12

28.01.2015 14:33 • 03.02.2020 x 1 #1


33 Antworten ↓


Hotin
Hallo Fuzzi,

auch ich gehe gern analytisch an Symptome heran.
Bei Deiner Beschreibung sehe ich jedoch nicht unbedingt die Notwendigkeit
sich auf eine Diagnose festzulegen.
Möglicherweise ist es eine Mischung aus Angst und Burnout.
Als ich etwa 30 Jahre alt war, habe ich schon den Eindruck gehabt, das ich bei
mir eine Art Blockade gelöst hatte. Das wird bei anderen aber nicht immer so sein.
Wichtig erscheint mir, das Du alles unternimmst, um Stress, beruflich und privat etwas zu reduzieren.
Lernen solltest Du, was Angst ist und was wir mit Ihr machen. Dich selbst solltest Du mit Deinen Fehlern
und Schwächen einfach so akzeptieren, wie Du bist. Und gedanklich solltest du Dich versuchen weiter zu
entwickeln. Damit Du nicht mehr den Eindruck hast, auf der Stelle zu treten. Leben macht Dir wieder Spaß,
wenn Du den Eindruck gewinnst, Du entwickelst Dich wieder weiter.

Viele Grüße
Hotin

28.01.2015 22:17 • x 2 #2


Danke für die beiden Beiträge, ich habe das Gefühl, dass ich grad ähnliche Probleme habe und da tut mir das sehr gut wenn ich lese wie andere analytisch an die Sache rangehen

08.11.2015 12:53 • #3


Australialove18
Hallo zusammen,
Vielen Dank für die schnelle Aufnahme. Mein Name ist Tim ich bin 27. und eigentlich immer sehr lebensfroh und aktiv gewesen bis zu einem Ereignis im Februar 2018. Und zwar habe ich beim staubsaugen Behälter leeren ausversehn sehr viel Staub inhaliert wobei ich dachte ich bekomme keine Luft mehr und hatte hier meine erste krasse Panikattacke da ich dachte ich muss Ersticken.. seit diesem Abend hatte ich sehr viele Panikattacken mit herzrasen usw. seit dem Sommer habe ich die Panikattacken zum größten Teil in den Griff bekommen, was mich nun allerdings stark belastet ist dieses unbeschreibliche Körpergefühl, diese Kraftlosigkeit, Schwindel, Gefühl umzukippen/zu sterben, Abwesenheitsgefühle u. Derealisierung, ständiges grübeln, einen beidseitigen Druck auf den Ohren seit April!, sind das nun die Nachläufer der panikattacken, also Angst vor der Angst oder ist das schon eine Depression? Was meint ihr? Bin sehr unkonzentriert stehe ständig neben mir und kann mich zu nichts aufraffen da mit einfach die Kraft fehlt...Morgens gehts mir meistens schlechter als abends.. ich habe immer so Angst dass es doch was ernstes ist:/ handelt es sich hierbei um eine angststörung oder Depression /burnout? bitte dringend um Hilfe

13.11.2018 13:48 • #4


Safira
Hi, einen Burnout, aufgrund von Einatmen von Staub kann ich ausschliessen. Jedenfalls von Deinem Text ausgehend. Weiß ja nicht was sonst so in deinem Leben los ist.
Depression würde ich aufgrund des Ursprungserlebnisses, wie Du schreibst, auch ausschliessen.

Ich glaube eher, und wir haben hier nur deine geschriebene Information, das Du einen so großen Schreck, Todesangst beim einatmen, Erstickungsangest bekommen hattest, welches so bedrohlich für Dich gewesen ist, das es Dich einfach nicht mehr loslässt, wäre eine Angststörung die einzig logische Erklärung. Deine Symptome treffen jedenfalls zu.

13.11.2018 14:00 • x 3 #5


Australialove18
Hi Safira,
Vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich denke auch das die angststörung im Vordergrund liegt. Habe ständig Angst vor der Angst. Mittlerweile habe ich 15 Kilo seit April abgenommen und fühle mich sehr schwach das macht mir natürlich noch mehr Angst. Eine Verhaltenstherapie beginne ich nächste Woche und hoffe es hilft. AD bisher noch keins genommen auch wenn der Hausarzt mir vorsorglich venafaxin verschrieben hatte, aber als angstpatient traue ich mich das nicht. Jeden macht mich das alles schon sehr fertig und daher denke ich auch leicht depressiv zu sein:/ & bin wirklich sehr schnell erschöpft egal ob nach geistiger oder körperlicher Aktivität :/

13.11.2018 14:36 • #6


TomTomson
Was hast du die letzten paar Monate so gemacht? Also wie sah so dein Tagesablauf aus und wie aktiv warst du?

