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HeikoEN

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Vielleicht ganz interessant:

http://www.aerzteblatt.de/archiv/52989

13.08.2012 #1


36 Antworten ↓
Christina

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Zitat von crazy030:
Zitat von GastB:
Und auch die angeblich "100 %ig gleichen" Aufwachsbedingungen mehrer Kinder innerhalb einer Familie existieren nur scheinbar. Dieses Mantra wird aber immer wieder gerne nachgebetet.
Was soll daran scheinbar sein? Keine Ahnung, wie es woanders ist, aber bei uns war es nicht nur scheinbar.

  • Je nachdem, das wievielte Kind man ist, verändert das die Bedingungen. U.a. sogar messbar den IQ - der ist bei Erstgeborenen tendenziell (nicht generell und nicht immer) höher, weil sie quasi primär von Erwachsenen geprägt werden, während auf die Nächstgeborenen auch die bereits vorhandenen Kinder (die intellektuell ja noch etwas unfertig sind) einwirken. Außerdem verändert sich die familiäre Situation: Je mehr Kinder da sind, desto weniger Geld und Zeit bleiben pro Nase. Die Familie muss sich entsprechend organisieren, ältere Kinder mit Aufgaben oder sogar mit der Beaufsichtigung der jüngeren Geschwister betrauen. Überhaupt machen die jüngeren Kinder die üblichen Entwicklungsschritte ja nicht als erste, es war immer schon einer vor ihnen da. Dementsprechend sind die Eltern evtl. gelassener und routinierter als beim ersten, das Erstgeborene ebnet schon ein paar Wege, ist evtl. Vorbild etc. Also alles anders...
  • Jungen und Mädchen haben keine identischen Bedingungen.
  • Jedes Kind entwickelt individuelle Beziehungen zu den Bezugspersonen, die idealerweise auch individuell auf jedes Kind eingehen. Usw.

Zitat von deni1985:
Elternhaus kann ein Faktor sein, muss nicht. Wie erklärst du dir dann die Kinder, die in einem Heim, bei Pflegeeltern oder wo die Eltern nichts Wert waren (ohne echte Bezugsperson) und ohne zärtlicher Mitgift aufgewachsen sind? Nach deiner Theorie müssten die dann alle irgendwie, flachs gesagt, bisschen gaga sein.
Tatsächlich ist meist das Gegenteil der Fall. Selbstbewusst, wissen was sie wollen, Leben nach ihren Vorstellungen, die sie entwickelt haben und von keiner Bezugsperson gezielt geprägt wurde.
"Gaga" würde ich es nicht nennen, aber belastet bis traumatisiert schon. Was du da beschreibst, ist die Grundlage von Persönlichkeitsstörungen. Die können zwar selbstbewusst und unabhängig wirken, sind aber im Zwischenmenschlichen i.d.R. auf recht rigide Muster festgelegt. Jedenfalls dann, wenn sich im nahen Umfeld wirklich niemand gefunden hat, der als fürsorgliche Bezugsperson taugte.

Liebe Grüße
Christina

12.08.2012 23:34 • #22


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Eltern-Kind-Bindung: Kindheit bestimmt das Leben

x 3


C

crazy030
Gast

Es geht ja um die psychische Entwicklung, Persönlichkeit, Charakter oder was auch immer. Wenn ich mit den Artikel im Ausgangsbeitrag durchlese, da finde ich erstmal nichts, im Gegenteil, weil wenn es danach geht, dann wird es erst recht unklar.

Erstgeborener war mein Bruder, ich kam dann 4 Jahre danach, meine Schwester kam 1 Jahr nach mir. Obwohl 3 Kinder, ich war das einzige Wunschkind. Um mich mal an den Artikel anzulehnen, ja, wir machten alles zusammen, also Unternehmungen, Schularbeiten, spielen, Urlaub, essen, halt alles. Wir redeten zusammen über Probleme und suchten vernünftig nach Lösungen, falls das mal notwendig war.

Zu meinen Eltern hatten wir alle ein sehr gutes Verhältnis, es fehlte aus meiner Sicht nicht an Liebe und Zuneigung. Das Unterschiede gemacht wurden, konnte ich nie feststellen. Streit, Scheidung, Alk., Gewalt, nichts davon war je Thema bei uns. Meine Eltern (hatten gerade Goldene Hochzeit) hatten nie Stress und ich kann sagen (so äußern es auch andere Personen), die turteln heute noch so rum wie wahrscheinlich vor über 50 Jahren. Ja, das gibt es noch. Trotzdem hat jeder seine Freiheiten oder ist nicht eingeengt.

