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Hallo Ihr,
jetzt, wo alles "klar" was lehnt die Krankenkasse meinen Antrag für die Reha ab! Sie wollen den von einem Psychiater ausgefüllt haben und nicht von Hausarzt! Im Umkreis von 30km gibt es aber keinen der Hausbesuche macht. Immer der Spruch "wenn ihr Leiden groß genug ist, dann kommen sie schon zu uns"!! Toll!! Hab seit einem Jahr mein Dorf nciht verlassen. Konnte mein Kind nicht zum Arzt bringen und ich hab ja auch viele Prob, Zähne usw. Jetzt weiß ich nicht mehr weiter. Doch Tabletten? Und welche? Hab mal ein bisschen gegppgelt.. Ist Opipramol ok? Auch wegen Nebenwirkung und so, bin ja mega empfindlich.. Freue mich über jede Idee/Tip..
Sag schonmal DANKE
Sonja

23.06.2008 09:39 • 26.06.2008 #1


18 Antworten ↓


Christina
Hallo Sonja,

suchst Du Tabletten, um doch noch zu einem Psychiater zu kommen, oder Medikamente anstelle der Reha?

Liebe Grüße
Christina

23.06.2008 09:47 • #2



BIN VERZWEIFELT UND WÜTEND

x 3


Hi,
also zunächst um hier raus zu kommen und dann auf jeden Fall Reha! Das ist ein Teufelskreis. War so stolz, das ich es bis jetzt ohne Medis geschafft habe....
Liebe Grüße
Sonja

23.06.2008 09:49 • #3


Christina
Die nebenwirkungsärmste und normalerweise am besten verträgliche Medikation sind Benzodiazepine (Beruhigungsmittel). Natürlich nur für den kurzfristigen bzw. seltenen Gebrauch. Aber da könntest Du Dich für diesen einmaligen Arztbesuch mal richtig "zudröhnen", lässt Dich hinfahren, den Wisch für die KK ausfüllen und gut. Außerdem: Könnte nicht Dein Hausarzt einen Psychiater kontaktieren, ihm die Problemlage schildern und vielleicht auf diese Weise dafür sorgen, dass das nötige Formular vom Facharzt ausgefüllt wird, oder es wenigstens so vorbereiten, dass Du nicht gleich einen ganzen Nachmittag in der psychiatrischen Praxis rumhängen musst?

Liebe Grüße
Christina

23.06.2008 09:56 • #4


Opipramol ist gut meine schwägerin 17 nimmt schon lange diese tabletten weil sie unter angst und panik leidet und sie verträgt diese einwandfrei !! Lg

23.06.2008 11:55 • #5


hallo,

also, den rat tabletten - speziell benzodiazipine - (auch, wenn nur für den kurzfristigen gebrauch) einzunehmen, finde ich nicht gut und für absolut nicht empfehlenswert...

wie schnell begibt man sich in abhängigkeit und die suchtgefahr ist immens groß!!

benzodiazipine sind mit Dro. zu vergleichen!!

christina, ich war erschrocken, als ich dieses las und wäre mit solchen ratschlägen sehr, sehr vorsichtig bzw. würde sie gar nicht erst geben!!

überhaupt ratschläge über die einnahme von medikamenten zu geben, ist für mich unbegreiflich....dieses sollte man ärzten überlassen!!

pauline

23.06.2008 12:05 • #6


ja stimmt find ich auch , jeder mensch bekommt ja ein auf sich zugeschnittenes medikament !
Opipramol iss aber laut vieler vieler aussagen gut verträglich ! Würde aber trotdem niemand empfehlen diese zunehmen, es ist immer besser ohne , es sei denn es geht nicht mehr anders , aber dann muss der arzt entscheiden was das richtige ist ! Lg

23.06.2008 12:36 • #7


Hallo Ihr Lieben,
danke für Eure raschen Antworten. Habe gerade mit meiner Ärztin tele und sie mein es ist eine "gute" Idee. Nehme sie um Therapiefähig zu werden und wenn ich dann endlich in der Klinik bin werde ich sie auch direkt wieder ausschleichen! Ich kämpfe seit einem Jahr OHNE Medis, aber irgendwann ist wohl ohne nicht mehr möglich.... Ich hoffe, daß die Nebenwirkungen "Human" werden und ich schnell in meine Klinik komme...
VIELEN DANK AN EUCH!

