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Tagchen

Ich aus meiner Erfahrung heraus kann sagen das mir bisher keinerlei Medikamente in Form von Antidepressiva oder dergleichen hilfreich waren um wieder gesund zu werden.
Verschrieben wird oft, gerne und viel aber ob es am Ende was bringt ist meiner Meinung nach oftmals fraglich.
Zudem geht es mir vielmehr darum die Ursache herauszufinden und diese zu beheben.
Aber da die Gründe für DP/DR so verschieden sein können muss jeder selbst entscheiden ob er Medis nimmt oder nicht.
Ich für meinen Part habe es immer ohne geschafft wieder "gesund" zu sein für einen gewissen Zeitraum bis alles erneut wieder kam.

Grüßle

04.09.2014 16:54 • #41


anna violetta
Hallo zusammen,

möchte hier auch mal was schreiben.

Kurz zu mir: Ich wohne in der Nähe von Stuttgart und leide seit meiner Kindheit an einer Angst- und Panikstörung.
Fühle mich auch öfters mal "komisch" und mir kommt alles so unwirklich vor... fühle mich selbst so komisch und unreal und auch die Personen in meiner Umgebung empfinde ich manchmal als komisch, bzw. ich habe totale Angst, ganz verrückt zu werden.
Die Diagnose mit der Angst- und Panikstörung habe ich offiziell seit 4 Jahren.
Die Depersonaliation/ Derealisation kam bei mir auch noch dazu. Wusste aber selbst bis vor kurzem nicht, dass es da wirklich eine Bezeichnung für gibt.
Wenn ich eure Beiträge so lese, dann ist es so, dass ich ein bisschen eine Erleichterung verspüre, weil ich merke, dass ich wohl doch nicht ganz gaga bin und dass es auch andere Menschen mit den Problemen gibt.

Meine Frage: Habt ihr schon IRGENDWELCHE Erffahrungen gemacht, was man gegen das Gefühl des "Unwirklich- Seins" tun kann...? Irgendwelche Tips oder so, wie man aus dieser "Gedankenspirale" schnell wieder raus kommt?
Hattet ihr auch schon das Gefühl, irgendwie ... völlig verrückt zu sein? Und die Angst, dass ihr... naja... in die Psychiartrie müsst oder dass ihr psychotisch werdet?

Danke schonmal für eure Antworten. Ich weiß, mein Beitrag ist etwas wirr und unstrukturiert... aber ich bin einfach ziemlich durcheinander.
Zur Zeit tritt das Depersonalisationsgefühl leider leider leider auch zuhause auf- und das auch, wenn es eine ganz harmlose Situation ist, z.b. auch, wenn mein Mann mit mir auf dem Balkon sitzt... oder wenn wir seine Kinder in's Bett bringen... das lässt mich besonders Verzweifeln im Moment, weil es hier eigentlich immer mein "sicherer Ort" war...

Herzliche Grüße, Anna (P.s: Ihr könnte mir auch gerne eine PN schreiben! DANKE!)

11.09.2014 10:40 • #42



Derealisation und Depersonalisation Forum für Erfahrungen

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Zitat von anna violetta:
Kurz zu mir: Ich wohne in der Nähe von Stuttgart und leide seit meiner Kindheit an einer Angst- und Panikstörung.
Fühle mich auch öfters mal "komisch" und mir kommt alles so unwirklich vor... fühle mich selbst so komisch und unreal und auch die Personen in meiner Umgebung empfinde ich manchmal als komisch, bzw. ich habe totale Angst, ganz verrückt zu werden.


