Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich wollte gerne mal einige Gedanken zum Thema Panik loswerden.
Seit geraumer Zeit ist Angst mein Thema, eigentlich schon immer.Hauptsächlich äußert sie sich in Sozialer Phobie, und seit einigen Jahren in Panikattacken, die durch die SP ausgelöst werden.

Die Symptome während eines Panikanfalls sind klassisch: Herzrasen, trockener Mund, Verkrampfung, Schwitzen, Schwindel, das Gefühl verrückt zu werden, die Kontrolle zu verlieren und als ob alles unwirklich ist, (alb)traumartig.
Ein anderes Symptom quält mich außerdem noch, auch wenn es vielleicht wirklich verrückt klingt. Ich habe das Gefühl aus meinem Körper zu fallen.
Eine Psychose wurde noch nie diagnostiziert und Dro. habe ich auch nie probiert. Auch habe ich leider noch nirgendwo etwas von einem derartigen "Gefühl" gelesen oder gehört

Meist tritt es mit Schwindel auf, ich habe das Gefühl zu fallen, aber irgendwie innerlich, finde dann keinen Halt und fühle mich körperlos (weswegen ich mich noch mehr verkrampfe). Vergleichbar ist das damit, wenn man einschläft und sich erschreckt, weil man glaubte zu Fallen.
Oft fühlt es sich so an, als würde ich aus etwas (aus mir) heraus fallen, nach Außen, so als würde ich den Körper verlassen (kann mir gut vorstellen wie sich das anhören muß). Das löst dann noch mehr Panik aus und zwingt mich die angstmachende Situation zu verlassen.

Eigentlich sind die einzelnen Symptome einer Panikattacke ja nicht besonders wichtig. Trotzdem würde mich interessieren, ob irgendjemand solche Zustände kennt?

Danke für das Lesen von diesem Wirrwarr und liebe Grüße.

20.08.2010 08:56 • 27.08.2010 #1


6 Antworten ↓


hi
kenne ich ganz normal bei pa´s. also bei mir zumindest. gehört dazu...wie so vieles andere...

20.08.2010 09:04 • #2


hi kenne ich komplett, ein ätzendes gefühl, habe mir heute morgen gerade ne psychose eingeredet. eingeredet? oder kommt das schon von der ganzen spinnerei, vorstellungen? es kochen manchmal so zwangsimpulse in mir hoch, panik dann. will das endlich loshaben, wie du!!

21.08.2010 08:51 • #3


Danke Euch.
Es ist tatsächlich immer wieder erleichternd, wenn man hört, daß man nicht alleine ist.
Ich hab schon so viel zu diesem Thema gelesen und mit meiner Therapeutin drüber geredet. Ein "das kommt bei Panikattacken vor" hätte mir sicherlich geholfen. Aber niemand konnte was damit anfangen, bzw fand ich bisher nichts in Erfahrungsberichten.

Da kommt schnell der Gedanke an eine Psychose, weil dort ja Ähnliches berichtet wird. Inzwischen (nach der jahrelangen ungewollten Erfahrung) denke ich dies aber eigentlich nicht mehr.
Eine vage Erklärung (die mir selbst ein wenig hilft) wäre evtl. das man so sehr rausmöchte aus dieser bedrohlichen angstmachenden Situation, daß es zu den typischen Paniksymptomen kommt (Fluchtreaktion) und das "Fallgefühl" ist ein weiterer Versuch
sich aus dem Staub zu machen, innerlich wegzurennen.
Und durch diese starke Überreaktion (Panik muß für Körper und Geist schon enorm anstrengend und kräfteraubend sein, besonders wenn es so oft dazu kommt) erschöpft man sehr schnell und will sich nur noch "fallenlassen".
Kann alles Quatsch sein, sind wie gesagt nur meine Gedanken dazu.