23.06.2008 12:40 • #8


Christina
Hallo Pauline,

Benzodiazepine und andere wirksame Medikamente sind verschreibungspflichtig. Zwischen meiner Nennung hier und der möglichen Einnahme durch einen Leser meines Beitrages steht also immer der Arzt mit seiner ärztlichen Meinung und Beratung. Und so möchte ich meinen Beitrag auch verstanden wissen: als Nennung von Medikamenten mit bestimmten, zu erwartenden Wirkungen und Nebenwirkungen - auf der Basis meiner Kenntnisse und Erfahrungen. Es ist eine Möglichkeit, so zu verfahren, wie ich es tun würde, aber kein Rat, es unbedingt oder am besten so zu machen. Solcherlei Ratschläge finde ich immer fragwürdig, auch die, auf keinen Fall Medikamente zu nehmen. Man kennt die Situation des anderen nicht und kann nie einschätzen, welche Behandlung bei diesem angezeigt wäre - ganz zu schweigen vom fehlenden medizinischen Wissen.

Zitat von pauline:
wie schnell begibt man sich in abhängigkeit und die suchtgefahr ist immens groß!!

benzodiazipine sind mit Dro. zu vergleichen!!
Ich finde es nicht hilfreich, Benzodiazepine im Gegenzug zu verteufeln. Die Abhängigkeitsgefahr existiert, deshalb sollte man sie auch in niedriger Dosis nicht länger als zwei Wochen am Stück nehmen - idealerweise sowieso nur mal ausnahmsweise im akuten Notfall. Und weil die Verlockung der Angstbekämpfung groß sein kann, gehören auch maximal N1-Packungen in Patientenhände. Dann aber - unter Berücksichtigung der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen - sind Benzodiazepine hoch wirksam und haben im Vergleich zu allen Alternativen so gut wie keine problematischen Nebenwirkungen.

Der Vergleich mit Dro. hinkt ganz und gar, obwohl Benzodiazepine in Dro. durchaus beliebt sind - dann aber in ganz anderen Dosierungen. Im sinnvollen therapeutischen Bereich erzeugen sie keine Rauschzustände, sie haben keine bewusstseinsverändernde Wirkung und man bleibt auch nicht nach einmaligem oder zweimaligem Gebrauch dran hängen.

Und last but not least: Auch den Ausschluss bestimmter Medikamente sollte man Ärzten überlassen.

Liebe Grüße
Christina

23.06.2008 13:53 • #9


hallo christina,

mir reichte allein die aussage deinerseits: "du könntest dich mal richtig zudröhnen"!

mir fehlen echt die worte!!!

gruß

pauline

23.06.2008 14:21 • #10


Christina
Hallo Pauline,

könnte es sein, dass Du meinen Beitrag ein wenig selektiv wahrgenommen hast? Mag ja sein, dass Dich meine zugegeben flapsige Formulierung vom "zudröhnen" getriggert hat, aber da stand auch was von "für diesen einmaligen Arztbesuch" und der (Dein) Stein des Anstoßes ohnehin in Anführungszeichen. Nicht ohne Grund...

Liebe Grüße
Christina

23.06.2008 14:32 • #11


hallo,also,mir fällt fast alles aus dem gesicht(sorry).aber zu benzodazepinen zu raten,ist schon ein knaller(richtig zudröhnen).ich kann dir nur empfehlen,diese medis nicht zu nehmen.ich habe 5 monate diazepam genommen ( gehört zu der gruppe der benzos). mein arzt hat versäumt,mir zu sagen,das sie abhängig machen.hatte sie von alleine abgesetzt,weil es mir besser ging.ich hatte den schlimmsten entzug.war 2 wochen zur entgiftung in einer klinik.wen du diese medis nimmst,hast du nachher noch ein problem.wenn ich meine panik und angst schiebe,dröhne ich mich mit baldrian zu.das hilft auch.dauert allerdings einige zeit.laß dich von deinem arzt beraten,was gut für dich ist.ich wünsche dir alles gute und das sich alles zum besten wendet.lg melody

23.06.2008 15:42 • #12


Christina
Was ist eigentlich an Begriffen wie "kurzfristig", "selten" und "einmalig" so missverständlich oder gar so unscheinbar, dass sie überhaupt nicht zur Kenntnis genommen werden?

