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Hey Leute ,

Ich hab es in letzter Zeit ganz oft , das ich sehr nervös werde wenn mir jemand längere Zeit irgendetwas erzählt . Das hab ich auf der Arbeit als auch zu Hause.
Besonders wenn die Leute weit ausholen.

Dabei ist es noch nicht mal so das mich das Thema nicht interessieren würde oder langweilt.
Ich denke dann immer das ich nicht weg kann mitten im Gespräch oder das die Leute meine nervosität bemerken könnten und denken , das mir das was sie erzählen Gleichgültig wäre. Oder das ich mitten im Gespräch eine Panikattacke bekommen könnte oder mir schwindelig wird und sie dann bemerken das mit mir etwas nich stimmt.

Ich denke dann nur noch das die Person sich beeilen und zum Punkt kommen soll , dann hab ich ein wahnsinns schlechtes Gewissen

Kennt das jemand? Oder weiß jemand wie ich damit umgehen soll?

LG Lala

27.06.2012 11:00 • 27.06.2012 #1


4 Antworten ↓


Schlaflose
Die meisten Leute sind genervt, wenn jemand weitschweifig erzählt und nicht zum Punkt kommt. Ich hatte bis vor kurzem einen Kollegen, der so war, und immer wenn er am Tisch (im Lehrerzimmer) wieder mal nicht zu Punkt kam, sind andere nach und nach aufgestanden und sind einfach gegangen. Das hat ihn aber gar nicht gestört, er hat den Hinweis überhaupt nicht verstanden und beim nächsten Mal genauso weitergemacht.
An deiner Stelle würde ich demjenigen durch Blicke auf die Uhr oder durch einen Hinweis, dass man etwas Eiliges zu erledigen hat, höflich signalisieren, dass, man nicht länger zuhören kann.
Warum wäre es denn so schlimm, wenn andere bemerken würde, dass du nervös bist, eine Panikattacke bekommst oder dir schwindelig wird?? Das ist doch keine Schande.
Ich bin da ganz offen und sage allen, mit denen ich zu tun habe, dass ich eine Angsstörung habe und z.B. bei Stress oder bestimmten sozialen Situationen panisch werde, in Tränen ausbreche u.ä. Bisher haben die meisten Verständnis gehabt, und wenn nicht, war das deren Problem, wenn sie miterleben mussten, dass ich einen Nervenzusammenbruch bekam. Mir war das noch nie peinlich.

Viele Grüße

27.06.2012 11:27 • #2



Anspannung wenn mir jemand etwas erzählt

x 3


Hey Schlaflose,

danke für deine Antwort

Ich wäre da gerne auch so locker wie du . Ich hab das ne Zeitlang auch so gemacht das ich es den meisten Leuten erzählt habe. Und es war auch okay so .
Aber ich hab in letzter Zeit irgendwann angefangen mich selbst total unter druck zu setzen weil ich begonnen hab zu denken das ich die leute nerve oder sie mich nicht mögen wenn ich so bin wie ich bin. Ich hab mir auch eingeredet das mein Ex-Freund mit mir deswegen schluss gemacht hat .

Ich fange jetzt bald eine neue Ausbildung an und da will ich mich UNBEDINGT total soverän benehmen und ich will das keiner bemerkt das ich panisch bin. Ich denk dann das sie mich dann vieleicht wieder rauswerfen.
Ich kann denen doch nicht sagen das ich ne Panikstörung habe oder?

Zu dem weit ausholen , ja du hast recht das die meisten Leute davon genervt sind ich ja auch . Aber das passiert mir auch wenn ich einfach nur ne Unterhaltung führe und jemand dann alles total ausschmückt. Wahrscheinlich erlaube ich es mir auch insgeheim nicht davon genervt zu sein. Und denke dann ich muss total aufmerksam sein und alles.

27.06.2012 11:49 • #3


Schlaflose
Zitat von lala22:
Ich wäre da gerne auch so locker wie du


Ich nehme an, dass 22 dein Alter ist, da ist man einfach noch nicht so weit, dass man das alles so locker nehmen kann. Ich bin 50 und habe schon einiges hinter mir, da lernt man, dass für die meisten Menschen eine Person nicht wertlos ist, nur weil sie nicht kerngesund ist. Ich leide auch nicht unter Panikattacken , sondern an einer "ängstlichen (vermeidenden) Persönlichkeitsstörung" und betrachte das als eine Krankheit und nicht als eine persönliche Schwäche. Die Therapie, die ich seit anderthalb Jahren mache, hat mir sehr viel geholfen, weil mein Therapeut mir immer wieder vor Augen führt, dass ich trotz meiner Ängste so viel im Leben bewältigt habe und dass ich viele Stärken habe.
Wenn du noch keine Therapie machst, solltest du es unbedingt in Erwägung ziehen, damit sich deine Ängste nicht immer mehr verfestigen und dein Leben kaputt machen.

Viele Grüße

27.06.2012 16:50 • #4


Naja ich bin 25 aber ist ja nich so weit entfernt von 22
Ich denke das man da mit 50 auch entspannter ist.

Ich bin schon seit 4 Jahren in Therapie , was mir auch sehr geholfen hat ich war sogar eine Zeitlang komplett angstfrei. Es gab Zeiten da bin ich niht mehr vor die Haustür gegangen.

Im Moment sind die Termine aber in großen Abständen da ich eig. ganz gut klar komme.
Seit ein paar Monaten bin ich halt wieder nervöser und angespannter , naja und so schlimm war es halt noch nie in diesen Situationen mit Gesprächen.
Ich denke ich setze mich halt nur zu sehr unter Druck. Weil ich gern so perfekt sein möhte und dann habe ich angefangen nicht mehr dazu zu stehen wie ich halt bin.

27.06.2012 20:47 • #5




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