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201815.02




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Leipzig
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Hallo,

ich komme gerade von meiner Physiotherapeutin und weiß jetzt endlich, warum ich so Probleme mit dem Luftholen habe.
Seit ich denken kann, habe ich in einer Stunde mehrmals das Gefühl, nicht genügend Luft in meine Lunge zu bekommen. Ich versuche, tief zu atmen, aber irgendwo geht es dann nicht weiter.
Meine Physio (die lange Zeit auf der Intensivstation für an der Lunge Erkrankte gearbeitet hat), hat sich das mal genauer angesehen und Folgendes festgestellt:

- Ich habe zu viel alte Luft in den Lungen. Diese entweicht nicht richtig.
- Mein Zwerchfell ist sehr angespannt und bewegt sich beim Atmen kaum
- Ich atme sehr flach und nicht richtig aus

Als Ursachen kommen Stress und Krankheiten infrage. So meinte sie z.B., sie wisse nicht, ob dies bei mir nicht mit Stress und Ängsten zusammenhängen könnte.
Ich hatte früher eine Soziale Phobie und habe in meiner Kindheit/Jugend viele Traumata durch meine Eltern erlitten. Ich habe immer versucht, so wenig wie möglich aufzufallen. Meine Vermutung ist, dass sich dies auf meine Atmung ausgewirkt hat und mein Zwerchfell mehr und mehr aufgehört hat, beim Atmen "mit zu arbeiten".
Daneben leide ich seit ca. 3 Jahren unter Panikattacken, die ich aber ganz gut im Griff habe, seit ich ein Medikament bekomme. Davor hatte ich die Attacken 2-3 mal im Jahr, jedoch immer über mehrere Wochen am Stück.

Mich würde interessieren, ob ihr dieses Phänomen auch kennt, also im Zusammenhang mit Stress und/oder Ängsten Probleme beim Atmen habt?

VG
Lilie

Auf das Thema antworten


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  16.02.2018 00:36  
Hey,

ich habe auch ein riesen Atemproblem (auch gefühlt 100 Threads hierzu aufgemacht in den letzten Tagen, weil es mich gerade sehr runterzieht).

Woher kann man denn wissen, dass sich noch alte Luft in den Lungen befindet? Das klingt interessant, aber stimmt das ganz sicher?
Der Rest passt auch zu mir... ich atme sehr flach, manchmal atme ich gar nicht und manchmal einfach nur falsch (also schon tief ein, aber beim Ausatmen dann bekomm ich schon Panik).

Attacken habe ich jeden Tag, mehrere Stunden lang. Zudem auch nachts, teilweise durchgehend vier Stunden lang, ehe ich endlich einschlafe. Ich weiß leider nicht, woran es bei mir liegt. Meine Kindheit ist weg und in der aktuellen Lebensituation finde ich nichts mehr. Mich hat letztes Jahr etwas gestresst, aber das ist jetzt nicht mehr da. Eventuell sind das jetzt Nachzügler-Stress-Attacken, soll es ja auch geben.

Aber na ja... ich rätsel schon sehr lange und es kommt ja doch immer wieder. Seit 18 Jahren jetzt schon schaukelt sich das hoch. Auf jeden Fall klingt dein Fall ähnlich. Ich bin schon sehr sicher inzwischen, dass Stress diese Atmung auslösen kann.

Im Übrigen... mich hat heut jemand einfach zugelabert (das mag ich eigentlich nicht :D) und dabei ist mir aufgefallen, dass ich normal geatmet habe. Lustige Sache... jetzt müsste man nur noch lernen, sich selber anzulenken :-)

Ich habe aber auch schon überlegt, mal zu einen Chiropraktiker zu gehen und mich komplett einrenken zu lassen. Ich habe das Gefühl, bei mir ist alles schief inzwischen.

