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Snowlight

Snowlight
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Ich stelle mich auch vor.

Ich heiße Gjeva , bin 42 Jahre alt . Verheiratet und
Mutter zweier Kinder 21und 12 Jahre alt .
Ich bin studierte psychotherapeutin Arbeite in diesem Beruf nicht mehr .

ANGST war immer ein Begleiter. Oft sehr oft frag ich mich wie um Gottes Willen hast du dass geschafft !? Kinder Haushalt studieren und noch gearbeitet !?

Bis 2016 ab da wurde mein Begleiter zum nervigen Freund! Der nicht mehr gehn will ! Diagnose meiner Mutter Hirntumor härtegrad 4 !

Ab da war alles nichts mehr wie es war .

Auch meine Angst/ Panik eine Katastrophe.

Freue mich hier zu sein

20.03.2019 #1


78 Antworten ↓
P

Peppolino
Gast

Und das ist genau das verkehrte. Wenn man jedesmal nachgibt isoliert man sich immer mehr bis man irgendwann nicht mehr aus der Wohnung gehen kann. Der Grund für die Ängste muss gefunden werden.

Warum sie überhaupt in Situationen kommen die augenscheinlich gar nicht gefährlich sind.

Ursache dafür liegt meist in nicht verarbeiteten Traumata oder Dingen aus der Vergangenheit die man aus Selbstschutz verdrängt oder gedeckelt hat, oder Druck von außen ( Arbeitgeber, Partner, Workaholic, ect.) auch Todesfälle.

Plötzliche Panikattacken kommen meist dann, wenn ein Schlüsselreiz vorhanden ist. Das kann ein Wort, ein Satz, ein Geruch oder eine ähnliche Situation sein z. B die man erfolgreich verdrängt hat.

Kann zig Jahre her sein. Sogar aus der Kindheit. Dann geht alles auf Flucht oder Kampf. Blutdruck geht höher, Adrenalin wird ausgeschüttet Nerven werden sensibilisiert man bekommt Herzklopfen weiss nicht woher das kommt, denkt sich man fällt gleich tot um oder redet sich ein krank zu sein, usw.

Ist aber nur die Psyche. Trotz der körperlichen Symptome.

Die töten einen aber nicht.

Viele die gerne in sich hineinhorchen weil es da mal zwickt und da mal kneift, und die sich gerne eine tödliche Krankheit nach der anderen einreden haben z. B. In ihrer Kindheit meist nur dann körperliche Nähe, Warme Geborgenheit und das Gefühl geliebt zu werden bekommen, wenn sie krank waren.

Deshalb wird später gleich nach Krankheiten gesucht wenns mal zwickt und zwackt. Nicht nur körperlich sondern auch wenn's seelisch mal kneift ( Streit, Ärger Partnerschaft usw.)

Wobei diese Menschen eigentlich nach dem verkehrten suchen. Statt nach Liebe und Zärtlichkeit zu suchen, werden Krankheiten gegoogelt.

Nur einmal als Beispiel. Was genau dahinter steckt kann man nur in einer Therapie herausbekommen bzw. dort auch auf und verarbeiten.

Dort dann unter der fachkundigen Anleitung von und mit dem Therapeuten.

Deshalb plädiere ich zu stationären Therapien Da ist man den ganzen Tag abgelenkt. Ambulant wird nicht täglich noch Beschäftigungstherapie, Autogenes Training, Arbeitstherapie, Musiktherapie, Sport uvm. angeboten. Sondern eben nur einmal die Woche 1 einzige Stunde Gesprächstherapie. Danach ist man wieder alleine und nicht abgelenkt und sucht wieder in sich was man haben könnte.

Außerdem ist eine Langzeittherapie intensiver und hat täglich 2 Stunden Gruppentherapie und zusätzlich noch Einzeltherapien mit den Therapeuten.

Voraussetzung ist natürlich das man mitarbeitet und nicht nur zuhört. Auch von sich selbst erzählen. Sich mit anderen austauschen und seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Letzteres fällt vielen schwer aus Angst verletzt zu werden oder sich lächerlich zu machen. Das ist auch der Hauptgrund warum einige abbrechen oder die Therapie nicht hilft.

