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Hey Bros,

der Titel sagt schon vieles, was mich momentan plagt. Seitdem es wärmer geworden ist plagt mich ein seltsames Gefühl nachdem ich ein wenig am laufen bin. Ich bin generell ein sehr unsportlicher Mensch (bin ich aber am beheben) der in den letzten Monaten meist alles mit Auto erledigt hat. Selbst die kleinsten Läufe habe ich mit dem Auto erledigt (selbst 300Meter Haltestellemärsche - Auto).

Jetzt bemerke ich nachdem ich ein wenig länger als gewohnt laufe (wobei das auch sehr schnell nach kA 100 Meter kommen kann) ein richtiges Erschöpfungsgefühl so in der Brust bzw. im gesamten Körper. Ich sehne mich dann danach mich hinzusetzen. Setze ich mich dann hin muss ich wirklich tief durchatmen und merke wie mich das jetzt angestrengt hat.

Das macht mir zunehmendst Angst - ich vermeide es daher nochmehr irgendetwas zu erlaufen, da ich immer wenn diese Gefühl kommt panische Angst davor kriege umzukippen - schließlich fühle ich mich acuh so richtig erschöpft und bekomme regelrecht Schweißausbrüche werde zittrig und einfach allgemein schlapp.

Gestern hat mich das wieder ereilt - einfach so ein totales Erschöpfungsgefühl : Was zum Teufel kann das denn sein? Ich habe niedrigen Blutdruck - 100 zu 60 / 110 zu 70 manchmal auch 120/80 ( das ist ja optimal). In den Phasen wo ich so erschöpft bin habe ich auch schon versucht zu messen und hier war der Blutdruck aber meist im Optimalbereich - ich verstehe dann dieses Gefühl nicht.
Gestern bin ich einfach mal trotz dieses Erschöpfungsgefühl weitergelaufen und mehr oder weniger ist das Gefühl weniger geworden - schließlich musste ich mich trotzdem setzen.

Jemand ne Idee was das sein kann? Ich vermute mittlerweile irgendwie, dass dieses starke Erschöpfungsgefühl Ausdruck eines BlutdruckANSTIEGS ist - und das mich quasi so erschöpft dass ich diese Gefühle habe.. Kennt ihr das? Irgendwelche Ratschläge?

Tausend Dank!

16.06.2013 18:30 • 17.06.2013 #1


7 Antworten ↓


Lies mal meinen Beitrag von heute bei Was hast du heute gemacht in Off topic. Ich habe das auch. Ich vermeide es immer, weitere Strecken zu Fuß zu laufen. Wenn ich aufstehe, wird mir immer ganz komisch (also wenn ich länger gesessen habe). Und ich kann überhaupt nicht längere Wege zu Fuß laufen. Also wenn ich mich nicht irgendwo festhalten kann. Die nächstbeste Parkbank ist immer meine! Ich bin heute 2 km zu einer Kirmes und 2 km zurück und dachte, ich komme nicht mehr heim. Es war grauenvoll und ich bin sicherheitshalber den Feldweg an einem Bach entlang gestapft.
Am Schlimmsten ist für mich, an einer befahrenen Straße entlang zu laufen. Das geht gar nicht. Bzw. nur mit schlimmster Todesangst. Das Gefühl kann ich gar nicht beschreiben. Ich würde mich dann am Liebsten hin setzen und heulen.
Es kann natürlich MAL vom Blutdruck kommen. Aber doch nicht immer! Ich habe unterwegs zwei Mal meine Kreislauftropfen eingeschmissen. Habe eh immer Essen und Trinken in meiner Handtasche... Echt peinlich.
Aber wäre ich heute nicht mit gegangen, hätte ich wieder tagelang Streß mit meinem Mann gehabt.