22.08.2010 10:55 • #4


Hallo,

danke, danke , vielmals danke. Echt das Gefühl kennt ihr? Es ist so so so schlimm dieses Gefühl. Ein Teil meiner Seele tritt aus mir heraus ( so fühlt es sich zumindest an) Übrig bleibt der Körper , die Hülle. Dies nennt man in der Psychologie Dissoziation. Dissoziieren ist auch ein Begriff aus der Chemie , es bedeutet (abspalten) , wenn sich zwei Stoffe spalten, abspalten,trennen. So ist es auch in der Psychologie ein Begriff . Ich denke bei mir ist es das zumindest, obwohl gesagt wird , dass diesen Zustand nur Menschen haben , die traumatisiert und missbraucht wurden. Es gibt bekanntlicher WEise viele Formen des Missbrauchs. Es muss nicht immer sexueller oder gewalttätiger Natur sein, im Sinne von Schlägen meine ich. Ja es ist furchbar. Dieses Gefühl kommt in Angstsituationen jedes Mal auf und ich habs wirklich sehr oft. Es ist so sehr anstrengend , dass man danach am liebsten einen ganzen Tag schlafen möchte. ach man es freut mich das auch noch andere dieses Gefühl kennen, natürlich freut es mich nicht das ihr auch darunter leidet, denn das gönne ich niemandem, aber ich finde es sehr interessant , dass ihr es genau so beschreibt wie ich es kenne. Was macht ihr denn in diesen Situationen. Ich mein , man hat in dieser Zeit ja wirklich alles andere als Kontrolle und denken kann man auch nicht .

Einen lieben Gruss, Julia und viel Kraft wünsch ich Euch

25.08.2010 20:27 • #5


Hi Julia,

die Frage was man machen kann beschäftigt mich auch schon sehr lange.

Bei Panikattacken wird ja häufig zu Entspannungsverfahren geraten. Bei mir persönlich (muß nicht auf jeden zutreffen) verschlimmert das diesen bestimmten Zustand (von dem ich noch immer nicht weiß wie ich ihn nennen soll...), weil ich das Gefühl habe erst recht die Kontrolle zu verlieren wenn ich mich entspanne.

Interessanterweise (ich kann leider wirklich nur von mir reden) scheint Anspannung zu bessern. Also alles, was mich meinen Körper spüren läßt, hilft gegen das Gefühl der Körperlosigkeit. Anspannung und Verkrampfung ist natürlich nix Tolles, hinterher tut mir häufig alles weh.
In einer Therapie habe ich das Hinspüren gelernt. Also Körperwahrnehmung in feinerer Form, ohne Muskelanspannung. Im Sitzen z.B. Stuhllehne spüren, wie man draufsitzt, wie die Füße auf der Erde stehen, wo die Hände liegen. Davon gab es verschiedene Übungen die ich in solchen Situationen anwenden konnte, z.B. auch Nacken massieren (habe manchmal das Gefühl, mir könnte der Kopf runterfallen, auch ne tolle Sache)
Das war das bisher einzige was ich aktiv verwenden konnte. Den Erfolg würde ich mittelmäßig einschätzen; mal hat´s gut hingehauen, mal so gut wie gar nicht.

Mehr habe ich leider auch noch nicht gefunden. Falls jemand von Euch noch eine Idee hat oder etwas weiß was ihm geholfen hat; ich bin dankbar für jeden Tipp.

Liebe Grüße.

27.08.2010 20:05 • #6


Zitat von Nuahine:
Bei Panikattacken wird ja häufig zu Entspannungsverfahren geraten. Bei mir persönlich (muß nicht auf jeden zutreffen) verschlimmert das diesen bestimmten Zustand (von dem ich noch immer nicht weiß wie ich ihn nennen soll...), weil ich das Gefühl habe erst recht die Kontrolle zu verlieren wenn ich mich entspanne.

Das ist nicht selten, hat mir eine Psychiaterin mal gesagt. Entspannungsverfahren sind kein Wundermittel für jeden, sondern nur ein Versuch. Bei manchen Leuten bringt das nichts oder eher das Gegenteil.

27.08.2010 20:17 • #7




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