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Hallo seit einigen Tagen geht's jetzt noch schlimmer vorher war es schon eine Qual. Egal ob 5 oder 10 Stunden Schlaf ich fühle mich immer extrem müde und habe Schwankschwindel.

Ich habe nun eigentlich alles ausgeschöpft was geht alle möglichen Ärzte dazu jetzt einen dicken Hefter mit allen befunden die nichts ergeben.

Psychiater die sagen es sei eine Depression was ich gerne glauben würde, aber keine Therapie etwas bringt.

Sportlich habe ich mich noch nie so betätigt wie das letzte Jahr in der Hoffnung es gibt Besserung bei Depression wie es immer heißt.

Ablenkung, jeden Tag suche ich Beschäftigung seit ich dadurch nicht mehr arbeiten kann was auch nix bringt.

Was sind eure Erfahrungen? Wenn nichts hilft die Ärzte schon ratlos sind und alles auf die Psyche schieben. Vor einem halben Jahr wurde wir versichert vom Psychiater das ich mich bald besser fühle.

Habe Angst das es etwas seltenes und unentdecktes ist.

Untersuchung bisher:

MRT Kopf, Schilddrüse alle Werte und Antikörper, Hno mit Schwindeltest, Ultraschall, Corona Antikörpertest, Vitamin D und B12 Test, Körpergase, Leberwerte, hepatitis c, borreliose, endokrinologe, unzählige Bluttests.

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Sachen.

Es beschränkt sich bei mir nur auf die extreme Schwäche, Müdigkeit und Schwindel.

Lg Makita

07.12.2021 16:47 • 11.12.2021 #1


24 Antworten ↓


Hi

Depressionen haben irgendwo her ihren Ursprung.

Es gibt Fälle, da wird unterbewusst etwas evtl. aus frühester Kindheit verdrängt und kommt irgendwann wieder hoch.

Erbliche Faktoren, gab es in der Familie schonmal Depressionen?

Botenstoffe fehlen und und und.

Ich mag auch keinen Sport aber ich kann bestätigen, wenn ich ihn mache, dann fühle ich mich hinterher schon besser.

Jeden Tag mindestens eine Dtunde raus, auch wenn es regnet. Selbst dann bekommst Du mehr Licht als in Deiner Wohnung.

Licht Lampe.

Therapie…..

07.12.2021 17:02 • x 2 #2



Depression, Burnout Psyche? Was soll ich noch machen?

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Hallo @portugal

Ja es ist zum heulen, aber Depression nur die zwei Symptome gibt's das?

In der Familie gibt's sowas nicht alle erfreuen sich bester Gesundheit ich bin immer das schwarze Schaf was immer hier schreit.

Bei mir bringt ja leider der Sport nicht mal Besserung, es wird manchmal noch schlimmer. Manche Tage gehe ich eine halbe Stunde spazieren im angrenzenden Wald nicht mal das bringt was. Autogenes Training, Entspannung beeinflusst es auch nicht.

Ich bin eben sehr ängstlich ob sowas wirklich von der Psyche ausgelöst wird. Es müsste doch bei den ganzen Sachen mal wenigstens etwas Besserung eintreten. Habe hier ja schon einige Themen mit Erschöpfungssyndrom gelesen was schwer zu diagnostizieren ist.

Aber da würde es doch nach Aktivität erheblich schlimmer werden.

Ich bin wirklich sehr ratlos habe schon so viel unternommen und Menge von Ärzten durch.

Achso und ständige Unruhe und Getriebenheit wie kurz vorm Kollaps.

Lg Makita

07.12.2021 17:45 • x 1 #3


Flame
Ich würde es mal mit einem Medikamentenwechsel probieren.
Wenn der Gehirnstoffwechsel unausgeglichen ist (Botenstoffe zuviel oder zu wenig vorhanden),spielt das ganze System verrückt,deswegen ist es wichtig,das mit einem Medikament ausgleichen zu lassen.

