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Huhu123
Mitglied

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Hallo zusammen,

ich hatte seit März 2024 immer wieder mit einer Angststörung zu kämpfen, da ich aus dem nichts Herzrasen bekommen habe. Mittlerweile habe ich die ganz gut im Griff aber in manchen Situation habe ich immer noch aus dem nichts Herzrasen.
Da alles bei mir abgeklärt und untersucht wurde und nichts gefunden wurde, bin ich zum Chiropraktiker, da mir das bei solchen Beschwerden oft empfohlen wurde, da sowas auch man von Verspannungen und Faszien kommen kann.
Im Juli bin ich dann erstmals zum Chiropraktiker und er hatte mich recht leicht eingerenkt, es hat auch so gut wie gar nicht geknackt. 6 Stunden nach dem ich da war, habe ich auf einmal Atemnot bekommen und bin den Tag danach direkt zu meiner Hausärztin und die hatte mir eine Überweisung für den Lungenarzt gegeben, bei dem mein Lungenfunktionstest sehr niedrig war, bei 56 % aber mein Blutsauerstoff bei 98%. Der Test hat gezeigt das meine Lunge zu viel restluft drin behält und ich deswegen nicht mehr gut einatmen kann. Ich habe dann immer wieder neue Asthma Spray bekommen aber auch die haben alle keine Besserung gemacht. Also hat der lungenarzt gesagt das es eine Muskelverspannung ist. In der Zeit war ich schon 2 x bei der Physio und bin jetzt schon bei meiner zweiten Verlängerung bei der atemtherapie wo schon alles mögliche ausprobiert wurde aber ich merke einfach überhaupt keine Besserung.
Von meiner Orthopädin habe ich jetzt nochmal ein Muskelrelanx ortoton verschrieben bekommen um zu gucken ob das hilft.
Vielleicht hatte jemand von euch mal das selbe Problem und kann mir weiter helfen, ich bin langsam echt verzweifelt .

14.01.2026 #1


11 Antworten ↓


Burn
Zitat von Huhu123:
Hallo zusammen, ich hatte seit März 2024 immer wieder mit einer Angststörung zu kämpfen, da ich aus dem nichts Herzrasen bekommen habe. ...

Ja kann ich fast so ähnlich genau bei mir unterschreiben!
habe zu den atemproblemen nach dem Chiropraktiker einrenken zusätzlich noch eine Schluckstörung bekommen.
aber das ist eine Lange Geschichte. Über die Logopädie hat sich zumindest mein schluckmuster verbessert gehabt.die Atemnot ging erst mit der Zeit. Geduld und immer wieder Atemübungen fürs lungenvolumen. Irgendwann habe ich mich ganz langsam an Ausdauersport rangetraut aber es hat über 1, 5 Jahre gedauert bis ich mich wieder besser gefühlt habe.
es ist auch heute phasenweise nicht gut aber durch Rückentraining etc. besser geworden

x 2 #2


A


Atemprobleme nach Chiropraktiker

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H
Ich habe das schon seit einem Jahr und bekomme schon ein Kriese, 1,5 Jahre sind echt schlimm Sad
Ich habe aber das Problem, dass wenn ich mal schneller gehe, das mein Puls sofort auf 140-150 hoch geht weil ich dann komplett falsch atme und ganz schnell aus der Puste bin.
Mich ärgert das echt so doll, dass ich beim Chiropraktiker war.
Wie haben sich die Atemprobleme bei dir geäußert, wenn ich fragen darf?

#3


Butterfly-8539
Zitat von Huhu123:
Hallo zusammen, ich hatte seit März 2024 immer wieder mit einer Angststörung zu kämpfen, da ich aus dem nichts Herzrasen bekommen habe. Mittlerweile habe ich die ganz gut im Griff aber in manchen Situation habe ich immer noch aus dem nichts Herzrasen. Da alles bei mir abgeklärt und untersucht wurde und nichts ...

Habe darüber auch bereits vor ca. einem Jahr geschrieben. Müßtest dich evtl. etwas durchlesen. Du wurdest bestimmt an der BWS einigerenkt?!

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H
Ja genau und HWS, mir kam es zwar nicht so dolle vor aber da durch das ich davor schon immer mit innerer Anspannung zu kämpfen hatte, war das glaube ich zu viel aber das habe ich dort auch mehrmals betont.

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Butterfly-8539
Zitat von Huhu123:
Ja genau und HWS, mir kam es zwar nicht so dolle vor aber da durch das ich davor schon immer mit innerer Anspannung zu kämpfen hatte, war das glaube ich zu viel aber das habe ich dort auch mehrmals betont.