Interessant ....hatte ich damals auch so ....Angst, verrückt zu werden, ne Schizophrenie zu haben etc. Angefangen hat das vor ganz ganz langer Zeit. Eltern haben sich getrennt, Studium hat begonnen und ich hatte irgendwann das Gefühl "umzukippen" ....von Arzt zu Arzt gerannt - nix Körperliches. Irgendwann habe ich dann mal was im Lexikon unter Schizophrenie nachgelesen - Trennung von Geist und Körper waren da die Schlagworte und danach hat es mich "erwischt" ....Panik bekommen, mich selber beobachtet und dann den "Zustand" an mir diagnostiziert ...es war aber keine Schizophrenie etc - das weiss ich nun auch aber seitdem beobachte ich mich selber, stelle mich einen Schritt von mir weg und dann kommen solche Gedanken: Fremdheit, wer handelt denn da etc ....mein Körper kommt mir dann aus der Beobachtersictuation fremd vor ....das breitet mir Angst und dann wird es schlimmer....ich leide schon lange unter Hypochondrie und ich glaube, dass dieses "neben sich stellen" auch eine Art der Hypochondie ist ....ich "beobachte" und "kontrolliere", ob ich psychisch krank bin, wieder dieses Depersonalisationssyndrom habe ...weiter glaube ich, dass auch noch Verlustängste bei mir eine Rolle spielen ...Therapie habe ich gemacht - 80 Stunden Verhaltenstherapie ...geändert habe ich viel und die Sympthome waren auch lange Zeit weg aber jetzt sind sie nach einer Hypnosesitzung (Ziel war mehr Selbstsicherheit geben - ist ein Thema bei mir) wieder aufgebrochen ....

05.10.2014 09:22 • x 1 #43


icingsugar80
hallöchen,
habe auch dp. wollte nur mal kurz sagen, dass mir ein stationäre aufenthalt in der uniklinik mainz bei dr. michal
geholfen hat. klappt so wohl nicht bei jedem, aber mir konnte geholfen werden.
komme jetzt gut damit zurecht.
weg ist sie natürlich nicht.
lg,
icingsugar

05.10.2014 09:57 • #44


Hallo ihr Lieben,

ich leide auch an Derealisation / Depersonalisation. Seit zwei Jahren habe ich endlich einen Begriff für diesen Zustand, vorher wusste ich und auch kein andere was mit mir los ist.
Bei mir ist es so, ich befinde mich jetzt seit knapp 4 Wochen dauerhaft in dem Zustand, in der Zeit nehme ich an meinem alten Leben nicht mehr Teil, da mir der Zustand wirklich Angst macht. Was das komische bei mir ist, der Zustand hält immer so 4-6 Wochen an und dann verschwindet er und alles ist wieder gut. Hatte jetzt 2 Jahre keine Derealisation mehr. Aber in der Zeit wo die Derealisation da ist, hab ich echt das Gefühl verrückt zu werden und habe totale Angst das es gar nicht mehr weg geht. Ich bin in der Zeit ganz anders als sonst. Meine Sicht ist eine ganz andere, so als hätte ich eine Sehstörung. Ich sehe zwar die Dinge alle so wie sie sind aber irgendwie auch nicht. Schwer zu beschreiben.


Bei wem ist es denn ähnlich das die Derealisation lange anhält dann aber wieder für länger komplett weg ist.

Ihr könnt mir auch gerne Privat schreiben, damit man sich austauschen kann.

Lieben Gruß an alle

14.01.2015 14:57 • x 1 #45


Hi, Forumsmember,

Ich habe auch Dp/Dr. Bei mir fühlt es sich aber irgendwie teilweise anders an, als bei anderen. Also ich habe es auch, dass ich mich oft "nicht da", "nicht real" fühle. Und dass es ein riesiges Zerwürfnis zwischen mir und allen gibt. Also, dass mich alles zu jeder Sekunde, besonders wenn ich unter Menschen bin, befremdet. Dass ich mich quasi dabei beobachte, wie ich durch die Welt "geleitet werde". Ich bin nicht mehr in der Lage, mich selbst zu betrachten, aber unter Menschen ist es besonders schlimm. Unter JEDEM Menschen. Auch unter meiner Mutter. Auch unter Leuten, die Dr/Dp haben. Ich bin echt nicht fähig, Freunde oder eine Freundin zu haben. Denn unter Menschen bin ich... ich komme mir echt vor, in eine Welt gefallen zu sein, in der überhaupt jeder keinen Humor hat, in der keiner irgendwie... in der keiner irgendwie "Gnade", in der keiner... ach, ich...
Ich habe Panik. Denn wenn ich mich selber nicht realisiere, kann ich nicht *sein* und ich will *sein*. Ich habe einfach das Gefühl, dass mein Urteil, meine Selbstsicht, mein... ich komme mir vor, als sei *ich* Sperrgebiet. Als habe ich völlig die Mündigkeit über mich verloren. Und das kotzt an.
Das finde ich echt am schlimmsten. Jeden Tag fühle ich mich draußen... rückgekoppelt. Es ist, als sei ich... als wäre ich geknebelt und gefesselt an der Leine eines Menschen. Als wäre ich an der Leine *der Welt*.