13.11.2018 14:46 • #7


Australialove18
Also Anfang des Jahres vor dem ganzen sind wir auch umgezogen und haben eine Wohnung gekauft & renoviert. Seit der Panikattacke habe ich mich schon sehr geschont muss ich sagen, liege viel rum und mache deutlich weniger als zuvor. Bin auch relativ oft krank und liegen den ganzen Tag rum und grüble alles nach der ersten großen PA und leider finde ich gerade kein Gegenmittel da es mir wie gesagt nach Belastung gefühlt noch besch.. geht. Immerhin gehe ich am Tag einmal für 1h mit den Hunden gassi, aber auch danach liege ich total erschöpft am Boden

13.11.2018 14:57 • #8


Safira
glaube schon das die Ursache nicht das einatmen von dem Staubsaugerbeutel gewesen ist. Das war vll nur der Auslöder deiner ersten richtigen Panikattacke. Nur gut das Du bald eine Therapie anfängst.
Bist Du arbeitslos? Auch schon seit der Staubsauger Attacke?

13.11.2018 15:01 • #9


Australialove18
Nein ich arbeite Vollzeit, aber zurzeit auch dort alles andere als konzentriert und bei der Sache. Die zweite PA war auch noch im Büro vor allen Kollegen mit Transport ins KH, das belastet mich wohl immernoch extrem

13.11.2018 15:04 • #10


Safira
Oh, das ist unangenehm ja. Hattest Du denn vor der Staubsauger Attacke ähnliche Belastungssymptome? Meist schleicht sich das ein bis man es dann nicht mehr verleugnen kann

13.11.2018 15:09 • #11


Australialove18
In dieser heftigen Form nicht, allerdings muss ich zugeben habe ich vorher immer schon gerne nach Krankheiten oder Symptomen gegoogelt und nach dem Staubsauger Vorfall intensiver und intensiver.. das denke ich war auch Ein großer Faktor... oh man gerade habe ich wieder einen Druck auf der Brust das macht mir wieder Angst obwohl mein Herz 1000male schon untersucht und für sehr gut befunden wurde..

13.11.2018 15:16 • #12


Safira
das klingt sehr nach Angststörung/Hypochondrie

die Angst/Belastung wird im laufe der Jahre (auch viel unbewusst/im Hinterstübchen) immer schlimmer und steigert sich so dermaßen, das Dein Körper Symptome entwickelt. Diese Symptome zeigen Dir das etwas nicht in Ordnung ist und gerade gebogen werden möchte.
Das Beispiel Staubsauger Attacke, zeigt Dir sehr deutlich wieviel Macht Deine Gedanken haben. Deine Gedanken an diesem Staub zu ersticken haben üble Körperliche Symptome ausgelöst.

Achte mal darauf wenn Du wieder etwas körperlich spürst (nasse Hände, Herzklopfen,enge in der Brust) an was hast Du kurz vorher gedacht?

Diese Gedanken lösen Stress in dir aus.

13.11.2018 15:23 • x 1 #13


Australialove18
Ja eine extreme herzangst habe ich durch das herzrasen entwickelt, denke viel an Herzinfarkt oder Herztod obwohl doch alles abgeklärt wurde kann ich mir die Schlappheit Müdigkeit auch einbilden oder liegt das an dem Stress? Versuche es mit PME und Meditation bis zur Therapie zu schaffen. Vielen Dank für die Hilfe am meisten hilft es mir einfach darüber zu sprechen und versuchen das zu verstehen.. daher denke ich ist eine Therapie hilfreich für mich

13.11.2018 15:33 • #14


Australialove18
Zitat von Safira:
das klingt sehr nach Angststörung/Hypochondrie

die Angst/Belastung wird im laufe der Jahre (auch viel unbewusst/im Hinterstübchen) immer schlimmer und steigert sich so dermaßen, das Dein Körper Symptome entwickelt. Diese Symptome zeigen Dir das etwas nicht in Ordnung ist und gerade gebogen werden möchte.
Das Beispiel Staubsauger Attacke, zeigt Dir sehr deutlich wieviel Macht Deine Gedanken haben. Deine Gedanken an diesem Staub zu ersticken haben üble Körperliche Symptome ausgelöst.

