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Christina
Zitat von Lebegrün:
das ist eben nicht so einfach, akute Vergiftungen sind ohne Probleme nachweisbar aber eben keine "chronischen Amalgamvergiftungen". Das Tückische daran.......Quecksilber (Hg) lässt sich nur kurze Zeit im Blut nachweisen, und dann lagert es sich im Körper ab. Viele kleine Dosen sammeln sich im Laufe der Jahre zu einer großen Belastung an, mit dem der Körper, je nach genetischer Disposition nicht mehr fertig wird. Die Vergiftung kann man dann praktisch erst nach dem Tode in pathologischen Untersuchungen nachweisen.
Naja, was man so im Hirn und Rückenmark hat, kann man erst nach dem Ableben feststellen, aber es wird ja nicht nur dort abgelagert. BTW hast du von auffälligen Laborwerten geschrieben... Und gerade bei einer chronischen Amalgambelastung lässt sich die Belastung im Blut feststellen, weil sie ja andauert. Zudem lässt sich Quecksilber - falls ausreichend vorhanden - mittels Stuhl- und Urinproben nachweisen. Davon ab kann man schwerlich von Vergiftungen sprechen, wenn keine Symptome vorliegen. Und es gibt einschlägige Symptome von Quecksilbervergiftungen - im Hirn sind das entzündliche Veränderungen mit entsprechenden Auswirkungen und diese Veränderungen sind mittels MRT nachweisbar.

Zitat von Lebegrün:
gibt das sogenannte DMPS (Chelatbildner), mit dem man Quecksilber aus dem Zellen herauslösen kann, damit es über die Nieren ausgeschieden werden kann. Diese Chelatbildner sind auch in der Schulmedizin Therapeutika für Schwermetallvergiftungen, am seltsamerweise will man es bei Amalgamvergiftungen offiziell nicht zulassen.
Wird z.B. bei jemand mit Amalgamfüllungen DMPS verwendet, scheiden solche Menschen sehr hohe Werte an Quecksilber über den Grenzwerten aus und in Studien nachgewiesen, ganz eindeutig hohe Mengen mehr als Menschen ohne Amalgamfüllungen.
Eine solche Diagnostik will man beim Amalgam nicht anwenden........da stellt sich die Frage warum? Meiner Meinung nach ganz offensichtlich um zu verschleiern, dass viele Amalgamträger sehr hoch mit Quecksilber belastet sind.
Meiner Meinung nach, weil gerade das DMPS unnötigerweise Quecksilber aus Füllungen freisetzt, das ohne diese "Diagnostik" schön brav und unschädlich an Ort und Stelle geblieben wäre.

Zitat von Lebegrün:
Hier kann man informatives über die Hintergründe nachlesen, was wirklich hinter der
Amalgamkontroverse steckt.

http://www.torstenengelbrecht.com/artik ... t_2008.pdf
Erst mal schauen, wer hinter dem Artikel steckt: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Torsten_Engelbrecht.

Liebe Grüße
Christina

30.03.2011 15:26 • #21


Hallo Christina,

das stimmt eben nicht, dass sich eine chronische Belastung im Blut feststellen lässt, die ständigen kleinen geringen Dosen lagern sich doch überall im Körper ab.
Toxische Schädigungen egal welcher Art zeigen sich oft erst nach vielen Jahren der Kumulation.
Wenn ein Alk. nichts mehr trinkt, ist akut auch kein Alk. im Blut nachweisbar, aber durch den langen Konsum hat er z.B. Schäden in der Leber oder im Gehirn.

Und es stimmt ebensowenig, dass das Quecksilber, wenn man es denn, wie Du meinst, "schön brav" vor Ort sitzen lässt, keine Schäden macht.
Das ist widerum das fatale, dass solche Schäden nicht mehr ursprünglich mit dem Quecksilber(Amalgam) in Verbindung gebracht werden.

Selbst Politiker, Ärzte und andere Verbände fordern ein Amalgamverbot.

http://www.amalgam-informationen.de/dok ... on2000.PDF

Dass in unserem Land viele Schädliche Dinge nicht verboten werden, bis ein Bewusstseinswandel stattfindet und neue Erkenntnisse sich durchsetzen war schon immer der Fall.
In den 70er Jahren wurden haufenweise giftige Holzschutzmittel verstrichen, die inzwischen verboten sind. Auch damals wurde viele Menschen gesundheitlich geschädigt, was man immer versuchte zu vertuschen. Nicht anders verhält es sich beim Amalgam.