Dazu sollte man schon bereit sein. Therapie ist Arbeit an sich selbst und keine Kur mit Fangopackungen wo man ( behandelt) wird.

Hier muss man selber mitmachen damit es hilft.

Da fällt auch mal ein hartes Wort und man wird auf seine vielleicht abstrakte Einstellung die man hat hingewiesen. Das tut auch mal weh Gehört aber zur Therapie dazu und dient letztendlich nur dem Heilungsprozess.

Wer dann allerdings die Therapiestätte wie ein kleines eingeschnapptes Kind verlässt weil ihm sein falscher Stolz im Weg steht, braucht sich wie einige nicht hinterher beschweren das die Therapie nicht geholfen hat.

Das nur mal so nebenbei erwähnt.

Es gibt auch Therapien, wo man kein Vertrauen zu dem Therapeuten aufbauen kann, oder er einem von Anfang an unsymphatisvh ist. Dort sollte man gleich wieder gehen und sich eine andere Therapiestätte suchen.

Ich habe jedenfalls erfahren das nur eine Langzeittherapie hilft und kenne einige Leute die das genau so erlebt haben.

08.03.2019 16:02 • x 5 #62


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A


Die Angst die mich jagt

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Icefalki

Icefalki
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Zitat von Cassiopeia:
die Probleme mit meiner Beziehung nicht löse,


Du vergisst, dass es viele Lösungen gibt. Zu Beginn meines Denkens über meine Probleme hab ich natürlich auch im Aussen gesucht, hab mir überlegt, ob mein Mann die Ursache wäre, meine Arbeit, meine Kinder, meine Rolle. Und das hat mir noch mehr Angst gemacht, weil, oh je, alles schei..

Jetzt weiss ich, dass ICH in mir keine Stabilität hatte. Meine Wünsche viel damit zu tun hatten, geliebt zu werden, und gleichzeitig null Vertrauen, weder zu mir, noch zu anderen.

Heute bin ich mit dem Vertrauen zu anderen in einem Modus der Akzeptanz, des Nichterwartens. Anders ist das Vertrauen zu mir. Auf mich kann ich mich verlassen, weil meine Reaktionen für mich verständlich sind. Ich weiss, warum ich so bin.

Und entweder bleibe ich in den alten Denkweisen, oder ich ändere sie. Kann ich zwischenzeitlich, weil ich es möchte. Ich will nimmer in diesen Mustern hängen bleiben, weil sie mir nicht gut tun. Hat aber nix mit anderen zu tun, sondern nur was mit mir.

Jetzt zu deiner Beziehung. Klar, schau sie dir an. Kannst sie wohlwollend beurteilen, oder eben nicht. Kannst 100 Prozent wollen, oder eben nicht. Kannst dich kaputtmachen, weil dein Mann ein Künstlerleben führen möchte, dass du ihm ermöglichst, oder ihn für seine innere Freiheit bewundern. Dir bewusst machst, dass du vielleicht auch davon profitierst, nur dein Weltbild da nicht zulassen möchte. Also, denk doch frei darüber nach.

Muss nicht alles schwarz-weiss sein. Oder, wenn es schwarz-weiß sein muss, dann ändere.

Angst entsteht durch Nichtwissen und dem daraus resultierendem Ohnmachtsgefühl. Wenn man aber lernt, seine Persönlichkeit zu erkennen, seine Möglichkeiten sieht, wird Angst deutlich weniger. Man hat doch alles selbst in der Hand. Muss es nur tun, oder wenn nicht, akzeptieren, dass man es nicht kann oder will.

09.03.2019 13:01 • x 3 #71


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Safira
Hallo Snowlight

willkommen hier im Forum,

da hast Du wirklich was gestemmt mit Deiner Angst. Aber Du bist nicht allein damit. Es gibt tatsächlich viele Menschen in solchen Berufen die selber erkranken. Vielleicht hat es Dich ja auch deshalb erst dahin gezogen.