LG





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Leipzig
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  16.02.2018 16:38  
hallo,

das tut mir leid, dass es dir ebenfalls so geht. :-( ist nicht schön. für manche menschen ist das unbewusste atmen etwas ganz normales und so sollte es auch sein. man sollte sich keine gedanken darüber machen müssen, ob man genug luft bekommt.

also meine physiotherapeutin hat durch drücken und anfassen festgestellt, dass luft in der lunge ist. keine ahnung, aber ich denke, sie wird schon wissen, was sie tut, wenn sie mit patienten gearbeitet hat, die lungenprobleme hatten. ;-) da noch luft drinnen ist, die nicht entweichen kann, weil ich wohl flach atme, ist kein platz für neue. sicherlich wird nicht gar kein austausch stattfinden, aber eben nicht so, wie es sein sollte.
sicherlich kann ein facharzt mehr dazu sagen, aber ich vertraue meiner physio da.

übrigens meinte meine ergotherapeutin heute, dass auch faszientraining im lungenbereich helfen kann. sie hat mir die faszien ein wenig geweitet. weiß nicht, ob ich mich hier korrekt ausdrücke, will keinen falschen eindruck vermitteln. dazu hat sie die hände oberhalb meiner brust hingelegt und dann ganz sanft unter der haut gedrückt. erst waren ihre hände zusammen und dann hat sie sie immer mehr auseinandergeschoben. das habe ich jedoch nicht gemerkt, doch das mit dem atmen ging besser. sie sprach davon, dass sie so die lunge ein wenig geweitet bzw. dieser mehr raum gegeben habe, sich zu entfalten.

dass sich stress erst dann zeigt, wenn man gerade keinen hat, kenne ich auch. das ist besonders fies. eigentlich komme ich mit meinem leben auch klar, aber unbewusst habe ich meine kindheit wohl noch nicht verarbeitet. schlafe und träume dadurch auch sehr schlecht.

was du zur abklärung vielleicht noch machen könntest: einen osteopathen aufsuchen.

vg
lilie



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  16.02.2018 18:00  
Ich vertraue tatsächlich Osteopathen und Chiropraktikern auch deutlich mehr als Fachärzten. Ich würde zum Beispiel nie zu einem Orthopäden gehen, das ist verlorene Zeit. Und ich weiß auch, dass die sehr viel Ahnung vom Zusammenspiel zwischen Verspannung und Organen haben. Daher glaube ich dir das auch, wenn du das so sagst... aber ich wollte einfach wissen, wie man das messen kann :-)

Ich habe eine Fazienrolle, die nutze ich immer nach dem Sport :-) ...die Rolle macht das einfach alles wieder schön weich. Bei Stress und hoher Belastung können die wohl verkleben. Ich liebe diese Rolle, das hilft tatsächlich. Aber ich habe sie noch nie im Bauch/Brust-Bereich eingesetzt. Vielleicht mal eine Überlegung :)

Ja, meine Kindheit ist es bei mir wohl auch Schuld. Leider weiß ich nicht, was ich verarbeiten soll, weil ich mich an nichts erinnere. Ich versuche es momentan mit Hypnose. Mal sehen, was das bringt. Heute atme ich zum ersten Mal seit Wochen nicht so verrückt. Ich war grad nach langer Sportpause auch mal wieder joggen. Beim Joggen merke ich immer, dass ich nichts haben kann... ich bekomme astrein Luft, mein Herz geht maximal auf 150 und ich kann locker 5 - 10 km laufen. Leider musste ich aufgrund von Infekten länger Pause machen. Vielleicht hilft jetzt allein der Sport schon wieder, mal sehen.

Aber nochmal zu den Faszien: Oberhalb der Brust? Das nächste, wo ich da reindrücken kann, wäre der Kehlkopf... der Rest ist irgendwie hart wie Beton :D ...kannst du sagen, wo genau das war? Würd das gern mal ausprobieren :)


LG

Danke1xDanke


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Chemnitz
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  16.02.2018 18:18  
sevr hat geschrieben:
Ich weiß leider nicht, woran es bei mir liegt.


Ich habe das ja alles schon ziemlich lange und als Tip sag ich dir, dich mit 2 Fragen zu beschäftigen:

1. Was meinst Du, kontrollieren zu müssen es aber nicht zu können? --> weil: ES atmet mich! (Da musst du nix zutun...)
2. Wovor hast Du Angst? --> weil: Vor Angst blieb mir die Luft weg. (@BlaueLilie86 ist mit dem "Nichtauffallenwollen", also flach und leise atmen ein gutes Beispiel...)