LG
Lebegrün

31.03.2011 09:38 • #22



Beweis: Amalgam (Quecksilber) die Ursache viele Beschwerden

x 3


schön, und, was soll man als endkonsument tun?

sich alles rausreißen lassen, geld & schmerzen, auf gut glück?

und wenn danach noch alles sch.. ist, sich beruhigen damit, dass es ewig dauert, bis der körper entgiftet ist?



ich find problemdiskussionen immer so frustrierend, wenn es keine lösungen gibt.


btw, weil ich in das dok reingelesen habe: ich glaube, dass fieberthermometer viel viel viel viel viel usw gefährlicher sind als amalgamplomben, das sieht ein blinder mit dem ellbogen. da braucht nur mal ein kind draufbeißen und fertig.

31.03.2011 09:52 • #23


Zitat von neko:
ich frag mich dann aber, warum amalgam nicht in der "echten" welt draußen diskutiert wird, von ärzten angesprochen wird, oder oder-

warum gibt es nur diese virtuelle diskussion darüber?
Wie kommst du denn auf diese Idee? Das wurde schon "in der echten Welt draußen" sowohl unter Ärzten als auch in den Medien diskutiert, als es noch lange kein Internet gab. Und wird es immer noch. Das Internet ist doch lediglich ein weiteres Kommunikationsmittel, v.a. für Laien.

@ Christina & Co: "organisches" Quecksilber gibt es nicht, sondern organisch gebundenes Quecksilber. Ansonsten können deine Aussagen über den Seefisch usw. wohl stimmen.
----------------

Das Problem mit dem Quecksilber im Amalgam entsteht nach meiner Erfahrung erst dann, wenn man immer mehr echtes Metall, nämlich Gold, in den Mund bekommt. Denn echtes Metall zieht auf die Dauer einer Legierung unechter Metalle die Bestandteile heraus. Bei mir hat z.B. eine Goldkrone auf einem Backenzahn dazu geführt, dass sich die danebenliegende Amalgamplombe regelmäßig nach wenigen Wochen (! Ich habe die Füllungen praktisch gegessen.

Speicheltests bestätigten den hohen Quecksilbergehalt im Speichel.

Nach dem unfreiwilligen Verspeisen von 2 dieser großen Amalgamfüllungen beschloss ich, nur noch Goldinlays (und möglichst mit derselben Legierung) reingeben zu lassen und ließ mir von einem dafür spezialisierten Zahnarzt auch alle anderen Amalgamfüllungen ersetzen, mit allen Vorsichtsmaßnahmen, die man dabei machen sollte, wie Abdeckung des Zahnfleisches usw. und anschließender Entgiftung durch 2 oder 3 Chelat-Spritzen in den Kiefer rechts und links im Abstand von ca. 2 Wochen.

Nach ein paar Wochen hatte ich plötzlich das Gefühl, dass meine Schilddrüse sich auf einmal so auffallend gesund anfühlte. Ich war jahrelang wegen der Schilddrüse in Behandlung gewesen, hatte immer Tabletten nehmen müssen. Dass Amalgam irgendeine Auswirkung auf die Schilddrüse haben kann, hatte ich damals noch nie gehört, daher auch diesbezüglich überhaupt nichts erwartet. Ich ging zu meinem behandelnden Facharzt und ließ die Sache untersuchen. Und siehe da: Meine Wahrnehmung war richtig. Ich hatte perfekte Schilddrüsenwerte. Seitdem brauche ich keine Tabletten mehr und habe auch sonst keine diesbezüglichen Beschwerden mehr.
Wie gesagt: Ich möchte betonen, dass ich keinerlei Erwartungen gehabt hatte. Mir war es nur darum gegangen, dass ich nicht weitere Mengen Quecksilber schlucken würde, da mir klar war, dass das nie und nimmer gesund sein konnte.

Ich kann nur empfehlen, möglichst kein Amalgam zu akzeptieren.

31.03.2011 10:21 • #24


Zitat von GastB:
Das Problem mit dem Quecksilber im Amalgam entsteht nach meiner Erfahrung erst dann, wenn man immer mehr echtes Metall, nämlich Gold, in den Mund bekommt. Denn echtes Metall zieht auf die Dauer einer Legierung unechter Metalle die Bestandteile heraus.
Ich meinte natürlich edle Metalle, nicht "echte".

