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Anna_lisa
Mitglied

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Hallo zusammen, ich habe Mal eine Frage: kennt jemand von euch es auch, dass man nach einer Krankheitsängste anhaltende Angst hat? Ich erkläre Mal: vor einer Woche würde ich notoperiert ( Horrorvorstellung schlechthin, war aber nicht schlimm in Echt), war in Lebensgefahr. Danach hatte ich natürlich einen Trigger, da ich einige Tage im KH bleiben musste. Im Entlassungsbrief stand dann etwas von einer Zyste ( eigentlich auch kein Problem, wie ihr wisst, aber. ) da war alles vorbei. Ich war sicher, jetzt wars das. Ich war einige Tage wie paralysiert, nichts half, außer beten. Dann fuhr ich in die Klinik, um den Befund abzuholen ( ich glaube , ihr fühlt die Verzweiflung und die Angst. ) auf dem Weg dorthin voller Kontrollverlust mit Übelkeit , Zittern, Schwitzen , und mehrmals fast Bewusstsein verlieren. In der Klinik angekommen stellte sich meine hausgemachte Verzweiflung als nicht real dar. Die Chirurgin selbst erklärte mir, dass alles in Ordnung sei. Nun habe ich einen Heulkrampf und Zitteranfall in der Klinik erlitten und wurde eben genauso , wie ihr es euch gerade vorstellt, vom gesamten Personals angestarrt. Normalerweise würde jetzt meine gewohnte Lebensfreude zurück sein und ich wäre beruhigt aber ich befinde mich auch jetzt, 3 Tage nach dem Vorfall in einer Starre und bin irgendwie davon überzeugt, dass da noch ein grosser Hammer kommt. Kann nicht abschalten , fühle mich immer noch bedrückt, als ob die Situation noch immer ( für mich ) dramatisch wäre usw. Kennt jemand das auch? Das sie Erleichterung nicht kommt, sondern man immer noch irgendwie mit einer grossen Katastrophe rechnet? Danke fürs Lesen!

15.12.2025 x 1 #1


13 Antworten ↓


Kedici
Ja das kenne ich gut. Das war erstmal eine Ausnahmesituation für dich. Da entsteht extrem viel Stress und das braucht eine zeitlang bis es abgebaut ist. Wenn das erst 3 Tage her ist ist es ja auch noch total frisch. Ich hatte letztes Jahr eine geplante OP und selbst das hat mich völlig aus der Fassung gebracht.
Aber Gott sei Dank hast du alles gut überstanden und auch von den Ärzten die Bestätigung bekommen das alles in Ordnung ist.
Gib dir etwas Zeit bis der ganze Stress abgebaut ist. Ich denke es wird von Tag zu Tag besser werden.
Im Moment fährst du wegen der Angst jetzt erstmal Achterbahn. Aber eigentlich ist das unbegründet.

x 3 #2


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Anhaltende Angst nach Nervenzusammenbruch

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Yuber
Hallo Anna-Lisa,

deine Symptome sind nach einem medizinischen Notfall sehr gut erklärbar. Nach einer akuten Bedrohung kann das Nervensystem in einem anhaltenden Alarmzustand bleiben, auch wenn objektiv alles in Ordnung ist. Das limbische System (v. a. die Amygdala) speichert die Gefahr schneller als der Verstand sie entkräften kann.
Deshalb kommt es zu:

- anhaltender Angst trotz Entwarnung
- innerer Starre, Zittern, Übelkeit
- dem Gefühl, „es kommt noch etwas Schlimmes“

Das ist typisch für eine akute Stressreaktion/Anpassungsstörung und bedeutet nicht, dass etwas übersehen wurde. Der Heul- und Zitteranfall ist eine Stressentladung, kein Rückschritt.

Meist reguliert sich das Nervensystem mit der Zeit wieder. Hilfreich sind Schonung, sanfte Bewegung, Atemübungen und – falls es anhält – frühzeitige psychotherapeutische Unterstützung.
Du bist damit nicht allein, und das Erleben ist real, auch wenn die Gefahr vorbei ist.