Mir persönlich hat Schlaf geholfen,weil der Körper und die Seele dann mal komplett auftanken konnten und man für ein paar Stunden von dem ewigen Grübeln und der inneren Unruhe erlöst war.
Hab dann immer mein Bedarfsmedikament genommen und dann im Bett fern gesehen bis ich eingeschlafen bin.
Wenn man sich halbwegs belastbar fühlt ,ist leichte Aktivität gut und sich selbst keine Vorwürfe machen,wenn man nicht viel schafft,das kommt während einer Depression häufig vor.

Hier ein Buch,in dem Du mehr erfährst,da stehen auch verschiedene Strategien drin:
https://www.amazon.de/Wenn-das-Leben-La...246sr=8-1

Klar ist es schwierig,sich vorzustellen,dass das alles von der Psyche kommen soll aber das kann es durchaus.
Das schwarze Schaf in der Familie klingt ja auch nicht rosig...das könnte man ggf. in einem therapeutischen Rahmen mal ansprechen.

Wenn Du es nicht aus der Wohnung schaffst,sorge für viel Frischluft durch regelmässiges Lüften und trinke ausreichend Wasser.
Überhaupt ist Selbstfürsorge in dieser Zeit ganz gross geschrieben.

Ich wünsch Dir gute Besserung!

07.12.2021 18:05 • x 2 #4


Zitat von Flame:
Mir persönlich hat Schlaf geholfen,weil der Körper und die Seele dann mal komplett auftanken konnten und man für ein paar Stunden von dem ewigen Grübeln und der inneren Unruhe erlöst war.


Das ist ja auch so komisch bei mir, egal wie lange oder kurz ich schlafe es ist immer gleich. Der leidensdruck ist so hoch.

Man hofft immer das es morgens besser ist, aber es fängt mit dem Aufwachen an. Ich würde es ja verstehen wenn ich das nach dem abchecken des Körpers früh habe, aber sofort ohne ein Gedanken gleich beim wach werden bleiern müde.

Früher hatte ich immer großen Respekt vor Ärzten weil sie immer den Grund gefunden haben und schnelle Abhilfe. Wenn sogar die Ärzte sich nicht festlegen wollen und einem das nicht erklären können.

Lg Makita

07.12.2021 19:12 • #5


Flame
Das ist klar,wenn man aufwacht,geht das gleiche Spiel wieder von vorne los und ganz besonders morgens ist es am schlimmsten.
Solange Du aber noch einigermassen schlafen kannst,ist das viel wert!

Du wirst schon auch noch deinen Weg da raus finden,entweder ein Medikament wird Dir raushelfen oder eine Therapie (und bei der kommt es auch sehr auf den behandelnden Therapeuten an),im günstigsten Falle beides.
Da gibt es noch ganz viel,was Du erproben kannst,jeder Therapeut ist anders,jedes Medikament wirkt anders und auch man selbst verändert sich im Prozess,von daher ist noch lange nicht alles ausgeschöpft,keine Sorge.

Versuch mal ein klitzekleines bisschen zumindest in Erwägung zu ziehen,dass was helfen könnte.
Resignation hält dich in dem Mist nur länger gefangen als nötig,auch wenn ich absolut nachvollziehen kann,dass es manchmal zum verzweifeln ist.
Du musst ja nicht an Besserung glauben aber vielleicht ein bisschen Hoffnung zulassen,denn die ist absolut begründet und hilft,den Zustand besser zu ertragen,weil man weiss,dass es er vorüber geht.