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  16.02.2018 18:28  
Danke... ich mache mir da mal Gedanken drüber. Spontan würde ich sagen, ich will alles kontrollieren und empfinde wenig Angst (außer halt zu ersticken). Ich hoffe, dass die Antwort im Laufe des Abends eine andere sein wird... und ich hoffe, dass ich Bezug zu den Fragen finde. Normalerweise weiß ich nicht, wo ich anfangen soll zu überlegen und geb es dann auf. Aber ich versuche es heute... danke für die Anregung :)



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Chemnitz
380
  16.02.2018 18:35  
Das ist oft ein langer Prozess... bei den wenigsten ist es ein Trauma oder ein Auslöser der ins Auge springt. Ich hab auch sehr lange - zu lange - gebraucht um meine Auslöser zu finden. Bei mir ist es z.B. häufig eine Diskrepanz zwischen dem was ich denke leisten zu können und zu müssen! und dem was ich wirklich schaffen kann... und dazu der Unfähigkeit und der Angst mich den daraus resultierenden Emotionen zu stellen.

Also mach dir nichts draus, wenn du da jetzt nicht die allgemeingültige Antwort aus dem Ärmel schüttelst... jeder kommt anders auf den Trichter. Angst ist nix anderes wie eine große bunte schreiende Leuchtreklame, das irgendwas nicht so ganz stimmt im Leben.



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  16.02.2018 18:52  
Hm... ja, das bringt mich schon auf die richtige Spur vielleicht. Ich bin Perfektionist, durch und durch. Wenn nicht alles fehlerfrei funktioniert, was ich mache, werde ich nervös. Dafür bin ich auch bekannt... ich mache nahezu nie Fehler. Darauf bin ich auch stolz und werde mega Schwierigkeiten haben, das abzulegen. Aber mir ist bewusst, dass das ja angeblich auch stressen soll :/

Wie hast du es hinbekommen? Darf ich das fragen?



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Chemnitz
380
  16.02.2018 19:51  
Mehr oder weniger hinbekommen... Ich hab ja auch ein paar Therapien schon hinter mir und irgendwann MUSS man sich mit seinen Problemen beschäftigen. Es klingt immer so als hätte man da die Wahl: hat man nicht. Sobald dein Gehirn erst mal gelernt hat, das es dich mit Atemnot triggern kann, wird es das auch tun.

Mehr Gelassenheit tut Not. Und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Also hab ich angefangen nachzuschauen, wo ich klein anfangen kann. Muss ich immer alles rocken? Kann ich was abgeben? Geht wirklich die Welt unter, wenn ich ab und an was falsch mache? Und bin ICH schei. nur weil was schief ging oder ist es einfach nur schei. GELAUFEN? Nach und nach - auch mit dem älter werden - lief es besser. Das ist ein Prozess und etwas Perfektionismus ist ja auch okay. Manchmal hilft es mir auch, wenn ich mir sagen kann: Okay, das geschieht dir recht, du wusstest das das zu viel wird, da musst du nun durch. Das nimmt die Spitzen... Und manchmal muss ich mich auch selbst überzeugen, das es weitergehen wird, auch wenn grade alles finster ist voraus...

Ein guter Physiotherapeut ist auch nicht zu verachten. Das mit den Faszien ist nämlich richtig...



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  16.02.2018 21:33  
Ich habe auch schon viele Therapien hinter mir... irgendwie habe ich bis heute mein Problem nicht richtig greifen können. Auch wenn ich solche Dinge wie Perfektionismus schon bei mir registriert habe.

Ich denke, ich habe viele Dinge noch nicht richtig verarbeitet. Ich weiß aber auch nicht, wie das geht. Ich verdränge alles, was mich traurig macht und frag mich dann immer, wie ich das so schnell geschafft habe. Denke das ist mein großes Problem einfach...

Aber was du sagst, muss ich auch lernen. Selbst wenn ich Dinge abgebe, mache ich sie nachher nochmal selber, weil man es hätte besser machen können :stirn


Heute hatte ich tatsächlich kaum Atemprobleme. Ich habe keine Ahnung warum... warten wir mal morgen ab. Vielleicht bekomm' ich ja wieder die Kurve. Allerdings arbeite ich dann auch wieder nicht an meinen Problemen... das ist immer so.


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