Ich hab keinerlei negative Erfahrungen, Gefühle oder Erinnerungen an die Kindheit oder überhaupt die Zeit bei meinen Eltern, im Gegenteil.

Trotzdem war ich schon immer völlig anders als meine beiden Geschwister, die beide sehr ruhig sind, in der Schule nie Probleme hatten (Akademiker, wie auch meine Eltern) und heute sehr erfolgreich sind. Bei mir war alles anders, von der Geburt bis heute. Ob der Lebenslauf, die Persönlichkeit, die emotionale Ebene, die soziale Kompetenz etc.

Das war ja nun bei mir schon mehrfach Thema bei Psychologen und Psychiatern, in der Therapie, der Klinik etc. und immer kommt raus, es hat alles nichts mit den Eltern oder der Kindheit zu tun.

Wenn ich nach den Negativpunkten im verlinkten Artikel der Diskussionseröffnung gehe, dann dürfte ich nichts haben, weil es alle diese Dinge bei mir definitiv nicht gab. Und es geht nicht nur um "was haben", sondern, wie gesagt, um alles, auch den Lebenslauf.

Von Verallgemeinerungen halte ich im Bereich Psychologie sehr wenig.

13.08.2012 00:18 • #23


Zum Beitrag im Thema ↓


D
Hallo,

komplexes Thema mit einer hohen Vielfältigkeit.

Ich möchte jetzt nicht den kompletten Text resümieren. Es ist ja auch nicht neu, dass Faktoren in der Kindheit einen Menschen bis zu einem gewissen Maß prägen.
Sei es die Eltern-Kind Bindung, soziales Umfeld, persönliche Erlebnisse.

Ich würde jetzt auch nicht die Eltern-Kind Bindung speziell heraus heben. Viele Menschen hatten keine "normale" Bindung zu den Eltern, speziell zur Mutter und leben völlig normal. Auf der anderen Seite hat man scheinbar wohlerzogene, intakte Familien und das Kind produziert nur Mist.

Ich glaube, die Entwicklung ist von vielen Faktoren abhängig. Es kommt viel mehr darauf an, wie der Mensch an sich gestrickt ist, wie er mit äußeren Faktoren umgeht und für sich selbst, Schlussfolgerungen zieht. All das ist weniger, wie ich meine, von äußeren Faktoren abhängig (dazu zählen auch die Eltern), viel mehr vom Charakter. Von Extremsituationen wie Traumata mal abgesehen.

Ein Satz hat mir persönlich am besten gefallen:

„Es geht im Leben nicht darum, gute Karten zu haben, sondern mit einem schlechten Blatt ein gutes Spiel zu machen“. Leider sind heute viele auf der Suche nach den "besseren Karten" und versäumen das eigene Spiel.
Spielen muss man selbst, das machen weder die Eltern noch andere.

#2


C
Sicher trifft das manchmal alles zu, aber nicht immer. Man kann es nicht verallgemeinern.

Es kann ganz sicher, gerade in den ersten Lebensjahren, viel beeinflusst werden, aber es gibt auch Dinge, die stecken quasi drin.

Daher kommt es vor, 2-3 Geschwister (oder mehr) z.B., die wirklich fast identisch aufwachsen und wo alle die gleiche Aufmerksamkeit, Liebe und Geborgenheit erfahren und ein Kind ist dann aber komplett anders.

Darum kann man hier nicht "Eltern-Kind-Bindung: Kindheit bestimmt das Leben" sagen, sondern nur "Eltern-Kind-Bindung: Kindheit kann das Leben bestimmen".

Und im Endeffekt muss ich sagen, solche Aussagen sind z.T. auch nicht gut. Weil es Eltern gibt, wo wirklich alles super war und die sich Mühe gaben, trotzdem ist dann 1 Kind dabei, wo sie sich ständig fragen, was sie falsch gemacht haben. Eben auch vielleicht wegen solcher Artikel oder weil man es immer mal so hört.

Zitat von deni1985:
Auf der anderen Seite hat man scheinbar wohlerzogene, intakte Familien und das Kind produziert nur Mist.
Eben.
Zitat von deni1985:
Ich glaube, die Entwicklung ist von vielen Faktoren abhängig. Es kommt viel mehr darauf an, wie der Mensch an sich gestrickt ist, wie er mit äußeren Faktoren umgeht und für sich selbst, Schlussfolgerungen zieht. All das ist weniger, wie ich meine, von äußeren Faktoren abhängig (dazu zählen auch die Eltern), viel mehr vom Charakter.
Richtig.

