_Luna82_

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Hallo,

habe eine kurze frage und ich hoffe mir kann jmd helfen.Leide an angst u.panikattacken sowie depressiven phasen...

ich habe in einer woche einen runden geburtstag. Wir wollten groß feiern und wir bekommen eig. besuch von österreich.
nun fühl ich mich seit gestern extrem schlecht!
gefühl der starken depression, gefühl dem allen nicht gewachsen zu sein, gefühl es nicht zu schaffen...
mir gehts so elend das ich die totalen horrorgefühle hab, es drückt innerlich, ich weine, fühl mich beklemmt und hab ständig das gefühl von "ich kann nicht"
und des verkriechen wollens. ich glaube das ich wieder in einer totalen depressiven phase stecke und genau DAS macht mir jetzt angst. fühl mich dadurch noch mehr unnütz, zu nix mehr in der lage!
Heisst wohl ihc kann nie wieder etwas schönes planen?
voriges jahr gings mir schon mal so, wir wollten in urlaub und schwups gings los. Wir sagten ab und ich fühlte mich danach natürlich noch mieser.
wenn es denn wenigsten nur angst wäre aber dieses depressive? Fühl mich so als könne ich mich nicht wehren und MÜSSTE deshalb absagen!

hat jmd einen rat?
habe mich eig.so darauf gefreut und nun das:(
kann doch nicht sein das ich gar nicht s mehr schaffe, was kann man tun??

Achso, Depressionen kommen doch vom Stress oder?
Nur wer "entscheidet" was Stress ist? Kann dieser Geburtstag und der Besuch inneren Stress auslösen? Heisst es, ich kann mich nicht dagegen wehren?
Was sollte ich demnach machen? Absagen und Stress reduzieren, sodass die Depression vorbei geht??

lg

24.06.2012 11:10 • 29.09.2013 #1


5 Antworten ↓


panicchief


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Hallo Luna,

ich denke, gerade ein eigentlich positiver Anlass kann viel Druck auslösen, wenn man meint, deshalb gut drauf sein und sich auch so vor den anderen Menschen präsentieren zu müssen. Ich war an meinem 30. Geburtstag auch sehr nachdenklich und keineswegs fröhlich gestimmt, muss ich sagen. Ein Teil der Belastung wird wahrscheinlich dadurch verursacht, dass Du es anscheinend als Versagen deutest, wenn Du wie beim Urlaub absagen würdest.

Es ist Dein Geburtstag und nicht der Deiner Verwandten oder Bekannten. Ich denke, Du solltest Dir erlauben, ganz offen darüber nachzudenken, ob Du absagen willst und zwar ohne Dich dabei zu bewerten. Dann löst das Ganze auch nicht mehr solchen Stress aus.

Grüße

pc

24.06.2012 13:18 • #2


soeh


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Hallo Luna, ich kann verstehen wie Du dich fühlst. Ich habe letzte Woche dasselbe gedacht... Meine Tochter hatte Geburtstag und die ganze Vetwandtschaft hatte sich angekündigt! Ich bin gerade auch in einer ziemlich starken Angst-Panikphase manchmal begleitet mit Depressionen... kommt und geht...Kurz vor der Geburtstagsfeier war es auch so, dass ich das Gefühl hatte ich kann nicht...hab keine Kraft...möchte mich verkriechen...etc. - Konnte nicht absagen- klar, war ja der Geb. meines Kindes und das kann ich ihr nicht antun. Ich musste da irgendwie durch. Ich habe gekämpft an diesem Tag, es war letztendlich garnicht so schlimm wie ich es mir vorher ausgemalt hatte;-) ...ich habe es ganz gut hinbekommen;-) vielleicht stehst du Deinen Geburtstag auch ganz gut durch und bist am Ende froh, dass Du nicht abgesagt hast:-) Ich wünsch es Dir:-) Ich habe schon so lange diese Erkrankung und bis jetzt habe ich alles durchgestanden und keiner hat irgendwas bemerkt, dass es mir irgendwie nicht gut geht. Ich weiss, es ist nicht leicht...lg soeh