Wovor hast Du denn genau Angst? Und wie sehr bestimmt sie Dein Leben?

#2


Snowlight
Vielen Dank! .

Ich fand es Mega spannend den Menschen aus ihrem Wald zu helfen ...und zu sehen wie sie leben wieder war dass tollste überhaupt ...was ich mir heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann ...ich wäre nicht mehr in der Lage 1 Stunde zu zuhören ...meine Angst war immer da mal klein mal gar nicht da .. aber ich konnte leben alles machen ... heute 3 Jahre später ist nichts mehr wie es war ...Todesangst um mich und meine Angehörigen das ist es .. und natürlich alle Symptome ..ich wenn ich dass gelernt hab bei mir selbst bin ich hilflos ..

#3


Buddy_1207
@snowlight, herzlich Willkommen hier im Forum

x 2 #4


blue1979
Herzlich Willkommen =)

x 2 #5


Snowlight

Mos Morgende

So , seit 6 Uhr wach!

Mein Freund muss ja wie ein Zug über mich herfallen !

9 Uhr morgens ,

Hock im Bett grübelnd Ängstlich angespannt Schmerzen dürfen nicht fehlen !
Die Todesangst hat mich !

Ich bin sauer ! Warum wieder ! Warum ziehst du mich da runter !

Ich könnte schreien heulen brüllen !

Und doch bin still sitz da und stille!
Weil ich keine Kraft hab .

Was für eine Last ich doch bin !

#6


Snowlight
Heute schaff ich den Kampf nicht alleine !
Mein Mann kommt von der Arbeit.

Ich hab ich ihn gerufen !?

In gewissermaßen schon !
Weil deine Symptome am kochen sind !

Warte ich darauf dass er kommt !? Ja

Es tut mir so fruchtbar leid für ihn und unsere Kinder!

So schei. fühl ich mich das er ein Spagat machen muss !

Seit 3 Wochen ein auf und ab !

#7


Snowlight
11.00 Uhr

5 Stunden wach mit Todesangst !

Aber mein Feuer brennt auch ! Auch wenn es ein Flämmchen ist!

Aber es brennt !

Aufgeräumt , geduscht , was gegessen !

Für meine Familie, für euch !

#8


Cassiopeia
Snowlight, hallo schreibst ganz schön poetisch irgendwie. Ich lese Du bis 42. Vielleicht befeuern die Hormone Deine Angst zusätzlich zu der Krankheit Deiner Mutter? Bei mir ging es auc mit 43 verstärkt los. Hatte vorher auch Ängste aber sie waren genau, wie bei Dir Begleiter, dann auf ein mal BEANG hat sich die Qualität verändert leider ins negative. Welche Symptome hast Du denn? Ich denke, suche Dir einen guten Therapeuten unter Deinen Kollegen. Das Buch von Rogar Baker Wenn plötzlich die Angst kommt: Panikattacken verstehen und überwinden wurde von einem selbst betroffenen Psychotherapeuten geschrieben. Er hat 9 Monate gebraucht um sich da heraus zu arbeiten. Du hast alle tools ich denke Du wirst es schaffen!

x 1 #9


Snowlight
Hallo Cassiopeia,


Ich weiß was mit mir passiert ist und noch passiert !
Bin meiner selbst hilflos .

Jetzt die letzten fast 3 Wochen hab ich mir ein Therapeuten gesucht .
Ich habe nichts mit dem Umfeld zu tun wo ich gelernt / gearbeitet habe .
70 km da runter zu fahren ist einfach nicht mehr gegangen !

Alles fing an 15.8 2014 , schwere Ehekrise,
Dann die Diagnose meiner Mutter.
Tot meiner Mutter und dass auseinander brechen der Familie das bis heute so ist .
Es war zu viele Nacken Schläge. In kurzer Zeit.
Nur weil dass alles passiert heißt ja nicht dass du deine Mutter Pflichten und was alles dazu gehört hört nicht auf !
Man macht irgendwie weiter .
Mit Bauch weh jeden ,Rücken Schmerzen, mal Durchfall mal Verstopfung .sorry bitte .