#3


B
Auch ein Blick hinter die Kulissen von intakten Familien,
kann uns gelegentlich den produzierten Mist der Kinder
etwas verständlicher machen.

#4


D
Ich muss hier Crazy zur Abwechslung mal zustimmen.

Wenn wir uns das mal ansehen: Letzten Endes decken die Eltern doch nur einen geringen Teil in der Entwicklung eines Menschen hab. Sieht man von der emotionalen Bindung einmal ab, können die Eltern auch nur Werte und Verhaltensweisen vermitteln.

Bsp: Sowas tut man nicht, das musst du so machen etc.
Umsetzen und vor Allem etwas daraus lernen, muss das Kind. Das Prägen hört ja nie wirklich auf, das ganze Leben prägt eine Person. So ist die Kindheit zwar mehr oder weniger stark durch die Eltern gerpägt, jedoch entwickelt sich eine Person auch weiter und bewertet Dinge für sich selbst neu. Letzten Endes hat man eine Person, die nichts mehr mit der Person aus der Kindheit gemein hat. Werte von den Eltern werden übernommen oder neu bewertet, völlig unterschiedlich.

Man sieht es auch teilweise an Personen, die nie wirklich eine "wahre" Kindheit hatten, sprich unter dem Schutz von Mutter und Vater standen. Diese Persönlichkeiten entwickeln sich teilweise besser und stärker, als die mit allen Elternteilen, weil sie die Erfahrung gemacht haben, mehr oder weniger auf sich selbst gestellt zu sein.

Crazy hat schon Recht, man kann nichts verallgemeinern. Das Einzige, was bestand hat, ist die Vielfältigkeit der menschlichen Entwicklung.

#5


C
Man muss auch sehen, es gibt ja etliche Einflüsse, die i.d.R. auf ein Kind wirken und das geht mitunter schon im Kindergarten los, spätestens in der Schule. Nicht selten beträgt der Kontakt Eltern/Kind dann vielleicht gerade mal 20-30% der Zeit am Tag, von den Wochenenden mal abgesehen.

#6


D
Nicht nur das. Ich finde, jenseits des 10. Lebensjahres geht die Entwicklung ja auch erst richtig los, dann kommt die Pubertät und je nachdem wie lange es dauert, kann die "Selbstfindungsphase" sich über Jahre erstrecken. Nicht selten werden elterliche Werte in dieser Zeit über den Haufen geschmissen.

Da auch bei vielen die psychischen Probleme später einsetzen, ist es doch nahe liegend, dass gewisse Probleme erst später einsetzen und mit der Kindheit oder Elternbindung in vielen Fällen nichts zu tun haben.
Hier muss stark differenziert werden. Daher ist die Aussage, Kindheit bestimmt das Leben, bei sehr vielen Fällen einfach quatsch.

#7


P
Die Persönlichkeit entwickelt sich in den ersten Jahren, nicht erst in der pupertät und das Elternhaus hat einen sehr großen Einfluss auf das Kind, ob es will oder nicht lernt es wie mit Konflikten umgegangen wird, wie respektvoll miteinander umgegangen wird und vieles mehr. Ein Kind erlebt, ob sich die Eltern an ihre eigenen regeln halten oder nicht. Viele Eltern fordern respekt von ihren Kindern, gehen selber aber in keiner Weise respektvoll mit ihnen um. Selbstverständlich gibt es noch viele andere prägende Einflüsse die entweder ein liebloses Elternhaus erträglich machen und das Kind daran nicht kaputt geht oder eben auch anders herum. Babys die ohne körperliche Zuneigung nur mit essen, trinken und Hygiene versorgt werden, sterben. Aber die Seele ist anpassungsfähig und überlebt vieles. Trotzdem lohnt es sich als Eltern immer zu versuchen gute startbedingungen zu schaffen.

#8


B
Die ersten (maximal) drei Lebensjahre sind entscheidend,
auch dann, wenn das Ergebnis davon erst im mittleren Le-
bensalter zum Vorschein kommt.

#9


N
Ein verwandtes Thema - Alice Miller

http://www.fritschi.biz/10010/10084.html

#10


C
Prinzessin22580

Ja, stimmt. Aber so blöd das jetzt klingt und es soll nicht abwertend gemeint sein (wobei ich da selbst dazu zähle), wenn das Kind normal ist. Dann ok. Aber störungsbedingt kann es bei einem Kind so sein, da können die Eltern noch so gute Sachen vermitteln, es kommt nicht beim Kind an oder bringt wenig.