16.06.2013 18:45 • #2



Blutdruckschwankungen / Angst vorm langen Laufen

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anni91
Hallo ihr 2! Ich verstehe eich nur zu gut...dieses Gefühl von schlappheit und des zitterns kenne ich auch zu genüge.
Ich denke dann auch immer Himmel , wenn jetzt nichts kommt nachdem ich greifen kann lieg ich auf dem Boden.
Hatte oder hab es aktuell auch ganz arg an manchen Tagen , so dass ich mich kaum vor die Haustür traue.
@Pumuckl, sei stolz auf dich ! Das wäre für mich momentan unvorstellbsr!:(

Lg

16.06.2013 18:51 • #3


Schlaflose
Zitat von life:
Ich bin generell ein sehr unsportlicher Mensch (bin ich aber am beheben) der in den letzten Monaten meist alles mit Auto erledigt hat. Selbst die kleinsten Läufe habe ich mit dem Auto erledigt (selbst 300Meter Haltestellemärsche - Auto).

Jetzt bemerke ich nachdem ich ein wenig länger als gewohnt laufe (wobei das auch sehr schnell nach kA 100 Meter kommen kann) ein richtiges Erschöpfungsgefühl so in der Brust bzw. im gesamten Körper. Ich sehne mich dann danach mich hinzusetzen. Setze ich mich dann hin muss ich wirklich tief durchatmen und merke wie mich das jetzt angestrengt hat.


Das ist doch ganz normal. Du hast einfach keine Kondition und die enstprechenden Muskeln haben sich zurückgebildet, da wird man schnell erschöpft und müde. Das ist bei jedem so, ob mit oder ohne Angsstörung.

17.06.2013 07:17 • #4


Ja aber es hat ja nichts mit Unsportlich zu tun, wenn man sich unsicher beim Laufen fühlt, oder? Kann man das etwa verlernen, wenn man nur auf dem Grundstück rum läuft und einkaufen geht und sonst immer mit dem Auto fährt? Oder ist das Teil der Agoraphobie? Ganz schlimm ist es bei mir, wenn ich die Straße überqueren muss. Da könnte ich echt auf dem Boden sitzen und heulen! Ich meine halt so viel befahrene Straßen ohne Verkehrsinsel und ohne Zebrastreifen. Und auch keine Dorfstraßen. Da ist es was anderes, denn da kann man ja gut abschätzen, ob ein Auto kommt oder nicht. Aber wenn man über so eine Straße muss, wo man vom Weiten Autos sieht und auch weiß, dass ständig Verkehr ist. Da stehe ich da und denke, dass ich jetzt sofort auf die Straße kippe und überfahren werde.
Ähnlich würde es mir auf einem großen Jahrmarkt ergehen.Da könnte ich NIEMALS hingehen.
Ich hatte vor 5 Jahren auch mal ein für mich schlimmes Erlebnis, fällt mir gerade so ein. Damals litt ich aber nicht an Panikattacken.
Wir waren auf einem sehr sehr großen Jahrmarkt in Bonn (einige von euch kennen den vielleicht) und da war so ein Gedränge und Geschiebe, dass die Polizei schließlich abriegelte und keinen mehr aufs Gelände liess. Wahrscheinlich aus Angst vor einer Massenpanik. Die Leute schoben sich dicht an dicht. Sehen konnte man eh nichts mehr von den Ständen. Hier und da fielen Leute um, man hörte auch den Krankenwagen.
NIE WIEDER werde ich auf so ein Gelände gehen. In meinem jetzigen Zustand würde ich wahrscheinlich dort auf dem Boden sitzen und hysterisch heulen.
Für mich ist das schon beim Schreiben eine Horrorvorstellung.