Der Moment als die Angst zu mein nicht gewählten Freund wurde , dachte ich sterbe alle Panikattacken Symptome da !
Und dass wo !? Im Auto als es in die klink zu meiner Mutter ging !

Schrecklich einfach schrecklich ! Nicht dass es mir passierte weil ich ja weiß wie dass abläuft ! Sondern dass nichts gar nichts mein Kopf beruhigen konnte !
Zuschauer war ich !
Meine Symptome , Rücken Schmerzen übelste Verspannungen so dass ich die duschstrahler kaum auf dem Rücken ertrage! In Akkut Phasen.
Bauch Blähungen , Zittern, gefühlt 100 mal für kleine Mädchen müssen , Herz stolpern, Schweiß Ausbrüche, flach atmen, enorme Anspannung,

Das Kopfkino läuft und läuft ..
Hatte schon AD's und hab als Notfall Tavor da .
Mit Tavor bin ich extrem vorsichtig .
Ich kämpfe jeden Tag .
Das letzte Jahr war ok wirklich . Sogar ein Umzug hab ich gemeistert.

Und dann der Angriff! Vor knapp 3 Wochen.
Ich weiß auch warum das so lang geht mit meinem Freund Angst !
Bis zu 4 Wochen geht dass aus dem Gehirn/ Körper nicht raus . Die Todesangst / überleben Modus .

Natürlich schaffen die Hormone mit 42 auch mit!
Vorbereitung für die Wechseljahre !

Hier möchte ich mich austauschen/ reden / lachen mit Gleichgesinnten .

Meine Auszeichnung helfen mir in solchen Momenten .

Liebe Grüße

Ab da bis heute ist mein Leben ein völlig anderes !
Ich arbeite nicht, sehr wenig einmal die Woche im sozialen Bereich.
Aber ich bin so froh dass ich nicht gerade gebraucht werde .

x 1 #10


Snowlight
13.09 Uhr

Gegessen mit Magen Schmerzen und Anspannung.

Hat es geschmeckt !? Bestimmt aber ich kannst nicht sagen !

Weil der Kopf auf hoch Touren läuft !

So, 1 eine Woche Urlaub hat mein Mann genommen um zu helfen !?

Wie bescheiden dass läuft !

#11


F
Zitat von Snowlight:
Hatte schon AD's und hab als Notfall Tavor da .


Probier es mal mit Amitriptylin,das ist ein trizyklisches AD,das beruhigt den Kopf un den Körper (und man bekommt davon Appetit).

Wenn das nicht hilft,probiere es mal mit Lyrica,das ist kein AD und hat einen ganz anderen Wirkmechanismus,es ist neben Tavor DAS Medikament gegen Ängste,ich nehme es seit ca. 1,5 Jahren.

x 2 #12


Snowlight
0,5 mg tavor genommen !

Schlechte Nachricht bekommen !

Ja mein Nervenkostüm hält das nicht aus !

Ab ins Bett!

x 1 #13


Snowlight
Der Schlaf will mich nicht einholen , obwohl ich müde bin .

Renne ich ihm davon !? Ja klar .

Alle schlafen ruhige Atmosphäre ruhige Atemzüge , wie friedlich .

Und was ich mit mir !?

In meiner Stille kämpfe ich .

Mit der Angst, mein treuer Freund!

x 1 #14


Snowlight
20.15 Uhr

Wieder allein in mein Zimmer/ Bett!

Will ich dass !? Nein

Außer der Familie sich zurück ziehen!? Nein

Mein Reizdarm macht zu viel Geräusche und er schmerzt auch !

Wie soll man da gemütlich auf Sofa liegen , wenn dein Kopf dir vorgaukelt du bist tot krank !

Das Gesicht verspannt die Schultern eingezogen , traurige wässrige Augen !

Ich will mich selbst so nicht ! In solchen Momenten!

Mit Todesangst da sitzen !
In mir kämpft alles .

Und allein sein ! Wer will dass !?

x 1 #15


T
Hallo!