Hierzu passt der Hoffnungstext ,(der stammt aus dem Buch,das ich Dir empfohlen habe).
Der Autor des Buches (der übrigens auch Begründer dieses Forums ist) empfiehlt,ihn täglich am besten mehrfach zu lesen:

HOFFNUNGSVOLLE GEDANKEN

Alles wird gut werden.Ich kann meine Ängste/Depressionen überwinden,auch wenn ich im Moment noch nicht so recht daran glaube.
Solange ich lebe,gibt es Hoffnung.
Im Moment erscheint mir vieles sinnlos.
Doch hinter den dunklen Wolken ist die Sonne.Sie wird wieder hervortreten und die Wolken vertreiben.
Die Sonne wird auch für mich wieder scheinen.
Ich habe Geduld und erinnere mich daran,dass man Ängste/Depressionen nicht wie Staub von der Schulter wischen kann.
Ich habe die Fähigkeit und die Kraft,mich aus diesem Gefängnis zu befreien.
Der Tag wird kommen,an dem ich wieder mehr Freude verspüre.
Ich akzeptiere für den Moment,dass es mir schlecht geht und dass negative Gedanken mir das Leben sehr schwer machen.
Diese Zeit wird ein Ende haben.
Ich weiss,dass es meine negativen und pessimistischen Gedanken sind,die mir das Leben zur Hölle machen.
Deshalb bemühe ich mich darum,sie von mir fernzuhalten.
Das gelingt mal besser und mal schlechter.
Ich werde mich auch bei Rückschlägen immer wieder darum bemühen,meine pessimistischen Gedanken durch hoffnungsvolle Gedanken zu ersetzen.
Ich kann und werde meine Ängste/Depressionen besiegen.





08.12.2021 08:05 • x 2 #6


Icefalki
Zitat von Makita:
extrem müde


Schlafapnoe abgeklärt?

08.12.2021 08:21 • x 1 #7


Schlaflose
Zitat von Flame:
Ich würde es mal mit einem Medikamentenwechsel probieren.

Wechsel? Sie nimmt ja gar nichts. Und genau das ist das Problem. Bei Depressionen sind Antidepressiva das einzige, was wirklich helfen kann.

08.12.2021 08:23 • #8


Flame
Zitat von Schlaflose:
Wechsel? Sie nimmt ja gar nichts. Und genau das ist das Problem. Bei Depressionen sind Antidepressiva das einzige, was wirklich helfen kann.


Oh okay,das hatte ich überlesen...
Dann ist ja tatsächlich noch lange nicht alles ausgeschöpft.

Viele Betroffene haben Angst vor Medikamenten (Abhängigkeit und/oder Nebenwirkungen).
Kann ich verstehen,hatte ich auch aber es lohnt sich,über seinen Schatten zu springen.
Das ist die Herausforderung dieser Erkrankung,man lernt,neue Wege zu gehen.

08.12.2021 08:32 • x 1 #9


@Icefalki Ja wurde abgeklärt hatte ein Gerät über Nacht bekommen.

@Flame Ich hatte mal eine Tablette genommen am Anfang und war voller Hoffnung. Danach dachte ich ich sterbe von den nebenwirkungen es wurde ja noch schlimmer nicht auszuhalten. Ich musste vom Notarzt abgeholt werden.

Ich ich eine Kopfschmerztablette und die Kopfschmerzen würden schlimmer werden, würde das ja auch keiner mehr nehmen. Ich verstehe nicht wenn man schon so was schlimmes hat das, das Zeug es noch unerträglicher macht.

Lg Makita

08.12.2021 09:32 • x 1 #10


Flame
Das hat zum einen mit der Erstverschlimmerung zu tun aber manche Medikamente verträgt man auch einfach nicht.

Ich würd es mal mit einem trizyklischen Antidepressivum versuchen,die wirken beruhigend.
Nur Mut,neuer Versuch,manchmal brauch man mehrere Anläufe,das bleibt manchem nicht erspart.
Mit einem trizyklischen AD kann nicht viel passieren ausser dass es müde macht zu Anfang.

08.12.2021 09:43 • x 1 #11


@Flame ich werde es mal ansprechen. Noch müder als jetzt Ohwei. Sitz gerade beim Psychiater mal schauen was der meint heute.

08.12.2021 10:40 • x 1 #12


Schlaflose
Zitat von Makita:
Ich hatte mal eine Tablette genommen am Anfang und war voller Hoffnung. Danach dachte ich ich sterbe von den nebenwirkungen es wurde ja noch schlimmer nicht auszuhalten. Ich musste vom Notarzt abgeholt werden.