Ich fühle mich echt kacke.
Und wenn ich das Praktikum fürs Chemiestudium fertig habe, gehe ich in die Jugendpsychiatrie, ich habe die Schnauze voll.
Ich will in die Psychiatrie, denn ich suche seit 4 Jahren ambulante Hilfe und es bringt nichts. Ich will das jetzt geklärt haben.

Also bei mir ist meine Vater sehr früh gestorben. Davor hatte ich ganz, ganz viele Freunde und als er starb, benahm ich mich ganz daneben. Ich habe es realisiert und habe es abgekapselt. Auch wenn ich dadurch ein Stück von mir selbst abgekapselt habe, mit dem man Spaß haben kann. Ich habe das alles mit meiner Schwester gelebt. Mein ganzes *Ich*. Als wir viel älter waren, haben wir und "getrennt". Sie ging feiern, auf Parties, ich zockte lieber. Ich merkte später, dass ich selber Freunde, blabla will, aber ich war nicht richtig fähig. Wegen meinen Schuldgefühlen für meine Gefühle. Sie dachte, es sei Unsicherheit und behandelte mich wie ihre kleine Hexe. Richtig feindselig und arrogant. Aber ich bleib trotzdem da. Irgendwie... ich weiß auch nicht, ich suche mir ja schon einen guten Therapeuten :/ diese Schnittstelle kriege ich nie hin. Warum ich blieb und überhaupt. Natürlich liegt darin was Wichtiges. Aber pfff... ich kann diese Zeit echt nicht bewerten!
PS: Es ist auch, dass dieses Forum etwas davon hat, von der Befremdlichkeit. Mich befremdet auch das Forum, in dem die meisten Leute über das reden, was ich selber habe :/ ich bin froh, dass ich mit euch darüber schreiben kann, das hilft sicher. Aber *ihr* seid mir auch irgendwie total entfremdet. Es ist mir auch nicht möglich, irgendeinen Bezug zu *euch* aufzuspannen, selbst wenn ich es will. Oder ist das normal, weil ich euch noch nicht kenne?
Naja, danke fürs Lesen

LG Pencil

23.01.2015 23:35 • #46


Huhu,

Ich versteh dich, man fühlt sich einfach in jeder Situation total unwohl. Versteh das auch mit Freunden etc, ich meide in der Zeit auch am liebsten jeden Kontakt, jedes Telefonat...
Hast du den Zustand dauerhaft und hast du noch eine andere Erkrankung oder ist es " nur" die Derealisation die dir zu schaffen macht?

Ja es ist wirklich grausam wie man sich da fühlt absolut nicht lebenswert.

Der Zustand hindert dich daran einen Bezug aufzubauen... Zumindest ist es bei mir so.

Lg

24.01.2015 15:17 • #47


Ja, es ist IMMER so :/ seit circa 4 Jahren und es hört halt nicht auf :/ in meinem zimmer sind zermatschte fliegen an der decke, überall stehen teller und überall liegen papierkram und essensreste, aber irgendwie herrscht so ein generelles "es ist egal". Nicht, weil man es egal sein lassen will, ach, es ist schei.... ich studiere, ich will gut sein und lerne viel, aber ich bin nicht in der lage, mich zu konzentrieren. Irgendwie fließt einem alles davon.
Ja, ich denke, Dere/ Depe ist so das einzige. Ich meine es. Und wenn nicht, ich hoffe, ein einhalb Monate Psychiatrie würden reichen, um das zu biegen. Die Sache ist, ich glaube, ich habe die Grund dere/ depe schon extrem lange. Nur seit ich ausgezogen bin, nervt sie extrem.
Ich habe keine andere Krankheit. Ich bin gesund, mache Sport, ich ernähre mich gut. Ich habe total das Bedürfnis, den Kram endlich benennen zu können. Ich will endlich sagen können *das ist mit mir los*.
Ich merke oft, dass ich draußen anders erscheine, als ich bin. Menschen sagen, ich muss endlich mehr Selbstbewusstsein entwickeln und sie sagen Sachen wie "du wirst überrascht sein, wie nett Menschen sein können, wenn du ihnen Chancen gibst", aber das ist nicht der Punkt. Man soll nicht tun, als hätte ich eine Wahl, als würde das, was ich sage und meine und halte in irgendeiner Weise eine Rolle spielen. Über mich selber. Ich fühle mich so in Ketten-.- und das seit Jahren und ich will endlich damit schluss machen können.