31.03.2011 11:42 • #25


Christina
Zitat von Lebegrün:
das stimmt eben nicht, dass sich eine chronische Belastung im Blut feststellen lässt, die ständigen kleinen geringen Dosen lagern sich doch überall im Körper ab.
Toxische Schädigungen egal welcher Art zeigen sich oft erst nach vielen Jahren der Kumulation.
Wenn ein Alk. nichts mehr trinkt, ist akut auch kein Alk. im Blut nachweisbar, aber durch den langen Konsum hat er z.B. Schäden in der Leber oder im Gehirn.
Danke für den Vergleich, er macht den Denkfehler so schön deutlich. Beim Alk. besteht die chronische Alk. nur so lange, wie er trinkt, d.h. Alk. auf den Organismus einwirkt. Das andere sind Folgen dieser Belastung. Chronisch bedeutet - auch bei Vergiftungen jedweder Art - dass immer wieder relativ kleine Mengen des Gifts reinkommen. Falls man also Plomben im Mund hat, von denen sich Quecksilber ablöst und zu einer chronischen Vergiftung führt, lässt es sich nachweisen, so lange die Plomben im Mund sind. Und wenn man sich auf die Blutwerte nicht verlassen will, sagen mindestens Urin-, Stuhl- und Speichelproben etwas aus, denn da wird auch evtl. abgelagertes Quecksilber angezeigt. Wenn man also Symptome, Amalgamplomben und Quecksilberwerte deutlich oberhalb der Nachweisgrenze hat, lohnt es sich, über die Entfernung der Plomben nachzudenken. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man zur Mehrheit der Menschen gehört, die keine Probleme mit Amalgam haben und ihre Plomben getrost behalten können.

Zitat von Lebegrün:
es stimmt ebensowenig, dass das Quecksilber, wenn man es denn, wie Du meinst, "schön brav" vor Ort sitzen lässt, keine Schäden macht.
Es kommt eben drauf an, in wessen Mund die Plombe sitzt und wie sie verarbeitet wurde. Ich behaupte nicht, dass Amalgam keine Schäden verursachen kann, sondern dass es mehrheitlich keine Schäden verursacht. Ich bin auch nicht der Ansicht, man solle sich jetzt möglichst Amalgamfüllungen verpassen lassen, wenn man gerade vor der Wahl steht. Man weiß ja vorher nicht, ob man nicht doch zu denen gehört, die - aus welchen Gründen auch immer - Probleme mit Amalgam bekommen. Aber ich halte gar nichts davon, auf Verdacht hin Füllungen ersetzen zu lassen, ohne einen Blick auf Klinik und Labor zu werfen.

Zitat von GastB:
@ Christina & Co: "organisches" Quecksilber gibt es nicht, sondern organisch gebundenes Quecksilber.

Zitat von GastB:
Problem mit dem Quecksilber im Amalgam entsteht nach meiner Erfahrung erst dann, wenn man immer mehr echtes Metall, nämlich Gold, in den Mund bekommt. Denn echtes Metall zieht auf die Dauer einer Legierung unechter Metalle die Bestandteile heraus. Bei mir hat z.B. eine Goldkrone auf einem Backenzahn dazu geführt, dass sich die danebenliegende Amalgamplombe regelmäßig nach wenigen Wochen (! Ich habe die Füllungen praktisch gegessen.

Speicheltests bestätigten den hohen Quecksilbergehalt im Speichel.
Da ist es natürlich sinnvoll, etwas zu unternehmen und sich für eine Metallsorte im Mund zu entscheiden oder gleich metallfreie Varianten zu wählen, mit Gold ist schließlich auch nicht jeder gut bedient.

Liebe Grüße
Christina

31.03.2011 15:20 • #26


Zitat von neko:
schön, und, was soll man als endkonsument tun?

sich alles rausreißen lassen, geld & schmerzen, auf gut glück?

und wenn danach noch alles sch.. ist, sich beruhigen damit, dass es ewig dauert, bis der körper entgiftet ist?



ich find problemdiskussionen immer so frustrierend, wenn es keine lösungen gibt.


btw, weil ich in das dok reingelesen habe: ich glaube, dass fieberthermometer viel viel viel viel viel usw gefährlicher sind als amalgamplomben, das sieht ein blinder mit dem ellbogen. da braucht nur mal ein kind draufbeißen und fertig.


Hallo neko,

das ist wirklich nicht einfach zu beantworten!!