Habe so ziemlich alles durch und kenne sämtliche Symptome, Störungen die durch einrenken, Blockaden, Bandscheibenvorfälle,Verengungen,Unkarthrosen der gesamten WS ausgelöst werden. Bin chronisch davon belastet seit zig Jahren. Taube Hände/Finger uvm............................................Auch einmal beim HWS einrenken nach jahrelangen Einrenken durch andere Chirop./Physioth.........................mit Blackout zusammengebrochen. Das Benehmen des damaligen Chiropr. war unter aller Kanone. War nur einmal auf Empfehlung dort, dann nie mehr wieder. Das war ein Griff ins Klo.
Kenne sämtliche körperliche Reaktionen, dauerhafte Störungen nach Behandlungen. Aber auch durch selbstausgelöste Blockaden.

#6

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H
Oh das hört sich echt nicht schön an und tut mir echt leid, dass du schon solche Qualen durchmachen musstest, das ist echt nicht schön.
Mir macht das auch ziemlich Angst, dass mir da einfach keiner helfen kann. Mir wurde auch empfohlen zum Chiropraktiker zu gehen und jetzt haw ich den Salat und habe mehr Symptome als alles andere. Bei Google ist der auch sehr krass bewertet, wo ich mir denke, dass ich ja die einzige sein muss mit so krassen Beschwerde danach.

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Yuber
Bei einer Angststörung befindet sich der Körper häufig in einem dauerhaften Schutz- und Alarmzustand. Dabei kommt es zu einer teils erheblichen chronischen Muskelanspannung, insbesondere im Brustkorb, im Nacken, im Zwerchfell und in der Atemhilfsmuskulatur. Diese Spannung ist nicht primär muskulär bedingt, sondern wird vom autonomen Nervensystem gesteuert, vor allem durch eine Überaktivität des sympathischen Nervensystems („Fight-or-Flight“).

Wenn durch eine chiropraktische Behandlung – etwa durch das Lösen eines Triggerpunkts oder einer faszialen Blockade – diese Schutzspannung plötzlich nachgibt, kann dies vom Gehirn als unerwartete Körperveränderung wahrgenommen werden. Bei einem zuvor bereits sensibilisierten Nervensystem wird diese Veränderung fälschlich als Bedrohung interpretiert. Dadurch wird das Alarmsystem erneut aktiviert.

Die Folge ist eine reflektorische Dysregulation der Atmung:
Das Zwerchfell verliert seinen ruhigen Bewegungsablauf, die Atmung wird flach, beschleunigt und stärker in den oberen Brustkorb verlagert. Gleichzeitig wird das Ausatmen unvollständig, wodurch vermehrt Luft in der Lunge verbleibt (erhöhte Residualvolumina). Subjektiv entsteht dadurch ein starkes Atemnot- oder „nicht genug Luft bekommen“-Gefühl, obwohl objektiv weiterhin eine normale Sauerstoffsättigung besteht.

Dieses Phänomen entspricht einer funktionellen Atemstörung im Rahmen einer autonomen Fehlregulation – häufig gesehen bei Angst- und Panikstörungen – und nicht einer strukturellen Lungenerkrankung.

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H
@Yuber oha ja! Das klingt auf jeden Fall genau nach mir 😄 Wissen sie zufällig auch, wie man da wieder raus kommt?

#9


Yuber
Ja durch PMR, Sport und Atemübungen (länger ausatmen als einatmen). Der Körper muss wieder lernen zu entspannen und um den übertriebenen Fokus zu verlieren. Dazu Psychotherapie und in gewissen Fällen kann auch Ergotherapie helfen. Physio mit Mass. kann auch helfen, kann aber gerade zu Beginn die Symptome auch triggern. Wichtig ist es, sich mental darauf einzustellen und sich ganz bewusst selber zu sagen, dass die Atemnot funktionell und ungefährlich ist. Man kann nicht ersticken daran. Oft hat man eher zu viel Sauerstoff (Hyperventilation). Die wiederum löst dann auch Verspannungen aus, Kopfschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Kribbeln an Händen/Füssen.
Klingt für viele erstmal seltsam, aber ist tatsächlich so, dass bei Angststörung sich nicht selten der Körper falsche Atemmuster, Spannungszustände und Haltungen antrainiert. Die Symptome verselbständigen sich regelrecht. Aber trainiertes kann man auch wieder umtrainieren und altes vergessen lassen. Hier ist halt Regelmässigkeit die Heilung.

Wen der Körper dann mal wieder gelernt hat zu entspannen, muss natürlich die Ursache angegangen werden und das ist halt klar die Angst.

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H
Vielen Dank für die Antwort! Smile
Ich habe mir leider schon 2 mal Physio und 2 mal Atemtherapie hinter mir und auch schon oft Atemübungen gemacht aber noch keine Besserung, da muss ich glaube ich noch geduldiger werden Sad

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Yuber
Das braucht in der Tat Geduld und Zeit sowie Regelmässigkeit.

#12


A


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Dr. Christina Wiesemann
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