LG, danke fürs zuhören

24.01.2015 16:17 • #48


Hattest du es vorher denn auch schonmal für kürzer oder kam die Derealisation von jetzt auf gleich und blieb? Vorher hast du erfahren das du Derealisation hast ? Ist aber toll das du weiterhin studierst etc, würde mir total schwer fallen.

Ja es ist wie bei mir, ich leide auch nur an Derealisation, normalerweise ist der Zustand nur ein Begleiter von einer anderen Krankheit. Das Ist Zusätzlich noch mal seltener nur Derealisation zu bekommen.
Raff dich mal auf um dein Chaos zu beseitigen, auch wenn es schwer fällt aber dann wird es dir besser gehen und du wirst merken es ist doch machbar.

Lg

24.01.2015 20:43 • #49


Ich bin mir nicht so sicher. Ich glaube, so die Tendenz ist schon vorher da gewesen. Aber wirklich das Gefühl, zu hängen, zu... nicht mehr handeln zu können und nicht mehr denken zu können und eben die völlige Durchlässigkeit der Grenze zur Umwelt kam so ein paar Monate vor meinem 18. Geburtstag. Ich habe nicht viele Freunde gehabt, weil ich niemandem "zumuten" wollte, ich zu sein. Und deshalb habe ich viel Computer gespielt. Ich dachte nur "es macht mir Spaß. Aus irgendeinem Grund macht es mir Spaß, also mache ich weiter. Ich weiß schon, was ich will". Die ganze Zeit hatte ich meine Schwester Miriam auch um mich herum, mit ihr konnte ich ja ich sein. Bei anderen geht es nicht, weil ich denke, sie zu ängstigen. Ich denke, ich ängstige sie, sobald ich die Kontrolle verliere.
So als ich 18 wurde, ging meine Schwester häufig feiern und machte weniger mit mir. Ich selber bemerkte, dass ich selber raus will, Freunde will, mein Leben ergreifen will und nicht nur spielen will. Also fragte ich, ob ich mit kann. Sie ging mit mir, aber ich konnte keinen Spaß haben. Irgendwie... ich weiß nicht wirklich, was ich davon erwartete, aber ich fand es nicht.
An diese Zeit erinnere ich mich sehr schlecht. Extrem schlecht. In dieser Zeit gab es viel Psychoterror. Ich habe mit dem Computer aufgehört, um mich auf die Welt einzulassen. Aber in meiner Familie lief es nicht gut. Meine Mutter ließ nur Beleidigungen vom Stapel (ich habe schon lange keine Freude mehr an dir, schau dich doch an! Glaubst du im Ernst, dass irgendjemand dich lieben kann?) und meine Schwester hat mich ständig eine "dreckige *beep*" genannt (ich habe GAR NICHTS mit *beep* gemein) und oft Karrikaturen von mir gezeichnet, auf denen sie sich über mein Äußeres lustig gemacht hat. Diese hat sie dann in unserem Haus aufgehangen. Diese Zeit war halt sau schwer für mich gewesen. Und ich fühlte mich in etwa wie jetzt. Ich ging zu meiner älteren Schwester, um mit ihr über meine Gefühle zu reden, dann eigentlich ist sie einfühlsam genug, um zuzuhören. Sie hat gesagt, ich würde mir die ganze Feindseligkeit in der Familie nur einbilden, weil mein Gehirn vom vielen Computerspielen geschädigt sei. Sie sagte, ich sei psychisch gestört und müsse mich dringend in die Klapse einweisen lassen, weil ich angeblich Sachen höre, die nicht da sind. Das war falsch, denn ich habe Sachen gehört, die wirklich da waren. Ich war fix und fertig.
Ich habe irgendwo gelesen, dass Derealisation/ Depersonalisation ein Reflex ist, in dem man seine eigene Gefühle outsourct, um ein Bild von seiner Umgebung aufrecht erhalten zu können. Wüsste ich wo, denn das ist ja eigentlich wirklich exakt das, was da geschehen ist. Ich HABE meine Gefühle outgesourct, damit ich nicht wieder ins Computerspielen zurückfalle. Damit ich nicht mehr weiter glaube, *die Welt* sei feindselig. Denn das ist sie ja wohl nicht.
