellen, auch wenn das wahnsinnig hart ist. Aber es wird besser, das habe ich selbst gemerkt. Und es wird auch leichter die Panikattacken auszuhalten.

Das Buch ist wirklich super, wirst sehen .

15.08.2021 12:52 • x 1 #13



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