23.06.2008 18:23 • #13


Gobi76
Hallo Christina

ich versteh´, was du sagen wolltest. Klar sind Medis keine Gummidrops, die jeder nach Gusto nehmen sollte, aber wenn´s gar nicht mehr anders geht, find ich sie sehr sinnvoll.
Ich finde auch die Formulierung "zudröhnen" nicht schlimm. Aber du weisst ja, dass es immer die Leute geben wird, die mit Medis total schlimmer Erfahrungen gemacht haben, und die auf der anderen Seite. Nicht ärgern.

@ Pauline
wenn jemand hier im Forum ganz klar fragt, ob er ein bestimmtes Medikament nehmen soll, oder ob es eines gibt, was für den angestrebten Zweck (in diesem Fall hier ein einmaliger Arztbesuch, also eine Sache von wenigen Stunden) dienlich ist, dann ist es doch total logisch, dass darauf auch namentlich (also die Medis) geantwortet wird.
Es ging ja gar nicht darum, ob Medis generell zu befürworten sind, oder nicht. Diese Diskussionen gab es hier schon öfter und führten immer nur zu dem Ergebnis, dass es immer auf den Einzelfall ankommt. Was für dich gut ist, ist für den anderen Gift und anders herum.
Ich habe an dem Tag, als ich mich habe einweisen lasse, Tavor gekriegt, und war noch nie so dankbar für ein Medikament. Ohne diese eine Tablette wäre ich nicht in der Lage gewesen, dafür zu sorgen, dass mein Freund mir Sachen ins KH vorbeibringt, dass mein Arbeitgeber informiert wird und meine Eltern und Freunde. Ich habe nur gezittert und geheult und bin immer noch sehr dankbar (das ist jetzt schon einige Monate her), dass mir aus diesem akuten Zustand geholfen wurde. Du siehst, es gibt Personen, die schaffen es zu einer bestimmten Zeit nur mit Medis und das ist weder schlechter noch besser als ohne.

Lg Gobi

23.06.2008 19:37 • #14


Hallo Ihr Lieben,
zunächst danke für Eure Beiträge! Aber.... Ich wollte doch nur einen Rat und nicht dafür sorgen, daß ihr Euch zankt!! Ich hab bisher so viel hier gelernt und verstehen gelernt und dann plötzlich ... bummm. Das wollt ich nicht!
Ganz kurz zu mir: Seit gut 10Jahren leide ich an einer Angststörung, die ist seit einem Jahr so schlimm, daß ich meine Straße nicht mehr verlasse! Ich war noch nie mir meiner Tochter (im August 4) ein Eis essen oder schwimme,im Zoo usw. Selbst als sie schlimm krank war konnte ich sie nicht zu Doc bringen!!Ich selbst muß auch dringend zu Zahn-und Frauenarzt. Nix geht.Deshalb der Gedanke Tabletten. Irgendwann kann man halt nicht mehr...Ich habe nicht mehr die Kraft es allein zu schaffen! Was ist gut oder richtig?ICh weiß es nicht mehr.. Aber lieber ein paar Wochen auf "Dro." als für immer lebend tot zu sein.... Ich weiß nocht nicht ob ich die Tab nehme, denn ich hab auch riesige Angst vor den Nebenwirkungen. Irgendwas muß aber passieren! Das bin ich meiner Tochter und mir und denen die an mich glauben schuldig....
Bis bald
Sonja

24.06.2008 08:29 • #15

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hallo supermimi,
hallo an alle,

mach dir keine gedanken, hier streitet keiner....sieh es bitte als kommunikation ...

dafür ist dieses forum viel zu sensibel....wir alle wollen nur das beste für uns....

vom grundsatz her bin ich absolut nicht medis, denn auch ich habe wirksame antidressiva eingenommen und habe es geschafft, wieder ein normales lebes zu führen..... heute brauch ich keine mehr, ein glück!!

ich war lediglich erschrocken, mit welcher leichfertigkeit man hier über benzodiazipine spricht....

christina hat ja dann im nachhinein mit ihren zeilen aufklärung gegeben....