24.06.2012 14:58 • #3


hoffer


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Hallo Luna,
Ich schlage dir eine kleine Hilfe vor, nur sollst ein bisschen hartnäckig sein und dieses jeden Tag machen, egal ob du dafür wirklich Lust hast oder sollst du dich danach einfach mit Willen zwingen zu tun.
Das, was ich dir vorschlage, sind geführte Entspannungsübungen, aber diese sind spezial nicht nur damit. Außer entspannt, würdest du dir voll Energie fühlen und auch sehr konzentriert. Echt, das ist ein super Effekt, denen ich auch gefühlt habe. Dier FEE Methode von Klaus Krebs. Bei diesen soll man sich auch die Natur vorstellen und das tut auch extra gut. Schön ist dass bei dieser Methode Training in Chi gong und Meditation zusammenwirken. Ich glaube mit ein bisschen Willen kannst du die Panikattacken vermindern und sich besserfühlen. Nach den Übungen kann es sein, dass es dir neue Ideen kommen. Lass diese Ideen nicht einfach weggehen. Die werden frisch sein und dir weiterhelfen. Aber zur Zeit der Übungen sollst dich bemühen nur über die Übungen zu denken, so ist der Effekt größer. Ich sage das aus eigener Erfahrung und hoffe damit dir eine gute Idee gegeben zu haben.
Herzliche Grüsse

24.09.2013 17:30 • #4


Janelana


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Hey Luna!
Was du beschreibst kenn ich gut, hab auch Angst/Panikstörung und Depression.

Denk mal an die Geburtstagsfeier, stell dir vor wie die Gäste eintreffen, dich freudig begrüßen und umarmen, dir Geschenke überreichen und ihr dann fröhlich zusammen feiert und einen schönen Tag verbringt.
Was fühlst du bei diesen Gedanken?
Angst,es nicht bewältigen zu können? Oder Lustlosigkeit/Desinteresse an dem Fest?

Wenn es eher ersteres ist, dann würde ich dir raten, dass du versuchst es irgendwie zu schaffen, du wirst sehen,das nur "der Beginn der Feier" und die Aufregung über das Wiedersehen etc. anstrengend oder eventuell etwas ängstigend sind - danach läuft es aber meist von selbst.
Wenn du aus dieser Erwartungsangst absagst, dann wirst du das sicher bereuen, vor allem wenn es dir an diesem Tag vielleicht dann doch ganz gut geht - aber dann keiner zum Feiern vorbei kommt.

Ist zweiteres der Fall (oder beides) dann kannst du ja nochmal drüber nachdenken, ob du die Feier nicht verschieben möchtest, auf einen Zeitpunkt wenn es dir besser geht - einfach weil du dann vermutlich keine Freude daran hättest.

Aber egal wie du dich entscheidest - es ist DEIN Geburtstag und du solltest dich nicht zu sehr unter Druck setzen deswegen - die Feier soll dir ja Freude machen und wenn das momentan nicht der Fall ist, dann scheue dich nicht sie zu verschieben !
Vielleicht ist es ja auch eine Möglichkeit, die Anzahl der Gäste zu reduzieren und etwas weniger "anstrengendes" zu machen, weiß ja nicht was du geplant hast.

28.09.2013 18:30 • #5


fir3fly


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hallö,

ich lese eben diesen beitrag und stelle fest, dass er ja nun schon etwas älter ist.

zwei dinge würden mich interessieren:

erstens: luna, wie ist es dir ergangen?
zweitens: ist es für euch allgemein schwierig, schönes zuzulassen? zeit, mit menschen zu verbringen, die euch guttun und deren nähe ihr ja eigentlich wollt?

( ich formuliere das jetzt so, da ich was die anststörung angeht absolut unerfahren bin. kenne nur die depression in verbindung mit emotionaler instabilität.)

alles liebe

29.09.2013 17:15 • #6



Dr. Reinhard Pichler


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