Ich hatte ein wirklich super Elternhaus in der Kindheit und hab es heute noch. Bei meinen 2 Geschwistern hat sich das auch sicher bemerkbar gemacht. Bei mir aber in einigen Punkten nicht, was aber nichts mit meinen Eltern zu tun hat und das hat bisher auch jeder Psychologe und Psychiater so gesagt. Man kommt quasi so auf die Welt. Sicher können Eltern viel Einfluss nehmen, aber immer funktioniert das nicht und da stellt sich dann auch keine Schuldfrage.

#11


D
Zitat von Prinzessin22580:
Die Persönlichkeit entwickelt sich in den ersten Jahren, nicht erst in der pupertät und das Elternhaus hat einen sehr großen Einfluss auf das Kind, ob es will oder nicht lernt es wie mit Konflikten umgegangen wird, wie respektvoll miteinander umgegangen wird und vieles mehr. Ein Kind erlebt, ob sich die Eltern an ihre eigenen regeln halten oder nicht. Viele Eltern fordern respekt von ihren Kindern, gehen selber aber in keiner Weise respektvoll mit ihnen um. Selbstverständlich gibt es noch viele andere prägende Einflüsse die entweder ein liebloses Elternhaus erträglich machen und das Kind daran nicht kaputt geht oder eben auch anders herum. Babys die ohne körperliche Zuneigung nur mit essen, trinken und Hygiene versorgt werden, sterben. Aber die Seele ist anpassungsfähig und überlebt vieles. Trotzdem lohnt es sich als Eltern immer zu versuchen gute startbedingungen zu schaffen.


Deine Meinung in allen Ehren aber ich glaube kaum, dass man dies so stehen lassen kann. Die Persönlichkeit bildet sich nicht in den ersten Jahren, nur weil das Gehirn bestimmte Verhaltensweisen von den Eltern erlernt und körperliche Zuneigung erfährt. Persönlichkeit hat viele Faktoren und befindet sich stehts in Entwicklung, zu einigen Faktoren hat man erst später Zugang.
Das, was du meinst ist Erziehung aber diese hat mal mehr, mal weniger Einfluss auf die Persönlichkeit eines Kindes und Menschen. Überall auf der Welt werden Kinder verschieden erzogen. Mal mit mehr, mal mit weniger Fürsorge. Der Mensch ist unglaublich anpassungsfähig, auch aufgrund seiner Instinkte. Es mag sicherlich einen Einfluss haben, wie ein Baby behandelt wird, aber es ist ein Einfluss, nichts umkehrbares.
Persönlichkeit entwickelt sich, wenn ein Mensch eigenständig zu Handeln beginnt, meine Ansicht.

Es gibt natürlich auch einschneidende Erlebnisse in der Kindheit, die Auswirkungen auf das gesamte Leben haben (Misshandlungen etc.).

#12


N
Zitat von deni1985:
Babys die ohne körperliche Zuneigung nur mit essen, trinken und Hygiene versorgt werden, sterben.

Das ist nur ein weit verbreitetes gerücht.

Zitat:
Es mag sicherlich einen Einfluss haben, wie ein Baby behandelt wird, aber es ist ein Einfluss, nichts umkehrbares.

Im verlinkten ärzteblatt findest du zu dem thema fakten, z. b. zu einer irreversiblen dysfunktion der gehirnstruktur. die persönlichkeit entsteht in den ersten 6 jahren, davon sind die ersten zwei enorm prägend. die spätere manifestation der einflüsse ist in der persönlichkeitsstruktur integriert, im ungünstigen fall macht sie sich in der form einer persönlichkeitsstörung bemerkbar. so gut wie nichts ist umkehrbar, die eltern entscheiden über die emotionale reife und den späteren handlungsradius ihrer kinder. nur wissen sie das in den meisten fällen nicht.

#13


C
Zitat:
die eltern entscheiden über die emotionale reife und den späteren handlungsradius ihrer kinder
Man sollte hier immer betonen, ja, es kann so sein. Das die Eltern hier aber ALLES beeinflussen können und immer, zu 100%, ist Unsinn. Und so steht es auch nirgends, es kommt hier nur oft so rüber.

Wie gesagt, wir waren 3 Kinder, super Elternhaus, wir wurden definitiv alle gleich behandelt, die Umgebung war gleich, alles. Trotzdem ist bei mir alles anders, als bei meinen 2 Geschwistern. Immer schon.