Ja, mein Studium fällt mir auch hammer schwer*_* kann ich jetzt so nicht weiter empfehlen man will einfach immer maximale Zeit in die DR/DP Problematik reinstecken und wenn man wirklich fett mit seinen Gedanken eingebunden ist, wie in einer Naturwissenschaft ja halt, ist da schon ein Konflikt^^ Vorher habe ich Architektur studiert, das war lässiger, denn ich musste nicht wirklich denken. Obwohl ich auch da nicht wirklich glücklich war. Ich habe schon überlegt, warum ich überhaupt immer *hoch hinaus* muss. Mein Vater hat mich geliebt und auch sehr gefördert. Und er war Arzt. Er hat schon von mir erwartet, dass ich maximal nach den Sternen greife, aber besonders deshalb mache ich das auch, weil es eigentlich gar kein Problem ist, nach den Sternen zu greifen. Jeder kann das erreichen, was er wirklich will. Und weiterhin will ich mir einfach nicht von DR/DP in die Suppe spucken lassen.
Der Schreibtisch ist schon frei aber unter allen Problemen wird mein unaufgeräumtes Zimmer den geringsten Einfluss haben, wenn ich mich schon aufraffe, Probleme zu beseitigen. Ich realisiere das Chaos nicht so wirklich. Ich realisiere es, wenn ich einige Zeit nicht zuhause war. Aber so alltäglich... vielleicht stellt das gut das Chaos in mir da
Die Diagnose hat übrigens meine Mutter gemacht. Ich habe sie nicht mehr auf die Erlebnisse mit ihr angesprochen, Therapueten funktionieren zuhause ja nicht so wie in der Praxis. Meine Mutter ist eine erfolgreiche Therapeutin, sie hatte letztens ein Angebot zur Klinikleitung bekommen, hat aber abgelehnt. Ich habe ihr nicht wirklich so geschrieben, wie man mit *seiner Mutter* in der Regel schreibt, ist ja auch bescheuert, in so einer Situation so eine Distanz zu wählen. Und auch recht einfach, das nicht zu tun. Ich habe ihr viele Mails geschrieben, jeden Tag so 3 große. Und bald kam sie darauf. Sie meinte, vorher wusste sie nicht, was man zu mir häte sagen können, dann kam sie auf DP/DR und meinte, es passe "wie Faust aufs Auge". Ich habe auch nicht so eine große Hemmschwelle gehabt, denn wenn sie auf was Revolutionäres kommt, ist dieses schei. Gefühl weg.

Hast du auch irgendein Erlebnis gehabt, das alles getriggert hat?
Nochmal danke fürs Lesen, ist ja fürchtbar wie viel ich schreibe

LG

24.01.2015 23:00 • #50


Also ich weiß nicht genau. Dieses Gefühl von Unbewusstsein hatte ich echt schon lange. Weiß nur nicht, ob es das jetzt war. Das Blöde ist, wenn man das Problem hat, hat man das Problem. Und man kann irgendwie nichts tun, als zu warten :/ das geht mir richtig auf die Nerven. Es könnte alles so schön sein und es ist es nicht wegen etwas, über das man keine Kontrolle hat und was festsitzt, das macht mich echt fertig :/

25.01.2015 17:05 • #51


Hmm was heißt denn, bei anderen kannst du nicht du sein ohne sie zu ängstigen? Du verlierst die Kontrolle, inwiefern?
Hmm hast du Angst raus zu gehen?
Ich dachte du hast immer ein gutes Verhältnis zu deiner Schwester gehabt wieso ist sie dann so zu dir und deine Mutter auch.
Also deine Ganze Familie ist quasi nicht auf deiner Seite und nimmt deine Probleme nicht ernst, obwohl deine Mutter Therapeutin ist?
Was meinst du ob ich ein Erlebnisse hat was alles getriggert hat?