17.06.2013 07:38 • #5


Mh also ich denke unsicher beim laufen (psirch so in die richtung schwankschwindel) ist was anderes als life meint. Also bei mir gibt es beides mal und das ist unterschiedlich. Klar, unsicherheit beim laufen von schwankschwindel hat überhaupt nix mit kondition zu tun. Das weiss ich als leistungssportler auch. und da kein blutdruckanstieg vorliegt (das hat life ja nachgemessen) hat auch das erschöpfungsgefühl nix mit kondition zu tun. Ich habe das, obwohl ich leistungssportlerin mit knapp 20 stunden leistungssport pro woche bin, auch. Das hat nach meiner und der meinung meines therapeuten eher was mit dem innerein kind, über das wir ja hier schon öfters gesprochen haben, zu tun. Man hat schlicht und ergreifend keine lust auf bestimmte sachen. wie das laufen. Da man ein erwachsener mensch ist, kümmert man sich natürlich nicht drum und macht es trotzdem. das innere kind allerdings, was wir ja oft vernachlässigen, aber hat das gefühl es will und kann nicht. ich fühle mich in manchen situationen dann so als würde ich am liebsten heulen und mit dem fuß garstig auf den boden stampfen, wie ich es als kind gemacht habe. und dieses boah man ich willlllll das nicht erzeugt oft irgendwie eine schwäche (die nur im kopf ist) in einem.....ist meine erfahrung und eine sichtweise meines theras, mit der ich mich gut identifizeren kann. Kann natürlich sein, dass ihr damit nichts anfangen könnt oder so, aberm ir hilft es, es mir zu erklären und ich verliere die angst dadurch.

17.06.2013 08:05 • #6


Schlaflose
Zitat von pumuckl:
a aber es hat ja nichts mit Unsportlich zu tun, wenn man sich unsicher beim Laufen fühlt, oder?


Davon hat life aber nichts geschrieben.

Zitat von life:
etzt bemerke ich nachdem ich ein wenig länger als gewohnt laufe (wobei das auch sehr schnell nach kA 100 Meter kommen kann) ein richtiges Erschöpfungsgefühl so in der Brust bzw. im gesamten Körper. Ich sehne mich dann danach mich hinzusetzen. Setze ich mich dann hin muss ich wirklich tief durchatmen und merke wie mich das jetzt angestrengt hat.


Meine Antwort bezog sich hierauf.

Bei mir ist es auch so, wenn ich nach den langen Wintermonaten zum ersten Mal wieder Fahrrad fahre, schon nach 2-3 Kilometern außer Atem bin und meine Beine schlapp werden, obwohl ich mich eigentlich den Winter über mich mit Walking und Jogging fit halte. Beim Schwimmen genauso. Ich war vor zwei Wochen wieder zum ersten Mal nach 8 Monaten und konnte nur 4-5 Bahnen machen und meine Arme waren danach völlig kraftlos, weil ich diese Bewegungen schon so lange nicht mehr gemacht hatte. Mittlerweile schaffe ich schon wieder 24 Bahnen und mit dem Fahrrad locker 20 Kilometer.
Ich denke, das Problem bei euch Panikern ist, dass euch diese normalen körperlichen Erscheinungen der Erschöpfung oder Kraftlosigkeit Angst machen und ihr glaubt, dass man dann gleich ohnmächtig umfällt.

17.06.2013 10:24 • #7


Das kann gut sein, püppi und Schlaflose.
Bei mir ist es ja vor allem immer dann, wenn ich ohne Hilfsmittel (Auto) weg muss. Mein Mann geht gerne spazieren.Für mich ist das ein Graus und ich gehe nur widerwillig mit. Ich hasse diese Aktivitäten im Sommer. Wenn alle auf Kommando draußen rum rennen. Macht denen die Hitze nix? Ich lauere ständig darauf, dass ich einen Kreislaufkollaps bekomme.
Ich bin also panikbedingt einer der größten Umweltverpester Da ich überall (!) mit dem Auto hin fahre. Zu Fuß gehe ich eigentlich nur, wenn es sein muss, mal zum nächsten Nachbarn, die Mülltonnen weg fahren oder an den Briefkasten. Aber ich mache das ja nicht extra. Und leide dann sehr unter den doofen Kommentaren von Leuten, die mich als faule S... sehen.

17.06.2013 10:53 • #8




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