Es gibt viele Eltern mit einem verhaltensgestörten Kind, wo dann vielleicht auch deutliche emotionale Defizite vorhanden sind und etliche Probleme. Und die Eltern frage sich dann manchmal, was sie falsch gemacht haben. Und in etlichen Fällen lautet die Antwort: Nichts!

#14


P
Nein Erziehung meine ich nicht. Aber egal, wo hier ja so viele Ärzte, Psychologen und sonstige Fachleute zu Hause sind. Was aus einem Menschen wird ist von vielen Faktoren abhängig, das Elternhaus ist ein wesentlicher davon. Und dir Craszy, würdes es heute vielleicht ganz anders und viel schlechter gehen, wenn dir deine Eltern nicht das nötige Urvertrauen und liebe mitgegeben hätten. Mit deiner grunderkrankung in einem suchthaushalt lebend oder zusätzlichen mißhandlungen ausgesetzt, hätte deine Fähigkeit zu kämpfen und an dich zu Glauben sicherlich negativ beeinflusst. Aber letztlich ist es immer müßig sich zu überlegen was hätte sein können, da niemand die Wahl hat. Man muss mit dem leben was einem gegeben wurde und das beste draus machen.

#15


C
Prinzessin22580

Du hast ja nicht unrecht, nur änderte das tolle Elternhaus (was er wirklich war) auch nichts daran, dass ich irgendwie 10 psychiatrische Diagnosen an der Backe hab. Ok, mit einem schlechten Elternhaus wäre es vielleicht noch anders gewesen, mag sein, aber die Qualität des Elternhauses muss nicht unbedingt Einfluss auf das komplette Leben des Kindes haben, dessen psychische Gesundheit etc.

Ich hab gerade vorhin mit meiner Mutter über das Thema gesprochen, weil wir haben mehrere, ähnliche Fälle in der Familie oder dem Umfeld. Und es ist wirklich so, 2 oder 3 Kinder und eins fällt völlig aus der Reihe, obwohl ALLES 100% so war, wie bei den Geschwistern.

#16


D
Zitat von Prinzessin22580:
Nein Erziehung meine ich nicht. Aber egal, wo hier ja so viele Ärzte, Psychologen und sonstige Fachleute zu Hause sind. Was aus einem Menschen wird ist von vielen Faktoren abhängig, das Elternhaus ist ein wesentlicher davon.


Man kann wohl keine Meinung schildern ohne hier gleich wieder als Arzt oder Besserwisser hingestellt werden, Leute, Leute.
Elternhaus kann ein Faktor sein, muss nicht. Wie erklärst du dir dann die Kinder, die in einem Heim, bei Pflegeeltern oder wo die Eltern nichts Wert waren (ohne echte Bezugsperson) und ohne zärtlicher Mitgift aufgewachsen sind? Nach deiner Theorie müssten die dann alle irgendwie, flachs gesagt, bisschen gaga sein.
Tatsächlich ist meist das Gegenteil der Fall. Selbstbewusst, wissen was sie wollen, Leben nach ihren Vorstellungen, die sie entwickelt haben und von keiner Bezugsperson gezielt geprägt wurde. Natürlich nehmen die Kinder von Bezugspersonen was mit, integrieren es aber ob der Faktor in einem späteren persönlichen Konstrukt noch irgendein Bezug hat, kann man nie wissen. Man kann nicht einfach sagen, die ersten Lebensjahr sind prägend, der Rest ist Beiwerk, das ist einfach irreal, sry.

#17

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C
Prinzessin22580

Ach so...

Zitat:
Aber egal, wo hier ja so viele Ärzte, Psychologen und sonstige Fachleute zu Hause sind.
Nein, aber es gibt auch die Variante, selbst Betroffener zu sein. Das wäre ja auch ne Variante.

#18


G
Zitat von Beobachter:
Auch ein Blick hinter die Kulissen von intakten Familien,
kann uns gelegentlich den produzierten Mist der Kinder
etwas verständlicher machen.

Wie wahr.

Und auch die angeblich "100 %ig gleichen" Aufwachsbedingungen mehrer Kinder innerhalb einer Familie existieren nur scheinbar. Dieses Mantra wird aber immer wieder gerne nachgebetet.

#19


C
Zitat von GastB:
Und auch die angeblich "100 %ig gleichen" Aufwachsbedingungen mehrer Kinder innerhalb einer Familie existieren nur scheinbar. Dieses Mantra wird aber immer wieder gerne nachgebetet.
Was soll daran scheinbar sein? Keine Ahnung, wie es woanders ist, aber bei uns war es nicht nur scheinbar.

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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