Alles Gute

x 3 #3


A
Hallo ihr Lieben,

Vielen, vielen Dank für eure Antworten! Es hat mir echt Mut gemacht sie zu lesen.
Danke!
Anna-Lisa

#4


Crazybird
@Yuber besser kannst du es nicht zusammenfassen. Und Nervensystem beruhigt sich bei jedem unterschiedlich schnell.
Bei vielen Mensch hilft die Natur, wenn du dich sn einen ruhigen Ort in der Natur einfach nur hinsetzt und nichts tust...atmen und so.

x 1 #5


Windy
Man kann die Dauer bis sich das ZNS wieder beruhigt hat verkürzen, indem man sich vom Arzt ein sedierendes Medikament verschreiben läßt, so daß wieder Ruhe ins System einkehrt. Natürlich kann man auch den natürlichen Weg wählen, das kann aber sehr lange dauern, bis sich das wieder von alleine ausgeglichen hat. Zudem geht dieser Ausnahmezustand ins Körpergedächtnis ein und wird als Trauma abgespeichert. Je länger und tiefer dieser Zustand war, desto zuverlässiger programmiert sich das Gehirn das als Angst und Unsicherheit ein, was bei Bedrohungsverdacht schnell wieder ausgelöst wird.

x 4 #6


Icefalki
Zitat von Anna_lisa:
Heulkrampf und Zitteranfall in der Klinik erlitten und wurde eben genauso , wie ihr es euch gerade vorstellt, vom gesamten Personals angestarrt.


Grad egal, ob jemand starrt. Letztendlich erleben oder erlebten wir alle hier Ausnahmesituationen, die die unterschiedlichsten Reaktionen hervorrufen oder hervorgerufen haben.

Ich kenne das auch und damals hat noch nicht mal eine Beruhigungssspritze gewirkt. Also, willkommen in Club.

Unterm Strich hast du jetzt eine traumatische Situation erlebt und da reagiert man eben auch mal unlogisch. Erlaube dir das, denn manchmal ist es einfach so.

Nur jetzt nicht meinen, dass dein Befund nicht stimmen würde, denn dann wird es hypochondrisch. Ärztin hat gesagt, alles ist ok, dann ist es das auch.

Und gebe dir die Zeit, die es braucht, um das alles verarbeitet zu bekommen. Immer dran denken, dass du eine Glückskind bist, da alles so perfekt gelaufen ist.

x 4 #7


A
Ihr Lieben,

Danke! Das tut einfach nur gut euch zu lesen.
@Icefalki naturlich habe ich den Befund angezweifelt. Ich war mir sicher, dass die Chirurgin von meinem Auftreten so überrumpelt war, dass sie naturlich im gesamten Befundbrief genau die Stelle übersehen hat, auf die es eben ankommt ( ! ) . Ich habe den Brief zerriss3n, da ich schon wusste, ich würde beim Pathologen 10 Fehler finden, die er gemacht haben kõnnte, bzw. die übersehen worden sind 😵‍💫. Deswegen kann der gesamte Bericht von mir ungelesen in den Müll 😁
@ Windy ich nehm3 jetzt Sertralin, das dauert zwar einige Zeit, bis es wirkt , aber hat mir schon mal sehr geholfen.

Danke an euch alle!

x 2 #8


Tuffie1
Zitat von Anna_lisa:
Ihr Lieben, Danke! Das tut einfach nur gut euch zu lesen. @Icefalki naturlich habe ich den Befund angezweifelt. Ich war mir sicher, dass die ...

Hallo , Sertralin wirkt erst nach Wochen richtig . Drei Stück auf einmal ist auch keine Lösung deines Zustand eher eine Verschlechterung . Warte ab bis sich dein Nervensystem sich beruhigt hat . Meine Güte sei sei dankbar das dich überhaupt so schnell das Team geholfen hat ect.

x 1 #9


Windy
Zitat von Anna_lisa:
wie ihr es euch gerade vorstellt, vom gesamten Personals angestarrt.

Man sollte sich gedanklich nicht damit beschäftigen, was in solchen Menschen gerade innerlich vor sich gehen könnte. Sinnlose Energieverschwendung, da man es nie erfahren können wird.

x 2 #10


Icefalki
Zitat von Windy:
mich ganz lustig fanden


Die haben dann aber ihren Job verfehlt. Geht ja gar net. Blöde Weiber, sorry.
Das ist mir gottseidank noch nie passiert, und ich kann mich auch "anstellen".

x 1 #11


A
@tuffi hast du meinen Post uberhaupt gelesen?
Was sollen denn diese Vorwurfe? Bist du im falschen Threat?

#12


Windy
Zitat von Icefalki:
Die haben dann aber ihren Job verfehlt.

Danke Falki. Es war eine sehr junge Praxis, denke daß da die Werte von früher, nicht mehr so zählen. Die Zahnärztin war aber super professionell und war einfach nur froh, als die fünfmal dort dann endlich vorbei waren.

Sorry, für den Exkurs.

x 1 #13


Tuffie1
@Anna_lisa nein ,ich bin im richtigen thread .

#14


A


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