Achte mal darauf wenn Du wieder etwas körperlich spürst (nasse Hände, Herzklopfen,enge in der Brust) an was hast Du kurz vorher gedacht?

Diese Gedanken lösen Stress in dir aus.


Bei mir sind es dann nasse Hände und eiskalt bei der Unruhe...

13.11.2018 15:33 • #15


Safira
Zitat von Australialove18:

Bei mir sind es dann nasse Hände und eiskalt bei der Unruhe...

und Deine Gedanken? Die Gedanken sind es um die Du Dich kümmern musst.

13.11.2018 15:40 • x 1 #16


Australialove18
Ja muss ich allerdings meine Gedanken drehen sich den ganzen Tag um tödliche Krankheiten ohne dass ich es abstellen kann, bin auch überall verspannt und total geräuschempfindlich.. Nacken usw. denke daher rühren die Symptome vorwiegend.

13.11.2018 17:55 • #17


Zitat von Australialove18:
Ja muss ich allerdings meine Gedanken drehen sich den ganzen Tag um tödliche Krankheiten ohne dass ich es abstellen kann, bin auch überall verspannt und total geräuschempfindlich.. Nacken usw. denke daher rühren die Symptome vorwiegend.


Und genau von dieser ständigen Grübelei und der Angst vor weiteren Panikattacken kommt es,dass du so fertig bist.
Mich hat es auch so geschlaucht,dass fast gar nichts mehr ging.
Mittlerweile habe ich meine alte Kraft zurück.
Sehr geholfen hat mir, wirklich mehr nach mir zu schauen und die Angstgedanken in den Griff zu bekommen.
LG,Anny.

13.11.2018 19:06 • x 1 #18


Australialove18
Zitat von Anny36:

Und genau von dieser ständigen Grübelei und der Angst vor weiteren Panikattacken kommt es,dass du so fertig bist.
Mich hat es auch so geschlaucht,dass fast gar nichts mehr ging.
Mittlerweile habe ich meine alte Kraft zurück.
Sehr geholfen hat mir, wirklich mehr nach mir zu schauen und die Angstgedanken in den Griff zu bekommen.
LG,Anny.


Hey Anny,
Da macht Mut, bei mir geht leider geistig und körperlich gerade null, hoffe es wird wie bei dir wie lange hat das bei dir gedauert bis du deine Kräfte zurück hattest? Hast du noch paar Tipps für mich:) ? Ich höre auch leider sehr arg in mich rein, das strengt auf Dauer an und macht fertig und schwach :/ diese eklige Unruhe die ich verspüre macht mich manachmal schier verrückt -.-

13.11.2018 19:49 • x 1 #19


Zitat von Australialove18:

Hey Anny,
Da macht Mut, bei mir geht leider geistig und körperlich gerade null, hoffe es wird wie bei dir wie lange hat das bei dir gedauert bis du deine Kräfte zurück hattest? Hast du noch paar Tipps für mich:) ? Ich höre auch leider sehr arg in mich rein, das strengt auf Dauer an und macht fertig und schwach :/ diese eklige Unruhe die ich verspüre macht mich manachmal schier verrückt -.-


Ich hatte starke Panikattacken,die durch einen Kreislaufkollaps ausgelöst wurden.Gegen diese habe ich 7 Monate volles Konfrontationstraining gemacht und bin anschließend in eine Erschöpfungsdepression (inklusive Derealisation) gefallen.
Hatte das Vertrauen in meinen Körper völlig verloren und es ging gar nichts mehr.

Von da an hat es ungefähr ein Jahr gedauert,bis ich wieder in meiner alter Power Form war,bzw,auch wieder bin (Und ich spreche jetzt von 15 Stunden Tagen mit Beruf,Kind und vielen zusätzlichen Aufgaben)
Davor ging es von Monat zu Monat in kleinen Schritten voran.
Ganz wichtig war: Egal,wie schlecht es mir ging-niemals die Hoffnung zu verlieren!

Und mir Zeit zu geben,auf mich zu achten,
viele Tränen vergießen zu dürfen,mit Menschen zu reden,die das selbst erlebt haben,bzw.einfach starke Lebenskrisen hatten und wirklich besser wurde es,als ich den Zustand endlich irgendwie akzeptiert habe...

Gib dir jetzt die Zeit,die du brauchst und achte stark auf dich! Gönne dir viel frische Luft,Pausen,Tränen, Gespräche-eben alles was dir gut tut!

LG!

13.11.2018 22:42 • x 2 #20




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Dr. Reinhard Pichler