Deshalb finde ich es ja auch so fatal, dass Amalgam nicht verboten wird, weil die "Geister die man rief" so schnell und einfach nicht los wird.
Es hilft aber auch nichts, wenn man Vogel-Strauß-Politik betreibt.

Man sollte natürlich nicht überstürzt an die Sache herangehen, sondern wirklich überlegen, wie vorgehen.

Gute Informationen gibt es hier, wie man vorgehen sollte.

http://www.symptome.ch/wiki/Amalgam

Wichtig ist vor allem die Entfernung der Amalgamfüllungen unter Drei-fach-Schutz.

01.04.2011 09:59 • #27


Hallo GastB,

vielen Dank für deine interessante Schilderung mit den Schilddrüsenproblemen.

Gerade auch die Schilddrüse ist ein Zielorgan für das Quecksilber, da die Schilddrüse das Organ ist welches am Selenreichsten ist und viel Selen benötigt.
Quecksilber geht bevorzugt mit Selen Verbindungen ein und deshalb wird das Selen durch das Quecksilber blockiert.
Es ist für mich nicht verwunderlich, dass so viele Menschen Schilddrüsenprobleme haben.

An der Universität Prag gibt es sogar eine Arbeit die belegt, dass Hg eine schädliche Wirkung auf die Schilddrüse hat.

http://translate.google.de/translate?hl ... e%26sa%3DG

01.04.2011 10:04 • #28


Zitat:
Danke für den Vergleich, er macht den Denkfehler so schön deutlich. Beim Alk. besteht die chronische Alk. nur so lange, wie er trinkt, d.h. Alk. auf den Organismus einwirkt. Das andere sind Folgen dieser Belastung. Chronisch bedeutet - auch bei Vergiftungen jedweder Art - dass immer wieder relativ kleine Mengen des Gifts reinkommen. Falls man also Plomben im Mund hat, von denen sich Quecksilber ablöst und zu einer chronischen Vergiftung führt, lässt es sich nachweisen, so lange die Plomben im Mund sind. Und wenn man sich auf die Blutwerte nicht verlassen will, sagen mindestens Urin-, Stuhl- und Speichelproben etwas aus, denn da wird auch evtl. abgelagertes Quecksilber angezeigt. Wenn man also Symptome, Amalgamplomben und Quecksilberwerte deutlich oberhalb der Nachweisgrenze hat, lohnt es sich, über die Entfernung der Plomben nachzudenken. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man zur Mehrheit der Menschen gehört, die keine Probleme mit Amalgam haben und ihre Plomben getrost behalten können.


Da ist doch kein Denkfehler.........genau, die Folgen des Alk. hinterlassen bleibenden Schäden.
Ebenso beim Amalgam.........die jahrelange Kumulation hinterläßt bleibende Schäden, die auch bestehen bleiben, wenn die Amalgamfüllungen entfernt sind, darum ist es ja auch so schlimm.
Und wie bei vielen Dingen sind die Quecksilberwerte eh zu hoch angesetzt.
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/65129/

01.04.2011 10:25 • #29


01.04.2011 10:27 • #30


Christina
Zitat von Lebegrün:
Zitat:
Danke für den Vergleich, er macht den Denkfehler so schön deutlich. Beim Alk. besteht die chronische Alk. nur so lange, wie er trinkt, d.h. Alk. auf den Organismus einwirkt. Das andere sind Folgen dieser Belastung. Chronisch bedeutet - auch bei Vergiftungen jedweder Art - dass immer wieder relativ kleine Mengen des Gifts reinkommen. Falls man also Plomben im Mund hat, von denen sich Quecksilber ablöst und zu einer chronischen Vergiftung führt, lässt es sich nachweisen, so lange die Plomben im Mund sind. Und wenn man sich auf die Blutwerte nicht verlassen will, sagen mindestens Urin-, Stuhl- und Speichelproben etwas aus, denn da wird auch evtl. abgelagertes Quecksilber angezeigt. Wenn man also Symptome, Amalgamplomben und Quecksilberwerte deutlich oberhalb der Nachweisgrenze hat, lohnt es sich, über die Entfernung der Plomben nachzudenken. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man zur Mehrheit der Menschen gehört, die keine Probleme mit Amalgam haben und ihre Plomben getrost behalten können.