Man sollte wissen, dass man Antidepressiva einschleichen muss und mit einer Minidosis anfängt, um genau solche Situationen zu vermeiden.

08.12.2021 13:28 • #13


Zitat von Makita:
Ich würde es ja verstehen wenn ich das nach dem abchecken des Körpers früh habe, aber sofort ohne ein Gedanken gleich beim wach werden bleiern müde.

Genau das hatte ich früher auch, ich hab mich immer gewundert, warum ich am WE einen Mittagsschlaf brauche und andere so viel fitter sind als ich.

Ich hab es heute mit ADS auch ab und zu, allerdings weiß ich jetzt, wieso, natürlich ist es mit Antidepressiva nicht mehr ganz so schlimm.

Was hat Dein Psychiater denn nun vorgeschlagen?

08.12.2021 14:05 • x 1 #14


Flame
Zitat von Makita:
Noch müder als jetzt Ohwe


Versuch mal,Deine Erschöpfung und Müdigkeit zuzulassen.
Das ist nicht ganz einfach,weil im Alltag das Gegenteil gefordert ist.

Aktuell aber ist der Alltag nicht wichtig,es geht darum,dass es Dir besser geht und es ist für den Moment in Ordnung,dass Du müde und antriebslos bist.

Medikamente gibt es viele aber wenige ohne Nebenwirkungen.
Dabei ist Müdigkeit noch eine der angenehmeren Nebenwirkungen.

Und manchmal brauchen wir genau das: endlich mal runterkommen von den Gedanken,was man nicht alles sollte und müsste.

08.12.2021 15:09 • x 1 #15


@Flame Hallo,

ich habe die Erschöpfung und Müdigkeit einfach zugelassen. Habe lange geschlafen und den ganzen Tag einfach mal nichts gemacht außer im Bett gelegen und bissl gelesen.

Ich dachte das am nächsten Tag eine kleine Besserung kommt, aber leider nichts.

Lg Makita

11.12.2021 12:24 • x 1 #16


Was ist denn beim Psychiater rausgekommen

und

wie lange hattest Du damals die Tabletten genommen?

11.12.2021 12:36 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Der Psychiater meinte das ich mich noch gedulden soll und alles seine Zeit braucht. Aber ihm kam es auch komisch vor mit der nur permanenten Müdigkeit

Das hat mich nicht gerade beruhigt.

damals hatte ich das Medikament nicht lange genommen, bin dann auf was pflanzliches umgestiegen und hatte dann ein paar Jahre Ruhe.

Muss auch sagen das es damals nicht mit Müdigkeit zutun hatte sondern nur Angst und Panikattacken mit benommenheit war. Was in der jetzigen Sicht mir lieber wäre.

Lg Makita

11.12.2021 12:44 • #18


Ich möchte Dir nur Mut machen, wenn Du ein AD nimmst.

Meine Psychiater haben immer betont, dass es bei Einnahme erst schlechter werden kann bevor es besser wird, sprich Kopfschmerzen, Durchfall oder Suizidgedanken.

Letzteres hatte ich beim letzten Medikament aber ganz plötzlich nach 3 Wochen von einem Tag auf den anderen waren sie weg und innerhalb von 3 Tagen hatte ich mein altes Leben zurück.

11.12.2021 12:49 • x 2 #19


Bebib
Ich hatte auch Burnout mit Allen Facetten. Wenn ich meinem Therapeuten nach Sport gefragt habe, hat er nur gesagt: Das einzige was ich tun sollte ist "bewusst Atmen” Im Moment wäre Sport zu viel Stress. Später langsam aufbauen. Erstmal Progessive Muskelentspannung probieren. Ängste annehmen/keine Angst davor zu haben/nicht als Bedrohung ansehen. Angst und Depression ziehen sehr viel Energie raus.

11.12.2021 14:58 • x 1 #20



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