Hast du dir schonmal die Symptome von Derealisation und depersonalisation durchgelesen und hast du dich darin wieder gespiegelt?

Ja es ist wirklich zum verrückt werden, man muss wirklich warten bis der Zustand geht vorher ist man machtlos und hilflos. Bei mir kommt er wann er will und geht wann er will. Hatte jetzt 2 Jahre keine Derealisation und jetzt seit 5 Wochen häng ich wieder drin und warte jeden Tag auf Besserung.

Aber konntest du ganz normal Computer spielen ohne das es dir komisch vorkam?
In der Zeit wenn ich den Nebel habe, bin ich quasi wie total abgeschirmt ich guck kein tv weil es mir total komisch vorkommt ... Also ich mach so zu sagen nicht mehr das was ich sonst mache. Schreckliches Gefühl einfach....

Lg

25.01.2015 20:15 • x 1 #52


Im Sinne von... ach, ich glaube ich habe *nicht nur* Derealisation :/ diese Sachen sind sehr konkret. Ich muss nämlich stets Kontrolle über meine Gefühle behalten. Weil es halt eine Zeit gab, in der man mit meinen Gefühlen gespielt hat und in der man mich mit meinen Gefühlen in eine Position gedrängt hat, die einem gefiel. Im Sinne von, man provoziert mich richtig doll, bis ich wütend werde und zeigt dann Unverständnis auf meine Wut, bzw stellt man mich dar, als sei meine Wut unbegründet und zeuge von "schlechtem Charakter". Im Sinne von schlechtem Charakter, der mir selbst nicht gefallen kann.
Ja, die Beziehungen in meiner Familie sind komisch, weil eigentlich keiner von uns richtig psychisch gesund ist :/ meine Schwester landete in der Klinik und war früh verhaltensauffällig. Ihr ganzes Leben schon, aber irgendwie schafft sie es, auf Kids Eindrück zu schinden. Und dann haben sie plötzlich reißzwecken im Schuh, Bienen im Mund, etc. Meine Mutter ist Therapeutin, aber sie ist sehr oft vor dem Computer, kauft sich viel und nutzt nichts und verbringt wenig Zeit mit Hobbys oder mit ihrer 8 Jährigen, meiner Halbschwester. Ich erwarte nicht von wem, auf meiner Seite zu sein. Aber ich habe keine bessere Familie. Überhaupt, seit ich denken kann, gab es so einen starken Geschmack von Intrige. Quasi jeder Zweig vom Stammbaum ist extrem abgekapselt und richtig feindselig gegenüber den anderen.
Ich finde keine wirklichen Symptome für DP/DR, nur den üblichen Kram von ...Dro.missbrauch, etc. Ich kenne aber schon Aussagen, die mir ins Auge springen, die ich auch schon so beschrieben habe^^ ich schreibe nur so viel über meine Vergangenheit, weil ich irgendwie einen Schuh draus basteln will, sry zB dass ich mich selbst nicht real fühle in der Realität. Und besonders: dass eine natürliche Grenze zwischen mir und meiner Umwelt total eingerissen zu sein scheint. Sowas halt

Joa, "normal" Computerspielen? Nicht wirklich sehr. Aber auch schon etwas irgendwie^^ es ist, dass ich dann erst irgendwie so ganz seicht begreife, dass ich hingehen kann, wo ich will. Und das hat dann plötzlich auch eine emotionale entsprechung! Also von "yeah, ich kann mich einfach jetzt auf DIESE Bank setzen" oder "ich kann jetzt einfach in DIESES Geschäft gehen. Und ich erwarte DAS davon". Also was mich angeht fehlt sowas bei mir im real life, dieses gefühl von erwartung! aber ich bemühe mich, kein pc zu spielen, weil das ja nur ersatz ist und so*_* es ist schwierig zu erklären, meins scheint so eine unsicherheit zu sein, die gar keine unsicherheit ist! hast du sowas auch? :/ dass du einfach extreme schwierigkeiten hast, einfach irgendwas anzugehen? im sinne von "probleme, etwas selbstständig zu durchdenken"? einfach weil du ein subjekt bist? oder hast du "einfach" das gefühl, körperlos zu sein?
LG

27.01.2015 22:47 • #53


Huhu,

also ich hab mir gesagt, ich halte mich von allem fern, was mir nicht gut tut.... Auch wenn es Familie ist... Vllt solltest du auch einen Abstand wählen zu den Menschen, die dir persönlich nicht gut tun...so brauchst du dich auch nicht ständig stressen lassen.