Da ist doch kein Denkfehler.........
Der Denkfehler liegt darin, nicht zwischen akuter und chronischer Vergiftung und Spätfolgen einer Vergiftung zu unterscheiden. Im Prinzip wäre das ja auch egal, aber in Kombination mit der (falschen) Behauptung, man könne Quecksilber nur bei einer akuten Vergiftung nachweisen, hat es Panikmache zur Folge. Also:

Eine akute Vergiftung bedeutet, dass man einmal einer relevanten Menge eines Gifts ausgesetzt ist. Das lässt sich aus Laborwerten ablesen, ist aber nicht nötig, weil man auch behandlungsbedürftige, akute und schwere Symptome hat, die eindeutig dem Gift zuzuordnen sind.

Eine chronische Vergiftung bedeutet, dass man immer wieder relativ kleinen Mengen eines Giftes ausgesetzt ist, wobei man die einzelne kleine Menge recht unbemerkt "wegsteckt". Man hat daher zunächst keine Symptome. Aber: Das heißt nicht, dass das Gift mittels Labor nicht nachweisbar wäre. Hat man z.B. Amalgamplomben im Mund, von denen mehr oder weniger ständig Quecksilber freigesetzt würde (= Quelle einer chronischen Belastung), ließe sich das - wie bei GastB - im Speichel messen, und zwar bevor und während sich das Quecksilber irgendwo ablagern kann. Denn bevor das Quecksilber aus der Plombe irgendwo was vergiften kann, ist es erstmal im Mund, d.h. im Speichel und damit dort messbar. Das ist so lange der Fall, wie die Quecksilberquelle, die Plombe, sich im Mund befindet und ja immer weiter Quecksilber abgibt. Wenn man z.B. den Mund voller Amalgamplomben hat und nicht wenigstens ein bisschen mehr Quecksilber als normal im Speichel nachgewiesen werden kann, dann liegt keine Vergiftung vor, auch keine chronische.

Kommen wir zu den Spätfolgen, also dem Zustand nach einer Vergiftung. Quecksilber kann sich im Körper ablagern und anreichern, das ist richtig. Und das kann es schon tun, während die chronische Belastung noch anhält, bspw. die Plomben also noch im Mund sind. Aber: Der Fall, dass man das Quecksilber möglicherweise weder im Speichel noch im Blut eindeutig nachweisen kann, tritt erst ein, wenn die Quecksilberquelle entfernt wurde, die Plomben also raus sind und die chronische (= andauernde) Vergiftung beendet ist. Jetzt ist es aber nicht so, dass man die Folgen bzw. das abgelagerte Quecksilber nicht nachweisen könnte, sondern man bedient sich zu Zwecken des Nachweises anderer Substanzen. Quecksilber lagert sich in den Organen und im Hirn ab. Weil die Organe aber kein ganz so hermetisch abgeschlossener Safe sind, wird immer ein bisschen Quecksilber ausgeschieden. Und das lässt sich mittels Urin- und Stuhlproben messen. Im Hirn ist eine solche Messung beim lebenden Menschen nicht möglich, aber man kann die Auswirkungen einer Quecksilbervergiftung sehen. Das sind entzündliche Veränderungen, die man mittels MRT feststellen kann. Die halten zwar kein Schild hoch "Ich bin durch Quecksilber verursacht" und vielleicht springt einen der Befund auch nicht gerade an, er ist u.U. nur schwach. Aber eine hirnschädigende oder -beeinträchtigende Menge Quecksilber im Hirn für zu einem wenigstens ein bisschen auffälligen MRT.

Langer Rede kurzer Sinn: Es lässt sich zu jedem Zeitpunkt mittels Laborwerten Art und Ausmaß einer Quecksilberbelastung oder -vergiftung messen. Dabei braucht man sich nicht an offiziellen Grenzwerten zu orientieren, in die ja ohnehin nicht jeder passt. Aber der eindeutige Nachweis des Stoffes über "Spuren von " hinaus sollte doch gelingen... Niemand muss sich auf Verdacht hin das Gebiss "sanieren" oder sich falsche Hoffnungen auf eine allumfassende Heilung machen lassen.

Liebe Grüße
Christina

02.04.2011 16:26 • #31


Zitat von Christina:
Niemand muss sich auf Verdacht hin das Gebiss "sanieren" [...] lassen.
Aber das würde ja bedeuten, dass man erst eine Vergiftung abwarten sollte, bis man die Amalgame entfernt?
Denn man merkt ja nicht sofort (bzw. überhaupt nicht), dass man Quecksilber im Speichel hat. Dafür muss es ja schon einen Anlass geben, dass man das überhaupt untersucht.