Du stehst unter Dauerstress. Das zerrt den Körper völlig aus. Man hat keine Energie mehr. Alle Reserven verbraucht. Die Folge sind u.a. Psy. Beschwerden , Herz Kreislauf, Magen.... Ein endloser Kreislauf. Wenn der Organismus permanenten Stress ausgesetzt ist, dann wird ihm im hohen Maße Magnesium entzogen. Die Folgen sind drastisch. Also vielleicht probierst du es mit einer 8 wöchentlich Magnesium - Kur (hochdosiert) und ein Blick auf Schilddrüse, Eisen, Kalium, B12 und D3 wäre auch ratsam. Das sind nämlich die üblichen Verdächtigen!

x 2 #16


michi7575
@Snowlight wünsche dir viel kraft das durch zu stehen knuddeln

x 1 #17

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Fabilinschen
Hallo Snowlight

das mit der Dauer Panik kenne ich auch gehe damit schlafen und stehe jeden morgen damit auf es ist so anstrengend
jeden Tag zu kämpfen aber ich gebe nicht auf habe meinen alten Job gekündigt und haben jetzt einen neuen Job
arbeite jetzt jeden morgen von 5:00-7:00 Uhr es sind zwar nur 2 Stunden wenn ich nach Hause komme bin ich fix und alle
aber ich fahre jeden morgen mit dem Fahrrad los egal wie es mir geht es ist so anstrengend immer dagegen an zu kämpfen
aber ich tue es für mich und meiner Familie

Lg Fabiline

#18


Snowlight
Hallo Fabiline,


Hab zwei drei Wochen nicht geschrieben.
Die Wochen war nicht gut .
2 todesfälle im Bekanntenkreis beide lange Krankheite sgeschichten wo ich nicht näher eingehen möchte .
Und der zweite Todestag meiner Mutter.

Ja es ist so anstrengend immer dieser Kampf und die ganzen Symptome !,

Man fühlt sich schuldig !
Aber wir Kämpfen!
Die Angst hat feuer , aber wir auch .

Wir haben Familie unsere Kinder .
Und uns selbst !

Liebe grüße snow

#19


Gaulin
Hallo snowlight,

Ich fühle mit dir mit und es ist absolut verständlich, wie unzufrieden du mit deiner Situation bist. Es ist immer sehr schwer, das richtige zu raten und du hast Recht: anderen Ratschläge geben ist viel einfacher, als sich selbst zu helfen. Na ja, objektiv betrachtet erstens und zweitens wissen wir uns schon zu helfen, aber die Umsetzung ist so verdammt schwer, wenn nicht gar unmöglich. Wir sind gefangen in unserem Negativ-Strudel. Teufelskreis (bekanntlich)... Unterstützung und Hilfe ist sehr wichtig, aber oft überfordert uns das auch. Gewissensbisse und Schuldgefühle runden das ganze ab. Ich habe gute und schlechte Tage und behaupte, schon Genie im Gut-zureden mir selbst gegenüber zu sein... oft hilft es auch, aber eben nicht immer. Wir bewerten die negativen Dinge zu sehr und die positiven kaum. Genau dort liegt der Knackpunkt meiner Meinung nach. Hier wären wir aber wieder an der Scheiterung der Umsetzung. Ich teste mich oft selber, egal wie es mir Grad dabei geht und ich hätte nicht wirklich gedacht: Etwas Besserung ist eingetreten. Meine Ängste sind weniger, kürzer und nicht mehr so intensiv im Gesamten betrachtet. Pflege Angehöriger war für mich immer ein Tabuthema, nicht vorstellbar! Genau das tue ich jetzt seit knapp 2 Monaten... Die Angst ist immer noch präsent, aber so schlimm ist es eben doch nicht (wie gedacht). Zweifel kommen und gehen, Unsicherheiten kommen und gehen... Aber ich schaffe es aktuell ganz gut und irgendwie tut es mir auch gut... Muss ich komischerweise ungern zugeben.
Liebe Grüße und alles Gute

x 1 #20


A


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Dr. Christina Wiesemann
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