Du gehst doch zu Uni, Versuch doch da ein paar Kontakte zu knüpfen, damit du mal raus kommst und du wirst sehen, es ist ein gutes Gefühl etwas zu unternehmen und unter netten Leuten zu sein.

Vllt hast du Phasen in dem du Derealisation verspürst, nimmst du Dro.?
Also wenn man in dem Zustand der Derealisation ist, fühlt man sich, als ist das was du siehst und erlebst nicht real, so wie in einem Traum... Es gibt dir das Gefühl, du kannst nicht präzise sehen, hören, schmecken und fühlen...man ist wie betäubt ein total unangenehmes selbsloses Gefühl...
Ja wenn ich Derealisation habe, dann habe ich auch diese Schwierigkeit etwas anzugehen oder mich um etwas zu kümmern, Probleme zu lösen oder selbstständig etwas zu tun... Ich bin dann wie gehemmt... Man ist gefangen in dem Zustand und kommt einfach nicht dagegen an....fast zum verrückt werden....
Kenn kein schlimmeres Gefühl.

Schönen Abend

03.02.2015 19:50 • #54


Keine Dro., nichts dergleichen.
Und das ist komisch, ich bin täglich unter Leuten. Und es sind manche nett zu mir, aber irgendwie ist das alles... also sie sind wirklich nett. Und sie mögen mich auch, keine Ahnung wofür, aber sowas macht ja Zuneigung aus. Aber trotzdem nehme ich überhaupt kein Gefühl der Geborgenheit oder so nahe. Ich kann trotzdem nicht ich sein vor ihnen. Auch, wenn ich weiß, es müsste gehen. Es ist total der Reflex, dass mein Innerestes, alle Gefühle tot und begraben sind.
Ich hatte einige Erlebnisse, in denen ich meine Gefühle halt ignorieren musste. Auch in der Familie. Wo es einfach klug war, die Schnauze zu halten, weil man mehr verliert, als gewinnt. Ich komme davon nicht los. Und nicht mal, wenn ich wem *vertraue*, kann ich meine Gefühle zeigen. Die sind irgendwie verschluckt. Das klingt vielleicht hypochondrisch, aber es geht wirklich nicht und es war halt einfach schei. damals. Ich versuche häufig, gegen diese Gefühlslosigkeit anzugehen, indem ich sehr nett bin. Aber das triggert auch gar nichts. Irgendwie... das mit den Gefühlen ist falsch, weil sie etwas in mir verraten, worauf Ärger folgt. Meine Gefühle gehören zu mir und ich selber... man kann es nicht beschreiben, es fühlt sich an, als hätte sich mir die Welt davongemacht! Ich versuche neuerdings, viel simpler zu sein in allem, was ich tue, das hilft vielleicht. Also ich will nicht 1000 Wörter schreiben, will nicht über tausende Ecken und so weiter denken. Ich merke, man verliert sich total im Kleinklein- schei., wenn man nicht mal versucht, auf den Punkt zu kommen^^

Danke, gleichfalls

04.02.2015 19:49 • #55

Sponsor-Mitgliedschaft

Dann Versuch einfach mal auf den Punkt zu kommen. Meld dich wenn du fragen oder ein Ohr brauchst.

Lg

20.02.2015 21:41 • #56


Hallo ihr Lieben,

habe mich jetzt neu hier angemeldet, da ich auch wie ihr mal mit Gleichgesinnten sprechen wollte.

Schlimm finde ich das man immer wieder da Gefühl hat alleine damit zu sein und das es keiner versteht, wenn man es versucht zu erklären....