Bei mir war es das schnelle Verschwinden der großen Amalgamfüllung. Aber das heißt ja konkret, dass ich bereits mind. 2,2 große Amalgamfüllungen bzw. deren giftigen Schwermetallgehalt im KÖRPER hatte, bis ich auf die Idee kam, den Speicheltest machen zu lassen. Und das eigentlich nur, um die Krankenkasse zu überzeugen. Denn dass ich die Amalgamfüllung esse, konnte ich selber sehen und mit der Zunge fühlen, dafür hätte ich gar keinen Speicheltestnachweis gebraucht. Und auch der Zahnarzt konnte das sehen - aber nicht 100 %-ig sicher wissen, ob ich nicht vielleicht heimlich zu Hause mit einem Bohrer drangehe oder Nüsse mit den Zähnen knacke. So ein Speicheltest ist dann natürlich als Nachweis für Dritte hilfreich.

Zudem, wie gesagt: Edles Metall, also Goldfüllungen und Goldkronen, lösen benachbartes oder gegenüberliegendes Amalgam leicht auf. Es entsteht so ein Batterieeffekt. (Den habe ich auch real gespürt.) Sobald man also Gold in den Mund bekommt, würde ich zumindest die Nachbarzähne (auch oben/unten) von Amalgam befreien. Heute sind die Kunststofffüllungen auch schon so stabil, dass man sie auch in Backenzähne einfüllen kann.

02.04.2011 21:33 • #32


Christina
Zitat von GastB:
Zitat von Christina:
Niemand muss sich auf Verdacht hin das Gebiss "sanieren" [...] lassen.
Aber das würde ja bedeuten, dass man erst eine Vergiftung abwarten sollte, bis man die Amalgame entfernt?
Nein, wer von den Amalgamgefahren liest, kann eine Speichelprobe untersuchen lassen und hat damit Aufschluss darüber, ob er/sie einer Quecksilberbelastung ausgesetzt ist. Falls ja, kann man etwas unternehmen, bevor sich jahrelang etwas anreichert und verschlimmert. Und wenn sich eine Plombe quasi im Mund (immer wieder) auflöst, ist die Sache eh klar. Bei mir wurde das Amalgam auf Verdacht hin entfernt (bzw. bekam ich die Laborwerte erst nach der "Sanierung" - war eben noch naiv mit meinen damals 16 Jahren) und das hat mir nur Probleme gebracht. Nötig wäre es nicht gewesen. Die Prozedur selbst war für mich als Zahnarztphobikerin der absolute Horror und die eingesetzten Kunststofffüllungen (Inlays rentierten sich noch nicht) wurden porös und haben mir die Zähne ruiniert. Bei allen Maßnahmen sollte man Nutzen und Risiken vernünftig abwägen und dazu gehört m.E., Messbares auch mal zu messen, bevor man auf gut Glück tätig wird.

Dass sich Amalgamplomben mit Goldinlays nicht vertragen, ist nochmal eine andere Baustelle. Da finde ich es auch angebracht, anlässlich der Inlays die Amalgamplomben ggf. zu ersetzen. Oder man nimmt statt Goldinlays Keramik. Man muss sich die Probleme ja nicht suchen gehen und man kann es sich überlegen, ob man sich überhaupt Amalgam verpassen lässt (geeignetere Alternativen vorausgesetzt). Nur kann man nicht so generell sagen, dass (bereits eingebautes) Amalgam raus immer besser ist als es zu lassen.

Liebe Grüße
Christina


P.S.: A propos Batterieeffekt - da sollen schon welche mittels verschiedener Metalle im Mund zu Radioempfängern geworden sein... .

02.04.2011 22:10 • #33


Zitat von Christina:
Eine chronische Vergiftung bedeutet, dass man immer wieder relativ kleinen Mengen eines Giftes ausgesetzt ist, wobei man die einzelne kleine Menge recht unbemerkt "wegsteckt". Man hat daher zunächst keine Symptome. Aber: Das heißt nicht, dass das Gift mittels Labor nicht nachweisbar wäre. Hat man z.B. Amalgamplomben im Mund, von denen mehr oder weniger ständig Quecksilber freigesetzt würde (= Quelle einer chronischen Belastung), ließe sich das - wie bei GastB - im Speichel messen, und zwar bevor und während sich das Quecksilber irgendwo ablagern kann. Denn bevor das Quecksilber aus der Plombe irgendwo was vergiften kann, ist es erstmal im Mund, d.h. im Speichel und damit dort messbar. Das ist so lange der Fall, wie die Quecksilberquelle, die Plombe, sich im Mund befindet und ja immer weiter Quecksilber abgibt. Wenn man z.B. den Mund voller Amalgamplomben hat und nicht wenigstens ein bisschen mehr Quecksilber als normal im Speichel nachgewiesen werden kann, dann liegt keine Vergiftung vor, auch keine chronische.