ich selbst habe mit benzodiazipinen sehr schlechte erfahrungen gemacht, weil ich davon abhängig wurde und nur ein 1/2jähriger langsamer entzug in einer spezialklinik konnte mich von diesen 'alles in rosarotsehenden pillen' befreien....

ich wünsche dir für die zukunft ganz viel kraft...

liebe grüße an alle

pauline

24.06.2008 09:27 • #16


Christina
Hallo Sonja,

ich denke auch, dass die Missverständnisse geklärt sind. Ganz zu Beginn meiner Erkrankung bekam ich von einer Ärztin Benzodiazepine verschrieben, mit dem ausdrücklichen Hinweis (!), es sei ein "modernes Anxiolytikum", das nicht abhängig mache. Nun lese ich, obwohl ich Beipackzettelphobikerin bin, immer den BPZ. Und da stand fettgedruckt was von "primärem Abhängigkeitspotential". Daraufhin wusste ich, dass ich die Tabletten nur sehr kurzfristig nehmen, dass ich sie dann ausschleichen und dass ich die Ärztin wechseln würde. Vor den schlechten Erfahrungen mit jedwedem Medikament steht häufig ein verantwortungsloser Arzt...

Ich leide - mit mehrjährigen Unterbrechungen - seit 18 Jahren unter Agoraphobie. In den schlimmsten Zeiten konnte ich jahrelang das Haus nicht allein verlassen. Und in diesen schlimmsten Zeiten habe ich zu seltenen Gelegenheiten mal ein Benzodiazepin genommen, andere Medikamente (wie heute übliche Antidepressiva) wurden mir von Behandlerseite gar nicht angetragen, Internet gab's noch nicht... Nun hatte ich vor einiger Zeit wieder einen Rückfall und nehme seit Januar dieses Jahres erstmals dauerhaft ein AD, und es hilft. Es wird mir den geplanten Klinkaufenthalt und die Therapie nicht ersparen, aber erleichtern. Ich habe trotzdem immer noch ein ungutes Gefühl bei täglicher Tabletteneinnahme. Aber ich denke schon, dass mindestens mein zweiter schwerer Rückfall durch rechtzeitige Gabe eines geeigneten Medikaments hätte verhindert oder wenigstens abgemildert werden können, vielleicht sogar schon der erste. Manchmal haben wir m.E. nicht die Wahl zwischen leben und "es" schaffen mit oder ohne Medikamente, sondern die Wahl zwischen vorübergehend mit Medikamenten zu leben oder "es" nicht zu schaffen. Es ist ja auch nicht so, dass das Vegetieren zu Hause spurlos an einem vorübergeht. Ich bin darüber ganz schön depressiv geworden, was die Angsttherapie nicht gerade erleichtert.

Zitat von Supermimi:
Was ist gut oder richtig?
Alles was Dir hilft, Deine Situation nachhaltig zu verbessern. Bei Medikamenten: soviel wie nötig, so wenig wie möglich. BTW: Wenn Deine Zähne verrotten und Du eine notwendige gynäkologische Behandlung nicht bekommst, sind das auch Nebenwirkungen - die der Nicht-Behandlung Deiner Angststörung.

Liebe Grüße
Christina

24.06.2008 09:58 • #17


hallo,

tapletten sollten immer die letzte möglichkeit sein oder in situationen wo diese sinnvoll sind.

wo ist die familie und oder freunde/vater des kindes die dich ein wenig entlasten und/oder mit dir den gang zum frauen wie zahnarzt unternehmen.

auch gibt es selbsthilfegruppen speziell für mütter die mit den kinder in einen zoo wie zum schwimmen/spielplatz etc. gehen. finde es sehr wichtig, dass dein kind nach draussen kommt.

hast du schon einemal über eine tagesklinik nachgedacht??


wenn du adressen benötigst melde dich bitte.

dir alles gute michel

26.06.2008 00:29 • #18


Hallo Michel,
danke für Deinen beitrag. Habe Vater und Oma bei mir. Das ist nicht das Problem. Ich kann gar nicht mehr raus, das ist das Problem. Deshalb muß ja die stationäre Reha sein, denn in die Tagesklinik komme ich ja nicht . Mein Mann ist wenn er nicht arbeitet immer mit der Maus unterwegs, nur wäre ich halt gern dabei....
Liebe Grüße
Sonja

26.06.2008 08:41 • #19



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