Selbst leide ich auch seit 8 Jahren an anhaltenden Benommenheits/Unwirklichkeit und Angstgefühlen.

Angefangen hat bei mir alles nach einer MCP Infusion, welche ich nicht vertragen hatte.
Anschliessend war nichts mehr so wie vorher.
Lange dachte ich daran eine Gehirnschädigung erlitten zu haben, bis ich auf das Thema Derelesation stoss....

Mich würde einmal interessieren, was ihr so dagegen unternommen habt und ib es bei manchen verschwunden ist.

Mir haben weder Pyschothrrapie noch Medikamente gehofen:((

25.07.2015 11:47 • #57


Black Sheep
Zitat von Steffichen:
Mich würde einmal interessieren, was ihr so dagegen unternommen habt und ib es bei manchen verschwunden ist.


Hallo Steffichen, und welcome

Ich bin das losgeworden, und kann dir meine Erfahrungen damit beschreiben.

Meiner Meinung nach ist Derealisation "nur" eine extreme Art der Unkonzentriertheit....du ziehst dich so sehr in dich selbst zurück, denkst über deine Probleme nach, das die Realität, das Leben um dich herum, anfängt zu verschwimmen, du achtest einfach nicht mehr darauf, weil du viel zu sehr mit dir selbst beschäftigt bist.

Geholfen hat mir, das ich angefangen habe meine Aufmerksamkeit ---bewusst--- auf das außen zu konzentrieren den Himmel, einen Sonnenuntergang, Blumen....vollkommen egal, Hauptsache außerhalb.

Es ist gerade am Anfang nicht immer leicht....aber wenn du merkst das du in dir versinkst....beachte das Außen, beachte die Welt, beachte die Menschen....beachte das Leben.

25.07.2015 12:11 • x 2 #58


Hallo Black Sheep,

danke für deine Antwort.
So ganz kann ich dir nicht zustimmen mit der Unkonzentriertheit, denn durch den Zustand fühlt man sich ja erst so und klar ist man dann auch unkonzentriert...Aber in guten Zeiten haben mir die Achsamkeitsübungen viel geholfen, dennoch verschwindet es nie völlig und in schlechteren Zeiten bsp. nach einer OP ist es wieder voll da.

25.07.2015 14:16 • #59


Hallo,

hat jemand von euch mit den oben erwähnten Symptomen Erfahrungen gemacht? Wie man an meinem Namen schon erkennen kann, macht mir vor allem die Depersonalisation zu schaffen. Als ich damals meine erste Panikattacke hatte, fing es zuerst nur mit der Derealisation an; mir kam alles um mich herum furchtbar surreal vor, obwohl ich die Dinge doch so sah, wie sie wirklich waren. Im Zuge dessen hab ich angefangen, mich intensiv mit Psychosen auseinanderzusetzen, da ich Angst hatte, an einer solchen zu leiden und da Psychosen in meiner Verwandtschaft verstärkt vorkommen. War damals eine sehr stressige Zeit, die mir sehr viel Angst bereitet hat wegen meiner Krankheitsängste. Dazu gesellte sich dann auch noch eine ausgeprägte Hypochondrie. Die Unwirklichkeitsgefühle, der steife Nacken und der Schwindel könnten ja auch von einem Hirntumor kommen. Was ich bis heute jedoch noch überhaupt nicht in den Griff bekommen habe, ist die Depersonalisation. Es gibt Tage, an denen ich mich kaum im Spiegel erkenne. Wenn ich abends im Bett liege und meinen Tag Revue passieren lasse, erlebe ich quasi alles aus der dritten Person, so als ob ich die Dinge nicht selbst getan hätte (obwohl ich natürlich weiß, dass ich das habe). Außerdem ist mein Zeitempfinden komplett gestört. Dinge, die ich morgens erlebt habe, kommen mir so vor, als ob sie Wochen und Monate zurückliegen würden; gleichzeitig kommt mir der Tag als ganzer aber furchtbar kurz vor. Ich hab momentan einfach das Gefühl, das Leben komplett zu verpassen, alles zieht so furchtbar schnell an mir vorbei.

Hat jemand Tipps gegen Derealisation und Depersonalisation?

05.10.2017 14:54 • #60



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Dr. Reinhard Pichler