Kommen wir zu den Spätfolgen, also dem Zustand nach einer Vergiftung. Quecksilber kann sich im Körper ablagern und anreichern, das ist richtig. Und das kann es schon tun, während die chronische Belastung noch anhält, bspw. die Plomben also noch im Mund sind. Aber: Der Fall, dass man das Quecksilber möglicherweise weder im Speichel noch im Blut eindeutig nachweisen kann, tritt erst ein, wenn die Quecksilberquelle entfernt wurde, die Plomben also raus sind und die chronische (= andauernde) Vergiftung beendet ist. Jetzt ist es aber nicht so, dass man die Folgen bzw. das abgelagerte Quecksilber nicht nachweisen könnte, sondern man bedient sich zu Zwecken des Nachweises anderer Substanzen. Quecksilber lagert sich in den Organen und im Hirn ab. Weil die Organe aber kein ganz so hermetisch abgeschlossener Safe sind, wird immer ein bisschen Quecksilber ausgeschieden. Und das lässt sich mittels Urin- und Stuhlproben messen. Im Hirn ist eine solche Messung beim lebenden Menschen nicht möglich, aber man kann die Auswirkungen einer Quecksilbervergiftung sehen. Das sind entzündliche Veränderungen, die man mittels MRT feststellen kann. Die halten zwar kein Schild hoch "Ich bin durch Quecksilber verursacht" und vielleicht springt einen der Befund auch nicht gerade an, er ist u.U. nur schwach. Aber eine hirnschädigende oder -beeinträchtigende Menge Quecksilber im Hirn für zu einem wenigstens ein bisschen auffälligen MRT.

Langer Rede kurzer Sinn: Es lässt sich zu jedem Zeitpunkt mittels Laborwerten Art und Ausmaß einer Quecksilberbelastung oder -vergiftung messen. Dabei braucht man sich nicht an offiziellen Grenzwerten zu orientieren, in die ja ohnehin nicht jeder passt. Aber der eindeutige Nachweis des Stoffes über "Spuren von " hinaus sollte doch gelingen... Niemand muss sich auf Verdacht hin das Gebiss "sanieren" oder sich falsche Hoffnungen auf eine allumfassende Heilung machen lassen.

Liebe Grüße
Christina



Hallo Christina,

da irrst Du, es ist eben nicht einfach eine chronische Quecksilbervergiftung nachzuweisen, sonst täte sich die Medizin auch nicht so schwer damit.
Schon Prof. Alfred Stock (Chemiker) beschreibt 1939 die Schwierigkeiten, als er bei sich selbst eine Quecksilbervergiftung festgestellt hatte und bereits damals eindringlich vor der Verwendung von Amalgam gewarnt hatte.

http://www.toxcenter.de/buecher/tox-inf ... g-1939.pdf

Auch im nachfolgenden Link kann man nachlesen, wie schwierig die Diagnostik einer chronischen Vergiftung ist.

http://www.amalgam-informationen.de/diag_ther.htm#m3

04.04.2011 18:47 • #34


Prof. Gustav Drasch hatte bei Goldminenarbeitern festgestellt, dass diese Arbeiter gravierende Symptome und Beschwerden hatten, obwohl die Quecksilberwerte im Blut unterhalb der Grenzwerte lagen.
Das zeigt ganz offensichtlich, dass "anerkannte Grenzwerte" keinerlei Aussagekraft haben, ob und wann man durch Quecksilber krank macht.

http://edoc.ub.uni-muenchen.de/7929/1/A ... aniela.pdf

04.04.2011 18:55 • #35


Christina
Zitat von Lebegrün:
es ist eben nicht einfach eine chronische Quecksilbervergiftung nachzuweisen, sonst täte sich die Medizin auch nicht so schwer damit.
Doch ist es, und auch wenn die Werte nicht die Skala der offiziellen Grenzwerte sprengen, sondern noch völlig im Rahmen scheinen, sind sie wenigstens vorhanden, nachweisbar, sichtlich über der Untergrenze des Nachweisbaren. Man tut sich nur zu Recht schwer damit, eine Vergiftung zu diagnostizieren, wo keine ist.

Zitat von Lebegrün:
Prof. Gustav Drasch hatte bei Goldminenarbeitern festgestellt, dass diese Arbeiter gravierende Symptome und Beschwerden hatten, obwohl die Quecksilberwerte im Blut unterhalb der Grenzwerte lagen.
Das zeigt ganz offensichtlich, dass "anerkannte Grenzwerte" keinerlei Aussagekraft haben, ob und wann man durch Quecksilber krank macht.

http://edoc.ub.uni-muenchen.de/7929/1/A ... aniela.pdf
Lies vielleicht nochmal nach... Da steht (S.50):
Zitat:
In der internationalen Literatur werden nur wenige Grenzwerte für eine Belastung mit Quecksilber angegeben. Empfehlungen für Belastungen mit metallischem Quecksilberdampf und anorganischen Quecksilberverbindungen fehlen fast völlig.
So viel zu den "anerkannten Grenzwerten"... Im Weiteren zeigte sich, dass die verwendeten HBM-Grenzwerte von fast allen Probanden deutlich überschritten wurden, über ein Viertel der Erwachsenen lag sogar über dem BAT-Wert. Die Vergiftungen waren eindeutig im Blut nachweisbar, außerdem im Urin und in den Haaren. Gerade anhand der Labor- und Grenzwerte wurde das untersuchte Kollektiv als "hoch belastet" eingestuft (S.51).

Liebe Grüße
Christina

04.04.2011 19:48 • #36


Zitat:
Die Quecksilberkonzentration in den Biomonitoren Blut, Urin und Haaren erlauben keinen adäquaten Rückschluss auf die Belastung der Zielorgane, vor allem des ZNS



Seite 74
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?i ... 016683.pdf

04.04.2011 21:11 • #37


Ein interessantes und aufschlussreiches Video mit einem Geschädigten


04.04.2011 21:13 • #38


das wird hier langsam bisschen lächerlich! soll jeder machen wie er meint wenns dir ez besser geht schön dann ist es so freu dich und behalt den rest für dich! wen interessiert des quatsch

04.04.2011 21:41 • #39


Christina
Zitat von Lebegrün:
Die Quecksilberkonzentration in den Biomonitoren Blut, Urin und Haaren erlauben keinen adäquaten Rückschluss auf die Belastung der Zielorgane, vor allem des ZNS
Nochmal: Es ist kein adäquater Rückschluss auf das Ausmaß der Belastung möglich, aber ob eine Belastung vorliegt, lässt sich so durchaus messen. So hat man's dann gemacht:
Zitat:
Deshalb wurden zur Diagnosestellung einer behandlungsbedürftigen
Quecksilberintoxikation nicht nur die gemessenen Quecksilberwerte in den
einzelnen Biomonitoren allein verwendet, sondern auch die vorhandene
klinische Symptomatik in Gestalt eines medizinisch-klinischen Scores
miteinbezogen. Die für jeden Probanden ermittelte Scoresumme wurde mit
den jeweils gemessenen Werten verrechnet und erlaubte so eine exate
Diagnose.
Im Prinzip bedeutet dieses Vorgehen, daß bei hohen Quecksilberwerten
eine gering ausgeprägte Klinik bereits zur Diagnose
„Quecksilbervergiftung“ führt, während analog dazu bei entsprechend
niedrigen Werten eine deutliche Symptomatik (d.h. eine hohe
Scoresumme) nötig ist.
Merkst du was? Manche Probanden hatten relativ niedrige Quecksilberwerte - verglichen mit anderen, deren Werte auffällig hoch waren. Trotzdem waren alle laut Voruntersuchung über den HBM-Werten. Es ist ganz simpel: Ob eine Quecksilberbelastung vorliegen kann, lässt sich durch Laborparameter feststellen. Ob man dagegen etwas unternehmen muss, ergibt die Höhe der Laborwerte und die Symptomatik. Niedrige Laborwerte schließen eine Vergiftung nicht aus, nicht bzw. kaum messbar niedrige dagegen schon.

Hör doch bitte auf, die Mär zu verbreiten, man könne hochgradig vergiftet sein und dies ließe sich nur an Symptomen feststellen, während anhand von Laborwerten kein Quecksilber gefunden würde. Das ist Unsinn und Panikmache.

Liebe Grüße
Christina

05.04.2011 11:01 • #40



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